Samstag, 14. Dezember 2019

2. Herrieder Raiffeisen-Crosslauf in Herrieden am 14.12.2019

Es ging heute wie bereits bei der Premiere im letzten Jahr zu dieser Veranstaltung. Ich war schon im Vorjahr von der Strecke im Parkbad begeistert und zudem recht erfolgreich. In diesem Jahr kam noch dazu, dass der Lauf nach Flachslanden, Feuchtwangen, Dinkelsbühl und Rohr der fünfte und letzte Lauf der Crosslaufserie Ansbach war. Das war für mich die Gelegenheit, mal in die Serienwertung zu kommen. Ich fuhr die 173 km in 1:40 Stunde und parkte beim Freibad. Im Foyer des Hallenbades holte ich meine Startnummern und die Transponder für die Zeitnahme, die mit einem Klettband am Handgelenk zu befestigen waren. Ich hatte wieder für die Mittelstrecke und Langstrecke gemeldet. Die Gebühr betrug für Erwachsene 5 € und für Kinder und Jugendliche 3 €, also sehr moderate Startgelder. Inzwischen fühle ich mich in Mittelfranken ja fast schon heimisch und entsprechend viele Bekannte treffe ich auch bei eher kleinen Veranstaltungen. Da dachte ich auf der Fahrt noch an Gerhard Lechner, dem ich noch die Urkunde von Dinkelsbühl geben wollte. Prompt traf ich ihn schon auf dem Parkplatz direkt neben mir und gleich sollten weitere Bekannte folgen. Das Wetter meinte es diesmal nicht so gut. Es war zwar mit 6° C deutlich wärmer als bei der Minustemperatur letztes Jahr, aber dafür immer wieder Regen und vor allem auch seht stürmisch.








Nun ging es ins gegenüber liegende Parkbad. Dort ging es auch gleich ans Aufwärmen und Erkunden der Strecke. Es ist ein Rundkurs mit 1,1 km und ca. 21 Hm. Da musste ich dem Wetter trotzen. Ich merkte schnell, dass es diesmal viel schwerer werden wird. Der Kurs verläuft bis auf zwei kurze Übergänge komplett über die Wiese und die war durchnässt und an manchen Stellen jetzt schon schlammig. Der Kurs ist nicht einfach, geht es immer wieder kurz rauf und zudem doch einige Ecken. Dann kam dieses Mal noch ein Srohballenhindernis kurz vor dem Ziel dazu. Ich lief danach noch außerhalb vom Parkbad und brachte es auf 2,5 km. Die wichtigste Erkenntnis war, dass der Rücken nicht schmerzt und heute Morgen erstmals seit fast zwei Wochen ohne Schmerzen aufgewacht. Da hat mein Bekannter gestern ganze Arbeit geleistet. Ich konnte es aber nicht richtig abschätzen, wie es wird.




















Der erste Start erfolgte um 12:30 Uhr über die Mittelstrecke über 3,3 km auf 3 Runden und hier auch für die Jugend in den AK M/W 14 - 17, die zwei Runden zu absolvieren hatten. Es war in diesem Jahr mein 133. Wettkampf. Bei den Schuhen setzte ich natürlich wieder auf meine Crosslaufschuhe Brooks Mach 18. Sonst heute tatsächlich mal ganz in lang, da der Wind echt über war. Da durfte mein Stirnband für den Karwendelmarsch nicht fehlen, für den ich mich am Donnerstag wieder angemeldet hatte. Es kam doch ein recht stattliches Feld zusammen. Darunter auch Peter Biba, so dass diesmal kein AK-Sieg rausspringen wird. Es ging los und da wurde auch gleich ein gutes Tempo gemacht. Nach dem roten Teppich dann auf der Wiese kurz einen Anstieg hoch und scharf links weg und danach wieder runter. Da merkte ich keine Schmerzen und war schon mal beruhigt. Roland Rigotti startete etwas verhalten, aber dann rollte er das Feld von weiter hinten auf und sollte am Ende sogar vor Moritz Meyer und Stefan Schwager siegen. Peter Biba aus meiner AK wurde als Gesamtvierter bei der Offenen Männerklasse noch Dritter. So langsam sortierte sich das Feld. Der Abstand nach vorne war doch schon relativ groß, als die erste Runde zu Ende ging. Von hinten gab es mächtig Druck durch Anna Rados und Matthias Böhm von den ausrichtenden Herrieder Aquathleten. Immerhin war es nun von oben trocken. Ich hatte die erste Runde in 4.40 min absolviert, was angesichts der Verhältnisse und der Tatsache, dass ich die letzten zwei bis drei Wochen doch etliche Probleme hatte, super war. In der zweiten Runde liefen meine beiden Verfolger recht knapp hinter mir. Ich ließ mich aber nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn es nun schon irgendwie recht hart wurde. Dies zeigte sich dann auch bei der Zeit von 5.00 min für diese Runde. Nun beschleunigte ich etwas, machte an dem ersten und zweiten kleinen Anstieg etwas Druck. Es ging danach quer rüber und scharf links um einen Baum. Dort war es nun schon recht matschig. Es folgte der lange Anstieg und ich kämpfte mich hoch. Anna war bereits zurück gefallen und auf Matthias hatte ich nun einen kleinen Vorsprung. Dieser wurde von seinen Vereinskollegen am Rand aber natürlich gepuscht. Es ging über die mit Wasser getränkte und schlammige Stelle. Hier schon mal gut durch und nun leicht abwärts auf der langen Geraden Tempo machen. Als es zurück ging, zog sich diese Schleife und mein Kontrahent kam immer näher. Es ging um die Kurve und nun konzentriert über die Strohballen und den Endspurt. Immer wieder schaute ich nach hinten. Es wurde zwar knapp, sollte aber reichen. Ich schaffte es und kam nach 14.30,1 min als 8. von 8. von 23 Gesamt, 7.von 18 Männern und als 6. der Offenen Männerklasse ins Ziel. Damit auch drei erforderliche Läufe für die Serie und nur 26 Sekunden langsamer als 2018. Damit rechnete ich heute nicht und noch mal auf der letzten Runde auf 4.50 min gesteigert und auf dem letzten Abschnitt eine Pace von 4.11 min. Das lag natürlich auch an Matthias, dem ich am Ende 1,7 Sekunden abnahm. Natürlich hatte ich nun schon einiges an Kraft aufgebraucht, die ich auf der Langstrecke brauchen könnte. Jörg Behrendt musste leider aussteigen. Dafür machte er auch heute wieder fleißig Bilder. Nach diesem harten Kampf musste ich doch ganz schön durchatmen.

















Nach meinem Zieleinlauf kam dann aber auch hier der Foto raus.

















Die Strecke: (Mittelstrecke 3,3 km)


Der Start zum Schülerlauf in den AK M/W 10 - 12 folgte um 13:00 Uhr über eine Runde von 1,1 km. Da zeigte der Nachwuchs auch ein tolles Rennen, das mit einer tollen Schlussoffensive Tim Biba für sich entschied.



















































Es folgte der Lauf der Schüler in den AK M/W 6 - 9 über ebenfalls eine Runde, die aber wegen den Statuten auf einen Kilometer verkürzt wurde. Ich verfolgte den Start und dann folgte eine kurze Runde Aufwärmen für den nächsten Lauf und zu den Zieleinläufen war ich wieder da. Nun musste ich wieder auf die Spikes wechseln und schon eklig, so in die nassen und kalten Schuhe.





















Der Lauf über die Langstrecke von 7,7 km und somit 7 Runden mit rund 100 Hm wurde um 13:30 Uhr gestartet. Es war für mich der 134. Wettkampf in diesem Jahr. Mit Rainer Kirsch stand der Favorit und designierte Sieger in der Serie in der AK M50 fest und auch gegen Thomas Raab würde ich heute nichts ausrichten können. Da musste ich mich auf Rang 3 konzentrieren und der härteste Gegner in der Serie, da heute auch das dritte Mal am Start, war Peter Hölzlein. Es lief zu Beginn erstaunlich locker. Das Feld blieb auch noch relativ kompakt. Als es gegen Ende am Beachfeld vorbei ging, überholten mich nacheinander Wilhelm Maußer und Thomas Raab. Damit lag ich, da Rainer schon enteilt war, in der AK auf Rang 3. Ich versuchte an den beiden dran zu bleiben. Die Zeit von 4.48 min für die erste Runde war erstaunlich gut. Als es in die zweite Runde ging, bemerkte ich, dass Peter hinter mir lag. Noch war die Strecke relativ gut zu laufen, wenn auch schon kein Vergleich mehr zur Mittelstrecke. Mit Roland Rigotti, der Gesamtvierter werden sollte, und Moritz Meyer gab es noch zwei Doppelstarter. Vorne ging es wohl spannend zu. Armin Jechnerer moderierte richtig mitreißend. Nach der zweiten Runde dann 9.52 min und damit 5.04 min. Auf der dritten Runde versuchte ich immer wieder mal Druck zu machen. Peter war nicht weit zurück bzw. sogar ziemlich knapp an mir dran. Ich absolvierte diese Runde in 5.05 min und war insgesamt 14.57 min unterwegs. Da würde mein Vorhaben eng werden, unter 35 Minuten ins Ziel zu laufen. Die Zeit von 33.30 min aus dem Vorjahr war kein Maßstab, waren da die Verhältnisse besser und ich in einer anderen Verfassung. Ich merkte nun schon, dass ich auf der langen Strecke dies nicht so kompensieren kann, wie auf der kurzen. Nach vorne war der Zug eh schon lange abgefahren und so musste ich mich auf Peter hinter mir konzentrieren, Sollte ich in der AK 4. und er Dritter werden, wäre ich in der Serie zumindest immer noch vor ihm. Ich wollte aber wie 2018 auch im Einzelrennen als Dritter auf das Podest. Ich versuchte immer wieder Druck zu machen. Dabei konnte Peter bergab eher etwas aufholen. Am Ende der vierten Runde beschleunigte ich nochmal, ging mit etwas mehr Risiko über die Strohballen und war dann überrascht, dass die Uhr 20.01 min zeigte, den mit 5.04 min war ich so schnell wie in der zweiten Runde. Nun wurde es aber doch zäh und ich befürchtete schon, dass ich heute nicht die Kraft habe, das zu halten. Ich war gespannt, ob dies bei Peter anders sein wird. Die Strecke wurde nun immer matschiger und schwerer. Dazu kamen die heftigen Windböen, die zusätzlich Kraft kosteten. Ich lief nach 25.10 min in die sechste Runde. Damit zuletzt 5.09 min. Noch zwei Runden kämpfen. Die ersten kamen nun ins Ziel. Ich wurde von insgesamt sechs Läufern überrundet. Ich konnte den Vorsprung etwas ausbauen und halten. Die Uhr zeigte nach 6 Runden 30.23 min und somit zuletzt nur 5.13 min. Ich versuchte nun alles, um etwas mehr weg zu kommen, Das kostete aber auch Kraft. Auf der Quergeraden musste ich ganz schön atmen. Nadine Kleinert dürfte das schnell gehört haben und machte etwas Platz. Dann um die Kurve und das letzte Mal den langen Anstieg, Das tat nun weh. Als ich oben war, konnte ich mir noch alles andere als sicher sein. Vorsichtig nach rechts und den kleinen Hang runter, Da war es nun sehr rutschig und nur nicht stürzen. Ich merkte, dass Peter näher kam. Dann die letzte Kurve und noch einmal konzentriert über die Strohballen. Ich hatte nun doch wieder einen guten Vorsprung und lief nach 35.30,1 min ins Ziel und die 5.07 min zuletzt war echt stark und ich auf Rang 3 der AK M50 und damit auch in der Serie.
































Nach meinem zweiten Zieleinlauf war ich sogar schneller erholt und konnte schon Peter Hölzlein festhalten, der 10 Sekunden nach mir ins Ziel kam. Ich machte natürlich noch weitere Bilder. Dann warf ich den Transponder in die Kiste und danach fiel mir ein, dass ich den noch für den dritten Start brauche. Ich hab ihn in der immer voller werdenden Kiste dann sogar recht schnell gefunden. Etwas Auslaufen musste auch sein.




















Die Strecke: (Langstrecke 7,7 km)


Die Bambini wurden um 14:20 Uhr auf ihre 300 m lange Strecke geschickt. Da waren es drei Starter.










Der Start zum Speed Cross über eine Runde und 1,1 km erfolgte um 14:30 Uhr. Dieses Jahr durften nur die Finisher der Langstrecke starten und nicht auch noch die der Mittelstrecke. Es gab hier keine Startgebühr. Es stand für mich in diesem Jahr der 135. Wettkampf an und der letzte Mehrfachstart wurde so beendet. Mir war natürlich klar, dass ich gegen die acht Gegner keine Chance haben würde. Das waren alles Topp-Läufer und ich hatte ja sogar noch drei Runden mehr in den Beinen. Anfangs ging es sogar erstaunlich locker. Doch dann wurde es schnell zäh und die Strecke nun eh extrem schwer zu laufen. Im letzten Jahr war dies ganz anders und zudem machte da Jörg Behrendt Druck auf mich. Im Mittelteil war ich dann weit abgeschlagen und es ging nicht viel. Dann aber passte es wieder und ich versuchte noch unter 5 Minuten zu bleiben, was mit 4.53 min dann sogar noch recht sicher gelang. Vor allem hat der Rücken optimal gehalten.















Nach meinem dritten Zieleinlauf des Tages ging dann noch ein Reiter über die Strecke und versuchte die Siegerzeit des Speed Cross zu unterbieten, was dann doch recht deutlich gelang. Der galoppierte auch ganz schön den Anstieg hoch. Danach dann schnell ins Hallenbad zum Duschen. Tat das gut, weil vor allem die Füße ganz schön ausgekühlt waren.











Die Strecke: (Speed Cross 1,1 km)


Die Siegerehrung wurde wieder in der Aula der Grund- und Mittelschule durchgeführt. Sie begann pünktlich, aber dann zog es sich doch etwas hin. Natürlich ist es für das Team nicht leicht bei all den Wertungen mit Tageswertung und Serienwertung. Da müsste man noch dran arbeiten. Ansonsten eine wieder toll organisierte Veranstaltung mit einer richtig klasse Strecke. Es war auch schön so viele Bekannte zu treffen und ich wurde wieder richtig freundlich empfangen. Es wird aber nun doch etwas dauern, bis ich wieder in Mittelfranken auftauche. Da ist die nächsten Wochen nichts für mich dabei.


















































Es folgte die Siegerehrung für die Serie. Da bekam ich eine Urkunde und hatte es in diesem Jahr nach der Crosslaufserie Oberschwaben zum zweiten Mal auf einen dritten Platz in der AK gebracht. Mein bereits 103. Podestplatz in diesem außerordentlich erfolgreichen Jahr. Im nächsten Jahr plane ich auch den Start in Flachslanden um es auf vier Läufe der Serie zu bringen. Nun hoffe ich die nächsten zwei Wochen wieder gezielt trainieren zu können und ein paar Läufe mit Freunden stehen da ja auch an.
































Insgesamt waren es 149 Teilnehmer, davon 37 (36 Finisher) über die Langstrecke von 7,7 km, 24 (23 Finisher) über die Mittelstrecke von 3,3 km, 9 beim Speed Cross über 1,1 km, 76 in den Schülerrennen und 3 Bambini.

Langstrecke 7,7 km Männer: Simon Bauer (TV 1862 Leutershausen, 26.46,7 min) vor Jürgen Wittmann (TV 1848 Coburg, 26.58,9 min) und Marcel Höche (adidas terrex, 27.31,8 min).

Langstrecke 7,7 km Frauen: Michaela Jilg (TSG 08 Roth, 33.41,9 min) vor Lea Gottwald (TuS Feuchtwangen, 36.55,5 min) und Simone Hübsch (38.20,6 min).

Mittelstrecke 3,3 km Männer: Roland Rigotti (TSG 08 Roth, 12.00,4 min) vor Moritz Meyer (TuS Feuchtwangen, 12.06,8 min) und Stefan Schwager (TSV 1860 Ansbach, 12.48,4 min).

Mittelstrecke 3,3 km Frauen: Theresa Orteinreiter (Herrieder Aquathleten, 12.32,3 min) vor Anna Rados (TuS Feuchtwangen, 14.56,8 min) und Johanna Wetsch (TSV 1860 Dinkelsbühl, 15.13,2 min).

Ergebnisse: https://my.raceresult.com/139967/results?lang=de

Veranstalter: https://www.herrieder-aquathleten.de/CROSS-LAUF