Freitag, 23. Oktober 2026

19. Ensinger Laufcup (Eselsburg-Trail) in Vaihingen an der Enz-Ensingen am 17.10.2026

So wie in den vergangenen beiden Jahre wollte ich dieses Jahr unbedingt an dieser Veranstaltung teilnehmen. Da es mein zweiter freier Tag war, passte es optimal. Allerdings wäre an dem Tag auch der Bolberg-Trail auf der Schwäbischen Alb gewesen, an dessen ersten beiden Austragungen ich teilgenommen hatte und der nun zwei Wochen später stattfand. Am Ende entschied ich mich aber für die vierte Auflage des Eselsburg-Trail, der im Rahmen des Ensinger Laufcups ausgetragen wird. Die Startgebühr betrug dabei 29 €. Bei den Läufen über 10  km und 5 km waren es 15 € bzw. 8 €. Das ist im Vergleich dann doch noch recht fair. . Es gab auch wieder die Läufe über 10 km und 5 km, sowie Nachwuchsläufe. Die Anfahrt erfolgte wieder mit dem ÖPNV und dabei zunächst mit dem RE5 von Biberach nach Stuttgart. Dort erwischte ich beim RE1 die frühere Verbindung und lieber am Bahnhof in Vaihingen an der Enz etwas länger warten. Das stellte sich auch als richtig heraus, da es danach Ausfälle und Verspätungen gab. Der Bus kam mal wieder zuverlässig und nach wenigen Minuten Fahrt war ich in Ensingen. 


Nach der Ankunft ging es die wenigen Hundert Meter zum Veranstaltungsgelände bei der Kelter. Dort war diesmal schon deutlich ehr los als die vergangenen Jahre. Es wurden aber auch Nachwuchsläufe früher durchgeführt. Ich holte meine Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Danach traf ich auch hier zwei gute Bekannte. Nach kurzer Unterhaltung machte ich mich mal an ein kleines Aufwärmen, um zu testen wie es passt. Da hatte der Regen zum Glück deutlich nachgelassen und es war noch Nieseln. Ich fühlte mich auf der kurzen Strecke super wohl. 





Der Start zum Eselsburg-Trail mit 24 km und 700 Hm erfolgte um 13:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 32. Wettkampf. Es hatte 12° C und es nieselte noch leicht. