Donnerstag, 28. Mai 2020

Berglauf- und Trailtraining Hinterstein - Schrecksee - Hinterstein am 27.05.2020

Nach den knapp 43 km und rund 3000 Hm am Dienstag stand tags darauf das nächste Vorhaben im Allgäu an. Ich konnte mich morgens erst noch erholen und am frühen Nachmittag ging es die knapp über 100 km nach Hinterstein bei Bad Hindelang, wo ich nach einer guten Stunde ankam. Dabei war der Parkplatz am Ortsende seit Montag wegen Sanierung gesperrt, aber immerhin fand ich noch einen im Ort. Es hatte 19° C und Sonne pur und so schon mal geniale Voraussetzungen, wobei fast schon einen Tick zu warm für so einen Lauf. Ich fühlte mich aber besser als befürchtet und nun ging es zunächst durch den Ort und dann in Richtung Konstanzer Jägerhaus durch das Ostrachtal und dann weiter zum E-Werk. Hier zwar überwiegend auf Asphalt, was vor allem mit meinen Inov-8 Trailroc 295 Trailschuhen nicht so optima war, aber dafür auch ein toller Ausblick auf die umliegenden Berge. Es kam hinzu, dass ich mich so etwas "einrollen" konnte und dabei lief es nicht mal schlecht.
















Nach dem E-Werk ging es dann links weg und dort gleich mal steil bergauf. Der Pfad führt zunächst noch durch den Wald. Auf dem ersten Abschnitt, obwohl nicht ganz ein Kilometer, schon fast 200 Hm und auf dem sechsten Kilometer dann 207. Noch ging es zwar recht gut, aber ich merkte nun natürlich den gestrigen Tag. Dafür auch hier schon eine tolle Gegend. Es waren übrigens recht viele Wanderer unterwegs. Dabei waren aber fast alle schon wieder auf dem Rückweg.


























Nun führt der Weg leicht aufsteigend bzw auch wellig über eine Bergwiese und nach hinten ein toller Blick ins Tal nach Hinterstein und vorne baut sich imposant die Bergkette auf und da muss ich noch rüber um an den Schrecksee zu kommen. Auch so relativ flach war es meist eher flottes Wandern. Dafür eine tolle Umgebung.

















Es folgte nun auf dem achten Kilometer der steilste Anstieg mit gleich 226 Hm und da benötigte ich knapp über 20 Minuten und es war teils schon zäh einen Fuß vor den anderen zu setzen. Dennoch ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, die imposante Landschaft zu genießen.






































Nun dachte ich, dass ich schon den See sehen werde. Dies war aber nicht der Fall. Zunächst noch mal runter und durch ein kleines Tal und dabei auch das eine oder andere Schneefeld durchquert und noch ein letzter kleiner Anstieg.















Dann lag er vor mir, der kleine aber sehr beeindruckende Bergsee mit der kleinen Insel. Im Gegensatz zum August vom Rauhhorn und Jubiläumsweg aus war ich näher dran und somit nicht so gut der Blick über den ganzen See (auch wenn ich noch einen Hügel bestieg), dafür nicht weniger beeindruckend. Das Spiel mit Wasser, Schnee und den umliegenden Bergen hatte was ganz Besonderes und bannte den Blick. Der See befindet sich auf 1824 m Höhe und so hatte ich die nächsten rund 1000 Hm schon wieder hinter mir und die Uhr zeigte genau 9 km.












Nach einem kurzen Verweilen machte ich mich auf den Rückweg. Dabei ging es den selben Weg wieder zurück. Nach dem ersten Abschnitt dann steil runter über Felsen. Da war Konzentration angesagt. Ich war nun etwas erstaunt, dass es plötzlich so gut ging. Die Oberschenkel schienen die letzten Strapazen bestens weggesteckt zu haben. Der 11. Kilometer ging alleine schon 210 Hm runter. Da war schnell relativ, zumal es an manchen Stellen im Kies auch etwas rutschig war. Bei dem tollen Wetter aber die Strecke natürlich gut zu laufen. Der Blick ins Tal zudem beeindruckend.


























Nun ging es wieder über die Bergwiese und diesmal tendenziell bergab lief es recht gut. Danach folgte der steile Abstieg durch den Bergwald. Das war nochmal heftig, aber auch die Knie machten toll mit und insgesamt passte es richtig gut.





















Nun noch die letzten gut 4 km zurück nach Hinterstein. Da lief es richtig gut, auch wenn die kleinere Anstiege schon zäh waren. Als es nach Hinterstein runter ging eine Pace von knapp über 4 min und den 17. Kilometer un 4.44 min. Das war nach dem Marathon gestern und den nun gut 4000 Hm rauf und runter nicht schlecht. Dann war ich nach 18,00 km mit 1107 Hm und einer Netto-Laufzeit von 2:59.45 h wieder am Auto. Mit einer Pace von 9.59 min/km zwar nicht gerade schnell unterwegs, aber immerhin gerade noch so einstellig. Dafür hab ich nach 3400 Hm Rückstand am Dienstag Morgen in der Vereins-Challenge die Führung mit einem Vorsprung von fast 700 Hm übernommen und leider kann ja mein mich auch motivierenden Kollege nicht mehr an der Challenge teilnehmen. Damit bin ich da normal durch und es war eine tolle Zeit und nun schon mit 16541 so viele Höhenmeter in dem Monat wie noch nie in irgend einem. Auf jeden Fall ein erneut toller Tag im Allgäu.










Die Strecke: