Samstag, 11. April 2026

Neckarweg Tel 8 - Plochingen - Stuttgart-Bad Cannstatt am 11.04.2026

Heute ging es auf dem Neckarweg mit meinem 8. Abschnitt weiter, nachdem die Wetterprognose bestens war. Es standen die Etappen 15 und 16 von Plochingen über Esslingen nach Bad Cannstatt an. Die Anfahrt ist dabei von Biberach aus bequem, da ich mit dem RE5 direkt nach Plochingen fahren kann. Nach 1:12 h kam ich dort um 10:01 Uhr sogar zwei Minuten früher an. Dabei hatte ich im Zug eine richtig nette Unterhaltung. Bei der  Ankunft hatte es 12° C und es war nur leiht bewölkt. Später stieg das Thermometer bis auf 21°C. Das war dann schon heftig, da man sich gerade érst an die wärmeren Temperaturen gewöhnt. 

Es ging vom Bahnhof in Plochingen ein kurzes Stück zur Fußgängerzone und dort war der Einstieg in den Neckarweg, der über den Marktplatz leicht ansteigend durch die durchaus sehenswerte Altstadt führt. Am Marktbrunnen befindet sich eine Skulptur von Karl Ulrich Nuss. Diese stellt den Neckar und die Fils dar. In Plochingen mündet ja die Fils in den Neckar. Die Ottilienkapelle war trotz einem Schild "Offene Kirche" leider verschlossen. Es ging nun durch Wohngebiete teils recht steil hoch zum Jubiläumsturm, der leider auch verschlossen war. Noch ging es nach links weg ein Stück durch die letzten Siedlungen von Plochingen. 







Dann ging es auf den Höhen des Schurwalds endlich in den Wald. Die nächsten rund 8 km verliefen auf schönen Forstwegen und dabei tendenziell leichtansteigend durch Wald und dabei meist schattig. Es lief nun richtig gut. Ab und zu gab es Hinweise auf Funde aus der Keltenzeit und ich lief auf rund 500 m eine etwas andere Variante, vorbei an der Eisernen Hand. Durch den Wald wurde das Jägerhaus erreicht. Da könnte man mit Blick ins Neckartal Pause machen. Die Markierungen waren bis dorthin etwas dürftig, aber noch ausreichend. Meist musste ich dem blauen Kreuz auf weißen Grund folgen und dann dem Symbol mit dem Baum des HW3. 










Nach dem Jägerhaus ging es bei den Sportanlagen links weg und auf einem asphaltierten Sträßchen runter. Dabei eine herrliche Aussicht und auch eine kleine Schafherde zwischen den blühenden Streuobstwiesen. Es ging runter in Esslinger Vororte und dort nochmal ein steiler Anstieg, bevor es noch ein Stück runter zur Esslinger Burg ging. 






An der Esslinger Burg würde der Neckarweg normal rechts vorbei führen. Ich war aber erstmals dort und wollte unbedingt die Aussicht genießen. Diese war auch tatsächlich genial. Man kann sich kaum sattsehen. Danach wählte ich den direkten Weg in die Altstadt über die zahlreichen Stufen. 













In der Altstadt angekommen erst mal eine kleine Umleitung wegen Baustellen. An der Stadtkirche St Dionys vorbei ging es auf dem Marktplatz Richtung Bahnhof. Dabei zeigte sich die Altstadt mit dem Neckarkanal von seiner schönsten Seite. Das letzte Stück zum Bahnhof war etwas mühsam, da Markt war und bei dem Wetter entsprechend viel los. Dann hatte ich am Bahnhof das Ende der 15. Etappe erreicht. 






Die 16. Etappe führte erst mal vom Bahnhof über die Überführung an den Neckar. Da war eine Absperrung, die aber geöffnet war und ein älterer Herr meinte, ich könne dort laufen. Also ging es auf der Originalroute längere Zeit direkt am Neckar entlang. So nahe war ich ihm schon lange nicht mehr und es wird nun auch noch eine Weile dauern, bis der Neckarweg wieder an seinen Namensgeber führt. 



Am Kanuclub ging es dann in den Esslinger Stadtteil Mettingen. Von dort stieg es dann wieder an und mit schöner Aussicht in die  Weinberge. Eine markante Orientierung war der noch zur Esslinger Befestigung gehörende Melac-Turm. In einer Schleife ging es unterhalb durch die Weinberge vorbei und runter nach Obertürkheim. In der nun doch dicht besiedelten Gegend lässt es sich halt nicht immer vermeiden, durch bebautes Gebiet zu laufen. Dafür war hier für städtisches Gebiet die Markierung richtig gut. In einem kleinen Supermarkt direkt an der Strecke kaufte ich nochmal was zum Trinken nach. 





Es folgte aus Obertrürkheim raus in die Weinberge der heftigste Anstieg des Tages am Stück. Daes zudem nun sehr warm war und kein Schatten waren die teils extreme steilen Passagen ganz schön hart. An der Petruskirche vorbei ging es dort bis zur Grabkapelle auf dem Württemberg. Nach einem wunderschönen Blick auf Uhlbach machte ich noch den einfach ca. 200 m Abstecher hoch zur Grabkapelle. Dort stand einst die Burg der Württemberger. König Wilhelm I. ließ dort für seine bereits mit 31 Jahren verstorbene Frau Katharina Pawlowna, die aus Russland stammte, dieses Grabmal 1819 errichten. Nach ihr ist übrigens das Katharinen-Hospital in Stuttgart benannt welches sie gründete. Die Aussicht von dort oben ist einfach ein Traum. 












Es ging nun ein gutes Stück runter. Auf den etwas steileren Passagen machten sich die Oberschenkel schon bemerkbar. Leider waren im weiteren Verlauf die Markierungen sehr dürftig. Es ging Richtung Fellbach nochmals zwischen Weinbergen und Streuobstweisen hoch, bevor der Weg nach Bad Cannstatt rein und zugleich runter führte. Ich kam nach 32,07 km mit gleich 668 Hm an der Haltestelle Nürnberger Straße der U1 an. Eigentlich wäre das Ziel die Haltestelle Antwerpener Straße gewesen, aber da hätte ich noch eine Haltestelle hoch laufen müssen. 



Die Rückfahrt wurde etwas chaotisch. Die U1 war schon da und auf meine Handzeichen reagierte der Fahrer und wartete noch. Es ging zum Wilhelmplatz und von dort zum Bahnhof. Ich war schon in der S1 und sah dann, dass laut App der MEX Verspätung hatte. Den hätte ich noch erreicht und somit den RE5 direkt nach Biberach, den ich verpasste, da ich eine U-Bahn später nehmen musste. Also schaute ich mal, ob ich von der S1 in Esslingen oder Plochingen umsteigen konnte. In Esslingen hätte es wegen 5 Minuten Verspätung des RE5 geklappt, aber die App zeigte dies zu spät an. Also in Plochingen versucht und den RE5 ganz knapp verpasst. Dann halt 30 Minuten später daheim und in Plochingen wenigstens noch Trinken kaufen können und mit dem MEX12 nach Wendlingen und über Ulm nach Hause, was dann wegen der großzügigen Umstiege auch entspannt war. Auf den letzten Minuten übrigens erstmals an dem Tag kontrolliert worden. Ticket lohnt sich halt immer! Es war vor allem am Ende eine doch städtisch geprägte Tour und viel Asphalt, schön ist der Neckarweg aber weiterhin. Nur die Markierungen sind auf diesem Abschnitt oft ausbaufähig. Dann wäre ich noch deutlich früher in Bad Cannstatt gewesen. 


Die Strecke: