Freitag, 6. Februar 2026

Albschäfer Weg Teil 4 - Steinheim am Albuch - Heidenheim am 05.02.2026

Nach knapp drei Wochen ging es gestern auf dem Albschäferweg weiter. Es wurde nur gut drei Wochen vor dem Neckarufer Marathon in Stuttgart Zeit für einen ganz langen Lauf. In den letzten Wochen leider kaum zum Trainieren gekommen. Die zuletzt aufgetretenen Probleme scheinen nun auch überwunden. Am Mittwoch noch über gut 9 km ein gelungener Test mit Hera. Der Donnerstag war mein zweiter freier Tag und die Wetterprognosen sehr gut. Da nahm ich mir auf dem tollen Albschäferweg die Etappen 5 und 6 vor und damit knapp 35 km. Ich hatte mich für eine eine etwas spätere Abfahrt kurz vor 9 Uhr entschieden und konnte gemütlich in den Morgen starten. Die Anfahrt war dann mal wieder spannend. Mit dem Bus nach Biberach und von dort mit dem Zug nach Ulm und Umstieg auf den RE50 Richtung Aalen. Da passte alles und bei der Kälte eher jeweils etwas zu lange Wartezeiten. Der RE50 schaffte es aber mal wieder viel zu spät in Heidenheim anzukommen. Wann bekommt man mal die Probleme an dem Bahnübergang in Griff? 9 Minuten Verspätung bei 7 Minuten Zeit für den Umstieg auf den Bus der Linie 30 nach Steinheim. Ich rannte dennoch in Richtung ZOH anstatt ZOB los und da kam der Bus von links und bog links in die Olgastraße ab. Dort gibt es eine Haltestelle und Abfahrt um 10:44 Uhr. Dank einer roten Ampel den Bus eingeholt und keine Ahnung wie ich es in den zwei Minuten schaffen konnte. Auf der Fahrt fiel dann noch die Anzeige im Bus aus, aber von der letzten Rückfahrt hatte ich mir die Haltestelle Ried im Gewerbegebiet gemerkt. Damit noch wie geplant und glücklich angekommen. Insgesamt dauerte die Anfahrt 2:06 Stunden, was echt geht. Es war jedoch von der vorhergesagten Sonne nichts zu sehen und nur Nebel bei kühlen 0° C. 


 Ich musste zunächst von der Haltestelle die 1,6 km erst durch das Gewerbegebiet und dann über Felder zum Schafhof Smietana laufen. Ab hier dann wieder die markante blau-weiße Markierung des Albschäfer Weg und die 5. Etappe führt von Steinheim nach Zang. Ich kann es hier gleich vorwegnehmen: auf der gesamten Strecke war die Beschilderung und Markierung vorbildlich, was ein stressfreies Laufen von dieser Seite bedeutete. Die Wanderkarte konnte ich diesmal getrost im Rucksack lassen, der durch die Getränke und die Wechselkleidung doch etwas schwer war. Bereits bei dem Weg über die Felder lag teils viel Schnee. Auch dies sollte für die gesamte Strecke mit Ausnahme der richtig kurzen Abschnitte durch besiedeltes Gebiet gelten. Es ging vom Schafhof ein Asphaltsträßchen leicht bergauf. An einer Tafel mit Informationen über Schaftriebe, ging es nach links und eben auf einen solchen steil hoch über die Hitzinger Steige. Immer wieder gab es interessante Infotafeln. Oben angekommen über die Straße und dann über den Zanger Berg. Dort auf schneebedeckten Pfaden leicht wellig weiter mit schöner Aussicht, auch wenn dieses durch die Witterung etwas getrübt war.






Nachdem es noch einmal runter ging, folgte ein kurzer, aber steiler Anstieg und der Kinderfestplatz war erreicht. Dort wurde das Sedansfest im Gedenken an den Sieg über Frankreich in der Schlacht von Sedan 1870 gefeiert. Es ging am Waldrand mit einem Aussichtspunkt weiter und dann runter ins Höllental auf einem breiteren Weg. Von dort ging es auf Pfaden im Wald wieder steil hoch und im weiteren Verlauf etwas wellig über offenes Gelände. 







An dem Tag war wegen dem Schnee von Wegen oft nichts zu sehen. So auch runter ins Doschental mit der Schreiberhöhle (diese sah ich nicht, aber vielleicht ja weil im Schnee kein Abzweig zu erkennen war). Auf einem Pfad ging es durch das recht enge Tal abwärts. 




Ich kam nun an den unteren Zugang zum Wental. Ich wollte dort schon so lange mal laufen und endlich war es so weit. Die nächsten rund 4 km ging es leicht ansteigend durch das Tal. Dabei gab es auf dem Weg wenigstens Spuren. Durch den Schnee und immer wieder glatte Stellen war es aber kraftraubend. Dennoch lief es ganz gut und nach dann bald 10 km fühlte ich mich gut. In dem Tal gab es immer wieder faszinierende Felsformationen. Die markanteste ist sicher das bekannte Wentalweible. Dazu gibt es auch eine Sage. Nach 4 km hatte ich am Gasthof Wental die Landesstraße erreicht. 
















Es ging über die Straße und am Parkplatz vorbei und hier traf ich dann auch mal auf ein paar Wanderer. Es ging die nächsten rund 400 m durch das Felsenmeer. Eine interessante Ansammlung an Felsen. Dort traf ich auch auf einen Schneemann. 





Nach dem Felsenmeer ging es noch ein Stück durch das Tal und von dort nach rechts weg in den Wald und bergauf. Im weiteren Verlauf dann auf Forstwegen und immer wieder kleine Anstiege. Hier kam nach rund 15 km prompt so langsam die Sonne raus. Die Temperatur stieg aber auf gerade mal 3° C an. Da ließ ich die Jacke an, zumal es in schattigen Bereichen doch recht frisch war. Meine Inov8-Trailschuhe machten sich übrigens bestens. Aus dem Wald raus war die Rodungsinsel von Zang erreicht und die ersten Häuser erkennbar. Es ging am Waldrand entlang weiter bis zu einer Schäferstele mit Sitzgruppe. Dort machte ich eine kurze Trinkpause und nahm eine Salztablette zu mir. Noch wenige Meter und dann war am Waldparkplatz nach gut 17 km das Ende der 5. Etappe erreicht. 






Die zweite Etappe des Tages, die insgesamt sechste, führt von Zang nach Heidenheim. Es war an diesem Tag ein totaler Kontrast zur ersten, da mich nun die Sonne begleitete. Es ging erst mal längere Zeit auf Pfaden, Wegen und auch Sträßchen (die aber auch schneebedeckt waren) am Siedlungsrand entlang. Danach am Waldrand und in den Wald rein. Dort auf einem Forstweg runter. Dieser war im letzten Abschnitt vor der Verbindungsstraße von Steinheim nach Königsbronn sehr glatt. Da musste ich vorsichtig ganz am Rande laufen. Nach der Überquerung der Straße ging es wieder in den Wald und dort auf einem herrlichen Pfad weiter. Nur ein kurzer Abschnitt war durch Holzfällarbeiten sehr holprig (ich dachte schon, dies blieb mit diesmal erspart). Aus dem Wald raus war die Waldsiedlung von Königsbronn erreicht und es ging ein gutes Stück durch die Siedlung. Ansonsten waren die beiden Etappen sehr naturnah. 






Nach der Waldsiedlung ging es wieder auf Pfaden weiter und an einem Abzweig bestand die Möglichkeit zu einem Abstecher zur Ruine Herwartstein. Ein Pfad führte gut 100 m dorthin. Von der ehemaligen Burg gibt es nur wenige Mauerreste, aber dafür eine herausragende Aussicht in Brenztal und auf Königsbronn. Die rund 300 m hatten sich mehr als gelohnt. 










Wieder zurück ging es nach links auf einen ansteigenden Forstweg. Dort oben angekommen ging es in einem fast 360° Linksbogen weiter und durch tiefen Schnee auf einem breiten Pfad runter. Am Waldrand angekommen dann scharf nach rechts und auf einem Pfad oberhalb von Königsbronn weiter in den Teilort Itzelberg. Dort über den Bahnübergang und dann ist schon der Itzelberger See erreicht. Was für ein Gegensatz zur bisherigen Strecke war dieses strahlende Blau. Der Weg am See entlang war aber nicht so toll, da er entweder vereist oder extrem matschig war. Da lief ich mehr im Schnee daneben. Etwas Zeit hatte ich dabei aber auch zur Beobachtung der dort häufigen Wasservögel. Ich war sehr gut in der Zeit. 








Am Ende des Sees ging es nach rechts und an der Straße recht steil hoch und aus dem Ort raus. Auf Höhe des Forstlichen Bildungszentrums ging es nach links und in den Bannwald "Siebter Fuß". Nach einem flachen Abschnitt (aber mit viel Schnee) ging es rechts weg nochmals sehr steil nach oben. Dort angekommen ging es auf einem Forstweg rund einen Kilometer runter. Dabei tatsächlich mal schneefrei und ich konnte es etwas laufen lassen. Es ging aus dem Wald raus und über die Lichtung Eichelesäcker. Dort ging es zunächst am Waldrand weiter und im Wald nach rechts und nach einem kurzen, steilen Anstieg nach links. Auf Forstwegen ging es von dort immer leicht ansteigend nach oben und danach wellig weiter. Es lief angesichts der bald 30 km und bei dem Untergrund echt passabel. An den steileren Ansteigen war es natürlich etwas zäh. 







Auf der zweiten Hälfte des 30. und der ersten Hälfte des 31. Kilometer sollte aber der härteste Teil des Tages kommen. Aus dem Wald raus ging es auf eine Wiese. Dort lag noch sehr hoher Schnee und zudem war kein Weg bzw. Pfad erkennbar. Ich sank dauernd ein und die Füße richtig kalt mit nur noch wenig Gefühl. Das war ein Kampf bis zum Erreichen der Straße. Dort dann über die Straße zum Wanderparkplatt und wieder in den Wald. Es ging zunächst auf breiten Forstwegen weiter und ein schönes Gefühl, wieder normal laufen zu können. Hier stieß der HW4 auf den Albschäferweg und bekleidete mich bis zum Ende für gut 4 km. Es ging nun immer wieder über schöne Pfade. Nach einer Unterführung ging es schnell wieder in den Wald und ein Pfad führte aus diesem heraus zum Naturfreundehaus Am Hahnenschnabel. Hier endete die Etappe mit einer Schäferstele und schöner Aussicht auf Heidenheim und das Brenztal. Ich hatte es also prompt geschafft diese beiden wegen der Verhältnisse anstrengenden Etappen zu absolvieren. 








Geradeaus weiter führt der HW4 gut markiert ca. 1,5 km zum Bahnhof. Die ersten gut 400 m hatten es aber in sich. Der an sich herrliche Pfad war teils sehr vereist und dabei rechts der Hang und links ging es runter. Da war nicht viel Platz zum Ausweichen. Irgendwie hab ich es geschafft, ohne mich hinzusetzen. Danach durch die Stadt und nach 34,85 km mit 656 Hm hatte ich den Bahnhof erreicht. Da bin ich dann doch fitter als gedacht und einen Tag danach spüre ich kaum etwas von dem Lauf. Der Albschäferweg ist auf jeden Fall weiterhin ein wunderbarer Fernwanderweg. 



Die Rückfahrt war dann völlig entspannt. Ich konnte von Heidenheim mit dem Zug nach Ulm und von dort nach Biberach. Dort kam ich trotz etwas längerer Wartezeit in Ulm nach 1:44 h an. 

Die Strecke: