Montag, 31. Dezember 2018

6. Mergelstetter Silvesterlauf in Heidenheim-Mergelstetten am 31.12.2018

Auch in diesem Jahr ging es zum Jahresabschluss wie in den beiden letzten in den Heidenheimer Stadtteil Mergelstetten. Dabei konnte es in diesem Jahr ein ganz besonderer Lauf werden. Im Vorfeld hatte mich noch Simone Walter gefragt, wo ich zum Silvesterlauf hingehe und so war schnell ausgemacht, dass ich sie ab Illertissen mitnehme und die 83 km legte ich in 55 Minuten zurück.Wir parkten bei der Sporthalle Reutenen und dort holten wir die Startnummern. Ich hatte prompt die Nummer 1 und ob das ein Signal war? Der Transponder für die Zeitnahme befand sich wieder auf der Rückseite der Startnummer. Die Anmeldegebühr über 10 km und 5,4 km betrug 10 € und da war wieder ein Pastagericht mit dabei. Jugendliche und Schüler mussten sogar nur 6 € bezahlen. Es wurde eine Obergrenze von 500 Teilnehmern festgelegt und nach bereits 429 Voranmeldungen war da nicht mehr viel Luft für Nachmeldungen, zumindest vor Ort denn erstmals konnte man sich seit einer Woche bis um Mitternacht online nachmelden. Natürlich durfte ich hier wieder mit vielen Bekannten rechnen, mit denen ich mein erneut fast unglaubliches Laufjahr beenden konnte.In der Halle kannte ich auch gleich eine riesige Anzahl von Leuten. Das Wetter meinte es bei 4° C und Nieselregen leider nicht so gut.









Nun ging es zu Fuß die ca. 600 m zur Arphalde, wo sich Start und Ziel befinden. Der Weg dorthin war ausgeschildert. Es folgte dann eine Runde zum Aufwärmen und nach gut 3 km fühlte ich mich heute richtig gut. In den letzten 15 Tagen hatte ich, auch zur Marathon-Vorbereitung, 220 km zurück gelegt und bis gestern merkte ich es im rechten Oberschenkel. Nun schien aber pünktlich alles wieder zu passen, zumal ich mich bei meinem lockeren Lauf gestern nach einem zusätzlichen Nachtdienst insgesamt nicht gut fühlte. Mit Sascha Baß auf der kurzen Strecke und Lukas Bauer über 10 km konnte ich schnell Favoriten ausmachen. Es gab wieder ein kleines Zelt, wo man seine Sachen deponieren konnte und ich führte einen kleinen Rucksack mit. Noch war etwas Zeit für die eine oder andere kurze Unterhaltung. Meine Nervosität stieg aber ganz schön an, hatte ich doch die vielleicht einmalige Chance in einem Jahr gleich 100 Podestplätze zu schaffen.

























Der gemeinsame Start zu den Läufen über 10 km und 5,4 km erfolgte um 10:00 Uhr und es war für mich in diesem Rekordjahr der bereits 144. Wettkampf und so habe ich den Umfang seit 2012 immer mehr gesteigert. Dabei hatte ich sogar die große Chance auf den gleich 100. Podestplatz. Bei den Schuhen setzte ich auf die Brooks Neuro 2 und sonst bei der Temperatur und dem vor allem nasskalten Wetter mit dem dünnen Langarmshirt, das Trikot darüber, Stirnband und Halstuch sowie die dreiviertellange Hose. Dann gab es das erste Problem, zum Glück dann auch das einzige. Ausgerechnet im letzten Wettkampf wollte das GPS-Signal der Uhr nicht kommen. Es ging dann auch los und nach dem kurzen Stück über die Wiese ging es auf dem Feldweg leicht nach oben. Das waren die ersten der gut 80 Höhenmeter, was die Strecke nicht einfach macht. So langsam sortierte sich das Feld und es ging links weg am Rand des Wohngebietes entlang und ein Stück auf Asphalt, dabei dann auch leicht bergab und man konnte Tempo machen. Ich war gut in den Wettkampf gekommen und nun, nach ca. 900 m, wollte auch die Uhr. Dann rechts weg auf den Waldweg und kurz vor dem Beginn des Wald dann die Markierung für Kilometer 1. Allerdings kann ich so nicht sagen, wie lange ich brauchte. Nun noch leicht bergauf und dann erst mal steil runter. Ich konnte mich an den Nachwuchsläufern der TSG Giengen orientieren und bergab war ich dran und dann nach der Rechtskurve immerhin kurz dahinter. Hier wurde der Weg nun auch etwas schwerer zu laufen, war es doch teils recht nass und dies kostete Kraft. Hier geht es zudem erst mal ein gutes Stück leicht bergauf. Allerdings konnte ich nicht so schlecht unterwegs sein, weil ich meinen Platz nach hinten gut halten konnte und vorne liefen sie nicht weg. Auf meiner Uhr den ersten Kilometer in 4.09 min. Nun wurde es schon etwas zäh. Es kam nach gut zwei Kilometer rechts weg der Abzweig zur kurzen Strecke. Da waren gefühlt doch recht viele vor mir. Immerhin war Teamkollege Thomas Breining noch gut in Sichtweite und das baute auf. Vorne lief eine Gruppe von 4 Jugendlichen und Franz Marschik. Nun überholte ich den ersten und hielt das Tempo an dem leichten Anstieg hoch und war schnell ein Stück weg. Nun auch mal leicht bergab und am Waldrand rechts weg wieder in den Wald. Ich war an dem nächsten Läufer, Tobias Eberhardt aus Giengen, dran und konnte auch ihn nun überholen. Es ging erst rechts und dann kurz darauf wieder links weg und hier wurden wir angefeuert und nach ca. 4 km überholte ich den nächsten der jungen Läufer. An Franz würde ich nicht mehr heran kommen, aber nach meiner Einschätzung dürfte ich in der AK M50 sogar in Führung liegen und vor 2 Jahren in der alten AK noch Rang 3 und letztes Jahr Rang 2. Das wäre ein Abschluss. Nach hinten sah es gut aus. Es ging nun leicht bergab und mein Kontrahent versuchte nochmal zu kontern. Eigentlich hätte es mir egal sein können, aber in den letzten Wochen, gar Monaten, hab ich meine Plätze hinten raus bzw schon wie hier ab der zweiten Hälfte gehalten und das wollte ich auch hier, auch wenn der Gegner in der AK U20 lief. Nun raus aus dem Wald und noch gut 500 m. Ich ließ es nun laufen, lief zuletzt den Kilometer schon in 4.07 min und hatte nun auf eine Pace von 3.52 min beschleunigt und da war ich weg. Ich kam dann nach 22.46 min ins Ziel, schneller als letztes Jahr auf Schnee, aber auch langsamer als 2016. Damals aber richtig gut zu laufende Wege und so passte das und ich wurde ja 15. von 152 Gesamt, was sich eh sehen ließ. Vor allem aber siegte ich in der AK M50 und somit ein toller 100. Podestplatz und der 60. Sieg des Jahres und ein genialer Abschluss eines schier unglaublichen Jahres in dem ich so viel lief wie nie mit knapp 4400 km und zudem knapp 84000 Höhenmeter.





















Nach meinem Zieleinlauf erst mal was über gezogen und dann der Foot raus. Leider war es bei dem Wetter nicht so toll mit dem Fotografieren. Ich machte mich dann auch auf eine Auslaufrunde.








































Nun kamen die Zieleinläufe über 10 km. Da war ich noch auf der Runde und sah Lukas Bauer kommen und so ein etwas schnelles Auslaufen Richtung Ziel, aber Lukas war verdammt schnell unterwegs. Eine Weile blieb ich noch im Zielbereich und trank noch etwas. Wegen der Witterung ging ich aber doch schneller als ursprünglich geplant zur Halle zurück.





























In der Halle erst mal duschen und dann die Nudeln. Die Siegerehrung fand dann richtig pünktlich gegen 12 Uhr statt und es war nochmal ein schöner Moment am Ende des Jahres ganz oben auf dem Podest zu stehen. Es war vor allem schön, den läuferischen Jahresabschluss mit so vielen Bekannten begehen zu können.
































Die Strecke: (5,4 km, 900 m kein GPS)



Insgesamt waren es 421 Teilnehmer, davon 269 über 10 km und 152 über 5,4 km.

10 km Männer: Lukas Bauer (LAC Essingen, 35.24 min) vor Muhammed Drammeh (TSG Giengen, 36.09 min) und Nicola De Zolt (Team Nubuk Sports, 36.09 min).

10 km Frauen: Sina Maier (TSG Giengen, 42.41 min) vor Anja Neubauer (SV Zang, 44.00 min) und Julia Semesch (Kösingen, 44.26 min).

5,4 km Männer: Sascha Baß (LG Region Karlsruhe, 18.49 min) vor Fabian Stillhammer (LAC Essingen, 19.26 min) und Tobias Deroni (Bike Sport Nattheim e. V. / persis Racing Team, 20.32 min).

5,4 km Frauen: Julia Laub (SV Mergelstetten, 20.37 min) vor Lucy Lou Müller (LSG Aalen, 22.11 min) und Stefanie Lanzinger (TSG Giengen, 23.45 min).

Ergebnisse: https://my3.raceresult.com/99706/results?lang=de

Veranstalter: https://svmergelstetten-leichtathletik.de/

Kommentare:

  1. Sehr geehrter Herr Steiner,

    über Kontakte bin ich auf Ihren Facebook Artikel über den Silvesterlauf aufmerksam geworden. Dabei ist mir besonders der 2. Satz aufgefallen, der sich für mich sehr erniedrigend anfühlt beim lesen. An dieser Stelle verweise ich gerne auf meine 10km Zeit aus vergangenem Jahr mit 41:21..., welche glaube ich sehr gut zeigt, dass ich nicht nur ein "ab und zu" Läufer bin. Wenn man erkältet ist, ist das Laufen nun einmal etwas anstrengender als im gesunden Zustand. Deshalb bitte ich Sie diesen Satz zu löschen, da er aus meiner Sicht sehr unpassend ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Lukas Stang

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    1. Hi! War ja nicht böse gemeint und ich bin auch schon oft angeschlagen an den Start. Dann muss ich allerdings auch damit leben dass es nicht optimal läuft. Hab das geändert und mit Michael geschrieben. Weiterhin viel Spaß beim Laufen!

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