Samstag, 18. August 2018

Nürnberger Halbmarathon in Nürnberg am 18.08.2018

Es ging heute zu einer für mich neuen Veranstaltung und dabei zum ersten Mal nach Nürnberg. Die Fahrt war da mit 235 km und ziemlich genau 2 Stunden doch mal wieder länger, wobei es aber super lief. Leider hatte ich die vergangene Nacht kaum geschlafen und musste eh schon um 5:40 Uhr losfahren, wobei ich am Ende sehr zeitig dran war. Dafür kein Stress beim Parkplatz suchen und ganz entspannt über die Straße in Richtung Start, wo es die Startnummern mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite gab. Ich hatte für 10 km gemeldet und die Startgebühr betrug 15 €, wie auch für das Nordic Walking über 10 km und beim Halbmarathon waren es 20 €. Ein paar wenige bekannte Gesichter sah ich dann auch. Später sollte ich noch auf Alexander und Sabrina Siedle treffen, und natürliche die Hunde, die nicht fehlen durften. Umkleiden und später duschen konnte man sich im Tennisclub des 1. FC Nürnberg. Das Wetter meinte es recht gut, hatte es doch 21° C und war trocken, allerdings auch etwas schwül-warm.









Nun gab es eine Aufwärmrunde und da auf der späteren Strecke. Ich traf da noch auf Franz-Josef Heller aus Dinkelsbühl, der seiner Favoritenrolle in der AK M50 später gerecht werden sollte. Leider war es mir schon gestern nicht so gut, auch wenn der Wettkampf in Bad Wörishofen noch ganz gut lief. Ich hatte leichte Kopfschmerzen und an den Zähnen schmerzte es auch, es schlich sich eine leichte Erkältung ein und der zusätzliche Nachtdienst am Donnerstag hatte sicher seinen Teil dazu beigetragen und die Situation wird da eher noch schlimmer. Das muss einfach auch mal erwähnt werden. Die Beine fühlten sich komisch an und dennoch absolvierte ich die 3 km in einem doch guten Tempo. Ich konnte mich aber absolut nicht einschätzen, hatte echt mal Bammel, dass es einen totalen Einbruch geben kann.














Der erste Start erfolge um 9:00 Uhr zum Halbmarathon und es gab ein recht stattliches Teilnehmerfeld auf der nur im Wald verlaufenden Strecke, was heute sicher gut war.























Der Start zum Lauf und zum Nordic Walking über 10 km erfolgte um 9:20 Uhr. Es war für mich in diesem Jahr der 89. Wettkampf und der 17. über diese Distanz. Bei den Schuhen wieder die Brooks Neuro 2, auf den bis auf ein paar wenige Meter ausschließlich gekieste Waldwege, die aber sehr gut zu laufen waren. Ich startete weit vorne und fand mich zu meiner Überraschung die ersten rund 300 m an Position 2. So langsam kamen aber doch einige vorbei, wobei es sich in Grenzen hielt. Darunter natürlich auch Franz-Josef und ein Podestplatz war trotz der Probleme angestrebt. Es ging vom Waldrand links weg und wieder in den Wald und da an einem Strauch knapp, zu knapp, vorbei und ich handelte mir Kletten ein. Leider blieben ein paar Stacheln noch an der Hose und die nächsten zwei Kilometer war es etwas unangenehm. Das hatte ich in bald 700 Wettkämpfen auch noch nie. Den ersten Kilometer absolvierte ich in noch recht guten 4.12 min. Nun ging es erst rechts und dann links weg auf den Rundkurs im Wald. Da überholte mich ein Läufer, von dem ich wusste, dass er in meiner AK ist. Ich konnte zunächst noch dagegen halten, reihte mich dann aber hinter ihm ein. Für den zweiten Kilometer benötigte ich 4.20 min. Die Markierungen wichen etwas ab, sollten am Ende dann aber sogar wieder passen. Es ging Richtung Tierpark und da rechts weg ein mal größerer Anstieg und das einzige asphaltierte Teilstück. Da war ich wieder dran. Insgesamt warn es nur 79 Höhenmeter, allerdings waren die teils doch tückisch. Der dritte Kilometer war durch den Anstieg mit 4.45 min dann doch langsamer und es wurde auch zäher. Ob ich da heute wenigstens ein halbwegs gutes Tempo durchziehen kann? Ich kam dann aber wieder erstaunlich in Tritt, auch wenn ich meinen Kontrahenten ziehen lassen musste. Es überholte mich von hinten ein Teilnehmer, doch dies sollte der letzte sein und ich konterte auch gleich. Es kam nun ein Getränkestand und ich nahm einen Schluck Wasser. Wichtig war zuvor viel zu trinken. Kurz vorher der vierte Kilometer und den wieder in für heute guten 4.20 min. Es ging nach rechts und es folgte einer der immer wieder kehrenden, zwar leichten, aber langgezogenen Anstiegen. Das kann zermürben. Als es wieder runter ging, konnte ich aber den Vorsprung schnell ausbauen. Den fünften Kilometer hatte ich in 4.28 min absolviert und damit zur Halbzeit nur 22.05 min. Das wäre unter normalen Umständen eine indiskutable Zeit. Es ging nun wieder langgezogen bergauf und da musste einer vor mir plötzlich gehen. Den ersten Platz gut gemacht und nun holte ich immer mehr auf.Es lief heute zwar nicht so schnell, dafür aber doch konstant und die 4.33 min waren für den Abschnitt in Ordnung. Auf dem siebten Kilometer konnte ich immer näher nach vorne ran laufen. Die Zeit von 4.26 min ließ schon eine Tendenz erkennen und von nun an sollte es immer schneller werden. Ich war mir nu auch sicher, dass ich es durchziehen kann und das half. Auf den beiden nächsten Kilometern dann jeweils 4.22 min und ich überholte einen Kontrahenten und machte eine kurze Tempoverschärfung. Es erfolgte aber ein Konter und er war kurz wieder auf meiner Höhe. Dann übernahm ich wieder die Spitze. Das würde noch ein interessanter letzter Kilometer werden. Ich führte uns an den Vordermann heran und ich überholte. Danach waren wir kurz auf gleicher Höhe. Vor der letzten Kurve stand Sabrina Siedle und fotografierte (Danke!). Da hatte ich schon meinen langen 300 m-Zielspurt angezogen und für den späteren Sieger der AK M40 war es da vorbei. Der zuletzt eingeholte jüngere folgte noch, aber ich hatte einen guten Vorsprung. Leider schaute ich vor dem Ziel nicht mehr zurück und ließ mich zu sehr vom Sprecher irritieren und der andere ging auf der Ziellinie noch vorbei. Hätte aber auch nicht mehr sein müssen. Diesen Kilometer noch in 4.19 min. Ich war nach 44.15 min im Ziel und konnte an sich n.mit der Zeit heute zufrieden sein. Es war immerhin Rang 17 von 149 Gesamt und 15 bei 94 Männern. Aber ich kam nicht mehr ganz an meinen Kontrahenten in der AK ran und dies sollte fatal sein, belegte ich doch den undankbaren 4. Platz in der AK M50 und das vor dem Sieger in der AK M40 und Alexander Siedle, der in der AK M45 toller Zweiter wurde. Das ärgerte mich schon etwas, wäre unter normalen Umständen sicher eine Zeit von mindestens 1 Minute weniger drin gewesen.












Nach meinem Zieleinlauf musste ich doch einiges trinken, war das Trikot doch patschnass. Es war doch schwüler als zunächst gedacht. Natürlich war nun auch Zeit für einige Bilder. Ich wollte heute unterwegs keine machen, hatte so genug zu kämpfen. Ich wartete noch die ersten Läufer beim Halbmarathon ab und beim Nordic Walking siegte erwartungsgemäß Libor Machata. Sicher wäre heute ein Start beim Nordic Walking auch eine Alternative gewesen, aber so passte es auch.






























Es folgte eine Auslaufrunde von 2 km entgegen der Strecke und schließlich musste ich die Beine für den Halbmarathon und anschließenden 10er morgen in Neu-Ulm lockern.

















Die Siegerehrung fand im Restaurant Stuhlfauth-Stuben pizz & Via ab 12:15 Uhr statt. Da blieb ich aber nicht mehr, wobei ich mich zuvor noch stärkte. Immerhin fühle ich mich nun besser als gestern oder heute Morgen und hab noch etwas Zeit zur Regeneration.







Die Strecke:



Insgesamt waren es 411 Teilnehmer, davon 251 beim Halbmarathon, 149 über 10 km und 11 beim Nordic Walking über 10 km.

Ergebnisse: https://my3.raceresult.com/85528/results?lang=de

Veranstalter: http://www.runningconcepts.de/nuernberger_halbmarathon.html