Mittwoch, 8. Juli 2026

28. Eselsburger Tal-Lauf in Herbrechtingen am 05.07.2026

Diese Veranstaltung gehört im Normalfall zu meine jährlichen festen Programm. So war es zumindest von 2013 bis 2019. Danach nahm ich im letzten Jahr erstmals wieder teil und dieses Jahr sollte es die 9. Teilnahme werden. Da ich diese Woche eh Urlaub hatte, es aber auch so der dritte freie Tag gewesen wäre, war eine Teilnahme gleich klar und ich hatte wie erstmals im letzten Jahr wieder für den Halbmarathon gemeldet. Es hätte in fünf Wochen mein vierter sein sollen, allerdings wurde letzte Woche die Veranstaltung in Tuttlingen abgesagt. Ich glaube aber, dass ich auch drei innerhalb dieser Zeitspanne noch nie hatte. Die Startgebühr für den Halbmarathon betrug lediglich 17 €, über 10 km Lauf und Walking waren es 13 € und über 5,5 km Lauf und Walking 10 €. Die Schülerläufe waren kostenlos. Ich musste sehr früh aufstehen und kurz nach 5 Uhr erstmal mit Hera eine Runde raus. Der RE3 von Biberach nach Ulm fuhr bereits um 6:16 Uhr. Bei einer späteren Verbindung hätte es nicht mehr gereicht. Die Ankunft war pünktlich und vor allem dann auch von Ulm die Abfahrt und später die Ankunft des RS5 nach Herbrechtingen auf die Minute. Das war schon mal ein guter Auftakt. 

Nach meiner Ankunft ging es die rund 700 m zu Fuß zum Veranstaltungsgelände rund um die Bibrishalle. Dort war schon sehr viel los, obwohl es noch eine gute Stunde bis zum Start war. Ich traf dort natürlich eine Vielzahl an Bekannten, manche davon nach längerer Zeit endlich mal wieder. Das Abholen der Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite war zu diesem Zeitpunkt noch entspannt. Später bildeten sich noch große Schlagen, was noch Auswirkungen haben sollte. 



Ich machte mich jetzt ans Aufwärmen und da wollte ich im Eselsburger Tal auf jeden Fall bis zu der markanten Felsformation der "Steinernen Jungfrauen". Das Tal der Branz ist hier wunderbar und die 3 km waren einfach nur schön. Dabei stellte ich fest, dass ich mich viel besser fühlte als die letzten Tage und wie noch vor dem Wettkampf am Freitag. 









Bei meiner Rückkehr starteten gerade die Schülerläufe. Dann erfuhr ich, dass der Start wegen dem großen Andrang an Nachmeldern und einer sich abzeichnenden Rekordbeteiligung gleich um 30 Minuten nach hinten verschoben wurde. Das passte gar nicht zur Vorbereitung und ich ging nochmals zur Halle um etwas zu trinken. Das eigentlich Problem für mich war aber, dass ich dann kaum noch Zeit haben würde, um den geplanten Zug zu erreichen. Ich konnte mich zumindest noch mit einigen Bekannten unterhalten. 


Der Start erfolgte für alle Strecken gleichzeitig um 09:47 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 18. Wettkampf. Das sind nicht viele, aber dafür mehr längere Distanzen. Es hatte 19° C und war teilweise bewölkt. So natürlich ganz in kurz und mit Mütze und nochmals wie am Freitag die Puma-Schuhe. Es gab am Start ein ganz schönes Gedränge. Es ging auf der Straße hinter der Halle los und dann nach einer kurzen Strecke rechts weg und aus der Stadt raus und ins Eselsburger Tal. Dort ist es einfach herrlich und die Felsformationen sehenswert. Man läuft im Tal der Brenz und nah rund 2,5 km ist der kleine Ort Eselsburg erreicht. Dort gab es auch die erste Verpflegungsstation und am Ende waren es dann nach Kilometer 20 gleich 10. Das war richtig perfekt. Ich hatte mir lediglich eine Zeit von ca. 1:58 h vorgenommen, also zwischen den Zeiten von Sigmaringen und Heidenheim und etwas schneller als im letzten Jahr. Ich lief relativ locke rund es passte alles. Das Feld hatte sich etwas auseinandergezogen und nach gut 2 km waren ja die Teilnehmer über 5,5 km rechts abgebogen. Nach Eselsburg wechselte der Belag von Asphalt auf Schotter. Der Anteil an Asphalt dürfte bei so ca. 30 Prozent sein. Damit vom Untergrund her eine schöne Mischung und für meine Empfindung angenehm zu laufen. Es ging nun rechts weg und auf einem Brückchen über die Brenz. Auf der ersten Schleife beim Halbmarathon und auch über 10 km dann links weg auf eine Wendepunktstrecke. Der Wendepunkt über 10 km kam ja deutlich früher und danach hatten sich die Reihen des Feldes doch deutlich gelichtet. Die ersten 5 km hatte ich in 26.45 min absolviert. Das war eher etwas schneller als gewollt, aber durch den nun engen Zeitplan hatte ich auch etwas Druck. Hier traf ich noch auf Heiko, der für die Bergwacht Heidenheim Dienst hatte und ein paar tolle Fotos machte. Es ging nun zum Wendepunkt und auf dem schmalen Weg, teils ein Pfad, wieder zurück. An der Abzweigung zur Brücke nun geradeaus und auf breiten Forstwegen weiter. Immerhin gab es doch einige Bereiche mit Schatten. Auf dem 10. Kilometer ein kleiner Anstieg auf der an sich sehr flachen Strecke. Da merkte ich, dass die Beine doch nicht mehr so locker waren. Es kam dann noch vor km 10 die bereits 5. Verpflegungsstation und ich nahm wie an den anderen einen Becher Wasser. Dann nach ansprechenden 54.24 min die 10 km absolviert. Danach die Hälfte der Distanz in 57.25 min. Da war ich richtig gut unterwegs und wäre deutlich schneller als letztes Jahr gewesen. Es ging nun nach Herbrechtingen zurück und dort wieder am Startbereich vorbei. Auf der zweiten Runde wieder in Richtung Eselsburg. Da merkte ich, dass die Beine langsam schwerer wurden. Auf dem kleinen Anstieg in Eselsburg hatte ich schon zu kämpfen. Dann wenigstens wieder Schatten, allerdings teils auch starker Gegenwind, was zusätzlich Kraft kostete. Da konnte ich die schöne Landschaft doch deutlich weniger genießen als noch auf der ersten Runde. Nach 15 km zeiget die Uhr 1:23.20 h. Da wurde es langsam sogar eng mit der 2-Stunden-Grenze. Da spielte dann der Kopf immer weniger mit. Würde ich es noch zum geplanten Zug schaffen? Das waren keine guten Voraussetzungen. Es ging wieder über die Brücke und diesmal nach rechts ohne die Wendepunktstrecke. Dahinter gleich der nun 8. Verpflegungstand und ich nahm dort, wie auch beim nächsten, ein Cola und ein Wasser. Es hatte inzwischen doch 25° C und es wurde auf dem Rückweg nach Herbrechtingen ein Kampf. Als ich die 20 km-Marke hinter mich gebracht hatte, war der Kopf aber wieder freier und es lief besser. Auf der Straße konnte ich zwei Läufer ein- und überholen. Dann ging es rechst weg über den Rasen ins Stadion. Dort waren auf der Bahn noch rund 300 m zu absolvieren. Die Beine wurden wieder locker. Ich lief hinter einem Kontrahenten und der bekam auf der Bahn Begleitung von einer Dame, die ihr Rennen bereits beendet hatte. Als es noch rund 200 m waren, tat sich zwei Mal eine Lücke auf und ich wollte durch. Die Dame schloss die Lücke jedes Mal wieder. Ich beschwerte mich kurz und ganz unverschämt meinte sie, ich könne ja außen herum. Klar, ich bin im Gegensatz zu ihr noch aktiv im Rennen, nach nun 21 km angekämpft und dennoch im Endspurt und dann noch einen Umweg. Am Ende blieb mir nichts anderes übrig und nach exakt 21,10 km erreichte ich nach 2:01.24 h das Ziel. So eine Unverschämtheit hab ich in meinen nun knapp 1400 Wettkämpfen noch nicht erlebt. Die Ergebnisse gab es gleich wieder online, spielten aber eine untergeordnete Rolle. Ich wurde in der Gesamtwertung 120. von 237 und bei den Männern wurde es zumindest noch exakt Rang 100 von 157 und in der AK M55 Platz 7 von 10. 











Nach meinem Zieleinlauf hatte ich kaum noch Zeit. Nach kurzem Durchatmen ging es an den Getränkestand und zwei Becher kalter Tee. Danach schnell zur Halle um meinen Rucksack zu holen . Ich hatte noch 12 Minuten bis zur Abfahrt des RS5 nach Ulm. Da musste ich mich sputen. Am Ende war ich aber über den Park noch 5 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof. Der RS5 kam pünktlich und in Ulm hatte ich etwas Pech. Exakt bei der Ankunft nur eine Minute nach Fahrplan fuhr der RE5 etwas verspätet nach Biberach. Da hätte ich ums Haar noch einen früheren Zug erwischt. Der nächste stand aber schon bereit und so die 30 Minuten Wartezeit wenigstens bequem im Zug verbracht und auf der kurzen Fahrt noch eine nette Unterhaltung. Dieser Lauf gehört landschaftlich sicher zu den schönsten Halbmarathonläufen an denen ich bisher teilnahm. So langsam kommt die Veranstaltung aber organisatorisch an die Grenzen. 


Insgesamt waren es 989 Teilnehmer, davon 237 beim Halbmarathon, 316 über 10 km, 270 über 5,5 km, 12 beim Walking über 10 km, 23 beim Walking über 5,5 km und 131 in den Schülerläufen. 

Ergebnisse: https://my.raceresult.com/386715/results

Veranstalter: https://www.lauftreff-herbrechtingen.de/content/

Die Strecke:

Samstag, 4. Juli 2026

17. Brunnenfestlauf in Bad Waldsee-Reute am 03.07.2026

In diesem Jahr fand die Veranstaltung zum zweiten Mal am Freitagabend statt. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich diesmal auch keinen anderen Lauf geplant so stand meiner insgesamt vierten Teilnahme nach 2018, 2023 und 2024 nichts im Wege. Ich meldete mich dabei wieder für die 5 km an. Es wäre auch ein Doppelstart über 5 km und 10 km möglich gewesen, aber angesichts der Temperaturen und dem anstehenden Halbmarathon am Sonntag wäre das wenig sinnvoll gewesen. Die Startgebühr betrug 8 €, beim Hauptlauf über 10 km waren es 14 €.  Die Anfahrt war mit 32 km und nur 28 Minuten mal eine kurze und so natürlich auch mit dem Auto. 

Ich lief die wenigen Hundert Meter vom Parkplatt zum Veranstaltungsgelände vor der Halle am Dorfplatz. Dort begrüßte ich erstmal einige Bekannte und holte danach im Zelt meine Startnummer mit dem Transponder für die Zeitmessung auf der Rückseite. Danach gab es ein lockeres Aufwärmen von 1,8 km. Der lange Lauf von 32,32 km und gut Höhenmeter bei harten Bedingungen am Dienstag hat schon etwas Spuren hinterlassen und auch so fühlte ich mich die letzten beiden Tage nicht so gut. Da war es zumindest vorteilhaft, dass ich seit letztem Samstag Urlaub hatte. Auch beim Aufwärmen war es aber nicht optimal. Da hatte ich für später keine allzu großen Erwartungen. 








Der Start zum Lauf über 5 km und zum Nordic Walking über 5 km erfolgte um 18:45 Uhr. Da war es mit 25° C noch gut warm und auf der Strecke ja kaum Schatten. Bei meinem 17. Wettkampf in diesem Jahr startete ich in dem Fall natürlich ganz in kurz und auf dem komplett asphaltierten Kurs durften die Puma-Schuhe ran. Es waren zwei große Runden mit jeweils 2,6 km zu absolvieren. Die tatsächliche Distanz beträgt also 5,2 km. Dann ging es pünktlich los und ich versuchte zumindest auf dem ersten Kilometer etwas Tempo zu machen. Nach der Halle dann kein Schatten mehr, aber noch ging es. Es lief auch besser als gedacht und so konnte ich den ersten Kilometer in doch guten 4.43 min absolvieren. Es ging nun links weg und nach Gaisbeuren rein und durch das Wohngebiet. Von dort dann wieder auf die vorherige Strecke. Ich hatte nach hinten inzwischen einen guten Vorsprung. Nach vorne war ich nun an Christopher Weber dran. Den zweiten Kilometer dann in 4.57 min nochmals unter 5 Minuten. Das passte. Man kam wieder nach Reute und dort rechts weg und dann glich wieder links und eine längere Gerade zum Ziel. Dort lief ich dann gemeinsam mit Christopher in die zweite Runde. Die Uhr zeigte zur Halbzeit 12.30 min. Damit war ich absolut zufrieden. Ich nahm einen Becher Wasser und nahm zwei Schluck. Dann ging es auf die zweite Runde. Da wurde es dann schon etwas härter, aber den dritten Kilometer Noch in 5.02 min. Nach Gaisbeuren rein konnte Christopher einen kleinen Vorsprung raus laufen. Ich konnte aber meine Pace halten und auch den vierten Kilometer in 5.02 min absolvieren. Es ging nun wieder nach Reute und dort angekommen passte es wieder besser und andere Läufer waren gar nicht mehr so weit weg, aber ich würde da keinen mehr erreichen. Den fünften Kilometer in 5.00 min und somit alles andere als ein Einbruch. Die 5 km somit in 34.43 min, was immerhin Jahresbestzeit bedeutete. Ich konnte noch einen Endspurt hinlegen und kam nach 25.32,5 min ins Ziel und die zweite Runde in 13.02 min. Ich hätte eher erwartet gerade so unter 26 Minuten zu bleiben und war natürlich total zufrieden. Es wurde zumindest noch der 10. Gesamtrang unter 22, davon 15 Männer. In der AK M55 war es der Sieg, wobei es nur eine Wertung Männer / Frauen gab. Klarer Gesamtsieger wurde, für mich wenig überraschend, Christoph Wetzel aus Ehingen. Dieser kam mir zu Beginn meiner zweiten Runde entgegen.  Die Strecke ist übrigens mit nur 5 Hm extrem flach. 




Nach dem Zieleinlauf blieb ich dann nicht mehr lange. Nach eine paar Gesprächen trat ich den Rückweg an. Der Hauptlauf startete ja erst um 20:00 Uhr. Die Veranstaltung war auf jeden Fall wieder schön: klein, familiär, völlig entspannt und gut organisiert. Die Ergebnisse mit Urkundendruck gab es gleich wieder nach dem Zieleinlauf, ein toller Service. 






Insgesamt waren es 251 Teilnehmer, davon 125 über 10 km, 22 über 5 km, 2 beim Nordic Walking über 5 km, 1 beim Jugendlauf über  5km, 21 bei den Nachwuchsläufen und 80 bei den Schulstaffeln. 

Ergebnisse: https://my.raceresult.com/381888/results

Veranstalter: https://tsvreute-ev.de/brunnenfestlauf/

Die Strecke:

Mittwoch, 1. Juli 2026

Hauptwanderweg 5 (HW5) - Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg - Teil 2 - Weil der Stadt - Herrenberg-Mönchberg am 30.06.2026

Nach nur sechs Tagen gab es für mich den nächsten Lauf auf diesem Fernwanderweg. Eigentlich hatte ich gestern und heute etwas anderes geplant, aber die Wetteraussichten waren zu unsicher. Da ich aber seit Samstag Urlaub hatte, musste dieser natürlich genutzt werden und am Dienstag spielte das Wetter mit. So entschied ich mich für die nächsten beiden Etappen auf diesem Weg. Es ging wieder um 6:46 Uhr in Biberach los und mit dem RE5 nach Stuttgart. Dieser kam recht pünktlich an und ich ging zügig zum Tief-Bahnhof und erwischte noch eine S-Bahn früher als geplant. Diese fuhren nach Problemen zum Glück gerade wieder im 15-Miuten-Takt. So kam ich trotz einiger Verspätung die sich ansammelte etwas früher um 9:20 Uhr in Weil der Stadt an. Es hatte erst 21° C, was im Vergleich zu den letzten Tagen ging. Allerdings an dem Tag eine Luftfeuchtigkeit um die 80 % und dies sollte sich schnell bemerkbar machen. 


Die erste Etappe des Tages führte von Weil der Stadt nach Ehningen. Der Weg vom Bahnhof auf den Markplatz in Weil der Stadt ist einfach und im Prinzip rechts weg immer geradeaus. Am Marktplatz musste ich kurz an den schönen Abschluss der vergangenen Etappendenken. Dann ging es geradewegs an der Wendelinskapelle vorbei aus der Stadt raus. Nach Überquerung der B295 und der Bahnlinie ging es links weg und leicht bergauf. Von dem zunächst asphaltierten Wirtschaftsweg noch einen Blick zurück auf Weil der Stadt. Danach ging es am Waldrand entlang und anschließend in den Wald. Dort tendenziell dann nach oben und auf breiten Forstwegen. Es ging durch das Naturschutzgebiet Steckental und dann auf einem Pfad steil bergauf ins Naturschutzgebiet Hackstberg. Alles zwar nicht so spektakulär, aber dafür schattig und totale Ruhe. 








Aus dem Wald raus ging es vom Hackstberg auf einem Sträßchen zwischen Kleingärten runter nach Dätzingen. Dort dann am Schloss mit schönem Garte vorbei. Es ging an der Hauptstraße entlang aus dem Ort raus. Da waren die bis dahin erneut vorbildlich vorhandenen Markierungen mehr als spärlich bzw. nicht vorhanden. In einem NETTO-Markt kaufte ich gleich noch was zum Trinken nach, was bei dieser Witterung wichtig war. 



Am Ortsende ging es nach rechts weg und nun für ca. 4 km auf einem inzwischen asphaltierten Radweg in Richtung Aidlingen das Würmtal aufwärts. Es ist einerseits schade, dass man nun auf Asphalt laufen muss, dafür konnte ich aber etwas Tempo machen und es passte noch sehr gut. Immer wieder kamen offene Passagen mit Aussicht ins Tal und dann wiederum schattige Abschnitte. In der zu Aidlingen gehörenden Siedlung Würmtal ging es geradeaus durch. Ab hier fand ich dann bis vor Ehningen keine Markierungen mehr vom HW5. Das war ärgerlich und zum Glück war die Beschreibung im Wanderführer gut. Am Ortsende hatte ich allerdings bereits einen guten Umweg absolviert, da ich der einzigen vorhandenen Markierung folgte, die auch zuvor auf meinem Weg vorhanden war. 




Es ging über eine Wiese zum Waldrand und durch einen Durchlass auf einen Forstweg. Nach nur gut 100 m dann scharf links weg und eine steile Hohlgasse nach oben auf den Hochberg. Die Gasse ging in einen Forstweg über und bei keiner Abzweigung war eine Markierung vorhanden. So oft konnte ich die gar nicht übersehen. Aus dem Wald raus eröffnete sich am Döffinger Pfad eine schöne Aussicht auf Sindelfingen und Böblingen. Auf dem Sträßchen ging es an den Rand von Ehningen. Dort kam dann eine Tafel mit einem Hinweis auf einen neuen Verlauf des HW5 (ob der zuvor auch bereits anders verlief?). Der Weg führte nun nicht zur Evangelischen Kirche, sondern direkt zum Bahnhof. Von dort dann runter an einen Park auf Höhe der Kirche. Da hatte ich deutlich mehr auf der Uhr stehen als geplant. Es wurde so langsam auch wieder heiß und am Ende sollten es 30° C sein. 






Die zweite Etappe des Tages, also die insgesamt vierte, führt von Ehningen nach Mönchberg, das zu Herrenberg gehört. Es ging dabei zunächst am Schloss vorbei. Von dort dann aus dem Ort raus ins Gewerbegebiet und dort links weg unter der A81 durch. Dahinter war schnell der Schönbuch erreicht. Seit dem Ortsbeginn von Ehningen war die Strecke wieder vorbildlich markiert und ausgeschildert und dies sollte auch so bleiben. Der Schönbuch ist seit 1972 als Naturpark ausgewiesen und damit der älteste in Baden-Württemberg. Für mich bedeutete er absolutes Neuland, wie überhaupt bisher die gesamte Strecke seit Pforzheim. 



Es ging nun mehrere Kilometer meist bergauf auf breiten Forstwegen durch den Wald. Bei mir wurde es dabei immer zäher. Es war kein Vergleich zu dem Wettkampf von Sonntag. Da war auch immer wieder kurz Gehen angesagt. Dann erreichte ich den sehr schön angelegten Waldspielplatz Rohrau. Die Aussicht war zwar nicht so spektakulär, aber dafür konnte ich bei meiner Rast die Ruhe genießen. Ich nahm hier auch noch eine Salztablette zu mir. Es waren noch knapp 9 km zu absolvieren und eine Hochrechnung ergab, dass ich besser den Bus um 14:55 Uhr anstatt den um 14:25 Uhr anstrebe. So konnte ich in der Folge zwischendurch mehr wandern. Schön, wenn die Taktung der Busse so gut ist. 





In der Folge zeigte sich der Schönbuch von seiner schönsten Seite. Es ging nun überwiegend auf Pfaden, die schön zu laufen waren, über die Rohrauer Köpfe. Der Jägerweg war besonders schön. Nach einem Abschnitt auf Forstwegen dann rechts weg in eine Klinge. Ein erneut wunderschöner Abschnitt führte auf Pfaden zum Kalten Brunnen. Dort wollte ich mich eigentlich erfrischen. Leider war der ganze Bereich eingezäunt. Es ging nochmals steil hoch und dann über eine Lichtung weiter aufwärts auf en Stellberg mit dem markanten Schönbuchturm, der 2018 mit einer Höhe von 35 m erreichtet wurde. Ich musste mich hochkämpfen und so beließ ich es bei der ersten von drei Ebenen. Auch so war die Aussicht wunderschön. 


















Es ging auf einem Weg, teils über Stufen, runter zum Parkplatz beim Naturfreundehaus und über den Parkplatz beim Waldfriedhof wieder in den Wald. Dort auf schönen, und nun meist flachen, Wegen weiter. Dann eröffnete sich am Kapfer Horn eine wunderschöne Aussicht in die Umgebung. Es war einer dieser Wow-Effekte, die einen solchen Lauf prägen. Da war nun schon das Ziel Mönchberg zum Greifen nahe. Es ging teils auf Asphalt, teils auf gekiesten Wegen, mit immer wieder schöner Aussicht oberhalb von Obstbaumwiesen zur Köhlereiche. Dort gab es eine schöne Sitzgruppe und ich genoss nochmals die Aussicht. Es ging noch einmal etwas aufwärts und dann auf dem seinen Namen absolut verdienenden Panoramaweg Mönchberg weiter. Nach links dann nochmals einige Stufen hoch, bevor ich den Wanderparkplatz "Mönchberger Sattel" erreichte. Es wären bis zum Etappenziel am Schützenhaus noch 600 m gewesen, aber ich fand heraus, dass es von hier etwas kürzer zur Haltestelle war und zudem unkompliziert. So war ich hier am Ende meiner Etappe angekommen. 














Es ging noch ca. 1,2 km die Straße runter in die Weingartenstraße und der dortigen Bushaltestelle. Da hatte ich noch 10 Minuten bis zur Abfahrt. Mit dem Bus dann zum Bahnhof Herrenberg. Der RE14a nach Stuttgart kam etwas später und so noch die Möglichkeit, Getränke einzukaufen. In Stuttgart passte es auch super mit dem MEX12 nach Wendlingen und dort pünktlich mit dem RE200 nach Ulm. Dort musste ich dann gut 30 Minuten warten und der RE3 fuhr mit 5 Minuten Verspätung nach Biberach. Da passte der Rückweg optimal. Es waren an dem Tag insgesamt 32,32 km mit 620 Hm. Der HW5 entpuppt sich weiterhin als ein sehr schöner Weg, auch wenn die erste Etappe des Tages nicht so spektakulär war und die fehlenden Markierungen ein Ärgernis. Bei meinem nächsten Abschnitt geht es dann bis auf das Ende in Tübingen-Lustnau ausschließlich durch den Schönbuch. 


Die Strecke: