Samstag, 7. April 2018

19. Hürbener Höhlenbärenlauf in Giengen-Hürben am 07.04.2018

Es ging in diesem Jahr bereits zum 6. mal in Folge zu dieser Veranstaltung im Giengener Teilort Hürben, der durch die Charlottenhöhle bekannt ist. Es ist eine dieser kleinen, aber schönen Veranstaltungen, die mir schon ans Herz gewachsen sind. In diesem Jahr war es ein Wochenende später, da der Lauf normal immer am ersten Samstag im April stattfindet und für mich so nach dem Nachtdienst. Allerdings geht es ja erst nachmittags los und ich fuhr die 82 km mit einer Umfahrung eines Staus und mit Abholen von Kurt in 55 Minuten zum Sportplatz in Giengen und damit noch recht entspannt. Leider war auch bei dieser Veranstaltung Jusra nicht dabei und war dort ja immer recht erfolgreich. Ich hatte wieder für die 5200 m gemeldet und die Gebühr von nur 6,50 € war vor Ort zu entrichten. Auch für den Hauptlauf über zwei Runden und damit 10400 m waren es nur sehr moderate 6,50 € und da war noch eine Urkunde dabei. Jugendliche über die 5200 m mussten nur 4 € bezahlen und für den Schülerlauf über 1560 m waren es 3 €. Das Wetter meinte es richtig gut. Es hatte 18° C und Sonne pur. Allerdings fehlte noch die Umstellung auf diese Temperaturen bei Wettkämpfen und so war ich gespannt, wie es am Ende läuft. Natürlich traf ich schon beim Abholen der Startnummer auf viele Bekannte.






Der erste Start erfolgte um 15:00 Uhr mit dem Schülerlauf über eine kleinere Runde von 1560 m. Das Feld war nicht ganz so groß, die Teilnehmer aber mit Begeisterung dabei. Ich war dann mit den Vorbereitungen für mein Aufwärmen gerade rechtzeitig fertig, um die ersten an der Rampe ins Stadion noch zu fotografieren.

























Nun ging es für mich ans Aufwärmen. Da natürlich schon kurz. Ich hatte leider eher schlecht geschlafen und in Kombination mit der Wärme fühlte es sich extrem zäh an. Ich lief mit Kurt den Anfang und den Schluss der Strecke. Ein gutes Gefühl vor einem Wettkampf sieht anders aus, aber nach ein paar Bahnrunden und 4 km kam ich so langsam in Schwung.






























Nun ging es zum Start. Ich trug natürlich das Singlet und die kurze Hose. Bei den Schuhen setzte ich bei der Waldstrecke auf meine inzwischen bewährten Brooks Neuro 2. Es war schön, dass Sabine Drössler den Vorschlag machte, ihr Mann könne meinen Foto nehmen. Das war total nett und so gibt es doch noch Start- und Zielfotos.







Der Start zum Hobby- und Jugendlauf über eine Runde von 5200 m und dem Hauptlauf über zwei Runden und 10400 m erfolgte gemeinsam um 15:40 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 24. Wettkampf. Insgesamt waren 162 Teilnehmer am Start, was sich durchaus sehen ließ. Ich startete weit vorne und es ging aber eher etwas verhalten los, was mir nur recht war. Nach dem Start am Waldrand, neben dem Stadion, erst rechts und dann links und nun lief man ein gutes Stück am Waldrand weiter. Dabei steigt es immer leicht an, was den Beginn der Strecke etwas tückisch macht, muss man doch auch gleich Druck machen, um vorne dabei zu sein. Es war nun in der Sonne ganz schön warm. Aber wenigstens kaum Wind, was hier schon anders war. So viele gingen gar nicht vorbei und das waren vor allem eh richtig schnelle. Es fiel mir dennoch sehr schwer und es fühlte sich recht zäh, die Beine irgendwie weich an. Ich hoffte, genügend getrunken zu haben. Kurt Weinmann blieb sauber an mir dran. Ob er etwas schnell gestartet war? Bei Kilometer 1 dann eine Zeit von 4.04 min, was absolut in Ordnung war. Meine Uhr hinkte etwas hinterher und ich halte mich im Folgenden an die Markierungen. Nun ging es aber immer noch permanent leicht nach oben. So langsam hatte sich das Feld geordnet. Ein paar kamen noch von hinten und ich konnte mich plötzlich ranhängen. Es wurde langsam besser und die Rastanlage kam in Sicht, die man rechts liegen lässt. Dort kurz runter und mal ein kurzes Stück, das einzige, auf Asphalt. Maike Alt hatte mich überholt und vor zwei Wochen in Ellwangen gelang ihr das erst auf den letzten 500 m. War sie so schnell oder ich heute doch etwas langsam? Auf jeden Fall lief es nun ab Kilometer 2, den ich nach 8.30 min passierte, besser. Ich machte schnell zwei Plätze gut und es ging links wieder in den Wald und dort erst leicht abwärts. Ich konnte Tempo machen. Natürlich geht es nun tendenziell nach unten, aber dass ich die Zeiten dann so steigern konnte, hatte ich heute nicht mehr erwartet. Meine Atmung wurde ruhiger und es passte nun. Ein leichter Anstieg und rechts weg und ich ging an Maike vorbei, die ich wieder eingeholt hatte, Auch einen weiteren Läufer ließ ich hinter mir. Ich war hinter einer Gruppe von Läufern über 10 km, bei denen Karin Elsholtz vorne lief. Da konnte ich nicht so schlecht unterwegs sein. Nach 3 Kilometer dann 12.45 min und damit zuletzt 4.15 min. Wenn es mal leicht anstieg, war es zwar hart, aber ich konnte das Tempo ganz gut halten und nun vor allem meine Position.Zu Beginn hatte ich noch gedacht, im Ziel wirst du erst mal zusammen brechen. Nun fühlte es sich absolut nicht mehr so an. Ich versuchte das Tempo hoch zu halten, die Wege waren auch super zu laufen. Nach 4 Kilometer eine Zeit von 16.56 min und damit zuletzt 4.11 min. Etwas schneller hätte ich mir dennoch gewünscht und erwartete nicht mehr unbedingt eine Zeit unter 22 Minuten. Es kam aber mein "Lieblingskilometer". Auf einem tollen Weg, teils mit Laub, tendenziell abwärts, aber auch einige Wellen. So gefällt mir eine Strecke. Es lief super und nachdem es links weg ging, näherte sich ein Läufer mit roter Nummer, also von der Kurzstrecke, von hinten. Das spornte nochmals an und es sollte Sergej Sali sein. Schnell kam die Markierung für Kilometer 5 und die Uhr zeigte 20.38 min. Das war auf der Strecke mit insgesamt ca. 73 Höhenmetern genial und viel schneller als vor einer Woche ausgeruht auf der anscheinend so schnellen Strecke in Öpfingen. Ich mag halt solche Strecken lieber und sie liegen mir. Nun links weg und die üble Rampe ins Stadion und noch 50 m auf der Bahn und ich war nach 21.35,4 min im Ziel und damit so schnell wie seit 2013 nicht mehr und dort meine zweitbeste Zeit. Allerdings war es diesmal in der Gesamtwertung "nur" Rang 10 von 65 und in der AK M50 reichte es mit Platz 2 zwar zum 17. Podestplatz in diesem Jahr, aber nicht zum Sieg. Den hatte ich hier bei 6 Teilnahmen ausgerechnet in den drei langsamsten Rennen erzielt. Langsamer zu laufen wäre heute aber dennoch keine gute Option gewesen.





























Nach meinem Zieleinlauf. war ich dann doch recht schnell erholt und nahm den Foto entgegen. Etwas Tee und Wasser taten nun auch gut und ich machte mich ans Fotografieren der weiteren Zieleinläufe. Kurt schaffte den Sieg in der AK M55, war aber nach eigenen Angaben zu Beginn doch zu schnell angegangen und die Strecke ist halt schon etwas tückisch. Es war schön wieder mal Michael Bechler und Susi Kohler zu treffen. Die schnellste Zeit hatte übrigens nicht ganz überraschend Sascha Baß erzielt.
















































Nun kam der Sieger beim Hauptlauf ins Ziel. Ich hatte Frank Hermann vor dem Start noch auf die Titelverteidigung angesprochen, Davon wollte der sympathische und bescheidene Sportler aber nicht viel wissen und nun kam er erneut als Sieger ins Ziel. Susanne Hafner kam als Siegerin bei den Frauen bereits auf dem hervorragenden vierten Gesamtrang und dahinter zwei gute Bekannte mit Marcus Pfeffer, der hinter dem Sieger Zweiter in der AM M50 wurde und Dietmar Steck, dem ich auch an dieser Stelle zum Sieg in der AK M45 gratuliere. Julia Laub und Karin Elsholtz komplettierten das Podest bei der Gesamtwertung der Damen. Ich wartete nun noch einige Teilnehmer ab und auch für den einen oder anderen ersten Austausch war Zeit und die Bedingungen empfanden doch recht viele als hart.































Es ging nun an der Strecke in entgegen der Laufrichtung. Die Uhr wollte aber nicht so richtig und brauchte wohl noch eine Pause. Bei dem schönen Wetter konnte ich es aber an der Strecke dennoch genießen und es war hier auch schön das eine oder andere Bild zu machen.
































Es folgte für mich eine Auslaufrunde und die wieder wie in den letzten Jahren entgegen der Strecke. Da lief ich nun alleine und konnte es total genießen und es fühlte sich am Ende schon wieder richtig gut an und ich legte noch eine Bahnrunde ein und brachte es so auf 3 Kilometer.





Die Siegerehrung folgte dann nach einer Tombola. Ich konnte bei dem Wetter das Weizen (natürlich alkoholfrei) und den leckeren Kuchen genießen. Dann bekam ich meine Urkunde. Ein klein wenig Unzufriedenheit mit Rang 2 kam schon auf, aber es war ein deutlicher Abstand und eine super Zeit. Vor allem wieder total viele Bekannte und nette Leute getroffen und eine liebevoll organisierte kleine Veranstaltung mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis erlebt. Es war auch schön, sich mit Richard Roth zu unterhalten, den ich zuletzt ganz oft traf und der erst vor zwei Jahren mit dem Laufen anfing und sich als wöchentlicher Leser der Laufseite outete und sich dadurch inspirieren lässt. So was tut auch mal richtig gut und 23.20,3 min und Platz 2 in der AK M55 hinter Kurt gelang ihm zudem ein tolles Ergebnis. Die Ergebnisse wurden dann wieder richtig schnell ins Internet gestellt.


































Die Strecke: (5200 m)



Insgesamt waren es 193 Teilnehmer, davon 79 über 10400 m, 65 über 5200 m, 18 beim Jugendlauf über 5200 m und 31 beim Schülerlauf.

Hauptlauf 10400 m Männer: Frank Hermann (SV Mergelstetten, 37.57,4 min) vor Torsten Haußmann (Heidenheim, 38.59,2 min) und Max Feinauer (TSG Giengen, 39.51,5 min).

Hauptlauf 10400 m Frauen: Susanne Hafner (TG Viktoria Augsburg, 40.08,0 min) vor Julia Laub (SV Mergelstetten, 42.30,1 min) und Karin Elsholtz (TSG Giengen, 43.02,5 min).

5200 m Männer: Sascha Baß (TSG Giengen, 17.51,2 min) vor Bernd Ruf (Atletico Nacional de Medellin, 18.43,9 min) und Jürgen Sendermann (TSG Nattheim, 20.17,6 min).

5200 m Frauen: Maike Alt (TSV Herbrechtingen, 21.56,2 min) vor Julia Ruf (TSG Giengen, 23.17,0 min) und Sabine Drössler (TV Steinheim, 23.25,4 min).

5200 m Jugend männlich: Malte Kolb (TSV Herbrechtingen, 19.01,6 min) vor Reto Haas (20.02,5 min) und Lucas Kluge (beide TSG Giengen, 20.44,0 min).

5200 m Jugend weiblich: Antje Alt (TSV Herbrechtingen, 20.24,0 min) vor Mona Mateos Romero (TSG Giengen, 24.32,3 min) und Sarah Renner (MVL-Team EG, 30.40,0 min).

1560 m Schüler männlich: Dominik Günther (TV Hürben, 5.57,0 min) vor Tim Drössler (TV Steinheim, 6.09,1 min) und Johannes Merkle (TSG Giengen, 6.20,1 min).

1560 m Schüler weiblich: Elin Burkhard (TSG Giengen, 5.59,9 min) vor Lea Hötzinger (Vaterstetten, 6.46,6 min) und Johanna Heinz (SSV Ulm, 6.54,4 min).

Ergebnisse: http://tv-huerben.de/wkservice/2018/hl2018.htm

Veranstalter: http://tv-huerben.de/

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