Sonntag, 2. Juli 2017

21. Eselsburger Tal-Lauf in Herbrechtingen am 02.07.2017

Nun fahren wir schon zum fünften Mal seit 2013 zu der tollen Veranstaltung in dem schönen Eselsburger Tal. In diesem Jahr sollte es für mich ein ganz besonderer Lauf sein, nachdem ich bereits im letzten Jahr im Tannheimer Tal einen Geburtstags-Lauf hatte, nun hier sogar der zum 50. Die 75 km legten wir in nur 45 Minuten zurück und parkten wieder im Bereich der Oskar-Mozer-Halle, diesmal aber in einer Nebenstraße, da vor der Halle eine Baustelle war. Außer mir war auch wieder Jusra am Start und Nadira begleitete uns unterstützend. Die letzten drei Jahre hatte ich beim Nordic Walking über 5,1 km teilgenommen und immer gewonnen und war auch jedes Jahr schneller. Dieses mal wollte ich wie bei der Premiere 2013 beim Lauf auf der Kurzstrecke starten. Jusra wieder beim Walking, wo sie immer sehr erfolgreich war. Die Startnummern und die Transponder für die Zeitnahme gab es in der Halle. Es werden drei Strecken angeboten: Halbmarathon, 10 km und 5,1 km, bei den beiden letzten auch Nordic Walking. Die Gebühren betragen 14 €, 10 € und 6 € (für Schüler über 10 km und 5,1 km sogar nur 5 € bzw. 3 €), da kann man sicher nichts sagen. Schon in der Halle trafen wir wieder mal die ersten Bekannten. Es freute mich ganz besonders wie bereits letzte Woche Samstag Matthias Fromm, Kurt Weinmann und Dietmar Resch zu treffen. Das Wetter meinte es diesmal gnädiger als die letzten Jahre, als es teils sehr heiß war und der Start einmal sogar um eine Stunde vorverlegt wurde. In diesem Jahr hatte es mit 15° C und trockener Witterung (bei der Fahrt hatte es teils noch leicht geregnet) sowie einer Wolkendecke optimales Laufwetter, Die Transponder für die Zeitnahme waren wieder auf der Rückseite der Startnummer angebracht. Es war schon toll wie viele Bekannte am Ende eintrafen und auch mir fremde Leute sprachen mich auf die Seite an.










Es ging nun auf eine Aufwärmrunde und ich war gespannt, wie ich das bislang so harte Wettkampfwochenende verkraftet hatte. Am Freitag war ja der anspruchsvolle Strong Run über 10 km in Aulendorf mit dem AK-Sieg und gestern zwar ein Wettkampf mit 28,2 km und 2549 Höhenmeter beim Stubai Ultratrail auf den Stubaier Gletscher. Der war super schön, aber auch knüppelhart. Ich bin ja auch recht spät ins Bett gekommen. Es ging ins Tal und dort wie die letzten Jahre zu den steinernen Jungfrauen. Die linke Wade zwickte, aber das war gestern fast das ganze Rennen so. Natürlich war ich auch noch schlapp, aber es ging insgesamt dennoch erstaunlich gut. Anfangs war bei der Runde übrigens noch Matthias dabei. Es stellte sich aber die Frage, wie es beim Wettkampf wird.
















Der Start für alle Läufe erfolgte einige Hindert Meter von der Halle entfernt um 9:00 Uhr. Es war für mich in diesem Jahr der 60. Wettkampf. Es kam ein Rekordfeld von 757 Teilnehmern zustande. Da wäre es langsam eine Überlegung wert, die Läufe etwas zu trennen. Ich wollte auf jeden Fall offensiv angehen. In der ersten Kurve rechts weg wurde es ganz schön eng. Dann aus dem Ort ins Tal. Ich störte heute bestimmt den einen oder anderen, aber ich musste heute laut sein, es ging nicht anders und die knapp 3000 Hm die beiden letzten Tage hingen  schon noch in den Knochen. Dafür war der linke Oberschenkel wieder bestens und auch die Wade zog nur leicht. Den ersten Kilometer legte ich dann nach meiner Uhr in 3.59 min und laut Markierung in 4.01 min zurück. Kaum zu glauben und das gab mir eher noch Auftrieb. Manche die mich überholten, holte ich wieder ein. Es ging an den Steinernen Jungfrauen vorbei und das Tal bietet auch was fürs Auge. Heute hatte ich dafür aber kaum einen Blick und auch den Foto bewusst nicht mitgenommen. Ich musste mich ganz auf meinen Wettkampf fokussieren. Ziemlich hart diese kurzen und schnellen Läufe. Es ist auf der Strecke nur leicht wellig, aber 62 Hm kommen dennoch zustande. Im Vergleich zu gestern aber ein Klacks und das Laufen beginnt halt im Kopf. Nach 2 Kilometer dann 8.14 min bzw an der Tafel 4.18 min. Nun ging es für die kurze Strecke rechts weg und nach der Brücke ein Getränkestand. Bei der Witterung und kurzen Strecke aber nicht notwendig. Ich lief ein gutes Stück hinter Ronan Elsholtz und der kam nicht weg. Das baute auf. Nun nicht mehr auf Asphalt, sondern auf einem Kiesweg. Der war aber super zu laufen und auch keine Pfützen. Bei Kilometer 3 dann eine Zeit von 12.33 min. Da wurde ich sogar schneller. Nun musste ich aber ganz schön auf die Zähne beißen, wusste aber auch, dass ich super platziert bin und in der AK um den Sieg laufen kann. Das half mal wieder. Der vierte Kilometer ist zwar etwas wellig, ich konnte aber das Tempo gut halten und dann eine 16.50 min. Es lief wie bei einem Uhrwerk. Es war nicht mehr weit. Kein Vergleich zum letzten Kilometer gestern. Man lief rechts weg und nun wieder auf der Straße. Dort nochmals Getränke. Bei warmer Witterung perfekt. Nun links weg und Richtung Stadion. Den fünften Kilometer hatte ich in 4.13 min zurück gelegt. Unglaublich, denn gefühlt wurde ich nun langsamer. War das hart! Jetzt rechts weg über die Wiese. Das kostete nochmal Kraft, aber dann auf der Bahn.















Nun die Zieleinläufe über 5 km. Es lagen drei gute Bekannte vorne:Swen Lorenz vor Daniel Sünderhauf und Sascha Baß. Ich konnte noch einmal eine Endgeschwindigkeit von 4.04 min erreichen. Keine Ahnung wie das klappte, aber vielleicht weil ein junger Läufer immer näher rückte. Ich erreichte das Ziel nach 21.49,30 min und damit nur 6 Sekunden langsamer als 2013. Ich wurde damit in der Gesamtwertung 16. von 196 und bei den Männern 14.von 94. Vor allem schenkte ich mir aber zum Geburtstag den Sieg in der AK M50, in der ich nun auch ganz offiziell angekommen bin. Das konnte ich so nach dem Wochenende nicht unbedingt erwarten, nur ein klein wenig erhoffen. Es war wie ein Traum.






















































Nach meinem Zieleinlauf hieß es auf Jusra warten und eigentlich wollte ich ihr entgegen laufen. Aber ich konnte diesmal nicht auslaufen, lediglich einige Lockerungsübungen. Mit der Zeit ging es aber wieder. Es hieß nun zunächst auf die ersten Läufer über 10 km zu warten. Da gab es ein unglaublich spannendes Finale, welches Thomas Feil hauchdünn für sich entscheiden konnte. Bereits als Gesamtdritte kam die Damensiegerin Susanne Hafner. Tolle Leistung! Jusra schaffte einen super 5. Gesamtplatz und Platz 4 bei den Frauen in 43.10,20 min. Damit siegte auch sie in ihrer AK, wobei es beim Walking keine Siegerehrung gibt. Es war noch toll, so viele Bekannte im Ziel begrüßen zu können.





































































Als nächstes waren die Zieleinläufe im Halbmarathon an der Reihe. Da schaffte Muhammed Drammeh aus Giengen den Sieg und wie oft war er knapp dran. Das freute mich ebenso, wie der tolle zweite Platz von Frank Hermann. Leider hatte ich den dritten verpasst und auch die anderen, so wie etwa die von Sieg zu Sieg eilende Julia Laub, aber ich musste zur Siegerehrung.





Die Siegerehrung für die 5,1 km (eher 5,2 km) fand dann bereits gegen 10:35 Uhr statt. Das war super und auch die Ergebnisse waren schnell veröffentlicht und auch mir Urkundendruck im Internet. Ich bekam meine Urkunde und noch ein Handtuch dazu, Es freute mich mit Kurt Weinmann oben zu stehen, Eigentlich dachten wir, auch noch Dietmar Resch, aber der siegte in der AK M55, weil man sogar 5er-Schritte machte, obwohl in der Ausschreibung 10er-Schritte standen. Das ist wirklich vorbildlich, werden doch leider bei vielen Veranstaltungen die Kurzstrecken stiefmütterlich behandelt, vor allem auch in Bezug auf AK-Wertungen. Insgesamt erneut eine klasse Veranstaltung im schönen Eselsburger Tal, die mir sicher in ganz besonderer Erinnerung bleiben wird.

















Die Strecke: (5,2 km)



Insgesamt waren es 758 Teilnehmer, davon 156 beim Halbmarathon, 352 über 10 km, 197 über 5,1 km, 31 beim Nordic Walking über 10 km und 22 beim Nordic Walking über 5,1 km.

Halbmarathon Männer: Muhammed Drammeh (TSG Giengen, 1:16.38,10 h) vor Frank Hermann (SV Mergelstetten, 1:17.36,80 h) und Jens Schrott (Sonntagsläufer, 1:21.59,80 h).

Halbmarathon Frauen: Julia Laub (SV Mergelstetten, 1:31.50,00 h) vor Cornelia Rieck (Dettingen, 1:32.46,20 h) und Katja Gallasch (Siebenzwerge, 1:33.22,20 h).

10 km Männer: Thomas Feil (TSG Schnaitheim, 37.44,80 min) vor Abdinur Mohamud Weheliye (EVA Heidenheim, 37.45,30 min) und Lucas Rettenmeier (Concordia Ellwangen, 38.30,90 min).

10 km Frauen: Susanne Hafner (38.24,90 min) vor Karin Elsholtz (TSG Giengen, 41.18,10 min) und Tanja Schröder (Architekturbüro Schröder, 42.13,50 min).

5,1 km Männer: Swen Lorenz (TSG Söflingen, 17.50,50 min) vor Daniel Sünderhauf (SV Rot-Weiss Werdau, 18.11,20 min) und Sascha Baß (TSG Giengen, 18.15,70 min).

5,1 km Frauen: Antje Alt (20.56,40 min) vor Maike Alt (beide TSV Herbrechtingen, 21.12,20 min) und Sabine Drössler (ISD vital Gesundheitsinstitut Heidenheim, 22.49,00 min).

10 km Nordic Walking Männer: Konrad Rübesamen (Langenau, 1:10.31,90 h) vor Hans Dieter Schlanser (SV Birkenhard, 1:12.37,10 h) und Franz-Eugen Ebert (Railway Runners, 1:18.02,2 h).

10 km Nordic Walking Frauen: Tanja Stohl (TSF Welzheim, 1:14.20,60 h) vor Beate Simon (Heidenheim, 1:15.44,10 h) und Birgit Neuhäusler (Bachhagel, 1:21.12,10 h).

5,1 km Nordic Walking Männer: Steffen Rieger (Turnen SV Bolheim, 37.56,10 min) vor Michael Reichelt (Breuer Ulm, 38.40,80 min) und Wilhelm Oszfolk (RSV Hohenmemmingen, 46.55,50 min).

5,1 km Nordic Walking Frauen: Christiane Richter (Gerstetten, 40.16,80 min) vor Karen Klopfer (LG Mohren, 40.16,80 min) und Jusra Steiner (VfB Gutenzell / Runners Point Ulm, 43.10,20 min).

Ergebnisse: http://my3.raceresult.com/67254/results?lang=de#

Veranstalter: http://lauftreff-herbrechtingen.de/

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