Sonntag, 7. Mai 2017

16. Neuschwansteinlauf in Schwangau am 07.05.2017

Ich war zuletzt 2014 bei diesem Lauf und damals leider durch eine Verletzung gehandicapt und hatte etwas gut zu machen, auch wenn damals zumindest die Platzierung absolut passte. Den Frühdienst musste ich Urlaub nehmen. Die Fahrt von 107 km brachte ich in knapp über einer Stunde hinter mich. Leider war das Wetter im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen alles andere als prickelnd. Es hatte 8° C und regnete leicht. Ich parkte auf dem Gelände des Campingplatz Bannwaldsee und holte dort meine Startnummer. Ich hatte für 10 km gemeldet und die Gebühren waren mit 18 € doch recht hoch, im Gegensatz zum ebenfalls angebotenen Halbmarathon mit 21 €. Leider war ich alleine unterwegs und so gibt es keine Startfotos und nicht so viele Zieleinlaufbilder. Es war wenig überraschend, dass ich bereits bei der Anmeldung einige Bekannte traf. Ich fühlte mich trotz frühem Aufstehen um 6 Uhr und dem gestrigen Wettkampf recht fit.


Ankunft am Campingplatz Bannwaldsee. 
Nun geht es zur Startnummernausgabe. 



Hier gab es die Startnummern. 

Dies war meine Startnummer. 

Da waren gleich einige Bekannte anwesend. 

Die Streckenpläne. 

Es folgte eine Aufwärmrunde. Ich war mal gespannt, wie ich den durchaus etwas anspruchsvollen Lauf von gestern verkraftet hatte. Der erste Eindruck täuschte tatsächlich nicht und es lief recht locker. Muskulär hatte ich keinerlei Probleme. Ich lief 4 Kilometer und dabei auch den Schluss des Halbmarathon. Nun wieder ans Auto, das direkt beim Zielbereich war und letzte Vorbereitungen treffen. Es nieselte nur noch leicht und deshalb nicht mal so schlechte Bedingungen. Ich setzte erneut auf meine Brooks und lief in den Shorts, allerdings oben ein dünnes langärmliges Oberteil mit dem Singlet. Nun ging es zum Start, der einige hundert Meter weiter weg in Richtung Schwangau war.

Hier erfolgte später der Start zum Halbmarathon. 
Blick auf den Bannwaldsee. 



Hier der Kilometer 20 beim Halbmarathon. 

Hier ging es dann weiter Richtung Ziel. 

Zufluss zum Bannwaldsee. 

Zugang zum Campingplatz. 

Die Fahne der Gemeinde Schwangau. 

Blick auf die Berge. 

Hier kam man später über 10 km Richtung Campingplatz. 

Der Start zum Halbmarathon und zum Lauf über 10 km folgte gleichzeitig um 09:00 Uhr, allerdings an verschiedenen Stellen. Für mich war es in diesem Jahr bereits der 36. Wettkampf und der 13. über 10 km. Es war am Ende ein recht kleines Feld von nur 50 Teilnehmer. Nach dem Start ging es zunächst ein Kilometer auf der Hauptstraße Richtung Schwangau. Ich kam gut ins Rennen und an der Kilometermarke zeigte auch meine Uhr mal 1 Kilometer und nicht etwas weniger wie sonst meistens. Die Zeit war mit 3.58 min zudem super. Nun rechts weg auf einen schmalen Asphaltweg und kurz darauf wieder nach links und nach Schwangau rein. Links sah man das Schloss Neuschwanstein. Ein paar hatten mich noch überholt, darunter auch Tanja Edelmann die Gesamtzweite wurde. Ich konnte eine Weile recht gut mithalten. Noch vor Schwangau war der zweite Kilometer erreicht und die Uhr zeigte 8.15 min und damit 4.17 min für diesen Abschnitt. Nun ging es durch Schwangau und tatsächlich trotz dem nicht gerade schönen Wetter einige Zuschauer und Anfeuerung. Ein Dank auch an die Feuerwehr, die an den Straßenübergängen absperrte und bei dem Regen dort stehen musste. Nach 3 Kilometer eine Zeit von 12.39 min und damit zuletzt 4.24 min, allerdings mit einigen Wellen. Noch fühlte ich mich auch erstaunlich gut. Der Abstand zu drei Läufern weiter vorne blieb nun konstant. Man lief an der Therme vorbei und das wäre auch eine Alternative gewesen, aber es ging weiter. Bei Kilometer 4 wurde die Ortschaft Horn erreicht und es ging nun rechtes weg. Die Uhr zeigte nun 17.08 min, wobei nun die offiziellen Markierungen etwas später kamen. Damit mit 4.29 min der bislang langsamste Kilometer und damit an sich eine schlechte Tendenz. Dies musste sich ändern und ich biss. Als es rechts weg ging kam ein Getränkestand. Heute war der für mich aber nicht nötig. Ich versuchte nach vorne ran zu kommen und überholt hatte mich nun schon lange keiner mehr. Nach 5 km dann eine Zeit von 21.31 min. Ob ich so wie gestern nochmal gleich schnell laufen kann? Immerhin zuletzt 4.23 min und endlich mal wieder etwas schneller und zudem keine Probleme, auch nicht am rechten Knie. Es kam der Kilometer 6 beim Halbmarathon und da liefen kurz hintereinander die beiden Führenden vorbei. Kurz darauf dann eine ganze Gruppe mit Theo Feneberg, der mich noch aufmunterte und die erste Dame. Diesmal viel später als vor 3 Jahren, als ich auch nur in 46.45 min lief. Zumindest diese Zeit zu unterbieten dürfte keine Thema mehr sein. Nach 6 Kilometer war man noch einmal durch Schwangau gelaufen und ich war 25.53 min unterwegs und mit 4.22 min wieder eine Tick schneller. Zu diesem Zeitpunkt wieder schneller als gestern, da hatte ich zu diesem Zeitpunkt aber auch gerade den Berg hinter mir und danach lief es sensationell. Da war nun nicht zu erwarten. Bei der Kleidung hatte ich die richtige Wahle getroffen, das es mir weder zu kalt noch zu warm war. Zum Glück auch kein Wind und nun überholte ich auch einen deutlich jüngeren Läufer und ließ ihn schnell zurück. Es ging rechts über eine Brücke und während die Teilnehmer beim Halbmarathon gerade aus liefen, ging es für uns nach rechts. Den Foto hatte ich zwar dabei, aber da es an den Händen doch recht kalt war wollte ich ihn nicht rausholen, zumal er nicht unnötig dem Regen ausgesetzt werden sollte. Es kam der siebte Kilometer und mit einer Zeit von 4.20 min nun 30.13 min unterwegs und noch einmal schneller, wobei mich die Läufer des Halbmarathon auch gezogen hatten. Man lief auf dem nächsten Kilometer auf einem Feldweg und da war es entsprechend nass und nicht so leicht zu laufen, auch wenn es flach war. Ein jüngerer Teilnehmer überholte mich und ich versuchte dran zu bleiben. Nach wenigen Hundert Metern ging ich wieder vorbei und es waren noch knapp 2,5 km zu laufen. Er konnte nur kurz folgen, denn ich beschleunigte, da ich einen Läufer vor mir im gelben Trikot noch erreichen wollte. Der ursprüngliche Abstand ist von gut 100 m auf nun nach 8 Kilometer ca. 50 - 60 m geschrumpft. Allzu lange hatte ich aber nicht mehr Zeit und ich kannte ihn vom Sehen her und vermutete, dass er in meiner AK läuft. Die Uhr zeigte nun 34.41 min. Mit 4.28 min zwar langsamer geworden, dies war aber auch dem Untergrund geschuldet. Es ging links weg und an einem kleinen Bach entlang. Ich machte Druck und kam immer etwas näher. Mit 4.25 min nun auch wieder schneller und 39:06 min unterwegs. Man erreichte den Campingplatz und rechts weg leicht bergauf. Dieser Kilometer hatte Netto die meisten positiven Höhenmeter, wenn auch nur 10 und die gesamte Strecke nur 31 Höhenmeter. Es fiel zwar nicht leicht, aber als es links weg ging, war ich an dem Vordermann dran. Sollte ich gleich vorbei gehen oder erst mal etwas durchatmen wegen einem eventuellen Zielsprint? Ich hatte einen Lauf und entschied mich für das erste und beschleunigte nochmals. Damit konnte ich schnell etwas Abstand gewinnen. Dieser Kilometer war mit 4.18 min nochmals schneller, obwohl eher ansteigend und ich wunderte mich selbst, wo ich die Kraft her hatte. Es ging nun auf dem Campingplatz Richtung Ziel und bei km 10 eine Zeit von 43.24 min. Das wäre die drittbeste in diesem Jahr. Die Strecke war aber etwas länger und so war ich nach 43.32,8 min im Ziel und damit immerhin noch die viertbeste Zeit in diesem Jahr auf dieser Distanz und das nach dem Lauf gestern. Mein Verfolger hatte dann doch einigen Abstand, war aber nicht in meiner AK, sondern seit diesem Jahr in der AK M55 die er auch gewann. Ich wurde in der Gesamtwertung immerhin 14. Leider hatte es aber mit Platz 4 in der AK M50 nicht zum Podest gereicht, worüber ich doch ganz schön enttäuscht war, zumal es außer in der AK M30 überall sicher gereicht hätte. Immerhin einen Urlaub geopfert und eine weite Fahrt in Kauf genommen, aber manchmal läuft es halt blöd. Immerhin wurde ich im Ziel noch vom regionalen Fernsehen interviewt, was auch ganz nett war, auch wenn ich noch etwas außer Atem war. Da waren von den 32 Männern der 48 Teilnehmer auch gleich 9 aus meiner AK. So gesehen war es schon ein Erfolg.

Bereit für meinen Start ... 

... in Schwangau. 

Die Teilnehmer kommen zum Start. 

Hier kommt Rupert Stredele (SVO  Germaringen) ... 

... der Gesamtfünfter und 2. der AK M30 wurde. 

Ich setzte wieder auf meine Brooks. 

Von links: Peter Vogt (Gesamtsieger und Sieger AK M30), Stefan Fichtl (beide Schönegger Käse Alm, Platz 3 AK M30) und Rupert Stredele. 
Hier zusammen mit dem Trio. 



Nun geht es zum Startplatz. 

Hier kommen die Teilnehmer zum Start. 

Von hier auf der Hauptstraße wurde gestartet. 

Alois Huber (TSV Oberstdorf) siegte als Gesamtzehnter in der AK M60. 

Das Starterfeld über 10 km. 

Blick auf das Teilnehmerfeld. 

In diese Richtung geht es los. 

Tanja Edelmann (Sport Haschko Team) wurde Gesamtzweite und Siegerin der AK W40. Links Michael Wennheller (Team TSG Vereinsheim Leutkirch), der in der AK M50 als 3. vor mir landete. 

Nun geht es gleich los. 
Nach meinem Zieleinlauf wartete ich noch einige Teilnehmer ab, zog meine Regenjacke über und machte mich auf zu der üblichen Auslaufrunde, die richtig gut tat. Nur die ersten Schritte fielen etwas schwer und dann lief es locker. Vor allem merkte ich nur minimal was am rechten Knie, das von den Downhills letzten Samstag in Innsbruck noch etwas gereizt ist.

Christof Wortmann (Post SV Weilheim) siegte in der AK M55. 

Marc Schmidt (rechts, TSV Betzigau) wurde Gesamtdritter und Sieger der AK M50. 

Zufrieden mit dem Wettkampf. 

Johannes Pöhlmann (LSV Basel) belegte Platz 4 der Männer-Hauptklasse. 

Von links: Manfred Hailer (TSV Moosbach, Platz 2 AK M50), Tanja Edelmann und Gernot Kopp (TSG Leutkirch, Sieger AK M45). 

Georg Gross (SVO Germaringen) siegte in der AK M70+. 

Sabine Schobloch (Team TSG Vereinsheim Leutkirch) wurde Gesamtdritte und Siegerin der Siegerin der AK W45. 

Hier beim Interview ... 

.... mit dem Fernsehen. 

Georg Groß wurde auch noch befragt. 

Georg Hipp (Rückholz) wurde 2. der AK M60. 

Hier der Zieleinlauf. 

Martina Knoop (Gesamtvierte und Siegerin AK W50) und Reinhold Weidner (beide Team TSG Vereinsheim Leutkirch, Platz 5 AK M50) gemeinsam im Ziel. 

Nadine Schönfelder (VfL Kaufering Triathlon) siegte in der AK W30. 

Angelika Berchtold (BSV Sparkasse Oberland) wurde 2. der AK W50. 

Der Lauf hat ... 
... durchaus seine ... 



... Spuren hinterlassen. 

Nun erst mal ... 

... zur Zielverpflegung. 

Da konnte man sich wenigstens unterstellen. 

Hier Marc Schmidt (rechts) ... 

... zusammen mit Georg Groß. 

Hannelore Misch (BSV Sparkasse Oberland) siegte in der AK W60. 

Hier Organisator Herrmann-Otto Velle. 

Gerhard Misch (BSV Sparkasse Oberland) wurde 3. der AK M60. 

Nun wartete ich noch die ersten Läufer vom Halbmarathon ab. Bei den beiden Führenden war der Abstand nach 6 km tatsächlich noch nahezu unverändert. Als Dritter kam dann Theo Feneberg, der die Gruppe doch noch sprengen konnte. Da es doch unangenehm war so herum zu stehen, wartete ich nicht mehr lange und ging zum Duschen. Dort übrigens herrlich warmes Wasser, tat das gut.

Andre Purschke (Team Dynafit - Skisport Luggi) wurde Gesamtsieger und Sieger der AK M30. 
Gesamtzweiter und Sieger der AK M40 wurde Karl Schimpp (TSV Betzigau). 



Hier noch einmal die beidem schnellsten beim Halbmarathon. 

Gesamtdritter und Sieger der AK M45 wurde Theo Feneberg (TSV Moosbach). 

Florian Kaiser (TSV Durach) wurde Gesamtvierter und Sieger der AK M35. 

Bernd Dolpp (TSV Moosbach) wurde 2. der AK M40. 

Caroline Kopp (TSG Leutkirch) wurde Gesamtsiegerin und Siegerin der AK W45. 

Nun waren 6 Teilnehmer im Ziel. 

Hier Siegerin Caroline Kopp mit Gernot Kopp. 

Wolfgang Quatmann (ASV Hegge) wurde 2. der AK M45. 

Am Verpflegungsstand. 

Martin Pulfer (Team Erdinger Alkoholfrei) wurde 2. der AK M35. 

Jochen Neukirch (TSV Moosbach) siegte in der AK M55. 

Nun geht es ins Ziel. 

Heribert Schneider (BSV Sparkasse Oberland) wurde 5. der AK M45. 

Ein Blick ... 

... auf den Verpflegungsstand. 

Hier das im Halbmarathon siegreiche Team der TG Viktoria Augsburg mit Jacqueline Brans (Platz 2 AK W45), Sonja Huber (Platz 2 AK W40) und Dorit Gairhos (Siegerin AK W50). 

Bernd van Trill (Laufteam Fürth) wurde 3. der AK M55. 

Thomas Jerutka wurde 3. der AK M50. 

Irene Oster (SC Füssen) wurde 2. der AK W50. 

Die Siegerehrung fand in dem Saal statt wo es die Startunterlagen gab. Dort erfuhr ich von meinem blöden vierten Platz und beschloss in dem Fall gleich nach Hause zu fahren. So war ich vor dem anstehenden Nachtdienst wenigstens zeitig zurück, wenigstens ein positiver Aspekt, da die Siegerehrung erst für 13 Uhr angesetzt war. Auf jeden Fall bin ich mit meiner Zeit zufrieden und dies nach dem 7. Wettkampf in 10 Tagen und mit einem Schnitt beim Zieleinlauf von 3.32 min/km. Lediglich die Krönung hat noch gefehlt. Nun komme ich im Sommer wieder nach Schwangau, wenn es zum Tegelberglauf geht,

Nun ist alles für die Siegerehrung hergerichtet. 

Blick auf das Schloss Neuschwanstein. 

Die Strecke:




Insgesamt waren 82 Teilnehmer am Start, davon 34 beim Halbmarathon und 48 über 10 km.

Halbmarathon Männer: Rene Purschke (Team Dynafit - Skisport Luggi, 1:22.27,6 h) vor Karl Schimpp (TSV Betzigau, 1:22.56,3 h) und Theo Feneberg (TSV Moosbach, 1:25.22,6 h).

Halbmarathon Frauen: Caroline Kopp (TSG Leutkirch, 1:27.00,3 h) vor Alice Pulfer (Team Erdinger Alkoholfrei, 1:36.16,3 h) und Sonja Huber (TG Viktoria Augsburg, 1:39.24,3 h).

10 km Männer: Peter Vogt (Schönegger Käse Alm, 35.49,9 min) vor Moritz Casper (VfL Kaufering Triathlon, 36.07,2 min) und Marc Schmidt (TSV Betzigau, 37.06,9 min).

10 km Frauen: Melanie Albrecht (TSV Triathlon Partenkirchen, 38.14,6 min) vor Tanja Edelmann (Sport Haschko Team, 47.14,0 min) und Sabine Schobloch (Team TSG Vereinsheim Leutkirch, 47.14,0 min).

Ergebnisse: http://www.neuschwansteinmarathon.de/ergebnisse/2017.html

Veranstalter: http://www.neuschwansteinmarathon.de/

1 Kommentar:

  1. Einen Halbmarathon u.a. im Allgäu hat man sich auch anders vorgestellt. Sei froh, dass es nicht geschneit hat

    Mal sehen, wie es nächste Woche beim Schluchseelauf ist. Hoffentlich gut!

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