Sonntag, 24. März 2019

18. Bad Windsheimer Weinturmlauf in Bad Windsheim am 24.03.2019

Heute ging es früh morgens zum dritten Mal in Folge zu dieser Veranstaltung in Mittelfranken. Auch in diesem Jahr hatte ich wieder einen Doppelstart über 5,3 km und 10 km gemeldet. Die Anfahrt von knapp 199 km in 1:43 Stunde war gänzlich anders wie im Vorjahr, als ich wegen Neuschnee zittern musste, dass der Wettbewerb überhaupt ausgetragen wurde. Ich parkte wieder im Gewerbegebiet "Im Häspelein". und von dort ging es zu Fuß ca. 5 Minuten zur Kiliani-Klinik, wo es im Foyer die Startnummern gab und der Transponder für die Zeitnahme befand sich diesmal auf der Rückseite. Das war praktisch und hätte ich letztes Jahr bei der bitteren Kälte brauchen können, als ich vor dem zweiten Start mit den kalten Fingern kaum in der Lage war diesen am Schuh anzubringen. Dazu noch Baumwolle-Shirts. Die Gebühren betrugen für den Halbmarathon 17 € und für 5,3 km und 10 km jeweils 12 €. Die ersten Bekannten konnte ich auch schon begrüßen. Das Wetter war mit 11° C und trockener Witterung und mal nicht so sehr windig bislang das beste hier bei meinen Teilnahmen. Nun brachte ich die Tasche noch kurz in die Umkleide, die sich gleich beim Ziel befindet, was später praktisch ist.














Ich machte mich nun auf zum Startplatz und da ging es durch den Kurpark. Dabei dann gleich mal ein erstes Aufwärmen. Es erfolgte um 10:00 Uhr der erste Start zum Schüler- und Jugendlauf über 2,2 km.
















Ich machte mich nach dem Start auf zum weiteren Aufwärmen. Ich war gespannt, wie ich den Doppelstart von gestern in Ellwangen auf der knüppelharten Strecke verkraftet hatte. Auf der Kurzstrecke konnte ich zwei mal den AK-Sieg holen und über 10 km nach Rang 3 beim ersten Mal, im letzten Jahr sogar auch den Sieg. Dabei waren meine Zeiten trotz bitterer Kälte und teils Schnee auf der Strecke nur 16 bzw 13 Sekunden langsamer. Da war mein Ziel, auf beiden Strecken wenn möglich eine neue Bestzeit zu erzielen. Es fühlte sich auch erstaunlich gut an, selbst bei den Sprints und nach gut 3 km sollte es passen. Jörg Behrendt hatte ich auch noch getroffen, der wieder die Kurzstrecke lief und da hoffte ich schon mal auf Bilder später über 10 km. Im Startbereich gab es auch einen Toilettenwagen, vielleicht auch ganz gut zu wissen.








Der Start zum Lauf über 5,3 km erfolgte um 10:15 Uhr und es war für mich in diesem Jahr der 22. Wettkampf und der Auftakt zum 5. Doppelstart. Ich setzte bei den Schuhen auf die Adidas Adizero und sonst natürlich ganz kurz, aber bei dem manchmal vorhandenen frischen Wund noch das Stirnband und die Armlinge und unter dem Trikot noch ein kurzes Funktionsshirt. Als ich mir das Feld so betrachtete,, dachte ich, dass heute eine ganz vordere Platzierung drin sein könnte. Allerdings sind viele Jugendlich auf so einer Strecke oft recht gut. Dann ging es los und ich kam super ins Rennen und führte erst mal das Feld an. Als es aus der Stadt raus ging, lag ich hinter dem späteren Sieger Oliver Schmidt, der mich immer wieder aufforderte mit zu kommen und dem Jugendläufer Lucas Adler. Das ist das schöne am Laufsport, dass man einen Konkurrenten sogar mal aufmuntert und da ging es um die ersten 3 Plätze. Nach der Marke von Kilometer 1 dann saustarke 3.52 min, auf der Uhr dann 3.58 min. Die Kurzstrecke ist ja vollständig asphaltiert und noch ging es flach weiter, bevor es nach rechts hoch ging. Da merkte ich doch die Belastung von gestern, aber sah auch, dass ich nach hinten einen guten Vorsprung hatte und die beiden vorne kamen nicht mal groß weg. Ich kämpfte mich hoch und die Marke kam etwas später. Auf der Uhr dann 8.20 min, das war dann auf dem Kilometer da hoch immer noch schnell. Nun hieß es bergab wieder Tempo aufnehmen. Die beiden vorne blieben schön beisammen und konnten sich etwas absetzen. Als es nach links ging, sah ich im Augenwinkel zwei Läufer kommen. Ob ich den 3.Rang noch lange halten kann? Immerhin auf Kilometer 3 nochmals 4.12 min und damit auch klar schneller als 2017. Nun rechts weg und auf dem Radweg und später auf der Straße tendenziell leicht bergab. Da wurde ich eingeholt, aber diesen Läufer kannte ich und zum Glück war er seit diesem Jahr in der AK M55. Eine Siegerehrung auf der Kurzstrecke für die ersten 3 gibt es nicht, sondern für jeden 11. eine Flasche Wein. Dennoch wäre so ein 3. Gesamtrang genial gewesen und oft hab ich die Chance ja nicht. Auch Sezai meinte ich solle mitlaufen, aber ich musste ihn ziehen lassen. Es ging links weg und dort nach 16.51 min vier Kilometer absolviert und stark unterwegs. Hier ein etwas holpriger Weg und dann nach rechts in den Kurpark. Auf der langen Geraden dort, schaute ich immer wieder zurück, aber der Abstand passte. Noch links um die Kurve und nach 20.50 min an der Marke von Kilometer 5 vorbei, die aber zu früh kam. Die Zielgerade zieht sich ganz schön,.aber die Streckenbestzeit war sicher und ich kam nach 22.30 min als 4. Gesamt von gleich 97 ins Ziel und war 30 Sekunden schneller als vor 2 Jahren und damals ausgeruht und außer mehr Wind ähnliche Bedingungen. In der AK M50 war es der Sieg und mein 16. Podestplatz dieses Jahr. Der 23 Sekunden hinter mir wurde dann prompt 2. in der AK und gut dass ich den auf Abstand halten konnte.











Nach meinem Zieleinlauf musste ich doch erst mal ganz schön durchatmen. Dann kam aber der Foto raus und es kam ja auch noch der eine oder andere Bekannte ins Ziel und ich hatte bis zum zweiten Start noch 22 Minuten. Ich trank etwas Wasser und holte in der Umkleide meine andere Startnummer. Das Hemd hätte ich ausziehen sollen, aber dachte nicht daran. Auf dem Weg durch den Kurpark zum Start traf ich dann mal wieder Roland Rigotti und der sollte später sogar Gesamtsieger über die 10 km werden.



























Die Strecke: (5,3 km)



Der Start zum Lauf über  10 km erfolgte um 11:00 Uhr und es war mein 23. Wettkampf des Jahres und der 5. über diese Distanz. Zuvor starteten bereits um 10:30 Uhr die Nordic Walker über 5,3 km und um 10:45 Uhr die Teilnehmer des Halbmarathon. Wie in den letzten Jahren wollte ich den Lauf wieder mit dem Foto dokumentieren, hatte mich dann aber anders entschieden, weil dies auch Kraft kostet und ich doch merkte, dass ich die so benötigen werde. Dann ging es los und ich lief ganz entspannt und die Platzierung war egal. Ich wollte versuchen unter 45 Minuten zu bleiben. Nach dem ersten, flachen, Kilometer dann 4.15 min. Dann ging es wie vorhin nach rechts und etwas hoch und weiter oben diesmal nach links. Da ging es wieder leicht runter. Nach zwei Kilometer dann 8.45 min und zuletzt also 4.30 min. Der dritte Kilometer führte nach Wiebelsheim und war leicht wellig. Da schaffte ich mit 4.28 min nochmals eine Zeit unter 4.30 min. Im Ort dann runter und in der Kurve nach rechts. Dort waren wieder viele Zuschauer und eine tolle Stimmung. Aus dem Ort raus steige es dann gut an und ich merkte, dass es heute ganz schön zäh wird. Immer wieder gab es auch Positionswechsel. Ich benötigte für den vierten Kilometer fast 5 Minuten. Dann endlich wieder runter, aber locker geht anders. Ich lief nun ein ganz schönes Stück mit Claudia Rost, die später vierte Frau Gesamt werden sollte. Bevor die Hälfte der Distanz absolviert war, noch ein kurzer Anstieg und fast schon die letzten der 72 Höhenmeter. Nichts im Vergleich zu gestern, als es über 100 mehr waren, aber heute ging es zäher. Kein Wunder auch nach dem vorherigen Tempolauf. Dann nach 22.52 min bei Kilometer 5. Würde das noch für unter 45.25 min reichen? Die Marke von 45 Minuten hatte ich abgeschrieben. Es kam dann gleich ein Getränkestand und ich nahm zwei Schluck Wasser. Der sechste Kilometer ging überwiegend bergab und dennoch nur 4.30 min und auch ein paar Plätze verloren. Da wusste ich dass es sehr hart wird. Es ging dann gleich links weg und runter und dann ein kurzes Stück Feldweg, das einzige nicht asphaltierte Teilstück. Langsam war es auch recht warm und ich streifte die Armlinge nach vorne. Auf dem leichten Anstieg konnte ich aber Plätze gut machen und ging dann auch auf der Straße an Claudia vorbei. Diese konterte aber und das war es dann. Die nächsten beiden Kilometer knapp über 4.30 min. Da musste was passieren. Es ging nun über eine Brücke und Richtung Kurpark. Da konnte ich zulegen und einen Läufer überholen. Nebenbei nun auch immer wieder Teilnehmer des Halbmarathon. Bei der Marke von Kilometer 9 dann 41.10 min. Da musste ich unter 4.15 min laufen. Ich war nun voll motiviert das noch zu schaffen und beschleunigte. Peter Großberger und Jörg Behrendt machten hier noch Fotos und von vorhin wusste ich, dass es nach der Kurve noch 400 m sind und das konnte klappen. Auf der Zielgeraden, die sich zog, war einer ca. 50 m vor mir, Dennoch konnte ich ca. 50 m vor dem Ziel vorbei gehen und den 3. der AK M45 schlagen. Ich kam nach 45.15 min ins Ziel und war zwar erst mal fix und fertig, aber 10 Sekunden schneller als 2017. Es war der 40. Gesamtplatz von 216 und Rang 36 von 166 Männern. In der AK M50 diesmal aber nur Rang 6, aber von gleich 31 Teilnehmern und die Jahre davor waren es 20 bzw 11, als ich die Ränge 3 und 1 belegte. Da waren es insgesamt zwar die schlechtesten Platzierungen hier, aber dennoch achtbare. Vor allem in den 22 Stunden nun vier mal Streckenbestzeit, was ja auch was zählt auch wenn ich nur einen von drei AK-Siegen wiederholen konnte und hier im sechsten Rennen erstmals nicht auf das Podest kam. Dafür, was viel wichtiger ist, hab ich die Läufe ohne Probleme überstanden. Ich traf dann im Ziel auf Horst Sobek, der eine tolle Zeit lief und die AK M55 gewann. Es war schon schön, ihn nach Rothenburg vor dem Start mal wieder getroffen zu haben.























Nach meinem Zieleinlauf kam dann natürlich auch wieder der Foto zum Einsatz und ich trank was und gönnte mit eine Banane. Es war nun Zeit für die eine oder andere Unterhaltung und ich war dann doch schnell wieder erholt. Meine Uhr war heute wohl müder als ich, denn auf beiden Strecken, vor allem aber über 10 km, zeigte sie weniger Strecke an als im letzten Jahr.













































Die Strecke: (10 km)



Nun hieß es auf die ersten Teilnehmer vom Halbmarathon zu warten.Da hatte ich aber den überlegenen Sieger Tobias Schneider verpasst, als ich den Rucksack holte. Von den weiteren Läufern gab es dann aber Bilder.






















Es ging nun zur Frankenlandklinik, wo für Verpflegung gesorgt war, die Tombola und die Siegerehrung stattfand. Da entschloss sich noch Jörg Behrendt mich beim Auslaufen zu begleiten und unterwegs "sammelten" wir noch Roland Rigotti auf. Dies waren die letzten 1,8 km der Woche, in der ich mal wieder über 90 km lief und das mit knapp 1600 Hm. Die Ergebnisse über 10 km waren dann auch ausgehängt und später waren dieses auch schnell im Internet. Die Rückfahrt verlief dann zum Glück auch entspannt und nun tatsächlich 13 Tage Wettkampfpause, da ich nächstes Wochenende voll arbeiten muss und keinen Urlaub bekomme.










Insgesamt waren es 640 Teilnehmer, davon 111 beim Halbmarathon, 216 über 10 km, 97 über 5,3 km, 61 beim Nordic Walking über 5, 3 km, 154 beim Schüler- und Jugendlauf und eine Handbikerin.

Ergebnisse: https://www.sas-online.net/resultportal/index.php?eID=515

Veranstalter: http://www.weinturmlauf.org/?p=index