Donnerstag, 20. Juli 2017

14. Ansbacher Läufertag in Ansbach am 19.07.2017

Im letzten Jahr hatte ich erstmals an dieser Bahnveranstaltung teilgenommen und am Ende standen bei extremen Verhältnissen von 32° C bzw. 30° C immerhin neue Bestzeiten über 800 m und 5000 m. Es war für mich schnell klar, dass ich auch in diesem Jahr wieder den Doppelstart absolviere, nachdem es diese Veranstaltung weiterhin gibt, was gar nicht so sicher war und ich im anderen Fall sehr schade gefunden hätte. In diesem Jahr hatte ich noch keine Gelegenheit zu einem Wettkampf auf der Bahn. Dabei gehören die bei mir absolut zum Programm, sind sie doch ein ganz wesentlicher Teil des breiten Spektrums des Laufens. Irgendwie ziehe ich in Ansbach aber die Sonne an, nachdem es bereits vor zwei Wochen beim Netzwerklauf beinahe 30° C hatte, wobei es auch da hervorragend lief. Nach dem Chaos bei der dortigen Anfahrt und erst recht letzte Woche nach Würzburg, hoffte ich heute wenigstens mal auf eine einigermaßen entspannten Fahrt auf der doch immerhin 178 km langen Strecke. Leider musste Jusra kurzfristig ihren Start über 800 m absagen und ich hatte auch niemanden für Fotos dabei. Es lief mal ausnahmsweise ganz entspannt und so war ich nur 1:45 Sunde unterwegs und war so bereits um 17:15 Uhr im Stadion und von Hektik keine Spur. Ich musste sogar noch kurz warten, bis ich meine Startnummer in Empfang nehmen konnte. Die Gebühr betrug für Erwachsene 4 € und für Kinder und Jugendliche 3 €. Diesmal hatte es immerhin auch 31° C und ich suchte erst mal den Schatten auf.







Es folgte für mich eine Aufwärmrunde und auf den erst mal 5 Runden auf der Bahn war es schon verdammt warm. Wenigstens lief es ganz gut und nach kurzer Zeit war es mit dem linken Fuß gut und auch die Wade spielte dann mit. Leider konnte ich nicht meine Spikes anziehen, da in denen der Fuß noch schmerzt. Dies hatte ich gestern bei einem kleinen Ausflug auf die Bahn noch getestet. Nach 2,8 km war ich fertig und das für später 800 m. Die Läufe über 800 m begannen um 18:30 Uhr.

















Nun kam der 2. Lauf nach ca. 7 Minuten. Der Nachwuchs gab alles und auch das Zusehen und Fotografieren machte da Spaß.

















Nun folgte der Lauf mit mir. Es war in diesem Jahr wie erwähnt mein erster Bahnstart und mein insgesamt 68. Wettkampf, davon der 10. in diesem Monat. Das Feld in diesem Lauf umfasste gleich 9 Teilnehmer, von denen zwei mit einer schnelleren Zeit als ich gemeldet waren. Der Start erfolgte um 18:45 Uhr und ich hatte den ein klein wenig verpennt. Da reichte die eine Zehntel Sekunde und ich war etwas nach hinten gedrängt. Sonst bin ich ja gewohnt schnell zu starten. Zum Glück blieb aber eine Lücke offen und bereits am Ende der Kurve hatte ich mich an die Nachwuchsläuferin heran gearbeitet, die mit 2 Sekunden schneller gemeldet wat. Sie machte nun in der ersten Runde das Tempo für mich. Knapp unter 1.20 min wollte ich auf jeden Fall bleiben und am Ende war es eine erste Runde in 1.17 min. Zu Beginn der zweiten Runde überholte ich schnell die Läuferin und lag nun tatsächlich in Führung. Der Hals war aber trocken und es sollte sichtig hart werden, wobei die Führung auch beflügelte. In der Kurve machte ein Läufer hinten Druck. Das war gut so und am Ende eine glückliche Konstellation, dass ich zunächst eine Tempomacherin hatte und danach ein Läufer der mir im Nacken saß. Nach Möglichkeit wollte ich natürlich Bestzeit laufen. Na ja, zumindest in der neune AK war die ja schon sicher. Ich schaffte es tatsächlich in dem Lauf als erster die Ziellinie zu überqueren. Eine Premiere und geiles Gefühl und ich spürte irgendwie, es könnte Bestzeit sein. Danach bekam ich aber doch Zweifel und wusste, dass es eine enge Geschichte war. Die Ergebnisse wurden sehr schnell veröffentlicht und da gab es die Gewissheit: In 2.42,22 min verbesserte ich mich um 9 Hundertstel Sekunden. Wirklich eine enge Geschichte. Ich wurde in der Gesamtwertung 15. von 35 und belegte Platz 2 in der AK M50. Das war schon mal ein super Auftakt. Toll war, dass Thomas Ehrmann noch Bilder machte.








Hier die Bilder von meinem Lauf von Jörg Behrendt (Vielen Dank für die tollen Bilder):























Es kam der vierte Lauf. In dem war Organisator Jörg Behrendt selber am Start. Es siegte in dem Lauf Anton Dorokhov und der sollte wie ich einen Doppelstart absolvieren. Da war ich in diesem Jahr also nicht alleine.




















Es fehlte noch der fünfte, der schnellste Lauf. Da ging es schon von Beginn an ganz schön ab und am Ende lag Dominik Karl in 2.00,21 min vorne, der erst am letzten Freitag wie ich beim Schwanberglauf startet. Natürlich deutlich schneller unterwegs und am Ende Gesamtzweiter. Heute sollte es die Bestzeit sein. Es freute mich, dass ich auch mal wieder Nico Ehrmann traf, der seine Bestzeit auch steigern konnte und das sogar recht deutlich.






















Nun musste ich mich für meinen 2. Start vorbereiten und lief noch 2 km .Es folgte die Siegerehrung über 800 m. Da bekam jeder Teilnehmer eine Urkunde. So langsam trafen auch die Teilnehmer über 5000 m ein und da waren doch einige bekannte Gesichter dabei. Selbst so fern der Heimat treffe ich Dank meiner vielen Besuche in Franken auf immer mehr Bekannte.































Der Start über 5000 m erfolgte um 20:00 Uhr. Wie bereits im vergangenen Jahr wurde der Start wegen der Hitze etwas nach hinten verlegt. Es hatte noch 28° C und war doch recht schwül. Es war super nett, dass sich Nadine Kießling bereit erklärte Bilder zu machen. Bei mir stand nun der 69. Wettkampf in diesem Jahr und der 11. des Monats an. Ich nahm mir auch hier vor, die Bestzeit aus dem letzten Jahr anzugreifen. Mit meinen Brooks-Straßenschuhen kam ich im Rennen zuvor ganz gut klar und auf der längeren Distanz dürfte es ein noch geringerer Nachteil sein. Es wurde am Ende entschieden, einen Lauf durchzuführen und es war ein großes Feld von 19 Teilnehmern, was aber kein Problem darstellte. Ich kam gut ins Rennen und zunächst lief ich noch mit dem Feld ganz gut mit. Der erste Kilometer war mit 3.52 min gewohnt schnell, wenn auch 2 Sekunden langsamer als letztes Jahr. Es war nun doch recht schwül, alles andere als leichte Bedingungen. Es gab einen Tisch mit Wasser in der ersten Kurve. Ich überlegte einige Mal, ob ich was nehmen sollte, wollte aber auch nicht den kleinen Umweg in Kauf nehmen. Natürlich hatten mich nun einige überholt. Es lief aber recht rund und die 4.05 min für den zweiten Kilometer waren in Ordnung und ich nun 7.57 min unterwegs und weiter 2 Sekunden hinten dran. Letztes Jahr aber auf Kilometer 4 ein kleiner Einbruch. Das weckte Hoffnungen. Von der Spitze wurde ich nun bereits überrundet. Nach der Hälfte des Rennens lag ich nur knapp über 10 Minuten.






















































Es ging auf die zweite Hälfte und natürlich wurde es etwas langsamer. Allerdings fühlte ich mich dennoch recht gut und der linke Fuß schmerzte nicht, im Gegensatz zu Beginn des zweiten Aufwärmens. Es war noch ein Läufer in meiner AK im Rennen und den wusste ich hinter mir. Nach 3 Kilometer dann eine Zeit von 12.15 min und zuletzt 4.18 min. Da war ich nun 3 Sekunden hinten dran. Es kam der Kilometer, welcher letztes Mal der langsamste war. Da wollte ich was rausholen und die Anfeuerung vom den Zuschauern tat auch gut. Ich lief nach 16.32 min bei Kilometer 4 durch und damit mit 4.17 min etwas schneller, aber vor allem plötzlich 5 Sekunden schneller als im letzten Jahr. Da hatte mich aber Wolfgang Berrens vom Streckenrand zu einem letzten Kilometer in 4.00 min angefeuert. Heute war es eher zäh. Ich kam zwar noch näher an Marc Hartmann heran und konnte ihn sogar überholen, aber er ist derzeit leider wegen einer gerade überstandenen Krankheit noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Als ich in die letzte Runde lief, war mir klar, dass es keine Bestzeit mehr geben kann. Immerhin schaffte ich auf dem letzten Kilometer wieder eine 4.17 min und lief immerhin schön konstante Zeiten. Ich kam nach 20.49,63 min ins Ziel und wurde 14. unter den 19 Teilnehmern, von denen einer aufgegeben hatte. Ich nahm das positive mit: immerhin meine zweitbeste Zeit auf dieser Distanz und in der AK schließlich Bestzeit und vor allem der Sieg in der AK M50 mit doch deutlichem Vorsprung. Sieg Nummer 23 in diesem Jahr und Podestplatz 45 lassen sich sehen. Vor allem war ich recht schnell erholt, auch wenn es etwas Reizhusten gab.







































Bilder von Jörg Behrendt von meinem Lauf:




















Nun erst mal eine Runde Auslaufen und danach folgte schnell die Siegerehrung. Es war wieder ein schöner Tag in Mittelfranken, das mir so langsam ans Herz gewachsen ist und es machte Freude selbst in dem überschaubaren Teilnehmerfeld so viele Bekannte zu treffen. Das nächste Mal komme ich aber erst Anfang September zum Hesselberg-Berglauf zurück in die Gegend. Schön dass es solche Bahnwettbewerbe gibt und ich hoffe auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.





























Insgesamt waren 54 Teilnehmer am Start, davon 35 über 800 m und 19 über 5000 m.

5000 m Männer: Jens Amthor (TV Ochsenfurt, 16.51,49 min) vor Bernd Wolfschläger (TSG 08 Roth, 17.02,89 min) und Ingo Hansch (Herrieder Aquathleten, 17.26,29 min).

5000 m Frauen: Angela Rothenberger (TSV 1860 Ansbach, 22.29,74 min).

800 m Männer: Dominik Karl (TV Ochsenfurt, 2.00,21 min) vor Jürgen Wittmann (LAC Quelle Fürth, 2.02,46 min) und Christian Engelmann (LG Stadtwerke München, 2.04,37 min).

800 m Frauen: Yara Prusko (TSV Zirndorf, 2.26,31 min) vor Lucia Plobener (2.34,04 min) und Leoni Stritz (beide LG Röthenbach / Pegnitz, 2.35,41 min).

Ergebnisse: http://www.joergbehrendt.de/Downloads/19072017-E.htm

Veranstalter: http://leichtathletik.tsv1860ansbach.de/static/index.htm

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