Mittwoch, 12. Mai 2021

Berglauftraining in Gunzesried am 10.05.2021

Nachdem ich am Wochenende mit gut 62 km einen ganz schönen Umfang hatte, wollte ich am letzten freien Tag noch das gute Wetter nutzen und unbedingt noch einen längeren Trail absolvieren. Nachdem die letzten beiden Tage die Fernsicht auf die Alpen schon beeindruckend war, sollte es mal wieder ins Allgäu gehen, Im letzten Jahr startete ich bereits zwei Mal vom Wanderparkplatz in Gunzesried-Säge aus und dabei ging es zur Nagelfluhkette. An dem Tag wollte ich mal eine neue Route testen. Die knapp 100 km brachte in gut einer Stunde hinter mich und die 3 € Parkgebühr für vier Stunden gehen im Vergleich mit anderen Plätzen in der Gegend, zumal mir die Zeit gut reichen sollte. Das Wetter war super und auch hier oben auf bereits über 900 m hatte es 20° C und noch waren es nur wenige Wolken und dafür umso mehr Sonne. So konnte ich gleich nur im dünnen Langarm-Shirt laufen und da die Ärmel gleich nach hinten und zudem kurze Hosen. Bei den Schuhen wieder welche von meinen Inov-8. 

Dann ging es los und diesmal nicht geradeaus ins Aubachtal, sondern links weg ins Ostertal. Da führte der Weg gleich hinter der kleinen Siedlung Säge links weg in den Ostertaler Tobel und dieser Tobelweg sollte richtig schön sein. Ich war da bis kurz vor dem Ende sogar alleine unterwegs und tolle Pfade, teils felsig und mit Wurzeln, viele Stufen und auch etliche kleine Holzbrücken. Dazu das rauschende Wasser und ein paar kleine Wasserfälle. Es waren nicht ganz zwei Kilometer und noch kein so großer Anstieg, aber es lohnte sich absolut. 











































































Es ging nun im Ostertal weiter und dort auf einem asphaltierten Weg nicht so spektakulär, aber immer die schneebedeckten Gipfel im Blick. Ich wollte eigentlich links weg zum Rangiswanger Horn, aber da war der Weg noch wegen Wildschutz gesperrt und so auf dem Sträßchen immer mehr ansteigend weiter, bis ich nach knapp 5 km das Grafenälple erreichte.



















Ich entschied mich gerade aus weiter in Richtung Ochsenkopf zu laufen. Da kamen schnell die ersten kleinen Schneefelder auf dem Weg. Dabei stieg es immer steiler an. Nach einiger Zeit überwog dann der Schnee und aus dem Wald kommend war es nur noch ein einziges Schneefeld. Der sechste Kilometer hatte gleich einen von 186 m und der folgende siebte nochmal 113 und die nur über Schnee. Dabei sank man zum Glück nicht groß ein, aber mühsam war es natürlich dennoch. Dafür immer wieder eine wunderschöne Aussicht nach hinten ins Tal und dort auf den Grünten. Der Schnee an sich hatte schon auch was. Natürlich spürte ich das Wochenende, aber dafür ging es noch recht gut. Ich entschloss, noch bis zu der kleinen Schutzhütte zu laufen. Dort traf ich seit der Straße die einzigen vier Wanderer und die stammten noch aus meiner Gegend, nämlich Ulm, und zudem hatten wir eine gemeinsame Bekannte. Auch in dieser Einsamkeit ist die Welt ganz schön klein. Da oben hat es ab ca. 1350 m noch eine ganze Menge Schnee. 













































































Nach einer kurzen Unterhaltung ging es wieder zurück, Der Weg über die Hörnerkette wäre bei dem Schnee zu zeitraubend gewesen und zudem sollte es eher ein regenerativer Lauf werden. Der achte Kilometer lief ich dann direkt das Schneefeld runter und das Gefälle betrug 238 m und es machte mächtig Spaß und ging auch problemlos, wobei ich es durchaus laufen ließ. Dann fand ich schnell den Einstieg auf den Pfad, der einfach zu laufen war (von den paar tieferen Schneefeldern abgesehen). Insgesamt waren es knapp 5 Kilometer und die Beine nun sogar richtig locker und ich konnte sogar gut Tempo machen und den Schnitt drücken. Nach knapp 12 km erreichte ich den Parkplatz im Ostertal am oberen Ausgang des Tobel. 























Ich lief nicht geradeaus direkt zurück, sondern den Weg nach rechts Richtung Gunzesried und dort nahm ich spontan die Abzweigung nach rechts Richtung Ofterschwanger Horn. Da führte, meist doch recht steil, ein toller Pfad nach oben. Um einen Eindruck zu bekommen: der dreizehnte Kilometer hatte 151 Hm. An sich wollte ich noch einen guten Kilometer laufen und dann die 15 km voll machen, aber es war einfach schön und ich war noch gut in der Zeit.































Da es nun nicht mehr weit war, wollte ich noch bis zur Weltcup-Hütte hochlaufen. Da war es gut zu laufen und nur wenig Schnee. Zuletzt lief ich 2018 bei der Premiere des Hörnerlaufs im Rahmen des Allgäu Panorama Marathon dort vorbei und 2019 hier bei Nacht im Ziel des Allgäu Vertical von Ofterschwang hoch und auf diesen Ort und Sonthofen ein toller Ausblick. 












































Es folgte der Rückweg und zunächst auf dem selben Weg und der Pfad war auch bergab toll. Dabei auf den Kilometern 15 und 18 gleich mal gut 250 m runter. Nach dem Pfad lief ich nach rechts Richtung Gunzesried-Säge und den Rest auf Asphalt, bis auf ein Stück die Wiese runter bei der Alpe Rehmahdsmoos  da ich zuvor den Abzweig verpasst hatte. Nach insgesamt 21,00 km mit immerhin 902 Hm und einer Netto-Laufzeit von 2:48.57 h war ich wieder am Auto und am Ende wieder einen tollen Lauf mehr hinter mir und ein genialer Wochenauftakt. Nun in den letzten drei Tagen 83,4 km und etliche Höhenmeter absolviert. 








































Die Strecke:




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