Montag, 29. Juni 2026

20. Steps for Life in St. Johann-Würtingen am 28.06.2026

Eigentlich wollte ich an diesem Sonntag nach 2024 zum zweiten Mal in Tuttlingen beim Run & Fun an den Start gehen und diesmal beim Halbmarathon. Leider wurden die Wettbewerbe am Donnerstag wegen der Hitze abgesagt, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Es wäre zumindest am Sonntagmorgen gegangen, da eh früh gestartet worden wäre und man kann ja auch auf eine gewisse Eigenverantwortung der Teilnehmer bauen. Durch einen Hinweis von Susanne Nau wurde ich zum Glück auf den Benefizlauf Steps for Life aufmerksam. Dort in Würtingen auf der Münsinger Alb startete ich schon öfters. So meldete ich für die 15 km und die Gebühr betrug 18 €. Das tolle an dieser Veranstaltung ist, dass durch Sponsoren für jeden Kilometer Spenden generiert werden. In diesem Jahr kommen sie einem Projekt für Kinder in Nepal zugute. Man konnte die Strecken bereits die letzten 8 Tage laufen. Die Länge der Strecken beträgt 4 km, 8 km und 15 km. Da der Start um eine Stunde vorverlegt wurde, was gut war, musste ich aber etwas früher raus. Erst mal mit Hera eine Runde und dann mit dem Auto nach St. Johann-Würtingen. Da musste ich nach nicht mal 10 km wegen einem Unfall umdrehen. Danach passte es zum Glück gut und trotz dem kleinen Umweg war ich nach 1:09 h für die 83 km am Sportgelände oberhalb des Ortes. Auf den ausgewiesenen Wiesen gab es noch genügend Parkplätze und ich hatte noch 50 Minuten. 


Nach meiner Ankunft ging es die wenigen Meter hoch zum Sportgelände. Da konnte ich auf dem Weg Susanne begrüßen. Es folgten noch etliche Bekannte. Ich holte meine Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Da befand sich aber auch noch ein persönlicher Gruß. Eine nette Geste! Eine kleine Aktivierung erfolgte noch. Nachdem ich mich beim Aufstehen noch etwas gerädert fühlte, war es etwas besser. Ich hatte mir bei den durchaus harten, aber gut zu beherrschenden, Bedingungen einen zurückhaltenden Lauf vorgenommen. In der Zwischenzeit hatten die Nachwuchsläufer ihr etwas verkürztes Rennen absolviert. 










Der Start zum Lauf über 15 km erfolgte um 09:00 Uhr. Es hatte immerhin schon 27° C, aber zumindest kamen immer wieder Wolken auf. Natürlich startete ich so ganz in kurz und mit Mütze. Bei den Schuhen durften nochmals die Asics ran. Die Strecke besteht zu so ca. 2/3 asphaltierten Wegen und 1/3 Forstwege. Dabei geht es über die schöne Alblandschaft. Eine durchaus attraktive Strecke. Anfangs ging es vom Sportplatz auf der Straße in den Ort runter und links weg aus diesem raus. Da war der erste Kilometer fast zwangsläufig trotz Zurückhaltung mit 4.42 min recht schnell. Danach ging es wellig weiter, tendenziell etwas hoch. Da wurde es automatisch langsamer. Auf dem vierten Kilometer stieg es zum Wald hin mal mehr an. Die insgesamt 200 Hm müssen ja irgendwo herkommen. Da hielt ich mich bewusst sehr zurück. Danach am Waldrand entlang nach rechts und nach ca. 3,8 km der erste Verpflegungsstand und ich nahm einen Becher Wasser. Auf dem Radweg ging es nun links weg weiter und am Wald dann links rein. Dort zur Abwechslung mal Schatten. Nach 5 km zeigte die Uhr 27.58 min. Es ging im Wald ein gutes Stück runter und so wurde der sechste Kilometer mal wieder ein etwas schnellerer. Aus dem Wald raus nach links auf ein schmales Sträßchen und da kam sogar für einige Hundert Meter Nieselregen auf. Das tat richtig gut. Nach rechts stieg es etwas an, bevor es zu einem landwirtschaftlichen Anwesen runter ging und dort gab es nach rund 7,5 km den zweiten Stand. Diesmal nahm ich zwei Becher Wasser. Danach ging es auch wieder besser. Noch ging es über die Felder ohne Schatte. So langsam holte ich immer mehr ein, die mich anfangs beim Anstieg noch überholt hatten. Nach rechts ging es nun leicht ansteigend zum Wald. Schnell war man aber wieder auf freiem Feld. Da immer wieder Wolken kamen und nun auch ein leichter Wind dazu kam, waren die zwischenzeitlich 30° C nicht so schlimm. Nach rechts weg erneut zum Wald und erst mal an dessen Rand entlang. Hier waren nun auch Teilnehmer über die 8 km unterwegs. Das sorgte für etwas Abwechslung. Ich hatte hier die 10 km in 56.21 min absolviert. Früher gab es dann in der Linkskurve Getränke. Da war aber noch nichts. Es stieg mal etwas mehr an und kurz dann auch nur Gehen zur Schonung. Dafür lief es runter wieder richtig gut und aus dem Wald raus kam nach ca. 11,6 km der dritte Verpflegungsstand und wieder zwei Becher Wasser. Wieder etwas erfrischt ging es erneut zum Wald. Dort passte es dann richtig gut. Ich konnte schön konstant laufen. Am Waldrand entlang mit schöner Aussicht hatte es auch Schatten. Da konnte ich auf dem 14. Kilometer nochmals eine ganz gute Zeit erzielen. Es ging nach links runter und dann am vierten und letzten Verpflegungsstand rechts weg. Es waren nur noch gut 500 m, aber ich nahm noch einen Becher Wasser. Der Schlussanstieg hat es mit 40 m auf diesen letzten 500 m nochmals richtig in sich. Mit schnellem Gehen und immer wieder Laufen kämpfte ich mich hoch. Dann endlich rechts weg zum Sportplatz und ich war nach 1:26.48 h im Ziel. Mit dieser Zeit war ich absolut zufrieden. Ich hatte mich fast das ganze Rennen richtig gut gefühlt. Natürlich war es auf der Distanz und bei dem Wetter auch hart, aber der Puls durchschnittlich nur bei 147. Da konnte ich zufrieden sein. Die Ergebnisse gab es gleich online. Ich wurde 43. von 71 Gesamt und 37. von 57 Männern. In der AK M50-59 wurde es der 7. Rang unter 14 Teilnehmern. Das ließ sich dann auch noch sehen. 




Nach meinem Zieleinlauf war ich dann recht schnell erholt und fühlte mich danach sogar besser als noch am Morgen beim Aufstehen. Nach ein paar Unterhaltungen und etwas Trinken ging es wieder nach Hause und es war ein schönes Gefühl, doch noch an einem Wettkampf teilgenommen zu haben. Da kamen auch noch letzte Läufer ins Ziel und es wurden in den 9 Tagen 43099 km und dadurch fast 54000 € Spenden. Ein super Ergebnis. 







Insgesamt waren es am letzten Tag bei den Rennen 184 Teilnehmer, davon 71 über 15 km, 86 im Schülerrennen, und 27 Bambini. Dazu kamen noch die Teilnehmer über 4 km und 8 km. In die Kilometerwertung kamen insgesamt 1441 Teilnehmer. 



Die Strecke:

Donnerstag, 25. Juni 2026

Hauptwanderweg 5 (HW5) - Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg - Teil 1 - Pforzheim - Weil der Stadt am 24.06.2026

Ich schaute schon seit geraumer Zeit auf diesen Hauptwanderweg. Einige Abschnitte auf der Alb und vor allem im Lautertal kenne ich ja schon und dort ist es herrlich. Ich bin zwar gerade ach auf dem HW3, dem HW8, dem HW0 und dem Neckarweg unterwegs, aber so bin ich flexibel bei der Planung. Ost passen die Strecken gerade auf einem bestimmten Weg zur Planung, sei es zeitlich oder von der Länge und dem Profil. Dazu kommen de vielen Baustellen bei der Bahn. Auf jeden Fall war ich schon gespannt auf diesen Weg. Es war in dem Monat der erste längere Trainingslauf, da ich ja bereits zwei Halbmarathons und letzte Woche einen Viertelmarathon als Wettkämpfe absolviert hatte. Ich wollte wegen der Hitze möglichst früh los, aber so ganz früh ging es doch nicht. Ich musste ja zunächst mit Hera eine Runde nach draußen. Dann schließlich mit 5 Minuten Verspätung mit dem RE5 von Biberach nach Stuttgart, dort aber problemlos der Umstieg auf den RE1 nach Pforzheim. Dort wurde es wegen einer Verspätung mit dem Bus eng, aber es klappe und um 9:18 Ur an der Haltstelle Kupferhammer. Das klappte schon mal und nun noch die paar Meter zur Gaststätte Kupferhammer, wo gleich drei Hauptwanderweg (HW5, HW8 und HW10) beginnen, sowie die drei Hauptwege über den Schwarzwald. Ich hatte die ersten beiden Etappen nach Weil der Stadt geplant. 


Die erste Etappe führt über 13 km von Pforzheim nach Steinegg. Es ging also bereits zum dritten mal an der Gaststätte Kupferhammer in Pforzheim los. Diese markiert übrigens den niedrigsten Punkt dieses Fernwanderweges und der höchste stellt das Ziel auf dem Schwarzen Grat bei Isny dar. Es war mit 27° C schon so früh sehr warm und am Ende sollten es noch 34° C werden. Nach wenigen Metern ging es auf einen schönen Pfad oberhalb der Würm, die in Pforzheim in die Nagold mündet. Die ersten rund 5 km sollten im Würmtal entlang führen. Die ersten 14 km waren übrigens identisch mit dem Schwarzwald-Ostweg. Bis auf wenige Passagen ging es über herrliche Pfade, manchmal ganz nah am Wasser und oft eine mystische Ausstrahlung. Das machte total Freude beim Laufen und war en guter Einstieg in diesem Weg. 
















Nachdem es zuvor kurz ein Stück durch Würm ging und dann wieder auf dem Pfad weiter, ging es jetzt links weg und über die Arkbrücke auf die andere Seite der Würm. Dabei war die Strecke bestens markiert und ausgeschildert, auch wenn man an der einen oder anderen Stelle aufmerksam sein musste. Dies sollte sich bis zum Ziel fortsetzen. Es stieg nun deutlich mehr an und ein Forstweg führte hoch zur Ruine Liebeneck. Diese ist shcön anzusehen, aber zu dieser Jahreszeit durch den dichten Bewuchs keine Aussicht. 








An der Ruine vorbei führte nun ein Pfad runter. Dieser war teils sehr steil und bei feuchter Witterung sicher eine Herausforderung. An dem Tag war es aber überall total trocken, weshalb auch die Asics-Schuhe und nicht de Trailschuhe zum Einsatz kamen. Danach führte ein Forstweg runter und es wurde das Tal durchquert und auf der anderen Seite ging es teils steil den Liebenecker Berg auf einem Forstweg hoch. Oben angekommen ging es aus dem Wald und somit auch aus dem etwas kühlenden Schatten. Die Ortschaft Hamberg wurde nun durchquert. Am anderen Ende ging es teils über eine Wiesenweg mit schöner Aussicht weiter. 







Nach links ging es wieder in den Wald und auf einem Pfad runter. Ich erreichte die Waldkapelle Maria Hilf. Von dort waren es nur noch rund 200 m bis zur Burg Steinegg. Diese wird als Freizeitheim genutzt. Dahinter ging es in den Ort Steinegg hoch und Brunnen in der Ortsmitte war das Ziel der ersten Etappe. Der Brunnen bot Gelegenheit, meine Mütze zu befeuchten. Das tat gut, ebenso wie die Trinkpause und ich nahm noch eine Salztablette.. Nebenan gab es einen Dorfladen. Da wollte ich noch zusätzlich was zum Trinken kaufen, er hatte aber nur bis 11 Uhr auf und ich war 30 Minuten zu spät dran. Danach sollte es leider keine Gelegenheit mehr geben. 









Die zweite Etappe führt von Steinegg nach Weil der Stadt und hat mit dem Weg zum Bahnhof gut 15 km. Es ging erst mal in Steinegg ein Stück hoch und dann links weg aus dem Ort raus. Dort nun eine schöne Aussicht auf die neue Landschaft, dem Heckengäu, nachdem die Ausläufer des Schwarzwaldes hinter mir lagen. Nun auch immer wieder Obstbaumwiesen. Nach rund 14 km verabschiedete sich der Ostweg nach rechts. Es ging geradeaus weiter in den Wald und es kam der eine oder andere Anstieg. Aus dem Wald raus dann links weg und einen asphaltierten Wirtschaftsweg runter zum Welzgraben und von dort ein Stück auf einem Weg daneben an der Straße nach Lehningen entlang. Noch vor dem Ort ging es an einem Wegkreuz nach rechts und über die Felder Richtung Büchelberg. Da knallte die Sonne auf den offenen Fluren ganz schön. 








Da war ich froh, den Wald erreicht zu haben, auch wenn es dort auf einem Pfad wieder anstieg. Es wurde oben das Naturschutzgebiet Büchelberg mit einer schönen Wacholderheide erreicht. Dort ging es nun flach auf Naturwegen mit den einen oder anderen Wurzeln weiter. Es erwartete mich noch eine schöne Aussicht auf das Heckengäu. Die Pause an der Bank fiel aber kurz aus, da es keinen Schatten gab. Ein Grasweg führte dann runter Richtung Münklingen. 








Es ging oberhalb des Ortes weiter und ein Sträßchen führte, an der Jakobshütte vorbei, an den oberen Ortsrand. Dort konnte ich nach dem Ort nochmals die herrliche Aussicht genießen. Es lief doch noch überraschend gut. Dabei war ich immer bedacht, die Belastung möglichst gering zu halten. Dies klappte bei einem durchschnittlichen Puls von 125 und einem Höchstwert von 148 hervorragend. 





Der Weg führte zum Köpfle. Dabei ein Wechsel von Waldabschnitten, oft mit Pfaden und offenen Fluren. Es ging nun auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg, teils auch über Schotter, oberhalb der Ortschaft Merklingen weiter. Da gab es immer wieder Gelegenheit die Aussicht zu genießen. An der Kreuzung "Am Bergweg" nochmals eine tolle Aussicht und nach rechts weg steil hoch. Es war der letzte größere Anstieg. Danach ging es zum Glück im Wald weiter und meist auf Pfaden. 












Aus dem Wald raus und über einen Parkplatz hatte ich das obere Ende von Weil der Stadt erreicht. Auf dem Gehweg ging es nun runter in die Stadt. Nach links wäre es zum Bahnhof gegangen. Ich lief aber noch recht weg und runter in die Altstadt zum Marktplatz. Dort war es mit den Fachwerkgebäuden und den Brunnen richtig schön. Neben dem Rathaus gibt es das Kepler-Museum. Der berühmte Mathematiker ist in Weil der Stadt geboren. Die Brunnen spendeten vor und nach der Einkehr in der Gartenwirtschaft des Pubs Altes Rathaus auf dem Marktplatz eine Erfrischung. Die Alttsdat ist auf jeden Fall sehr sehenswert. 








Es war Zeit aufzubrechen. Es ging wieder hoch und nach rund 700 m war ich am Bahnhof und kaufte erstmal noch Getränke. Dann kam eine verspätete S6 und ich kam sogar 4 Minuten früher weg und hätte in Stuttgart rund 30 Minuten für den Umstieg gehabt. Nach kurzer Fahrt dann aber 30 Minuten Unterbrechung und dazu keine Klimaanlage. Dann hätte es knapp doch noch gereicht, aber wegen der Verspätung Fahrt nur bis Feuerbach und nicht mehr zum Hauptbahnhof. Eine bodenlose Sauerei. Selbst der Lokführer hatte übrigens keine Infos weshalb die Unterbrechung so lange war. Also in Zuffenhausen Umstieg auf die nächste S-Bahn und vielleicht hätte ein Sprint vom Hauptbahnhof Tief nach oben noch gereicht, zumal ich mich gut erholt fühlte. Dann vor dem Bahnhof wieder Wartezeit. Also eine Stunde Aufenthalt in Stuttgart. Da stand aber gerade der MEX12 nach Tübingen und mit dem fuhr ich bis Esslingen. Dort ist es deutlich schöner als am Stuttgarter Bahnhof und eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und ein Abstecher zum Alt-Neckar. Dann noch knapp 1 1/2 Stunden Horror in der RE5 nach Biberach. Es funktionierte auch dort die Klimaanlage nicht und beim Ausstieg in Biberach fühlten sich selbst die 34° C erholsam an. Nichtsdestotrotz war die Strecke selbst traumhaft und ich war sehr positiv überrascht. Das macht Vorfreude auf den weiteren Verlauf. 



Die Strecke: