Sonntag, 27. April 2014

14. iWelt Marathon in Würzburg am 27.04.2014

Nach der erstmaligen Teilnahme im letzten Jahr stand zumindest fest, dass dies nicht der letzte Start in Würzburg sein wird. Sowohl die wunderschöne Stadt als auch die hervorragende Organisation und tolle Strecke hatten es uns angetan. Da kam es entgegen, dass der Termin vorverlegt wurde, weil am 17.05. der Start beim Rennsteiglauf auf dem Programm steht und somit wäre der traditionelle Termin nicht möglich gewesen. Letztes Jahr waren wir ja schon am selben Wochenende beim Residenzlauf und wieder zeigte sich das Wetter nicht von der besten Seite bzw. nicht der besten Zuschauerseite, denn die 12° C bei bewölktem Himmel und kaum Wind waren zum Laufen natürlich ideal. Es blieb auch erstmal trocken. Das wären beste Voraussetzungen gewesen und vor einiger Zeit hätte ich auch einen Rekordversuch unternommen. Dann aber die Verletzung und auch sonst einige gesundheitliche Rückschläge wie von Mittwoch bis Freitag und sowieso so gut wie nur Wettkämpfe und kein Training. Ich wollte ja bei der Polizeiwertung im Halbmarathon die AK-Wertung wieder gewinnen. Nun ging es nur ums einigermaßen ankommen. Zudem wollte Jusra über 10 km starten und ich sollte sie unbedingt noch begleiten. Sicher schon eine Herausforderung wenn ich fit wäre, aber so... Wir mussten 231 km fahren und so hieß es bereits um 04:30 Uhr aufstehen. Ich rechnete mit gut 2 Stunden, aber die A 7 war wieder mal schön frei und so brauchten wir sogar nur knapp unter 2 Stunden und parkten um 07:30 Uhr auf dem Talavera-Parkplatz. Dieser war von der Verkehrsanbindung ideal, man konnte umsonst parken und es waren nur etwas 5 Minuten Fußweg zum CCW. Dort holten wir die Startunterlagen und ich noch mein T-Shirt. Im  Untergeschoß gaben wir dann unsere Taschen ab, bzw. zwei davon. Da wir drei Starts vor uns hatten, mussten wir ja später noch die andere abgeben.

Immer im Mai, außer natürlich in diesem Jahr. War das letzte Foto, aber passt wohl eher an den Anfang.

Hier wurden die Funktions-Shirts ausgegeben.

Das Gedränge wurde immer größer.

Im Untergeschoss konnte man die Taschen abgeben.

Die Verpflegung wurde auch schon hergerichtet.

Danach machten wir uns auf zum Start- und Zielbereich, der ja gleich neben dem CCW lag, also ideale örtliche Bedingungen. Ich lief nur etwa 1 km und merkte, dass ich den Lauf gestern gut verkraftet habe, aber wohl nicht ohne Schmerzen durchkommen werde. Das konnte ja heiter werden. Jusra musste nun den Fotodienst übernehmen und auch noch den schweren Rucksack herumschleppen. So konnte ich aber mein langes Shirt erst vor dem Start ausziehen. Um es vorweg zu nehmen: Sie machte ihre Sache wieder hervorragend und es kamen tolle Fotos heraus. Leider hörte ich nichts von meiner Kollegin Natali. Sie wollte auch starten, war sich aber zuletzt nicht sicher und später erfuhr ich, dass sie leider nicht nach Würzburg kam. Schade, denn viele bessere Voraussetzungen für ein Halbmarathon-Debut gibt es kaum. Ich blieb trotz allem optimistisch und stellte mich weit vorne auf, was ja auch der letztjährigen Platzierung und des normalen Leistungsvermögens entsprechen würde.

Vor meinem ersten Start.

Das Shirt von Achim Linder konnte ich wieder mal gut brauchen. Nochmals ein herzliches Dankeschön.

Jusra übernahm den Helfer- und Fotodienst.

Der Start- und Zielbereich wird gerade fertig gemacht.

Immer mehr Läufer kamen Richtung Start.

Der Moderator machte seine Sache ausgesprochen gut.

Auch das Fernsehen war präsent.

Diese Herren sorgten für einen zünftigen Startschuss.

Der Start erfolgte pünktlich um 09:00 Uhr und es blieb weiter trocken. Diesmal hatte ich die Startnummer 1031 und damit nicht die erste. Ich hatte mich auch etwas später angemeldet, aber immerhin schon Ende August. Das Teilnehmerfeld war recht groß und zunächst startete der Block A im Marathon und Halbmarathon und mit je 5 Minuten Verzögerung die Blocks B und C. Am Ende gingen die Walker auf die Strecke über 14 km. Mein Start verlief noch recht gut, aber schon auf der Einheitsbrücke merkte ich, dass es nicht wirklich schnell wird. Ich wusste noch, dass kurz danach der erste Kilometer absolviert ist. 4:20 min und danach 4.25 min, das war nicht wirkliuch gut und der linke Oberschenkel und das linke Knie machten sich immer wieder bemerkbar. So kann man nicht befreit laufen, schon gar nicht über diese Distanz. Ich versuchte nun einigermaßen gleichmäßig, allerdings gleichmäßig langsam, zu laufen und nach 5 km eine ansonsten indiskutable Zeit von 23.10 min. Nun jeden Kilometer zwischen 4.45 min  und 4.50 min, dazwischen auch mal langsamer. Nach 7 km die Unterführung beim Parkplatz Talavera und eine riesen Zuschauermenge. Man muss dazu sagen, dass es trotz des nicht so tollen "Zuschauer"wetters immer wieder größere Gruppen gab, die einen anfeuerten. Dazu kamen mehrere Musikgruppen. Nach 10 km dann 46.51 min. Kann ich wenigstens noch unter 1:40 h laufen? So langsam war ich seit drei Jahren nicht mehr, von Berlin abgesehen, aber dies war eine andere Geschichte. Nun immer so um die 5 Minuten. Aber ich hielt trotz immer wieder auftretender Schmerzen durch und musste schon an den 10er mit Jusra denken. Mein Zieleinlauf nach eigentlich nicht erwähnenswerten 1:42.10 h. Die Umstände machten für mich aber auch so eine Zeit zu einem persönlichen Triumpf und in der Polizeiwertung war es bei den Männern immerhin Platz 10 unter 30 Teilnehmern und in der AK M45 der zweite Platz. Es fehlte nur 1.19 min. Der Sieg wäre also eigentlich wieder recht einfach gewesen, aber egal, dieser Platz war ein Erfolg. Jusra hatte ich zunächst nicht gesehen. Als ich die Durchsagen hörte, war mir klar, dass sie die Siegerehrung für den Halbmarathon fotografiert. Dazwischen konnte sie sogar meinen Zieleinlauf festhalten. Die Marathonläufer mussten 2 Runden laufen und konnten so auch bereits beim Halbmarathon den Wettkampf beenden. Davon machten doch einige Gebrauch.

Kurz vor dem ersten Start.

Start zum 14. iWelt Marathon in Würzburg.

Es gab auch allerlei kuriose Verkleidungen...

... bei etlichen Läufern.

Start des B-Blocks mit dem späteren Marathonsieger an der Spitze.

Danach folgte der C-Block...

... und zuletzt wurden die Walker auf die Strecke geschickt.

Das Band für den Zieleinlauf wird schon mal bereitgehalten.


Der Sieger des Halbmarathons: Ifa Keneni (Äthiopien, 1:05.17 h).


Der Zweitplatzierte des Halbmarathons: Markus Unsleber (TV / DJK Hammelburg, 1:14.11 h).


Der Drittplatzierte des Halbmarathons: Manuel Fößel (TV Ochsenfurt, 1:17.55 h).


Die Siegerin des Halbmarathons: Laura Zimmermann (1:23.23 h).

Auf Platz 2 folgte die bekannte Würzburger Triathletin Carolin Lehrieder (TakeNat, 1:27.06 h) die auch noch die 10 km lief.

Auch ein Baby-Jogger war dabei und zudem noch schnell.

Jutta Bühler (Lübbers-mpt, 1:29.41 h) wurde Vierte und gewann die AK W40.

Siegerehrung im Halbmarathon der Männer.

Mein Zieleinlauf beim Halbmarathon.

Die Siegerehrung im Halbmarathon der Frauen. Auf Platz 3 Hanna Gröber (MTV Stuttgart).

Das wäre geschafft.

Endlich die Medaille empfangen.


Bevor ich es vergesse: Es gab nicht nur zahlreiche, sondern auch überaus freundliche und hilfsbereite Helfer. Es fehlte auch nicht an aufmunterndem Beifall. Dafür ein besonderes Lob. Nun hatte ich ja meine erneut sehr schöne Medaille und freute mich schon auf die sehr gute Zielverpflegung, wobei es zunächste ein Weißbier gab, alkoholfrei natürlich. Das weitere Sortiment, sowohl an Getränken als auch Obst war richtig gut. Das wusste ich ja schon vom Vorjahr. Danach ging ich wieder zu Jusra und wir erwarteten noch den Marathonsieger. Der Favorit aus Äthiopien war ja zu spät gestartet und mit dem B-Block 5 Minuten später ins Rennen gegangen. Ich konnte mich noch erinnern, dass so nach gut 4 km zwei Äthiopier plötzlich vorbei rannten. Einer gewann den Halbmarathon und wir trafen ihn auf dem Weg zum Ziel. Endlich kam dann der Sieger und ich konnte mich umziehen.

Im Verpflegungsbereich sammelten sich immer mehr Läufer.

Es gab auch Weißbier, natürlich alkoholfrei.

Die Obstauswahl war reichlich und vielfältig.


Zusammen mit dem Sieger des Halbmarathons.

Immer mehr Läufer erreichten das Ziel.

Bereits zum 14. mal dabei: Hermann Hofmann.

Auch Unterstützung durch Kinder gab es.

Hinter dem Zielbereich.

Diese Dame kam sogar aus Taiwan: Chen Yi-Yin.

Alter schützt zum Glück nicht vor Laufen.

Der Sieger im Marathon: Amin Shbro (Äthiopien, 2:29.11 h).


Ich konnte kaum gehen und vor allem die Waden zwickten. Trainingsrückstand, nicht ganz fit und dann nochmal starten. Eigentlich verrückt, aber ich hatte es Jusra versprochen. Also selbst die Beine einreiben und etwas massieren. Dann das andere Laufoutfit anziehen und noch die dritte Tasche abgeben. Nun waren wir bereit für den gemeinsamen Start. Dieser sollte einen kuriosen Verlauf nehmen. Eigentlich hätte ich Jusra zugetraut, dass sie alleine läuft. Ich sgate ihr auch, sie solle einfach weiterlaufen, sollte ich nicht mehr richtig können. Sie meinte, dass ich aber auf alle Fälle ins Ziel kommen soll. Am Start dann die Frage: Wie soll ich überhaupt nur loslaufen, alles tat irgendwie weh. Das Feld umfasste immerhin 261 Läufer und Läuferinnen, darunter auch einige Jugendliche.



Vor unserem gemeinsamen Start über 10 km.

Jusra war heute die Hauptperson.

Zunächst interessierte sie sich aber mehr für den Hund.




Der Startbereich zum 10 km-Lauf füllt sich.

Jusra war gut drauf und es waren sogar Teilnehmer aus China dabei.

Vor dem Start zum 10 km-Lauf.




Der Start erfolgte unterhalb des Zielbereichs, da ja noch Marathonläufer unterwegs waren. Zunächst ging es Richtung Main und dann zur Friedensbrücke. Kurz davor dann der Beginn der Zeitnahme. Jusra startete gut und bereits nach 2 km konnte ich kaum mehr. Ich ließ sie einfach ziehen und sie drehte sich auch nicht mehr um. Nach 5 km war sie schon deutlich vorne und war nicht ganz 34 Minuten unterwegs. Ich bekam immer wieder Aufmunterungen, aber das nützte ja leider nichts, da es einfach nicht mehr ging. Immer wieder musste ich Walken. Ich war bei jedem Kilometer gespannt, ob ich Jusra wieder sehe. Nach dem Abzweig bei km 6 war sie jedoch enteilt und ich sah sie erst wieder im Ziel. Ab der Alten Mainbrücke holte ich wieder öfters den Foto raus und konnte wenigstens noch ein paar Bilder der schönen Stadt machen. Beim 10km-Lauf hatte es ja kurz vor dem Start angefangen zu regnen und inzwischen wurde der Niederschlag stärker. Ich war diesmal natürlich wärmer angezogen und so ging es. Am Ende wenigstens nur noch leichter Regen und eine Zeit von 1:12.32 h. Schon nach 6 km hatte ich eine Zeit wie normal nach 10 km, unglaublich. Noch unglaublicher, dass Jusra nur 1:08.40 h benötigte und mir doch tatsächlich fast 4 Minuten abnahm. Dies war ihr persönlicher Rekord und die zweite Hälfte ist sie in nur knapp über 34 Minuten gelaufen. Für ihre 10 Jahre keine schlechte Leistung, zumal sie kaum trainiert. Bei den Frauen belegte sie damit den tollen 90. Platz unter 115 Teilnehmerinnen und wurde in ihrer AK wKU12 Zweite. Sie spekulierte zwar auf den Sieg, aber am Ende war wir beide mit unseren zweiten Plätzen zufrieden. Nun schnell die Medaillen geholt und zur Verpflegung. Danach traten wir die Heimfahrt an und waren uns sicher: dies war wieder nicht der letzte Start in Würzburg. Wie meinte doch Jusra: ein richtig geiler Lauf in der Stadt, da mach ich wieder mit. Das Wetter spielt bei ihr sowieso keine Rolle. Ich war heute richtig stolz auf meine Kleine und  nun laufe ich schon hinterher, wenn auch mit einem 21km-Handicap. In der AK M45 wurde ich als 17. zwar Letzter, aber immerhin das beste Tagesergebnis von der Polizeiwertung abgesehen.


Es gab immerhin Teilnehmer aus 33 Nationen. Den Halbmarathon absolvierten 1716 (1249 Männer und 467 Frauen). Beim Marathon finishten 555 Teilnehmer (484 Männer und 71 Frauen). Den 10 km-Lauf bestritten 261 Teilnehmer (146 Männer und 115 Frauen). Dazu kamen noch im Walking 45 Teilnehmer (15 Männer und 30 Frauen). Zudem gingen noch 12 Staffeln im Marathon an den Start.



Ergebnisse: http://wuerzburg.r.mikatiming.de/2014/

Veranstalter: http://www.wuerzburg-marathon.de/

Hier wurde die Zeitnahme ausgelöst.

So nah sah ich Jusra nicht mehr lange.

Zunächst ging es über die Einheitsbrücke.

Dann enteilte mir Jusra auch schon.



Einige der freundlichen Helfer an einem Getränkestand.

Es ging über die Alte Mainbrücke in die Altstadt.

Blick von der Brücke auf den Main.

Langsam wurde die Altstadt erreicht, mit Blick auf den Kiliansdom.

Einer der vielen Versorgungspunkte.

Blick auf die Festung Marienberg.

Eine der Musikgruppen, die für Stimmung sorgten.

Die Marienkapelle auf dem Marktplatz: Bald am Ziel.

Das Ziel rückt näher.

Nach unserem Lauf: Die nette Dame der Medaillenausgabe erkannte mich wieder und machte dieses Foto.

Jusra war zurecht stolz auf ihre Leistung.
































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