Donnerstag, 21. Januar 2021

Trailtraining in Blaubeuren -. auf den Spuren des Paläolithikum am 21.01.2021

Heute ging es zum x-ten Male nach Blauburen zu einem Trailtraining. Alleine in diesem Jahr bereits das zweite Mal und doch immer wieder schön und diesmal zu einem großen Teil mal eine ganz neue Strecke. Nach knapp 43 km Anfahrt parkte ich wieder am Bahnhof von Blaubeuren. Das Wetter war durchaus gut, hatte es doch 4° C, entgegen der Vorhersage eher wenig Wind und die Sonne schaute zunächst sogar raus. So startete ich seit längerem mal wieder ohne Handschuhe und nahm mir mindestens 25 km vor. 

Ich wollte heute erstmals zur Sirgensteiner Höhle und dazu erst mal hoch zum Schillerstein. Das war gleich mal knackig und der erste Kilometer schon fast 100 Hm, vor allem aber der Schnee ein Wechsel aus glatt und aufgeweicht. Dann war auch kurz danach das Schiller-Denkmal erreicht und im Winter sieht man es schon viel früher und viel schöner. Den Blick ins Tal musste ich erst mal kurz genießen. 















Es ging weiter hoch zur Gaststätte "Schillerstein" und dann die umgekehrte Route der tollen Eiszeitjäger-Runde durch den Wald erst mal runter. Da ging es teils durch Tiefschnee, was ganz schön Kraft kostete. Steil runter auf breitem Weg im tiefen Schnee aber auch ein riesiger Spaß. Der vierte Kilometer dann auf breitem Weg mehr bergab und da konnte ich es mal laufen lassen, wobei immer wieder eisige und auch matschige Stellen kamen.










Nun ging es rechts weg, erst mal ein paar Stufen und dann auf einem tollen Pfad bergab. Auch hier lag Schnee, aber es lief gut und am Bischofsfelsen vorbei ging es zum Geißenklösterle. Dort führen einige Stufen hoch und es war teils sehr rutschig und so vorsichtig rauf und runter. Dafür ein toller Ausblick und hier gab es Funde aus dem Paläolithikum. 




















Es ging nun wieder auf dem Pfad weiter runter und es lief hier recht gut. Danach Weiler durchquert und am Ortsende links weg und auf einem breiten, aber schneebedeckten Weg, leicht bergauf. Dann ging es kurz runter und das Tiefental war erreicht. Schön war zuvor ein mal anderer Blick auf die Felsen beim Geißenklösterle.










Den Weg wusste ich nur ungefähr und Laufen auf der Bundesstraße kam nicht in Frage. Da sah ich eine Hinweistafel Richtung Sirgenstein. Das war super und zunächst das Tal im tiefen Schnee, mit zum Glück schon ein paar Spuren, durchquert und dann einen Pfad hoch durch den Wald. Auf einem breiteren Forstweg die Frage: Wohin? Ich lief nach oben und nach kurzer Zeit kam wieder eine Tafel und links weg 500 m zum Sirgenstein. Da ging es erst bergauf und dann auf einem Pfad wieder leicht bergab. 












Dann tauchten plötzlich die Felsen auf. Es ging auf einigen Stufen hoch zur Sirgensteiner Höhle und dort gab es Funde aus dem Paläolithikum. Die Höhle ist offen und man kann zumindest einige Meter weit rein. Hinten an der Decke zwei Löcher, ähnlich wie bei der Brillenhöhle, die später an meiner Route liegen sollte, wenn auch nicht so beeindruckend. Auf jeden Fall ein Platz, an dem man mal etwas verweilen kann. 

















Es ging dann zurück und dabei lief ich noch die 200 m zum Parkplatz runter. Von dort wäre es aber nur möglich gewesen auf der Bundesstraße Richtung Schelklingen zu laufen. Eigentlich wollte ich noch zum Hohle Fels wo die berühmte Venus vom Hohle Fels gefunden wurde. Da muss ich mich noch genauer über einen Weg informieren. Also wieder hoch und den Pfad zurück bis zum Abzweig von dem Forstweg. Dort die Frage runter ins Tiefental oder noch hoch. Ich entschied mich dafür, auf dem Forstweg hochzulaufen. Das zog sich ganz schön hin und teils schön rutschig. Nach knapp 11 km erreichte ich im Wald eine Wegkreuzung.













