Samstag, 1. Dezember 2018

38. Nikolauslauf der TSG Schnaitheim in Heidenheim-Schnaitheim am 01.12.2018

Nachdem ich bei dieser Veranstaltung im letzten Jahr das erste Mal teilgenommen hatte, stand schnell fest, dass ich wieder kommen werde, wenn der Termin passt und da war es perfekt, dass der Lauf eine Woche später stattfand, auch wenn ich dafür den Spätdienst frei nehmen musste. So fuhr ich die 89 km in gerade mal 55 Minuten in den Heidenheimer Stadtteil Schnaitheim und parkte dort auf dem Moldenberg. Die Startnummern gab es neben dem Sportheim und ich meldete wie im letzten Jahr einen Doppelstart über 2560 m und 10 km, auch wenn die Wartezeit dazwischen doch etwas länger ist. Die Startgebühren waren mit 8 € über 10 km und sogar nur 3 € über die kleine Runde sehr günstig und bei den Schülern betrugen sie 2 € und für die Jugend 2,50 €. Also auch sehr familienfreundlich. Ich freute mich auch schon auf die sicherlich vielen Bekannten die ich treffen würde, von denen ich auch schon einige unter den insgesamt 306 Voranmeldern, etwas weniger als im Vorjahr, entdeckte. Nicht zuletzt aber auch das Veranstalterteam um Michael Bechler und anderen guten Bekannten. Das Wetter meinte es diesmal mit 7° C und diesmal bei leichter Bewölkung trockener Witterung schon mal viel besser als beim nasskalten Wetter im letzten Jahr.






Es wurde nun Zeit für das Aufwärmen. Dazu lief ich gleich mal die spätere Stecke der Kurzen Runde ab und dabei traf ich auf Sabine Drössler und es gab gleich noch ein gemeinsames Foto und das sollte ein späteres Ergebnis etwas vorwegnehmen. Nach insgesamt 3,5 km war ich genug aufgewärmt. Bei so kurzen Strecken, wo es darauf ankommt sofort auf Touren zu sein und das dann auch durch zu ziehen, brauch ich ein intensives Aufwärmen. Es ging anfangs doch noch zäh, aber spätestens ohne die schwere Hose und Jacke fühlte es sich danach doch recht locker an.
























Der erste Start erfolgte um 13:00 Uhr über die Kleine Runde von 2560 m für Erwachsene und die Jugend U18 und U20. Eigentlich sind es ja 2 Runden bzw den mittleren Teil läuft man zwei Mal. Es war in diesem Jahr mein 136. Wettkampf. Ich setzte wie im letzten Jahr auf die Brooks Neuro 2, nur dass es nun neue waren. Ansonsten hatte ich mich bei der Witterung für ganz kurz entschieden, mit einem Funktionshemd unter dem Singlet und nicht fehlen durfte das Karwendelmarsch-Stirnband und ein Halstuch. So ist es gleich viel angenehmer, denn zumindest im Wald war es doch frisch. Natürlich ging es gleich gut zur Sache, denn die Giengener Jugendläufer starteten entsprechend schnell. Da war dann noch einer, der recht furios begann. Insgesamt fand ich mich am Beginn des doch gleich mal ordentlichen Anstiegs auf dem 6. Gesamtrang wieder. Als es rechts weg und Richtung Wald ging, konnte ich aber den vierten Jugendlichen überholen und dann links auf die Runde im Wald. Insgesamt auf der kurzen Strecke immerhin gleich 42 Hm. Das durfte man bei dem Tempo nicht unterschätzen. Als es in die Rechtskurve ging, stand mein Vordermann plötzlich für einen Moment. Dann wohl doch zu furios gestartet. Ich nutzte dies natürlich aus, ging vorbei und machte gleich Druck. Hier in der Kurve lief ich links, da sich rechts einiges an Schlamm befand. Allerdings war die Strecke sonst super zu laufen. Nun rechts weg und leicht abwärts. Da ließ ich es laufen und als es wieder nach rechts ging. später über 10 km würde man geradeaus laufen, sah ich doch schon einen guten Abstand nach hinten und vorne kam ich näher an den Gesamtdritten Tobias Eberhardt heran. Bei den Männern war ich nun aber nach dem ersten Kilometer, den ich in 4.12 min absolvierte, klar in Führung. Bei dem Anstieg war das bereinigt eine richtig klasse Zeit. Nun folgte ein kurzer Anstieg und es ging nach rechts wieder auf die Schleife im Wald. An Tobias würde ich nicht ran kommen, aber das spielte ja keine Rolle, da es ja eine Wertung U18 und U20 gab und alle vor mir waren in diesen Altersklassen. So gab es ein doch eher einsames Rennen, bei dem ich aber weiter Druck machte, weil man ja nie wissen kann. Der zweite Kilometer war mit 4.20 min dennoch eher langsam. Nun aber das zweite mal über den leichten Anstieg und dann auf dem asphaltierten Weg runter in Richtung Ziel. Da ließ ich es nun laufen. Die Pace betrug auf dem letzten Abschnitt 3.53 min. Ich genoss die letzen Meter in Richtung Ziel, denn es würde bei den Männern bzw Erwachsenen der Gesamtsieg, nach dem undankbaren vierten Platz im Vorjahr. Ich beschleunigte nochmals und kam nach 10.33 min ins Ziel. Damit konnte ich die Zeit aus dem Vorjahr noch um 1 Sekunde unterbieten. Es war der 16. Podestplatz in Folge und damit absoluter Rekord.











Nach meinem Zieleinlauf kam natürlich schnell der Foto raus. Sabine Drössler kam recht früh als Siegerin bei den Damen und so hat das Foto beim Aufwärmen die späteren Sieger festgehalten. Dritter bei den Männern wurde Bernd Walter, der so wie ich auch noch die 10 km in Angriff nahm. Übrigens auch Manfred "Mambo" Bald aus Feuchtwangen. Es war schön Richard Roth zu treffen, nachdem es letzte Woche nicht klappte. Leider belegte er den undankbaren vierten Rang. Im Ziel gab es wieder durch den "Nikolaus" eine Kleinigkeit.
















Die Strecke: (2560 m)


Nun folgte ein kurzes 1 km langes Auslaufen und ich fühlte mich schon wieder richtig fit.




Es kam nun um 13:20 Uhr der erste Nachwuchslauf über eine Runde von ca. 1500 m und hier erst Mal die weiblichen Kinder U10. Dabei gibt es übrigens Jahrgangswertungen, was ich gut finde.






















Nun schnell zum Auto und noch die lange Hose überziehen, denn auch wenn immer wieder mal die Sonne raus kam, war es doch recht frisch. Ich kam gerade recht zum Start der männlichen Kinder U10 um 13:35 Uhr über wieder eine Runde von 1500 m.






























Nun folgte noch der Lauf der Kinder U12 und der Jugend U14 und U16 für Jungs und Mädels über eine Runde von 1500 m.






























Es wurde Zeit, mich für den zweiten Start vorzubereiten.Dazu lief ich noch ca. 2,5 km und inzwischen trafen immer mehr Läufer und vor allem auch Bekannte ein. Es war schön mal wieder mit Matthias Fromm, der seine Tochter Maike begleiten wollte und Melanie Gerstenlauer einen Wettkampf zu bestreiten. Auch viele Bekannte aus der Gegend, wie Giengen, Mergelstetten oder Steinheim konnte ich begrüßen. Ich ließ es bei der gleichen Kleidung, nur dass ich nun noch die Armlinge anzog, da es doch im Wald recht frisch war. So ganz locker fühlte ich mich zwar nicht, aber ich wollte die Jahresbestzeit von 42.52 min vom 27.10. in Schwäbisch Gmünd in Angriff nehmen. Ich dachte damals es sei mein letzer 10er des Jahres gewesen und hatte diesen Lauf total verdrängt. Es folgte ab 14:40 Uhr noch die Siegerehrung für die Kleine Runde, wobei ich mich da aber wegen dem bevorstehenden Start abmeldete.



















Der Start zum Hauptlauf über 10 km erfolgte um 15:00 Uhr. Es war für mich dieses Jahr beim 30. Mehrfachstart der 137. Wettkampf und der 23. über diese Distanz. Von der Zeit des letzen Jahres ausgehend, sah ich nun eine Chance, die Jahresbestzeit noch zu verbessern. Es war ein großes und auf jeden Fall auch recht starkes Feld. Natürlich ging es auch hier gleich flott los. Da merkte ich bei dem folgenden langen Anstieg doch etwas den ersten Wettkampf. Dennoch fand ich oben schnell wieder Tritt und bei der Rechtskurve schön links gelaufen und dann überholte mich Melanie. Ich dachte eigentlich, das sie heute nicht ganz so schnell laufen möchte. Nun rechts weg und leicht runter. Da konnte man es laufen lassen. Ich musste das Ganze nun offensiv angehen, wollte ich auf der mit 124 Hm und fast nu auf Waldwegen doch recht anspruchsvollen Strecke die Bestzeit schaffen. Die Wege waren zum Glück in sehr gutem Zustand. In Schwäbisch Gmünd zwar fast die selben Höhenmeter, aber viel Asphalt. Nach dem ersten Kilometer eine Zeit von 4.13 min. Dabei halte ich mich an die Markierungen, meine Uhr hinkte etwas hinterher. Ein paar hatten mich noch überholt, aber nun machte ich Druck und konnte an der vor mir laufenden Gruppe dran bleiben und den zweiten Kilometer in 4.08 min und danach den dritten, ebenfalls flachen, in 4.10 min und nachdem es über die Brücke ging hatte ich nach 12.31 min drei Kilometer hinter mir und es war ein toller Start. Es ging dann links weg un dort erst mal runter. Auf meiner Uhr schaffte ich den vierten Kilometer in tollen 3.46 min. Allerdings passten die Markierungen nicht überein und so kam der folgende Astieg mit rein. Ich konnte zuvor zu Andreas Mettler auflaufen und diesen überholen und dann auch noch Anja Neubauer. Nach 16.55 min passierte ich die Markierung von Kilometer 4 und damit zuletzt 4.24 min. Auf dem folgenden Abschnitt stieg es tendenziell leicht an. Da lief es aber erstaunlich gut und ich konnte zu Andreas schnell einen Vorsprung heraus laufen und lief zusammen mit Anja. Ich kam immer näher an die vor mir laufende Gruppe heran und darin befand sich auch Melanie. Den fünften Kilometer schaffte ich in 4.14 min und war mit 21.09 min eine Sekunde schneller als im letzten Jahr und hatte so ein gutes Polster zur Jahresbestzeit. Es ging auf dem nächsten Kilometer zudem doch mehr bergab und ich versuchte es laufen zu lassen. So optimal war es aber nicht. Immerhin rückte ich dennoch näher nach vorne heran. Nach 6 Kilometer dann eine Zeit von 25.20 min und mit den 4.11 min absolut im Soll. Nun kam aber zu Beginn des siebten Kilometer ein doch längerer Anstieg und in der Phase des Rennens tat der weh. Dennoch konnte ich hier Melanie überholen. Allerdings ging auch Edgar Schlotterer vorbei. Das war für mich fast schon ungewohnt, wurde ich die letzten Wochen, und das reichte weit zurück, hinten raus in einem Rennen nicht mehr überholt. Ich konnte oben aber schnell Tritt fassen und blieb dran und zusammen kamen wir einem anderen Läufer näher. Nach sieben Kilometer an der Brücke eine Zeit von 30.02 min und damit zuletzt 4.42 min. Das drückt natürlich den Schnitt, aber mir fiel ein, dass ich letztes Jahr mit 29.59 min gerade noch unter 30 Minuten blieb. Da war ich bei der damaligen Zeit von 42.26 min noch gut auf Bestzeitenkurs und das musste nun doch klappen. Anja war übrigens wieder vorbei gegangen und schaffte nun genug Vorsprung heraus zu laufen. Rechts weg ging es leicht runter und nach ca. 7,5 km plötzlich ewas Seitenstechen. So was kenne ich normal nicht. Edgar kam da wieder etwas näher, nachdem ich schon einen guten Vorsprung hatte. Melanie und ich wechselten uns zuletzt immer ab, aber nun musste ich sie etwas ziehen lassen. Nach 8 Kilometer eine Zeit von 34.18 min und zuletzt 4.16 min. Das hätte normal schneller sein müssen. Zum Glück ließ nun das Seitenstechen nach und als es nach rechts ging und man die Strecke vom Anfang vom zweiten Kilometer zurück lief, passte es wieder. De nächsten Kilometer in 4.11 min und somit 38.29 min. Ich machte nun Druck und konnte an Melanie vorbei. Nun rechts weg und dann der mir schon gut bekannte leichte Anstieg. Den flog ich fast hoch und fand mich oben sogar neben dem Läufer vor mir. Dieser beschleunigte dann aber mehr. Ich ließ es bergab auch laufen und Richtung Ziel zog ich nochmals einen langen Spurt an, denn Edgar nahte. Leider konnte ich ihn ca. 15 m vor dem Ziel nicht mehr halten, trotz einem letzten Kilometer in 4.00 min. Aber ich war zwar 3 Sekunden langsamer als im Vorjahr (wie schon nach 7 km), schafte jedoch in 42.29 min eine klare neue Jahresbestzeit und endlich mal wieder eine für mich starke Zeit. Da war ich richtig glücklich auch wenn es mit dem 39. Gesamtrang von 195 Teilnehmern als 6. von aber gleich 30 in der AK M50 nicht auf das Podest reichte und nach 16 Mal die Serie riss. Aber Jahresbestzeit war nach dem Eindruck in den letzten Wettkämpfen und im Training dieses Woche das erklärte Ziel und das lief genial.























Nach meinem Zieleinlauf durfte dann wieder der Foto ran. Melanie kam nur 5 Sekunden später als Siegerin in der AK W35. Es folgten noch viele Bekannte und auch das Fotografieren machte nun Spaß und ich war doch wieder recht schnell erholt. Schön dass doch viele nach den Bildern auf dem Blog fragten oder diesen erwähnten.





















































Es folgte nun eine gut 2 km lange Auslaufrunde um die Beine für morgen in Immenstadt zu lockern und da lief ich auf dem letzten Abschnitt der Strecke, wo noch einige kamen, was dann auch Spaß machte.







































Die Strecke: (10 km)


Die Siegerehrung fand dann im Sportheim statt und ich bekam nachträglich meine Urkunde und Medaille für den Sieg auf der Kurzen Runde. Es war in diesem erneut außergewöhnlichen Jahr bereits der 95. Podestplatz und 57. Sieg. Nun bin ich schon mal auf morgen gespannt und die Motivation ist ungebrochen.









Insgesamt waren es 284 Teilnehmer, davon 195 über 10 km, 13 über die Kleine Runde von 2560 m und 76 in den Kinder- und Jugendläufen.

Kleine Runde 2560 m Männer: Peter Steiner (VfB Gutenzell / Sport Sohn Laufteam, 10.33 min) vor Patrick Luccarda (11.18 min) und Bernd Walter (SC Altbach, 11.50 min).

Kleine Runde 2560 m Frauen: Sabine Drössler (TV Steinheim, 11.23 min) vor Tabitha Rapp 11.45 min).

Hauptlauf 10 km Männer: Sascha Baß (LG Region Karlsruhe, 34.29 min) vor Muhammed Drammeh (TSG Giengen, 34.47 min) und Bernd Ruf (LAC Essingen, 35.07 min).

Hauptlauf 10 km Frauen: Julia Laub (SV Mergelstetten, 38.25 min) vor Leyla Emmenecker (VfL Sindelfingen, 39.36 min) und Sabrina Keller (39.42 min).

Ergebnisse: http://neu.tsg-leichtathletik-rasenkraftsport.heidenheim.com/ oder http://neu.tsg-leichtathletik-rasenkraftsport.heidenheim.com/wp-content/uploads/2018/12/Niko2018_Ergebnisse.htm

Veranstalter: http://neu.tsg-leichtathletik-rasenkraftsport.heidenheim.com/index.php/laeufer/nikolauslauf/

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