Samstag, 23. November 2019

Dinkelsbühler Wald- und Crosslauf in Dinkelsbühl am 23.11.2019

Heute ging es zum dritten von insgesamt fünf Läufen der CrossSerie Ansbach nach Dinkelsbühl. Nachdem ich 2015 und 2016 auf der Kurzstrecke und im letzten Jahr erstmals auf der Langstrecke startete, hatte ich heute einen Doppelstart vor. Ich wollte diesen nämlich für die Serienwertung. Dabei waren die Voraussetzungen nach dem noch so erfolgreichen letzten Samstag alles andere als gut. Die ganze Woche kämpfte ich mit einer aufkommenden Erkältung, lief nur wenige Kilometer und der Nachtdienst auf Freitag förderte die Erholung auch nicht gerade. Heute Morgen kamen dann noch leichte Halsschmerzen dazu. Dennoch fuhr ich die knapp 141 km in 1:22 Stunde (das lief schon mal super und ich hatte noch gut eine Stunde) und parkte in der Nähe des Sportgeländes der Sportfreunde Dinkelsbühl am Mutschachwald. Im Vereinsheim holte ich meine Startnummern und bezahlte die Gebühr von jeweils 5 €. Beim Hobbylauf über 3650 m sind es 4 € und bei den Kindern 3 €. Also richtig günstig und jeder bekommt später eine Urkunde. Auf der Langstrecke über 3 Runden und 10600 m gibt es auch die Möglichkeit als Staffel anzutreten. Hier beträgt die Gebühr 10 €. Natürlich traf ich hier in Mittelfranken schnell auf erste Bekannte, ist dies inzwischen so was wie eine zweite läuferische Heimat. Bereits auf dem Parkplatz traf ich auf Roland Rigotti sowie Tizian und Adrian Auer. Das Wetter meinte es durchaus gut, war es doch trocken und kaum Wind, wobei der hier im Wald nicht so stören würde. Es hatte 7° C und bei heiterer Witterung durchaus gute Bedingungen. In diesem Jahr war Dinkelsbühl auch wieder an der Reihe mit den Kreismeisterschaften im Waldlauf.





Ich machte mich nun ans Aufwärmen und dazu lief ich die Runde ab. Es ging angesichts der Probleme recht gut. Man läuft erst in Richtung Parkplatz und dann rechts weg am Waldrand entlang und in den Wald. Anfangs alles auf gut zu laufenden Waldwegen. Normal wäre es noch ein Stück weiter gegangen und dann links weg runter auf dem Weg. In diesem Jahr aber ein neuer Verlauf der Strecke. Früher nach links und dann auf einem Pfad runter und der war gespickt mit Wurzeln, etwas schlammige Stellen und Gras. Damit auf jeden Fall schon mal anspruchsvoller. Dann kurz wieder über den ursprünglichen Weg runter, bevor es scharf nach rechts ging. Hier folgt auf einem laubbedckten Pfad ein recht langer Anstieg. Da merkte ich schon, dass dies heute sehr hart werden würde. Oben angekommen nach rechts und nun flach auf einem Pfad ein gutes Stück weiter, bevor es nach links über mehrere Wurzeln ging, Diese waren wieder markiert, so wie die ganze Strecke gut abgesperrt und markiert war. Danach links weg über einen Graben und auf einem Waldweg weiter. Da kann man wieder Tempo aufnehmen. Zwei mal rechts weg steigt es aber langsam wieder an, bevor es wieder runter geht. Dann scharf links weg und es folgt der heftigste Anstieg den Hang hoch. Immerhin weist eine Runde von ca. 3400 m fast 80 Hm auf. Nach diesem Anstieg rechts auf dem Weg runter und aus dem Wald raus und am Waldrand vorbei, bevor es über einen Graben nach rechts in den Wald geht. Dort am Ende wieder auf einem Pfad leicht ansteigend und danach in die nächste Runde nach rechts auf einen Pfad oder gerade aus ins Ziel, auf einer doch langen Zielgeraden. Insgesamt lief ich knapp 4 km und es fühlte sich zumindest besser an als befürchtet. Die Strecke wenigstens gut zu laufen, wenn auch so schon recht anspruchsvoll.


















































Der erste Start erfolgte um 11:15 Uhr zur Langstrecke über 3 große Runden und 10600 m. Hier also die Langstrecke zu Beginn und nicht am Ende der Veranstaltung. Es war in diesem Jahr mein 122. Wettkampf. Bei den Schuhen setzte ich auf meine leichten Trailschuhe Inow-8 Trailtalon 235. Ansonsten lief ich in kurz und mit Stirnband und Armlingen, sowie Halstuch. Gerade das letztere dürfte heute für mich auch wichtig sein. Nach der Überprüfung der Teilnehmer ging es los und da wurde gleich ein gutes Tempo gemacht, Natürlich lief es zunächst bei mir auch recht locker. Ich war zunächst gar nicht so schlecht positioniert, wobei mein AK-Konkurrent Thomas Raab und auch Wilhelm Maußer. Mir war klar, dass ich da heute nicht mithalten kann. Als es links weg auf den Pfad und den damit neuen Abschnitt ging, stürmte noch Rainer Kirsch vorbei. Er wird im Normalfall den Sieg in der AK holen und somit ging es für mich von Anfang an maximal um Rang. 3. So langsam sortierte sich aber auf dem nicht einfach zu laufenden Abschnitt das Feld. In einer Rechtskurve war es etwas schmierig, aber es passte. Dann auf dem Weg noch runter und nun den Pfad hoch. Auf dieser ersten Runde passte es noch erstaunlich gut und ich konnte an derGruppe vor mir halbwegs dran bleiben. Für den ersten Kilometer 4.50 min, aber da war es ja auch recht anspruchsvoll und ich konnte / wollte auch nicht so schnell starten wie üblich. Nun über die Wurzeln und am Übergang auf den Weg stand Jörg Behrendt und sorgte wieder mal für Bilder und zudem gab es hier Anfeuerung. Danach lief es wieder richtig rund und auf dem zweiten Kilometer dann trotz tendenziellem Anstieg auf 4.33 min gesteigert. Nun runter und links den Hang hoch. Auf der ersten Runde passte es da noch. Die Gruppe hinter mir konnte ich dann bergab auf Distanz halten und ich war über die 4.30 min doch etwas erstaunt, auch wenn es ja mehr runter ging. Es sollte am Ende der schnellste Kilometer sen. Auf dem Pfad am Ende der Runde leicht ansteigend wurde es aber schon zäher. Ich lief nach 15.36 min in die zweite Runde und das war eine für meine Umstände heute richtig gute Zeit. Auf dem folgenden Pfad und dann bergab wurde der Abstand nach vorne aber größer und zudem wurde ich überholt. Auf dem trailigen neuen Abschnitt dann auch noch einmal. Noch könnte es in der AK aber mit Rang 3 passen, würde aber sicher eine enge Geschichte. Dann war es den langen Anstieg hoch richtig schwer. Es kam dazu, dass sich nun der Hals bemerkbar machte, das Atmen schwerer wurde. Hinter mir war eine dreiköpfige Gruppe und die wollte ich halten. Man weiß ja nie, ob da einer von der eigenen AK läuft. Auf jeden Fall erkannte ich die Siegerin der ersten beiden Läufe der Serie, Lea Gottwald. In Feuchtwangen, wo ich schon die Mittelstrecke in den Beinen hatte, noch rund 3 Minuten hinter mir und heute am Ende klar geschlagen von Nadine Kießling. Auf der Ebene machte ich nun wieder Druck. Die beiden vorne würde ich nicht mehr abfangen können. Auf dem fünften Kilometer nur 5.21 min, es war aber auch ein schwerer. Ich konnte dann bergab, vor dem steilen Anstieg, sogar einen Rang gut machen. Danach der Anstieg und oben angekommen keine Zeit zum Durchatmen, denn hinten kam ein anderer Läufer an. Zumindest dieser kam nun immer näher und am Ende der Runde war es richtig hart. Nach 31.16 min lief ich in die letzte. Damit für Runde 2 eine Zeit von 15.40 min. Diese Runde war aber auch kürzer, so wie insgesamt die Runden mit dem neuen Verlauf etwas kürzer sind, dafür aber wie erwähnt auch anspruchsvoller. Da hatte ich noch auf eine Zeit von unter 47 Minuten gehofft. Ich konnte meine Position zunächst noch halten. Den langen Anstieg hoch kämpfte ich und oben hielt ich dagegen, konnte auf dem Wurzelpfad noch vorne bleiben. Dann wurde ich auf dem Waldweg überholt, konnte aber zunächst noch mithalten und wurde auch dazu ermuntert. Das war toll! Je mehr es anstieg desto klarer wurde aber, ich musste mich nach hinten orientieren. Den steilen Hang hoch kämpfte ich nochmal, es war nun aber mega hart. Runter konnte ich heute nicht so beschleunigen wie gewohnt, es fehlte einfach die Kraft. Lea kam immer näher. Ich konnte aber meine Position halten und am Ende lief ich nach 48.03 min ins Ziel. Da hatte ich vor allem auf der letzten Runde doch einen ganz schönen Einbruch. Immerhin noch Rang 3 in der AK M50 hinter Rainer und Thomas und zwar der Sieg in der Serie im Prinzip schon an Thomas, ich aber dahinter nun mit einer sehr guten Ausgangsposition. Allerdings war ich heute fix und fertig und musste ganz schön lange durchatmen.






















Nach meinem ersten Zieleinlauf kam der Foto doch recht spät raus. Ich war einfach nur fertig. Dann doch noch einige Bilder und danach vor allem eine Jacke drüber und wärmenden Tee, den es vor dem Sportheim gab. Ich lief noch ca. 500 m um mich zu lockern und fasste den Entschluss, auf jeden Fall auch über die Mittelstrecke zu starten.











Die Strecke: (Langstrecke 10600 m)



Der Start zur Mittelstrecke über eine große Runde und 3650 m folgte um 12:35 Uhr gleich als zweiter Lauf. An sich wäre es von der Wartezeit her nicht so schlecht gewesen, aber nicht heute, da ich ja nicht so fit war. Da war es mir schon recht, dass mein nun 123. Wettkampf in diesem Jahr früh nach dem ersten des Tages folgte. Mit den Schuhen war ich total zufrieden und es gab keinen Grund für eine Wechsel. Spikes brauchte man heute definitiv eh nicht. Ich nahm mir vor, verhalten anzugehen. Das war bei einer Mittelstrecke ein seltsames Gefühl, aber es sollte zur Not nur ein längeres und schnelleres Auslaufen sein. Als es links auf den Pfad ging, war es diesmal schwieriger, da im hinteren Mittelfeld das Feld recht eng beisammen war. So manchen / manche hatte ich vor mir, die normal sicher langsamer als ich laufen. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen. Den ersten Kilometer am Ende des Anstieges nur in 5.03 min. Nun begann das Rennen für mich aber erst. Ich fühlte mich nun gar nicht so schlecht und auch der Hals machte mit. Ich überholte auf dem Pfad einige Teilnehmer. Dann der Wurzelpfad und als es wieder auf den Waldweg ging, hatte ich eine Dreiergruppe vor mir. Ich lief recht schnell auf und wartete auch nicht lange und ging vorbei. Ich war nun gar nicht mehr weit hinter Jörg Behrendt. Eigentlich hatte ich im prophezeit, dass er heute wohl vor mir im Ziel sein wird. Als es nach rechts ging und leicht anstieg war ich aber schon dran und nach der nächsten Rechtskurve ging ich an dem leichten Anstieg vorbei. Kurz zuvor den zweiten Kilometer in 4.39 min. Den nächsten Läufer überholte ich auch gleich noch und dann bergab mal etwas laufen lassen. Den steilen Anstieg hoch kam ich nicht wie gewünscht weg. Das würde noch ein hartes Ding werden. Wieder runter und in den Wald und ich war einige Meter voraus. Ich wollte jetzt die erkämpfte Position nicht mehr abgeben und auf dem nicht leichten dritten Kilometer 4.41 min. Das ließ sich sehen, hätte ich vor dem Start nicht erwartet. Den Pfad kämpfte ich mich hoch und danach kontrolliert auf der Zielgeraden. Ich kam nach 16.21 in ins Ziel und war damit total zufrieden. Ich war immerhin noch 9. bei den Männern geworden, vor Jörg Behrendt, der zwei Läufer später hinter einem Jugendläufer als 10. bei den Männern ins Ziel lief. Schade dass es in Dinkelsbühl keine AK-Wertung gibt, denn dann wäre ich 2. der AK M50 geworden und hätte dem 94. noch den 95. Podestplatz des Jahres folgen lassen. Ich war dann doch überrascht, als ich das Foto vom Ende des Pfades kurz vor dem Ziel bekam, dass ich den Vorsprung noch so ausbauen konnte.















Nach meinem zweiten Zieleinlauf war ich deutlich schneller erholt und fühlte mich gar nicht so schlecht. Mit dem Foto dauerte es dennoch länger wie üblich und Jörg hatte ich verpasst. Danach noch mal gut 500 m Auslaufen. Wenigstens etwas die Beine für morgen lockern. Vor allem aber auch wieder den heute mir besonders wohltuenden warmen Tee.





















Die Strecke: (Mittelstrecke 3650 m)


Als nächstes erfolgte um 13:05 Uhr der Start über zwei kleine Runden und 1170 m für die männlichen Kinder U10. Den Start verfolgte ich noch, aber dann musste ich heute ins Warme.






Die Siegerehrung für die Langstrecke erfolgte da auch schon im Sportheim und ich bekam meine erste Urkunde des Tages und ein Tuch. Dann war auch Zeit für eine nette Unterhaltung.






Es folgten natürlich noch weitere Nachwuchsrennen. Leider hatte ich dafür heute keine Zeit. Ich musste aufpassen, da ich angeschlagen war.





Es ging schon mit der Siegerehrung über die Mittelstrecke weiter und dann, als ich zum Duschen (in neuen Räumlichkeiten außerhalb des Sportheims) ging, fiel der zweitletzte Startschuss für die männliche Jugend U14 und U16 über vier kleine Runden und 2120 m.




Beim Gehen erfolgte um 14:15 Uhr der letzte Startschuss für die weibliche Jugend U14 und U16 über ebenfalls vier kleine Runden und ich nutzte die Gelegenheit noch für ein paar Fotos, bevor ich die Rückfahrt antrat und die verlief zum Glück auch richtig gut. Nun hab ich diesen Monat bereits 15 Starts, so viele wie noch nie in einem November und auch sonst kaum mal.
























Insgesamt waren es 186 Teilnehmer, davon 43 über 10600 m, 39 über 3650 m und 104 in den Jugend- und Kinderläufen.

Langstrecke 10600 m Männer: Oliver Tzschoppe (37.33 min) vor Richard Kröner (beide LAC Quelle Fürth, 39.37 min) und Florian Wiehl (TSV Ansbach, 39.59 min).

Langstrecke 10600 m Frauen: Nadine Kießling (Herrieder Aquathleten, 47.30 min) vor Lea Gottwald (TuS Feuchtwangen, 48.04 min) und Tamina Preuß (50.42 min).

Mittelstrecke 3650 m Männer: Florian Wiehl (TSV Ansbach, 12.39 min) vor Tizian Auer (LAG Garmisch-Partenkirchen, 12.40 min) und Ulrich Schmalz (The Dark Knight, 12.47 min).

Mittelstrecke 3650 m Frauen: Luisa Ordner (TSC Neuendettelsau, 14.47 min) vor Nadine Arzt (TSV Ansbach, 16.06 min) und Becky Hader (TuS Feuchtwangen, 16.54 min).

Ergebnisse: http://brieck.de/la/erg/231119/e231119.pdf

Veranstalter: http://www.brieck.de/la/

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