An dieser Veranstaltung nehme ich auf jeden Fall immer wieder gerne teil und so war es in diesem Jahr mein 7. Start, wobei da noch die vier Teilnahmen über 5 km am ersten Tag dazu kommen. In diesem Jahr verzichtete ich auf die 5 km am Samstag. Dadurch auch auf das frühe Abholen der Startunterlagen für Sonntag und die Pasta-Party. Irgendwie hat das schon gefehlt. Die Form ist aber derzeit recht mies und so war schon der Marathon, den ich 2023 schon mal absolvierte, eine gewagtes Unterfangen. Die Startgebühr betrug dabei 59 €. Es gab natürlich auch wieder den Ultra über 6 9 km, den Hörnerlauf über 18 km und rund 1100 Hm, sowie den Halbmarathon. Die Anfahrt sollte wieder mit der Bahn erfolgen und ich musste am Sonntag bereits früh um kurz vor 5 Uhr aufstehen. Der erste Zug ab Memmingen fuhr um 6 Uhr mit Umstieg in Kempten. Noch rechtzeitig stellte ich fest, dass der Zug in Memmingen gleich 25 Minuten Verspätung hat und der Anschluss in Kempten nicht mehr erreichbar wäre. So fuhr ich nach Kempten, um dort festzustellen, dass der Zug warten muss, da der Lokführer in Bad Grönenbach steht und auf den Zug aus Memmingen wartet. Immerhin konnte ich unter der Brücke umsonst und im Schatten parken. Mit etwas Verspätung kam ich dann noch rund 30 Minuten vor dem Start in Sonthofen an.
Freitag, 15. August 2025
18. Allgäu Panorama Marathon in Sonthofen am 10.08.2025
Nach der Ankunft ging es die rund 5 Minuten zu Fuß zum Allgäu Outlet, wo die einzelnen Läufe gestartet werden. Der Ultra war bereits um 6 Uhr und der Hörnerlauf um 7 Uhr gestartet worden. Es war eine Menge los und in diesem Jahr gab es einen Teilnehmerrekord. Ich holte in der Tiefgarage meine Startunterlagen mit der Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite und dazu gab es einen Rucksack und eine tolle Mütze. In der letzten Zeit hat es leider mit dem Training, vor allem mit den langen Einheiten, kaum geklappt. Ich verzichtete dieses Jahr auf den Stauseelauf am Freitag in Bad Wörishofen und auch auf den Start über 5 km am Samstag in Sonthofen. Somit übrigens auch auf die Pasta-Party. Ich lief 1,5 km für eine kurte Aktivierung. Es war mit klar, dass ich an die Zeit von 2023 nicht herankommen würde, aber so um die 6 Stunden hatte ich mir vorgenommen. Mit den rund 1400 Hm ist der Marathon doch ein ganz schönes Brett. Es war auf jeden Fall schon mal schön, wieder viele Bekannte begrüßen zu können.
Der Start zum Marathon, meinem 31. Wettkampf in diesem Jahr, erfolgte um 8 Uhr. Es hatte bereits 19° C und kaum ein Wolke. Später sollte die Temperatur noch auf 28° C stiegen. Somit natürlich ganz in kurz und mit Mütze. Bei den Schuhen entschied ich mich für die leichten Trailschuhe, auch wenn es ei der trockenen Strecke auch mit den Straßenschuhen gut gegangen wäre. Was für ein Wetterglück hatte Organisator Axel Reusch da mal wieder. Es ging los und ich startete aus dem Mittelfeld. Es ging kurz de Straße runter und aus Sonthofen raus. Dort auf einem schmalen, teils noch asphaltierten Weg und um den See herum. Da war das Tempo noch recht hoch, doch dies änderte sich schnell. Es stieg nun fast nur noch an, mal mehr, mal weniger. Eine erste Gehpassage kam auch schon und dann ging es durch den Weiler Hüttenberg und am Ortsende nach 3,4 km die erste Verpflegung. Insgesamt waren es 9 Stationen, was auch wichtig war.
Nach Hüttenberg ging es zunächst die Straße hoch und dann auch über Wiesenpfade und dabei immer eine herrliche Aussicht. Im Wald stieg es längere Zeit, oft über Wurzeln, steil an. Das nächste Ziel war die Weltcuphütte Ofterschwang unterhalb der Bergstation der Bergbahn. Es ging nun fast überwiegend auf Asphalt nach oben, dafür kein Schatten und teils ordentliche Anstiege. Da tat nach 7,8 km die Verpflegung bei der Weltcuphütte richtig gut.
Nach der Weltcuphütte ging es leicht ansteigend unterhalb des Ofterschwanger Horns entlang und danach mal ein Stück ergab. Wieder ansteigend ging es in den Wald und dort für lange Zeit auf einem herrlichen Pfad weiter. Da war es teils felsig und wurzelig, aber ein herrlicher Abschnitt. An den Anstiege hielt ich mich weiter zurück. Insgesamt passte es ganz gut. Vor allem schien der Rücken wie schon am Wochenende zuvor zu halten.
Aus dem Wald raus folgten Wanderpfade durch typische Allgäuer Landschaft und immer wieder auch mal Kühe. Nun fiel es an den Anstiegen doch recht schwer und auch die fehlenden Höhenmeter im Training machten sich bemerkbar. Dafür immer wieder kurze Unterhaltungen mit Mitstreitern und hier sei schon mal angemerkt, dass immer wieder an der Strecke durch Zuschauer und Helfer super motiviert wurde. Die Strecke war zudem bestens ausgeschildert und markiert. Es ging kurz nochmals runter und dann der eher kurze, dafür steile, Stich zum Weiherkopf. Dafür eine herrliche Aussicht. Danach der recht steile Downhill auf einem Pfad mit etlichen Serpentinen. Da lief es aber wieder gut.
Als nächstes folgte der asphaltierte Weg zum Berghaus Schwaben. Anfangs noch bergab und ich konnte es laufen lassen. Der Anstieg am Ende fiel jedoch sehr schwer und ich war froh, nach knapp 15 km due dritte Verpflegungsstelle erreicht zu haben. Danach ging es wieder wellig über Pfade weiter und es folgte nochmals ein größerer Anstieg mit Treppenstufen am Ende. Auf diesen musste ich mich wieder hochquälen. Der Weg runter nach Grasgehren konnte ich es aber wieder schön laufen lassen und ich kam dort nach 18,2 km mit einer Zeit von ca. 2:50 h an. Das war nur 11 Minuten langsamer als vor zwei Jahren und passte. Nun gab es erst mal eine umfangreiche Verpflegung. Davor hatte ich noch eine erste Salztablette genommen.
Es ging erst noch ein Stück bergab, dann über einen gekiesten Weg und am Parkplatz über die Straße und noch ein Stück abwärts. Anschließend folgte auf einem Wiesenpfad ein leichter, aber etwas langgezogener Anstieg. Nach diesem Abschnitt folgte ein schöner Pfad. Der war aber auch teils nicht ganz einfach und führte am Ende wieder bergab. Aus dem Wald raus ging es recht steil zur Straße runter. Dort dann in der Sonne, und es war inzwischen gut warm, leicht ansteigend zur fünften Verpflegungsstation nach 23,8 km an der Freiburger Alpe. Da stimmten die Angaben mit meiner Uhr bis dahin fast immer exakt überein. Es war wichtig, wieder gut zu trinken und wiederholt machte ich die Mütze nass.
Es kam in der Folge ein eher langweiliger Abschnitt, der sich auf dem Asphalt dahinzog. Dafür ging es meist gut bergab und so einige schnellere Kilometer, nachdem zuvor mehr schnelles Wandern angesagt war. Nach knapp 6 km und unten im Lochbachtal kam dann die nächste Verpflegungsstation. Anschließend ging es links weg und neben der Straße auf einem Radweg weiter. Da konnte ich nur noch gehen mit ein paar Laufeinlagen. Nach links dann wieder auf einen Feldweg und leicht abwärts zum Wald. Im Wald stieg es nochmals gut an. Dafür war dieser Abschnitt einfach herrlich und vor allem auch schattig.
Aus dem Wald raus dann wieder deutlich wärmer und nun auch wieder ein Stück auf Asphalt und vor allem links weg der letzte große Anstieg. Der tat nochmals so richtig weh und am Ende noch über Gras, was es nicht einfacher machte. Auf der anderen Seite auf einem Pfad weiter und der hatte nochmals einen guten Anstieg. Da war ich nach nun rund 32 km ziemlich kaputt. Dafür oben eine traumhafte Aussicht.
Es ging wieder runter und dann auf der Straße durch Obermaiselstein, wo ich noch einen guten Bekannten als Streckenposten begrüßen konnte. Im weiteren Verlauf dann fast nur noch gekieste Wege und eist an der Iller entlang. Es wären normal noch zwei Verpflegungsstationen gekommen, aber es waren sogar drei und auch die knapp vor dem Ziel nahm ich noch mit. Es ging meist an der Iller entlang, aber auch kaum Schatten. Da zog es sich und ich konnte meist auch nur noch wandern. Die letzten Meter konnte ich mich nochmals aufraffen und rennen und wurde vor dem Ziel von Sprecher Hannes Nägele angekündigt und nach 6:37.36 h im Ziel von Axel Reusch begrüßt. Er ließ es sich mal wieder nicht nehmen, jeden Teilnehmer persönlich zu beglückwünschen. Die Platzierungen waren diesmal zweitrangig. Ich hatte es wenigstens ins Ziel geschafft.
Nach meinem Zieleinlauf gab es dann noch eine schöne Medaille und ich trank erst mal einiges. Die Zielverpflegung war wieder mal bestens. Ich blieb jedoch nicht mehr lange und trat den Rückweg an. leider war ich danach in der Folge einige Tage erkältet. Dieses Jahr läuft einfach nicht rund.
Insgesamt waren es an beiden Tagen 3148 Teilnehmer, davon 373 beim Ultra, 640 beim Marathon, 930 beim Halbmarathon, 806 beim Hörnerlauf, 259 über 5 km und 130 beim Kids Run, welche die Rennen erfolgreich beendeten.
Veranstalter: https://www.allgaeu-panorama-marathon.de/content/
Die Strecke:
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen