Dienstag, 9. Oktober 2018

Polizeilandesmeisterschaften im Waldlauf in Affalterbach am 09.10.2018

Heute ging es zu der Veranstaltung, bei der ich seit 2011 immer teilnahm und mit der ich damals auch mit dem wettkampfmäßigen Laufen begann und nun geht es rasend schnell auf die Marke von 700 Wettkämpfen zu. Hier fand die Meisterschaft schon 2015 statt. Ich war damals von der Strecke begeistert und es war ein goldener Herbsttag und die Aussichten waren nun die selben. Damals stand mein 77. Wettkampf in dem Jahr an und nun bereits der 112. Da hatte es sich Jahr für Jahr gesteigert. Ich fuhr zunächst nach Biberach und holte dort ein Auto und nahm unterwegs noch Martina Paller mit, bevor es nach Ulm und von dort aus mit einem Kollegen weiter nach Affalterbach ging, wo wir gegen 8:45 Uhr ankamen und am Sportgelände parkten. Dort ist alles auf engem Raum, was mir letztes Mal bereits gefiel und seither übernimmt übrigens abavent die Zeitnahme und somit inzwischen durch unzählige Läufe gute Bekannte von mir. Diese konnte ich auch unter den Teilnehmern erwarten. Die Startnummern wurden von unserem Mannschaftsführer geholt. Das Wetter war eine Kopie von 2015. Der letzte Nebel lichtete sich schnell und bei 15° C und Sonne zudem windfrei. Perfekte Laufbedingungen! Leider waren wir vom PP Ulm diesmal nur 4 Starter und das mit insgesamt 5 Starts, wobei nicht ich etwa einen Doppelstart meldete. Hab diese Woche mit 5 Wettkämpfen noch genug vor.








Es gab im Stadion eine kurze Begrüßung und dann startete mit ca. 20 Minuten Verspätung um 10:00 Uhr der erste Lauf über die Mittelstrecke der Männer, bei dem eine Runde von 3330 m absolviert werden musste. Es siegte hier überlegen Domenik Hahn und es sollte an dem Tag nicht sein letzter Streich sein.






















Nach den Zieleinläufen startete ich zu meiner Aufwärmrunde und nutzte diese zur Erkundung der Strecke, wobei ich die ja schon kannte. Man startet im Stadion und dort läuft man nach einer Dreiviertelrunde raus und rechts hoch über den Parkplatz und an der Sporthalle vorbei und dann auf einem Feldweg erst mal recht steil runter. Da war es teils doch holprig und man musste konzentriert laufen, zumal es hier recht flott ging. Danach unten rechts weg und man erreicht den Wald, wo es auf einem gut zu laufenden Waldweg tendenziell runter geht, mit zunächst einer kleinen Welle und dann einem etwas langgezogenen leichten Anstieg. Nach einem kurzen Flachstück dann rechts weg und einen etwas längeren und steileren Anstieg hoch, aber an sich nichts wildes. Allerdings konnte man bis dorthin aufs Tempo drücken und dann würde es dennoch weh tun. Ich hatte die letzten Wochen immer mit einer Entzündung im linken Fuß zu kämpfen. Diese wurde trotz der ganzen Wettkämpfe tendenziell besser bis sogar gut und letzte Woche endlich mal wieder wenigstens über 80 km, aber am Sonntag nach dem Doppelstart doch bis gestern Abend leichte Schmerzen. Da ging es wenigstens bei einem kurzen Testlauf über 3,5 km mit den neuen Schuhen. Die leichte Erkältung war wenigstens weitgehend abgeklungen. Da ich zudem schon um 5:20 Uhr aufstehen musste, war ich erstaunt, wie locker es nun lief und vor allem hielt der Fuß. Später würde aber gerade bergab die Belastung eine andere sein. Oben angekommen rechts weg auf einen Pfad und Art Singletrail. Das machte Laune, wobei es hier doch auch wellig war und nicht zu unterschätzen. Eine Strecke die an sich flüssig zu laufen ist, aber dennoch nicht einfach und auf der 3330 m langen Runde doch ca. 50 Hm aufweist. Nach dem Wald rechts weg und auf einem Kiesweg am Waldrand und neben einer Obstbaumwiese entlang wieder ansteigend zum Stadion, wo man dann rechts ins Ziel läuft bzw auf die nächste Runde. Nach insgesamt 3,7 km beendete ich mein Aufwärmen.


























In der Zwischenzeit wurde um 10:20 Uhr der Lauf über die Mittelstrecke der Frauen über ebenfalls eine Runde gestartet und zumindest die Zieleinläufe konnte ich festhalten. Da gab es richtig tolle Leistungen und Martina wurde starke Vierte. Eine Teilnehmerin meinte noch, lauter Berge. Nun gut, da bin ich schon anderes gewohnt, aber selektiv ist die Strecke dennoch und nicht zu unterschätzen.












Für mich wurde es nun Zeit, letzte Vorbereitungen zu treffen. Den Foto hatte ich diesmal zwar auch wieder dabei, aber wollte ihn nicht wie vor 3 Jahren während dem Lauf einsetzen und dann konnte ich ihn prompt noch an einen Bekannten übergeben und kam später zu einem Start- und Zielfoto.



Der Start zum Lauf der Altersklassen M30 - M50 über zwei Runden und 6660 m erfolgte um 10:50 Uhr und es war für mich in diesem Jahr bereits der 112. Wettkampf. Bei den Schuhen setzte ich auf meine ganz neuen Trailschuhe Inov-8 Trail Talon 235, die ich gestern noch kurz testete. Da ich diese Marke schon länger laufe und auch die etwas schwerere Ausführung dieses Modells, hatte ich keine Bedenken sofort einen Wettkampf zu laufen. Ich lief bei dem Wetter natürlich ganz kurz und setzte wieder auf mein Stirnband vom Karwendelmarsch und hoffte es bringt wieder etwas Glück. Dann ging es los und auf der Bahn wurde gleich gut Tempo gemacht. Da dachte ich mir, als es nach einer guten Minuten raus ging, hoffentlich hast dich nun trotz der großen Erfahrung nicht verleiten lassen. Ich wollte trotz der schlechten Voraussetzungen im Frühdienst versuchen alles zu geben. Zur Not breche ich ein, aber ich lasse nichts unversucht sogar doch an die Zeit von 2015 heran zu kommen, zumal ich mich gut fühlte. Dann auf dem Parkplatz meldete sich kurz der Magen wieder.Nur nicht wieder wie am Samstag. Es legte sich aber. Einige hatten mich nun noch überholt. Dann ging es runter. Da hatte ich bei dem Tempo ein wenig die Befürchtung das belastet den linken Fuß zu sehr. Ich merkte auch kurz was, aber dann war alles gut. Es ist halt oft auch eine mentale Sache, konnte die Bedenken abschütteln und es ging in den Wald. Nach dem ersten Kilometer betrug die Zeit 3.54 min. Das war ein sauberer Start. Nun galt es, dran zu bleiben. Es gingen noch drei vorbei, denen ich dann aber folgen konnte, auch wenn der Abstand zunächst etwas anwuchs. Es kam eine leichte Welle und dann wieder runter. Nach einer leichten Linkskurve dann leicht ansteigend weiter. Dennoch den zweiten Kilometer in starken 4.12 min. Nach einigen Metern dann rechts weg und der größere Anstieg. Ich versuchte etwas Tempo zu machen, aber das war hart. Zumindest blieb der Abstand nach vorne gleich und hinten kam auch keiner ran. Oben angekommen dann auf dem Pfad weiter. Ich musste dran bleiben. Der dritte Kilometer war absolviert, als es aus dem Wald ging und die 4.57 min waren nicht so berauschend, aber an sich nur auf den ersten Blick. Hier war es doch selektiv. Insgesamt war ich 13.03 min unterwegs. Es ging am Wald entlang und dann links nach oben. Nur kurz, aber hier draußen dann doch gleich warm. Da konnte ich aber einen alten Bekannten, Simon, überholen. Damit den ersten Platz gut gemacht und mit neuem Schwung ging es ins Stadion und nach 14.29 min die erste Runde absolviert und eine Sekunde schneller als vor 3 Jahren. Immerhin! Ich sah ein Duo vor mir und wollte nun die Lücke zulaufen, auch wenn die noch gut 50 m betrug. Ich kam aber schon näher, als es aus dem Stadion raus ging. Als es nach dem Parkplatz runter ging, blieb der Abstand aber konstant. Den vierten Kilometer in guten 4.14 min. Nun machte ich im Wald Druck. Ich war erstaunt, wie gut es nun lief. Damit hätte ich noch gestern nicht im Traum gerechnet. Ich überholte hier nacheinander die später Drittplatzierten in den AK M30 und M35. Für den fünften Kilometer brauchte ich nur 4.05 min. Es ging dabei Netto nur 2 m runter, da es ja auch ein paar Wellen gab. Das war richtig stark. Ich war nun aber auch ganz schön am Limit. Nach 5 Kilometer eine Zeit von 21.22 min. Kein Vergleich zu Samstag auf einer etwas leichteren Strecke. Nun stieg es aber auf dem sechsten Kilometer am längsten an, da erst der leichte und danach rechts weg der lange Anstieg kam. Ich nahm vor dem größeren Anstieg etwas Tempo raus und kam dann gefühlt besser hoch als in der ersten Runde und war dann oben wieder schnell an meinem nächsten Vordermann näher dran und hatte meine Position nach hinten abgesichert. Auf dem Pfad blieb der Abstand noch gleich. Diesen Kilometer absolvierte ich trotz mehr Anstieg wie den dritten in 4.57 min. Endlich läuft es wieder, wobei ich selbst bei den letzten Wettkämpfen hinten raus normal keine Plätze verlor, im Gegenteil. Es ging auf dem Feldweg Richtung Stadion und da war ich an meinem Vordermann fast dran. Vielleicht konnte ich ja noch einen Platz gut machen. Nun die scharfe Rechtskurve abwärts ins Stadion. Ich lief weiter außen, konnte so aber auch viel Schwung mitnehmen. Es sollte aber um 2,3 Sekunden nicht reichen. Ich war aber mit der Zeit von 29.13,5 min mehr als zufrieden. Mit 14.44 min auf der zweiten Runde nur 15 Sekunden verloren und vor allem 10 Sekunden schneller als 2015 und auf Rang 16 Gesamt. Dass es am Ende in der AK M50 wieder wie im Vorjahr Rang 4 war, machte nichts aus. Ich war absolut zufrieden, wegen den schwierigen Voraussetzungen, der erreichten Zeit und vor allem dass der Fuß in Ordnung war.





Nach meinem Zieleinlauf machte ich noch kurz ein paar Fotos.




Der nächste Start über ebenfalls zwei Runden über die Langstrecke der Frauen und die Altersklassen W35 - W45 und M55 - M60 erfolgte gegen 11:30 Uhr. Da waren gleich noch drei Läufer von uns am Start. Nach dem Start machte ich mich ans Auslaufen und da lief es richtig locker und ich lief noch an die Stelle, an der die Teilnehmer aus dem Wald kamen, um einige Fotos zu machen, die auch unterstreichen, dass es ein Waldlauf war. Martina konnte auf den letzten Metern noch den dritten Rang erkämpfen und Gesamtzweiter und damit auch 2. der AK M50 Bernd Grasmeier, der für unsere Mannschaft für ein weiteres starkes Ergebnis sorgte. Gesamtsieger wurden hier wieder Vater und Tochter Martin und Elena Berger, wie vor Jahresfrist. Unser Mannschaftsführer Norbert Nolle schaffte in der AK M55 in dem mit 14 Teilnehmern stärksten Feld einen tollen 7. Platz.





















































































Der Lauf über die Langstrecke der Männer mit Offener Wertung und über 3 Runden und 9990 m wurde um 12:15 Uhr gestartet. Da sollte der Sieger der Mittelstrecke, Domenik Hahn, erneut dominieren. Mit Sebastian Dachs war noch ein Bekannter dabei. Von diesem letzten Lauf gibt es aber weniger Bilder, da ich nun endlich mal duschen musste, war ich doch noch nicht ganz hunderprozentig fit.




























Es ging nun zum Mittagessen und da gab es leckere Spaghetti mit Salat und bei nun rund 20° C hielt man es draußen in der Sonne gut aus. Es folgte dann pünktlich ab 14:30 Uhr die Siegerehrung. Leider gab es in diesem Jahr in den Altersklassen nur Urkunden für die ersten drei und nicht für die ersten sechs. Die Rückfahrt nahm dann insgesamt fast 3 Stunden in Anspruch und nun ist erst mal heute Abend Erholung angesagt und morgen wohl ein lockerer Lauf. Ich kann auf jeden Fall ein positives Fazit ziehen: tolle Veranstaltung bei bestem Wetter, schöne Strecke und es scheint doch aufwärts zu gehen.



























Die Strecke:




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