Dienstag, 20. März 2018

Biberach laufend entdecken - Stadt und Trail (ein Trainingslauf)

Nachdem ich diese Runde fast identisch vor genau 10 Wochen, am 09.01., mit Matthias Fromm und anfangs Melanie Gerstenlauer lief, kam mir die Idee die Runde möglichst mit einigen weiteren Bekannten zu laufen. Leider gab es ganz kurzfristig einige Absagen (leider auch verletztungsbedingt). So fuhr ich zum Parkplatz des Jordanbads, den ich als Ausgangspunkt ausersehen hatte. Dort war ich dann aber alleine. Die Wetterprognosen wurden gestern Abend und heute Morgen nicht mehr so gut wie zuvor, aber es sollte demnach zumindest trocken bleiben und noch zeigte sich bei 2° C die Sonne. Es sollte aber ganz anders kommen und ich musste wieder mal feststellen, dass die Prognosen ganz einfach immer schlechter werden. Ich startet dann kurz nach 15:00 Uhr und das Stirnband und die Handschuhe waren auf jeden Fall notwendig. Es sollte ja gleich auf den Jordanberg gehen und dort ist es ganz schön schattig. Es ist einer meiner Lieblingsplätze zum Trainieren. Man kann dort super Berglauftraining machen. So stieg es auch schnell an und ich lief diesmal rechts weg vom asphaltierten Weg auf den Moränenweg und auf einem tollen Trail nach oben.






















Nach 2 Kilometer und gut 100 Höhenmeter endlich oben, wird man von einem tollen Ausblick auf Biberach belohnt. Nun geht es aber erst mal steil runter zum nächsten Höhepunkt. Dieser dritte Kilometer sollte, kein Wunder, mit 4.34 min der schnellste des Tages sein. Danach ging es aber scharf rechts weg und auf einem unscheinbaren Zugang in den Hangwald, wo es auf feinsten Trails weiter ging, Erst mal auch bergauf. Dort querte wieder einmal, wie so oft bei den letzten Läufen dort, eine Herde Rehe meinen Weg. Von hinten konnte ich sie noch mit dem Foto festhalten, der heute wieder nicht fehlen durfte und mit dem neuen klappte es diesmal auch. Noch ging es ein gutes Stück weiter, auch mal bergab und die Sonne zeigte sich auch noch meist. Hier wäre ich an meinen Trailschuhen doch froh gewesen, war es teils etwas schmierig. Ich nahm heute aber meine Asics, da doch überwiegend Asphalt und gute Wege der Untergrund waren.


























Auf jeden Fall hatte es in diesem Abschnitt zwar nicht mehr viel Schnee, aber dennoch deutlich mehr als im Januar. Nun rechts weg und hoch nach Hagenbuch, einer kleinen Ansiedlung am Stadtrand von Biberach. Von dort lief es dann runter in die Stadt flott, bevor es rechts weg und leicht ansteigend zum Wohngebiet Sandberg ging, das man zuvor schon sehen konnte.


















Die ersten sechs Kilometer waren absolviert und es folgte nun, nachdem es erst mal über einen Wiesenweg ging, der steile Anstieg Richtung Hölzle. Da war auch mal Gehen angesagt. Endlich der Blick zum Hölzle und dort noch auf den Wasserhochbehälter und ein toller Blick auf die Stadt. Allerdings wurde es nun immer mehr bewölkt und doch recht frisch. Dort oben gibt es auch ein Ferienlager für Kinder.




















Als nächstes ging es, bis auf ein kleines Stück im Wohngebiet, runter. Dabei auch in Richtung Hallenbad und an der Jugendherberge vorbei auf einem tollen Hohlweg. Vom Hallenbad dann auf einem Rad- und Fußweg am Hang in Richtung Innenstadt und nochmals ein heftiger Anstieg mit den ersten Treppen.























Nun wieder schnell runter und die Hauptstraße überqueren und dann am Bahnhof vorbei in die Stadt. 10 km hatte ich nun hinter mir. Das mit dem Weg durch die Stadt lässt sich leider nicht vermeiden, bräuchte ich aber nicht. Es stieg langsam an und dann folgte der recht steile Anstieg am Ziegeldumpf hoch, wo es nun am Ende über Treppen in Richtung Lindele ging. Auf den letzten Metern zum Lindele noch ein toller Pfad, der es aber auch in sich hatte. Gesperrt bei Schnee- und Eisglätte stand dort. Na ja, war ja recht wenig Schnee.


























Auf dem Lindele ist definitiv einer meiner Lieblingsplätze, nachdem ich letztes Jahr im April nach sehr langer Zeit wieder hier oben war. Man hat hier einen fantastischen Blick auf die Stadt, aber auch in die Ferne und einfach nur Ruhe. Da hatte ich noch Glück, dass ein junges Paar mit Kinderwagen kam und von mir Bilder machten. Lange blieb ich allerdings nicht, da nun ein eiskalter Wund wehte.
















Es ging weiter Richtung Gigelberg und dabei erst mal runter. Den Gigelberg hoch suchte ich mir einen besonderen Weg, nämlich über Treppen. Eigentlich wäre es von oben ganz bequem, aber deutlich langweiliger gegangen. Die letzten Stufen waren aber etwas vereist und endlich ober auf dem Gigelberg und von dort erst mal über den Hirschgraben am Gigelbergturm und den Resten der ehemaligen Befestigung vorbei. Dann eröffnet sich nach dem Durchgang ein fantastischer Blick auf die Altstadt und die Umgebung, aber auch auf den Weißen Turm. Da muss man kurz verweilen.



























Nun erst mal den Gigelberg runter und das oft über Treppen. Im Stadtpark bei der Stadthalle nach links und am Weberberg durch ein Viertel, das früher eher den Armen vorbehalten war und nun eine recht teure Wohngegend in der Stadt ist. Den Marktplatz ließ ich links liegen und es ging am Wolfentalbach entlang Richtung Kino und von dort am Wieland-Gartenhaus (benannt nach dem bekannten Dichter, der sich dort in seiner Biberacher Zeit aufhielt) vorbei durch den Wielandpark.





















Es kam nun ein eher langweiliger Abschnitt, der sich aber kaum vermeiden lässt, zumindest nicht ohne größeren Umweg. Durch die Stadt war es nun schon nervig, mit den ganzen Ampeln. Wie schön ist es da auf dem Land zu laufen! Es ging am Stadion und der neuen Dollinger-Realschule vorbei und von dort nun aus Biberach raus. Am Schwarzbach entlang Richutng Fischerhütte und See, wo man wieder einige Wasservögel beobachten konnte, ging es nun im stärker werdenden Schneefall voran. Es lief nun, so durch die inzwischen Minusgrade und des kalten Wind doch ausgezehrt, zäher voran. Da nützte es auch nichts, dass es flach war. Verpflegung hatte ich keine dabei. Ab und zu musste ich nun sogar das Tuch vor das Gesicht ziehen.






















Es war noch ein guter Kilometer bis zum Jordanbad und ein paar kleine Anstiege, die mir aber reichten. Das Wetter war nun doch recht eklig. Nach 19,2 km und 414 Höhenmetern erreichte ich nach einer Laufzeit von 1:51.04 h und einem doch eher langsamen Schnitt von 5.47 min/km das Jordanbad. Wäre ich nicht alleine gewesen, hätte hier die Möglichkeit bestanden zu entspannen und zu Duschen. So konnte ich kurz zur Dienststelle fahren, denn die abschließenden Riesen-Pizza (zudem sehr lecker) im Schützenkeller ließ ich mir auch alleine nicht nehmen. Schließlich hatte ich nur ein Müsli am Morgen und ein kleines Baguette nach dem ersten Training am Vormittag über 5 km mit Aufwärmen und anschließenden Bergaufsprints. Ich laufe die Runde gerne mal wieder und dann, wenn es Sommerzeit ist und länger hell, auch mal gegen Abend. Ich hoffe, dass dann eher jemand Zeit hat. Es war heute aber die richtige Entscheidung so früh zu starten. An sich wäre wegen dem Wetter noch früher besser gewesen. Hätte ich gewusst, dass ich alleine laufe wäre ich wohl früher los.










Die Strecke:

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