Sonntag, 5. Februar 2023

45. Crosslaufserie Oberschwaben Lauf 4 und Finale in Bad Waldsee-Reute am 05.02.2023

In diesem Jahr findet das Finale nicht wie zuvor üblich in Vogt, sondern in Bad Waldsee-Reute statt. 2012 hatte ich in Bad Waldsee erstmals teilgenommen und damals war es im Dezember noch der Auftakt. Danach fand der Lauf ab 2014 immer im Januar statt und bis 2019 auf dem Gelände des Golfplatzes. 2020 ging es dann Anfang Februar über die neue Strecke im Stadtteil Reute und die gefiel mir super. Es ist eine durchaus anspruchsvolle Runde. Leider durfte ich 2022 bei der zweiten Auflage dort nicht am Start sein. So sollte dieses Jahr bei der neunten Teilnahme in Bad Waldsee das zehnte Rennen folgen. 2020 absolvierte ich noch einen Doppelstart über den neuen Jedermannscross und im Hauptlauf. In dieser Saison absolviere ich jeweils "nur" den Jedermannscross. Dazu musste ich zum Finale erst mal den Spätdienst frei nehmen, hatte so aber mal vier freie Tage. Ich fuhr die gut 42 km in 35 Minuten bis zum Parkplatz bei der Durlesbachhalle. Da hatte es immer wieder mal geregnet, aber nun vor Ort erst mal trocken. 

Nach meiner Ankunft konnte ich schnell wieder einige Bekannte begrüßen. Es ging nun von der Durlesbachhalle zur Strecke. Das sind rund 500 m Richtung Ortsende. Die Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite hatte ich ja schon seit dem ersten Rennen. Das war auf jeden Fall praktisch. Die Entfernung beträgt ca.  In dieser Woche stand ich seit gestern schon bei 82 km und über 1500 Hm und hatte gut für meine nächsten wichtigen Vorhaben trainieren können. Vor allem lief es am Mittwoch am Tag nach einem Halbmarathon zum Dienst am Jordanberg genial und dann folgte am Donnerstag nach dem Nachtdienst von Obermarchtal aus noch ein Trail mit 22,5 km. An den beiden letzten Tagen ließ ich es ruhiger angehen. Ich hatte aber deutlich mehr Kilometer als vor den beiden letzten Rennen der Serie (nämlich rund 50) in den Beinen. Da war ich mal gespannt wie es sich anfühlt und erkundete mal die Runde. Nach dem Start geht es kurz etwas runter, aber dann folgt der große Anstieg zum Wasserhochbehälter. Der hat es auf der Wiese schon in sich und da gilt es im Rennen gut zu dosieren, vor allem beim Hauptlauf über 5 Runden. Nachdem der Wasserhochbehälter umrundet wurde, geht es wieder runter und unten eine scharfe Linkskurve und da war es recht schlammig. Da hieß es später aufpassen. Auf einem Grasweg geht es danach leicht runter und dann links weg auf einen Feldweg. Dieser Übergang war auch recht schlammig, wie überhaupt große Teile der Strecke schwerer zu laufen waren als 2020. Der Unterschied von der Wiese zum Feldweg ist schon enorm. Dann wieder links weg und leicht ansteigend auf der Wiese weiter und relativ hohes Gras. Dann ein kurzer Stich links hoch und dann kann man es rechts weg wieder laufen lassen und es geht am Ende links weg zum Ziel bzw. in die nächste Runde. Eine selektive, aber wie ich finde auch richtig tolle Crosslauf-Strecke. Ich konnte nach nun 2,3 km nicht richtig einschätzen wie es ausschaut. Die mit 1,6 km angegebene Runde hatte ei mir 1,62 km, es kommt also gut hin. .



















Der erste Start erfolgte wie üblich um 13:30 Uhr für die AK U8, U10 und U12 über zwei kurze Runden von ca. 0,8 km. Den Start hatte ich verpasst, da die Erkundung er Runde durch die Länge doch etwas dauerte ich ich ein wenig später dran war als geplant. Dafür einige Zieleinläufe. 














Es folgte um 13:45 Uhr der Start für die AK U14 und U16 über drei kleine Runden und somit ca. 1,2 km. Da ich mich noch vorbereitete, beließ ich es bei einigen Bildern vom Start. 





Ich musste mich nun für meinen Start bereit machen. Es hatte 1° C und war zumindest bei meinem Rennen noch trocken und kaum Wind. Damit gar keine schlechten Bedingungen. Nach 4 km sollte es mit dem Aufwärmen passen.   Ich entschied mich für die dreiviertellange Hose, dazu das dünne Langarm-Funktionsshirt mit dem Vereinstrikot, einem leichten Halstuch und der tollen Crosslaufserie-Mütze. Auf Handschuhe konnte ich verzichten. Bei den Schuhen wechselte ich natürlich auf meine Spikes. 

Es folgte um 14:00 Uhr der Start zum Jugendlauf der AK U18 und U20 und zum Jedermanncross über zwei Runden und ca. 3,2 km. Es war in diesem Jahr mein sechster Wettkampf, aber es sollte der letzte reale bis wohl 04.03. in Trochtelfingen werden. Es war bei den Jugendlichen mit 13 Teilnehmern eher ein kleines Feld, aber immerhin 10 beim Jedermanncross. Da traf ich am Start auf Wolfgang Leonhard, den ich zuletzt im August in Bad Wörishofen traf und der sicher vor mir sein wird. Da musste ich schon eher auf Klaus Kapitza konzentrieren, mit dem ich mich vor vier Wochen in Vogt um Rang 2 duellierte. Es ging mit rund 10 Sekunden Verspätung los und die sollten später auch auf dem Ergebnis drauf sein. Die Jugend gab gleich mächtig Gas, aber wie erwartet auch Wolfgang. Ich fand mich am Beginn des Anstiegs fast am Ende des Feldes wieder. Der doch steile Anstieg fiel mir schwerer als gedacht. Da musste ich oben auf den ersten Metern durchatmen, aber dann passte es und bergab ließ ich es laufen. Da kam ich unten an Klaus heran. Es ging an der schlammigen Stelle scharf links weg und Klaus blieb plötzlich stehen. Ich erfuhr später, dass es ihm den Schuh auszog. Wenigstens keine Verletzung. Ich wäre aber auch so an ihm vorbei gekommen und nun fühlte es sich richtig gut an und ich konnte weitere Teilnehmer überholen, darunter Silva Ritter, die bei den Damen immer siegte. Es ging runter zum Feldweg und links weg aufgepasst. Dann auf dem Feldweg etwas Tempo machen. Dennoch ging Silva wieder vorbei. Nach 4.49 min hatte ich den ersten Kilometer geschafft. Da war es heute nicht so schnell wie erhofft. Die Zeiten von 2020 waren eh bei der derzeitigen Form utopisch. Es ging links weg und auf der Wiese war es nicht einfach, aber ich holte nach vorne dennoch auf. Nach dem kurzen Anstieg ging ich an Silva wieder vorbei. Nun mit Schwung runter und dann griff ich eine Gruppe vor mir an. Ich überholte Jana Gütler, und nachdem ich in Birkenhard klar hinter ihr lag, zog ich nun weg. Ich überholte nun Damir Lendler, der auch in Birkenhard hinter mir war und schon einen guten Vorsprung hatte. Ein junger Läufer und Wolfgang waren davongezogen, aber es ging nun um den dritten Rang. Es ging mit Schwung in die zweite Runde und Claus Baumann moderierte mal wieder souverän. Das Strava-Segment hatte ich in 7.54 min geschafft. Insgesamt unter 16 Minuten wäre noch super, aber wohl kaum mehr zu schaffen. Vor mir lag eine Dreiergruppe von Jugendläuferinnen, aber schon recht auseinandergezogen. Am Anstieg kam ich an die junge Dame aus Tomerdingen nicht heran, aber das änderte sich oben schlagartig und die Anfeuerung einiger Bekannter tat gut. Nur 5.21 min/km für den zweiten Kilometer, aber am Ende des Anstiegs auch nicht so günstig. Ich lief nun an der Dame vorbei und konnte sie bergab schnell distanzieren, Es fühlte sich noch gut an. An der scharfen Linkskurve rutschte ich etwas, aber es passte noch und ich konnte schnell beschleunigen. Es ging wieder auf den Feldweg und dort überholte ich noch Sophie Koch vom TSV Laupheim. Auch hier konnte ich schnell einen Vorsprung heraus laufen, aber wichtiger waren ja andere Läufer und die hatte ich nun weit hinter mir. Da lief es auf der Wiese doch gleich etwas leichter, auch wenn die Strecke natürlich Spuren hinterließ. Es war ein wirklich harter Kurs. Als es kurz runter ging lief ich ein klein wenig verhaltener als in der ersten Runde. Die führende Dame des Jugendlaufs würde ich nicht mehr einholen und auch nicht den Jugendlichen aus Tomerdingen direkt vor mir, aber das war ja beides egal. Es folgte der Endspurt und mit 8.00 min war ich auf der zweiten Runde auf dem Segment nur 6 Sekunden langsamer. Das war stark und insgesamt eine Zeit von 16.06 min, die aber offiziell in den Ergebnissen als 16.16 min erschien. Auf so einem Kurs zählen aber nur die Platzierungen und ich wurde prompt noch Gesamtdritter. Das hätte ich nicht unbedingt erwartet. Der Sieg in der AK M55 stand ja schon fest. 








Nach meinem Zieleinlauf kam der Foto raus. Ich hatte am Ende auf Damir doch gleich etwas mehr als eine Minute rausgelaufen. Nun erst mal die Jacke anziehen und dann war es ja nicht mehr lange bis zum Start des Hauptlaufs. 









Der Start zum Hauptlauf mit 5 Runden und ca. 8 km erfolgte um 14:30 Uhr. Da war natürlich wieder eine große Anzahl von Bekannten am Start. Insgesamt waren es diesmal 116 Teilnehmer. 




















Ich ging nun auf den Hügel um das Rennen erst mal von dort zu beobachten und natürlich auch die Teilnehmer anzufeuern. So langsam fing es an zu schneien. 




































Nun lief ich runter in Richtung Straße zum hinteren Teil der Strecke. Der Schneefall wurde immer stärker und nach dem vorherigen Rennen war es alles andere als angenehm nun herum zu stehen. 
















































Noch einmal ging ich auf den Hügel zurück. Es hatte sich an der Spitze ein packender Zweikampf entwickelt. Bei den Damen war zumindest beim Tagessieg die Sache schon klarer. 









Für die letzte Phase des Rennens verlegte ich schon mal zum Ziel. 











Es folgten nun die Zieleinläufe. Den Tagessieg holte letztlich doch noch klar ein Läufer aus Friedrichshafen vor dem zweimaligen Sieger zum Auftakt der Serie, Matteo Geninazza vom SSV 1846 Ulm. der damit aber die Gesamtwertung der Serie für sich entschied. Bei den Damen stand die Tagessiegerin Katharina Rittel ja schon als Gesamtsiegerin fest, da ihre einzige verbliebene Kontrahentin gar nicht am Start war. 




























Nach insgesamt knapp 3 km Auslaufen ging es endlich vom Schneegestöber in die warme Halle und zum Duschen. Das Wasser wurde zwar schnell kalt, aber gut tat es dennoch. Die Siegerehrung begann dann sogar kurz vor 16 Uhr. Es war noch Zeit für ein paar Gespräche und ich nahm meine Urkunde und einen kleinen Preis entgegen. Nur schade, dass der Gesamtsieger nicht mehr da war. Es war auf jeden Fall ein schöner Abschluss dieser Serie und zudem ein doch erfolgreicher, auch wenn der Gesamtsieg wie noch 2020 in weiter Ferne war. Insgesamt geht es aufwärts und der Start ins Jahr war schon mal gut. 









Insgesamt waren es 184 Teilnehmer, davon 116 beim Hauptlauf, 10 beim Jedermanncross und 58 in den Jugend- und Kinderläufen. 

Jedermanncross 3,2 km: Jonas Wicklein (14.47 min) vor Wolfgang Leonhardt (LG Allgäu, 14.49 min) und Peter Steiner (albside Running, 16.16 min). 

Ergebnisse: https://my.raceresult.com/192952/results

Veranstalter: https://www.crosslaufserie-oberschwaben.de/

Die Strecke:

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank!...für den Bericht und die tollen Bilder!! Deinen Blog verfolge ich immer gerne, war ein cooler Wettkampf

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