Sonntag, 24. Dezember 2017

Heilig Abend Lauf -Trainingslauf von Ochsenhausen zum Tristolzer Berg und zurück am 24.12.2017

Im nächsten Jahr möchte ich noch mehr als in diesem bei Trainingsläufen entweder alleine oder noch besser mit guten Freunden so manche Gegend läuferisch mehr erkunden. Vor kurzem hatte mich meine Streifenpartnerin auf die Idee gebracht, ich könnte ja mal zum Tristolzer Berg im südöstlichen Zipfel meines Landkreises laufen. Ich entschloss mich nun vor ein paar Tagen, dies am Heilig Abend zu machen. Da war die Vorgabe nach 77,6 km in der laufenden Woche klar, nämlich mindestens 22,4 km und dies kommt auch gut hin. Dazu startete ich aber nicht von zu Hause, sondern von Ochsenhausen bei der Klosterkirche aus, Ansonsten wären es einfach nochmals gute 7 km mehr Weg und auch so einfach schon gute 10 km. Nach dem Nachtdienst fühlte ich mich fit, hatte auch mal richtig gut geschlafen. Ich hatte nur ein klein wenig gegessen und nahm diesmal aber den kleinen Rucksack mit und damit auch etwas zum Trinken (um es vorneweg zu nehmen: es blieb unberührt) und das Handy. Es sollte sich noch als gut erweisen, dass ich dieses dabei hatte und auch dass ich den Startort so wählte. Das Wetter meinte es mit 3° C, da es trocken blieb, noch recht gut, allerdings oft auch ein stärkerer Wund und leider auch Nebel. Bei den Schuhen setzte ich auf die Inov-8 Trailtalon, was auch eine gute Entscheidung sein sollte. Kurz nach 14 Uhr und doch später als geplant ging es los. Zunächst vom Kloster zum Hofgut Holland und von dort dann auf gekiestem Weg durch den Fürstenwald. Grob kannte ich mich hier noch aus, was danach anders aussah. Es lief schon ganz gut und im Nachhinein sah ich, dass auf dem zweiten Kilometer die meisten Höhenmeter zurück zu legen waren. Dies merkte man kaum, stieg es doch nur leicht, dafür permanent an. So richtig bewusst wurde es mir aber dann auch schon beim Rückweg.


















Es ging nun außerhalb des Walds weiter in Richtung Ehrensberg. Da wurde nun der Wind recht unangenehm. Ich passierte den kleinen Ort am Rand und bog am Ortsende nach rechts in Richtung Englisweiler ab. Dies ließ ich jedoch links liegen und von dem asphaltierten Verbindungsweg ging es über teils mit Gras bewachsenen, oft auch schlammigen Feldwegen in Richtung Wald und dann am Waldrand entlang, Hier ging es zwar bergab, dafür aber auch miest über Schnee- und teils noch Eisfelder und da war ich an meinen Schuhen froh. Für die ersten 5 km hatte ich 26.11 min gebraucht und damit war ich flotter unterwegs, als ich vor Beginn dachte.
























Ich hatte mir die Route ein paar mal auf der Karte angeschaut und wusste so den Verlauf, aber wenn man dann erst mal unterwegs ist, sieht es oft nicht so einfach aus, auch wenn man einen guten Orientierungssinn hat. Dazu kommt, dass ich in der Gegend noch nie lief und es so gut wie keine Wegweiser gab, erst recht keine ausgezeichneten Wander- oder Fahrradrouten. Dies hätte alles erheblich erleichtert. Ich wusste, dass ich nun rechts weg musste und da kam auch ein asphaltierter Weg. Nun schaute ich auf dem Handy nach und natürlich kein Empfang. Da lief ich nun anstatt rechts hoch (ich dachte da geht es nur zu dem Hof den man sah, da es absolut keinen Wegweiser gab) gerade aus weiter und da erst mal ein heftiger Anstieg und ich war in Löhlis, einem kleinen Weiler und nie gehört. Nach 52.33 min waren die ersten 10 Kilometer absolviert. Normal sollte ich nun fast da sein und als der nächste Ort Hirschbronn hieß, war mir klar dass es nicht passt und nun auch Empfang und die Erkenntnis, dass ich eine schöne Schleife laufe. Da werden es auf jeden Fall über 22,6 km.














Nun ging es erst mal steil runter und ich konnte es laufen lassen. Meine Trailschuhe bewährten sich erneut auch auf Asphalt und auch dann wenn es richtig schnell wurde. Wenig überraschend waren die Kilometer 11 und 12 mit 4.32 min und 4.47 min am Ende die schnellsten. Nun ging es rechts weg und an der Hauptstraße entlang in Richtung Ellwangen. Am Ende auf einem Radweg und hinter Wirrenweiler dann rechts hoch und an einigen Höfen vorbei mit dem Blick hinunter nach Ellwangen. Dies erreichte ich am äußersten Ortsrand und da ging es dann auch gleich nach rechts steil hoch Richtung Tristolz bzw Tristolzer Berg. Eigentlich wollte ich von der Gegenrichtung kommen, aber so war es doch keine mehr oder weniger Wendepunktstrecke, sondern ein Rundkurs. Ist ja auch nicht schlecht und nach gut 15 km war ich dann oben. Da hatte ich schon gut 4 km mehr als geplant. Die letzten 5 Kilometer in 25.19 min und nach 15 Kilometer 1:17.52 h. Da wurde ich doch einiges schneller und hatte die meisten Höhenmeter zudem hinter mich gebracht. Den Schnitt von 5.11 min/km hatte ich nicht erwartet, aber vor allem nicht, dass ich diesen noch steigern sollte. Leider war wegen dem Nebel an dem Aussichtspunkt nicht mal ansatzweise von dem sonst vorhandenen Panoramablick auf die Alpen oder sogar bis zum Ulmer Münster etwas zu ahnen. Ich legte hier eine kurze Pause ein. Durst oder Hunger verspürte ich dabei überhaupt nicht. Wobei ein wärmender Tee bei dem kalten Wind auch nicht schlecht gewesen wäre.





















Nun ging es auf dem ursprünglich geplanten Weg weiter und da rechnete ich mit mindesten 26 km, eher sogar mehr, da eine Schleife schon eingeplant war. Zunächst steil runter nach Tristolz rein und im Ort wieder hoch und in Richtung Eichwald und dann Eulental. Es war etwas hügelig, tendenziell ging es aber runter und es lief richtig gut. Nun war ich wieder an der Stelle, wo ich die falsche Entscheidung traf. Es ging nochmals gut rauf und Richtung Englisweiler. Diesmal direkt in den ort und nicht am Waldrand entlang über die Schneefelder. Das wollte ich vermeiden, war ich dann doch schon lange unterwegs und es fehlte ja noch ein gutes Stück. Für die letzten 5 Kilometer brauchte ich 25.36 min und damit insgesamt 1:43.28 h. Da lief es ja richtig gut, zumal es doch recht wellig war.














Durch Englisweiler war es nochmals etwas zäh, stieg es doch gut an und dann links weg Richtung Ehrensberg und wieder auf einem schmalen Verbindungsweg und noch einmal der kalte Wind auf der Ebene. Nach Ehrensberg legte ich noch eine kleine Zusatzschleife ein, konnte bei dem Nebel nicht mehr richtig erkennen, wo es genau hingeht. Dann halt über 27 km! Als ich den Fürstenwald erreichte, sah ich, dass es dort vorhin doch gut raus ging. Nun konnte ich es aber laufen lassen, und ja, ich hatte noch die Kraft. Die nächsten 5 Kilometer noch einmal wie zuvor in 25.36 min. Beim Halbmarathon war ich in ca. 1:49 h durch und das bei zu dem Zeitpunkt sicher fast 350 Höhenmetern. Ich brachte den Wald hinter mich, ein letzter Anstieg Richtung Hofgut Holland und dann zurück zur Klosterkirche. Da waren es am Ende 27,6 km mit 385 Höhenmetern und ich absolvierte die Strecke in 2.22.07 und damit in einem Schnitt von 5.09 min. Es war in diesem Jahr der drittlängste Lauf, nur knapp hinter dem zweiten, aber der klar schnellste mit größerer Länge. Es hat auch total Spaß gemacht und gerne laufe ich die Runde so ähnlich noch einmal und am Besten mit Begleitung und bei guter Sicht. Nun schaffte ich mit 105,0 km mal wieder eine Woche im dreistelligen Bereich.











Die Strecke:



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