Heute hätte es nach 11 Tagen auf dem HW1 weitergehen sollen. Nach dem Marathon beim APM am Sonntag ging wegen einer Erkältung bis Freitag leider nichts. Da passte es bei einem kleinen Test zumindest. Den Lauf wollte ich ursprünglich am Mittwoch absolvieren, musste ihn letztendlich aber bis Samstag immer wieder verschieben. Es wäre die letzten Tage zwar ziemlich warm gewesen, aber das was dann heute kam, war definitiv schlechter. Die Anreise mit dem ÖPNV klappte zumindest schon mal super. Erstmals fast vor der Haustüre mit dem Bus nach Biberach und mit dem Zug erst nach Aulendorf und dann nach Balingen. Dort hatte ich etwas Zeit und holte noch ein kleines Frühstück und konnte auf die Toilette. Der Bus kam dann sogar zwei Minuten früher an der Haltestelle bei der Jugendherberge Lochen an. Es hatte 20° C und war allerdings doch stärker bewölkt und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Nach dem Wetterbericht hätte es aber trocken bleiben sollen und auch der Regenradar sah gut aus.

Nach der sehr pünktlichen Ankunft ging es die wenigen Meter zum Einstieg auf den Lochenstein auf einem tollen Pfad. Im oberen Bereich des steilen Anstiegs einige Felsen und Treppen. Dort war ich das letzte Mal schon oben, da ich noch genügend Zeit für den Bus hatte. Es ging noch über eine Wiese und dann vom Felsen eine herrliche Aussicht. Ab hier war es dann wieder Neuland für mich.






Der Pfad runter hatte es durchaus in sich. Er war teils steil und immer wieder auch felsig oder Wurzeln. Da es trocken war, aber noch gut zu laufen. Unten angekommen nur ein kurzes flaches Stück und dann auf einem Feldweg der noch meist gut zu laufende Anstieg im Naturschutzgebiet Schafberg zum Gespaltenen Fels. An einer Stelle ging es nach rechts und der Wegweiser war weit nach hinten versetzt. Dadurch dachte ich, es ist der zweite Weg. Für das nächste Mal weiß ich es nun besser und der HW3 und der Donau-Zollernalb-Weg führen auf der gleichen Route wie der HW1. Da werde ich wohl noch öfters dort laufen. Irgendwann merkte ich, dass es falsch war, aber noch einen schönen Aussichtspunkt mitgenommen.






Ich fand wieder die richtige Markierung und über einen wurzeligen Pfad ging es hoch zum Aussichtspunkt Hoher Fels. Der war richtig schön, aber zugleich donnerte es dort oben ein paar Mal bedrohlich. Ich war in der Gegenrichtung dort hoch und somit wieder zurück und am Abzweig rechts runter. Es ging teils steil auf einem Pfad durch den Wald. Als ich unten auf dem Forstweg war, ging es mit dem Regen los. Keine hundert Meter links gab es eine Schutzhütte und so ging ich dorthin, wo gerade auch en Radfahrer ankam und kurz darauf noch zwei. So gab es zumindest eine durch die Unterhaltung eher kurzweilige Wartezeit von über einer Stunde. So konnte ich meinen ursprünglichen Plan nicht mehr umsetzen und die einzige sinnvolle Busverbindung war wieder vom Lochen aus.





Irgendwann musste ich aufbrechen, um den Bus zu erreichen. Da nieselte es zum Glück nur noch und anfangs im Wald auf dem Pfad passte es. Dafür aber wieder steil nach oben zum Schafbergsattel. Dort auf einem Forstweg ein Stück noch durch den Wald und aus dem Wald raus schien wieder die Sonne. Es war einfach unglaublich. Da wäre ich doch leichter ins Remstal. Auf dem Weg runter merkte ich zumindest, dass es wieder ganz gut passt. Diesmal umlief ich den Lochenstein und beim nächsten Mal werde ich dies auch tun, zumal es so auch eine ausgeschilderte Alternative ist. Da brauch ich doch tatsächlich einen dritten Anlauf zum Plettenberg. Es ist fast wie verflucht. Nach knapp über 7 km mit doch ordentlichen 350 Hm war ich an der Haltestelle. Es war zumindest ein schöner kurzer Lauf. Der Bus kam fast pünktlich und in Balingen noch etwas Zeit, ein paar Getränke zu kaufen. Dann wie letztes Mal mit der Regionalbahn nach Storzingen, von dort mit dem Schienenersatzverkehr nach Sigmaringen. Hier hatte wieder gut 50 Minuten Aufenthalt und bei sonnigem Wetter ein kleiner Stadtbummel. Die Züge nach Aulendorf und Biberach waren dann genau so auf die Minute pünktlich, wie der Bus mit der Ankunft in Ochsenhausen. Da passte es zumindest perfekt! Leider hab ich die nächsten beiden Tage keine Zeit und Dienstag ein zusätzlicher Nachtdienst. So hatte ich mir das im Urlaub nicht vorgestellt und ein wahrlich verflixtes Jahr.


Die Strecke:
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