Ich entschied mich, nach rechts durch den Bannwald zu laufen. Da ging es dann auch mal leicht bergauf und dort einfach nur schwer zu laufen. Der Schnee war tief und zudem angetaut. Das kostete ganz schön Substanz. Nach ziemlich exakt 12 km sah ich einen Pfad rechts runter und der hatte auch noch eine Wandermarkierung, Da sollte ich ins Tiefental kommen und ich sollte mich nicht getäuscht haben. Es war noch niemand dort gelaufen und so im tiefen Schnee auf einem schmalen Pfad teils steil runter durch den Wald. Nicht immer einfach, aber ein riesen Spaß. Da ging es auf weniger als einem Kilometer gut 100 Hm runter.









Ich war nun wieder im Tiefental und dort ein Wegweiser. Nach links ca. 3 km zum nächsten Ziel, der Ruine Günzelburg. Das passte und noch einige hundert Meter leicht ansteigend den breiten Weg und dann ging es rechts weg seht steil hoch. Das alleine wäre noch nicht so wild gewesen, aber es war teils glatt, sehr rutschig. Da war gehen angesagt und selbst in etwas flacheren Passagen machte Laufen keinen Sinn. So wurde der 14. Kilometer bei 114 Hm mit etwas über 10 Minuten zwangsläufig der langsamste. 














Es ging dann auf der Hochebene weiter. Zunächst zwar ein breiter Weg mit Fahrspuren, aber mit groben Stollen und so sehr holprig und nach dem Anstieg alles andere als eine Erholung. Es ging danach mal auf einem gut zu laufenden Weg weiter, wobei der Asphalt praktisch so gut wie nirgends zu sehen war. Hier auch die ersten Regentropfen, aber nur wenige. Dann am Waldrand entlang meist durch den tiefen Schnee. Das war wieder ein hartes Ding.












Dann war nach gut 16 km die Ruine Günzelburg erreicht. Die Stufen hoch waren nicht so vereist wie am 2. Januar beim Trail-Auftakt hier. So ging es wieder hoch und ein toller Blick ins Tal auf Weiler und vor allem konnte ich hier fast die gesamte bisher gelaufene Strecke sehen. Diese ist aus dem Titelbild des Berichtes ersichtlich. Nur die Sirgensteinhöhle ist rechts im Hintergrund verborgen. 









Von der Ruine nun weiter zum Felsenlabyrinth. Da geht es auf einem Pfad runter. Es war trotz Schnee und Matsch noch recht gut zu laufen. Es ging nach der Felsformation "Küssende Sau" rechts hoch und zur Brillenhöhle. Auch dort gab es Urzeitfunde. Die Stufen waren doch etwas vereist und der Anstieg grenzwertig. Die Höhle war nur einmal an einem sonnigen Juni-Tag wegen einer Schulklasse offen. Der Name kommt von einer brillenartigen Öffnung an der Decke und ist durchaus beeindruckend. 


















Es ging noch kurz hoch und dann einen Pfad runter. Von dort nach links hoch zur Barmener Heide. Dort hoch im teils tiefen und weichen Schnee sehr hart. Erstmals kürzte ich hier dann rechts weg über die schneebedeckte Heide ab, um auf den Pfad mit Serpentinen runter nach Blaubeuren zu kommen. Da ging es noch über recht rutschige Treppen runter in die Stadt.


















Es ging ein kleines Stück durch die Stadt zum Blautopf. Die Karstquelle ist immer wieder beeindruckend und lädt zumindest zu kurzem Verweilen ein. Nun hatte ich 20 km hinter mir. Es fing nun leicht zu regnen an, was auch für den Rest des Laufes so bleiben sollte, aber nicht groß störte. Am und um den Blautopf war es dann doch etwas glatt.














Es ging wieder durch die Stadt und das nächste Ziel war das Ruckenkreuz. Da geht es kurz, aber knackig nach oben und ein toller Pfad mit Stufen und Felsen. Dann im Schnee die letzten Meter hoch zum Kreuz und der schöne Blick auf die Stadt. Zuletzt war ich meist auf meinem ersten Kilometer hier oben und heute nach knapp 22.



















Es ging danach runter Richtung Bahnhof. Den hätte ich aber nach knapp 23 Kilometer erreicht und so nochmal ein Kilometer hoch Richtung Schillerstein. Das war nochmal ein hartes Stück Arbeit, aber runter auf dem Schnee machte dann nochmal total Spaß. Nach 25,00 km mit 843 Hm und einer bei den Verhältnissen sicher noch guten Netto-Laufzeit von 3:10.41 h war ich wieder am Parkplatz. es war unter teils heftigen Bedingungen eine wunderschöne neue Runde und macht definitiv Lust auf mehr. 














Die Strecke: