Sonntag, 12. Mai 2013

29. Internationaler Schluchseelauf am 12.05.2013

Heute morgen sah es dann mit dem Wetter schon anders aus. Es regnete die meiste Zeit und nur kurz klarte es auf, so dass etwas Hoffnung aufkam, doch einen einigermaßen trockenen Lauf zu erleben. Aber diesmal hörte es nicht pünktlich zu Start auf, sondern wurde nur noch schlimmer und das bei gerade mal 7°C. Ich traf auf dem Parkplatz jemanden von der Malta-Laufreise im Februar. Die Welt ist doch klein. In der Schluchseehalle traf ich dann mit Jens Rehn zusammen. Er hat ja schon am Donnerstag angekündigt, eventuell als Nachmelder teilzunehmen. Ich erklärte, dass ich erst mit dem zweiten Startblock um 10:50 Uhr ins Rennen gehe, um Nadira bei ihrem Lauf zu begleiten. Er fand die Idee gut und so hatte ich nicht nur wieder einen Bekannten getroffen, sondern auch noch eine Begleitung für den Lauf. Jusra machte beim anschließenden Junior-Cup ihre Sache gut und wurde in 12.23 min für die 2100 m in ihrer AK W10 damit 10. unter 15 Teilnehmerinnen. Die Strecke durch den Wald, welche zunächst stetig anstieg und auf der zweiten Hälfte bergab ging, wäre bei einem anderen Wetter richtig schön gewesen. Nadira wurde von mir begleitet und erreichte das Ziel nach 16.22 min. Sie schlug sich richtig wacker und konnte noch eine Läuferin hinter sich lassen.

Es gab schon früh ein großes Gedränge, trotz des schlechten Wetters.

Es war einfach viel los, bei immerhin rund 3500 Teilnehmern.

Die ganze Konzentration galt dem Start.

Start zum Junior-Cup mit 214 Teilnehmern.



An sich eine schöne Strecke, aber das Wetter...

Für mich ging es dann 8 Minuten nach dem Zieleinlauf von Nadira los. Der Zeitplan war wirklich perfekt. Die ersten beiden Kilometer musste man erst mal richtig warm werden und nach dem Start gings ja gleich mal bergauf. Der erste Kilometer legten Jens und ich in 4.20 min und den zweiten in 4.10 min zurück. Nun brauchten wir für die meisten Kilometer so zwischen 4.20 min und 4.25 min. Nach dem fünften Kilometer, den wir nach 21.41 min passierten, ging es die nächsten zwei Kilometer doch recht heftig bergauf. Entsprechend gab es Zeiten von 5.02 min und 5.36 min. Es war eine Wohltat, nach dem siebten Kilometer oben angekommen zu sein. Es kostete aber Kraft, zumindest bei mir, denn Jens konnte bei diesem Tempo natürlich relativ locker laufen. Ich hätte heute bei diesem Wetter bei einem Alleingang längst nicht so schnell laufen können, als mit einem Zugläufer wie heute. Der 8. Kilometer schafften wir in 4.36 min und die nächsten beiden dann in 4.18 min und 4.22 min. Bereits nach ca. 6,5 km überholten wir die ersten Läufer, die 40 Minuten vor uns gestartet sind und in der Folge wurde es auf der Strecke immer dichter. Hätte gar nicht gedacht, dass so viele noch unterwegs waren. Da haben viele wohl auch bei dem Wetter ihre Fähigkeiten falsch eingeschätzt. Vor allem außerhalb des Waldes merkte man den kalten Wind und den Regen. Das zehrte zusätzlich an der Kraft. Ich konnte mich aber nach jeder kleinen Schwäche wieder aufraffen. Die Strecke ist wirklich wunderschön, auch der dann folgenden Abschnitt auf dem Seeuferweg, wäre nur das Wetter besser gewesen. Vielleicht ja in einem anderen Jahr. Der Weg war nun zum Teil richtig schlammig und mit Pfützen überzogen. Es glich mehr einem Crosslauf. Immer wieder auch kleine, zum Teil aber recht steile Anstiege. Mein linker Oberschenkel, der sich bei Kilometer 9 meldete (das war früh), war wieder in Ordnung. Ich kämpfte mich nun hinter Jens durch die Schlangen von Läufern, die schon mit der ersten Startgruppe losliefen. Vor dem Ziel noch ein toller Anstieg, den ich gestern beim Nordic Walking glaub schneller absolviert hatte und dann endlich der Zieleinlauf nach 18,4 km in einer Zeit von 1:24.03 min. Bei diesen Verhältnissen war ich mit der Zeit mehr als zufrieden, hatte dies aber in erster Linie Jens zu verdanken. Toll waren die Medaillen und insgesamt eine sehr schöne Veranstaltung, die auch die lange Anfahrt absolut gelohnt hat. Übrigens belegte ich bei den Männern immerhin Platz 402 unter 2188 Teilnehmern und insgesamt Platz 427 unter 3128 Teilnehmern, gar nicht so schlecht. In der AK M45 war es Platz 74 unter 399 Teilnehmern.

Ergebnisse: http://schluchsee.r.mikatiming.de/2013/

Start des zweiten Starterfeldes zum Schluchseelauf über 18,4 km.







Im Ziel zusammen mit Jens Rehn.

Unschwer zu erkennen, wer einer der Sponsoren war. Das Gratis-Bier (alkoholfrei) nach dem Zieleinlauf schmeckte auf jeden Fall.

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