Montag, 19. August 2019

Berglauf- und Trailtraining Burgenwelt Ehrenberg in Reutte / AUT am 18.08.2019

Nachdem ich schon so oft an der Burgruine Ehrenberg bei Reutte in Tirol vorbei gefahren bin, reifte nach der Rückfahrt am letzten Samstag vom Trail in Leutasch der Entschluss, bei gutem Wetter auf der Rückfahrt von dem Wettkampf-Wochenende im Engadin noch ein Training hie zu absolvieren. Voraussetzung war, dass es mit dem Wetter klappt. Dies war bei 28° C und Sonne pur dann fast schon zu gut. Nachdem es auf der Rückfahrt von Samedan nach Reutte auf den 183 km in rund 3 1/2 Stunden sehr zäh lief war es doch geradezu perfekt etwas die Beine zu vertreten. Ich parkte in der Nähe des Krankenhauses bei Ehenbichl und da sah ich schon den Schlossberg und die Ruine Ehrenberg. Da war es auch leicht, gleich den richtigen Weg zu finden. Also eine Falsche Wasser und Geld für die Brücke in den Rucksack, das Trikot wechseln und auch die Schuhe.Ich nahm meine Inov-8 Roclite 295. Damit hab ich keine der vier Paar die ich mitnahm ungenutzt gelassen. Es ging zunächst auf einem breiten Wirtschaftsweg nach oben. Noch nicht so steil und es lief doch recht gut, nach der Vorbelastung. Dabei war die Hitze aber dennoch schon heftig.











Dann ging es links weg auf einen Pfad. Da ging es in der Folge heftig nach oben und das über Wurzeln, Steine und auf teils schmalsten Pfaden. Da war natürlich viel Gehen angesagt. Der tolle Weg und der Schatten dort entschädigten für die Mühe. Den ersten Kilometer hatte ich kurz nach Beginn des Pfades bei 96 Hm in noch recht guten 8.06 min absolviert. Auf dem zweiten Kilometer dann aber ein Nettoanstieg von 243 m und teils schwierig zu laufen und da wunderte es nicht, dass ich 17.32 min benötigte. Es sollte aber auch nur ein zusätzliches Training sein und vor allem Spaß machen und ich endlich ein weiteres Vorhaben abhaken.






























Noch war ich aber nicht ganz oben, sondern erst unterhalb der Ruine Ehrenberg, die auf ca.1100 m Höhe liegt, Reutte selbst auf 863 m. Der Schlossberg mit der Festung Schlosskopf auf 1250 m Höhe war das Ziel. Der Anstieg war nochmal brutal. Nur vereinzelte Wanderer kamen entgegen. Der Pfad ging über Felsen, Wurzeln und Stufen und hatte es in sich, erlaubte aber auch tolle Ausblicke. Hier hoch gehen wohl nicht so viele, aber es soll sich wohl lohnen.































Nun war ich oben und hatte schon bald 400 Hm hinter mir auf den nur gut 2 Kilometer. Aber es hatte sich tatsächlich gelohnt, es war gigantisch. Ein super Blick ins Tal und auch auf die Ruine Ehrenfels. Es gab hier zwei Aussichtsplattformen. Ich war hier alleine, erst als ich ging kamen noch zwei Wanderer.






















Es ging wieder runter, was bei der Strecke nicht viel leichter war als rauf. Man musste doch sehr konzentriert sein und dabei hatte ich heute schon einiges hinter mir. Es passte aber gut. Auf dem dritten Kilometer entsprechend auch Netto 119 m runter und mit 11.32 min doch recht langsam unterwegs, aber halt auch zwangsläufig. Man muss da ja auch nichts riskieren.










Es ging zur Ruine Ehrenberg hoch. Am Ende des kurzen Weges war es da brutal steil. Aber auch hier musste ich etwas verweilen, den Ausblick genießen und die Ruine der Höhenburg erkunden.

































Es folgte die highline 179. Es müssen zwar 8 € bezahlt werden, aber dafür echt ein tolles Erlebnis und von der anderen Seite auch ein toller Blick auf die Burg. Es schwankte auf der 113 m über der B 179 liegenden Brücke ganz schön. Mit ihren 406 m Länge war sie zum Zeitpunkt der Fertigstellung eine der längsten Fußgängerhängebrücken der Welt. Es hatte schon was Besonderes. 














Es ging nun nach der Überquerung zum Fort Claudia, das auch zur Festungsanlage gehört. Da ging es nochmal nach oben und es lohnte sich definitiv auch. Hier absolvierte ich mit 6.01 min auch mal einen schnelleren Kilometer.




















Zurück ging es wieder auf der Brücke. Das Ticket galt ja auch für den Rückweg.






Jetzt ging es wieder runter und da war es zunächst technisch doch recht schwierig. Es lief aber gut und dann auf dem siebten Kilometer auf dem Wirtschaftsweg mit 5.10 min doch noch ein recht flotter.





















Noch eine kleine Schleife lief ich aber und am Ende standen 8,35 km mit 543 Hm in 1:14.06 h Nettolaufzeit zu Buche und der Schnitt von 8.52 min ließ sich am Ende einer ereignisreichen Woche sehen. Das sind jedoch nur die Zahlen. Es war vor allem ein wunderschöner Lauf und dann in einer guten Stunde den Rest der Strecke nach Hause gefahren.









Die Strecke: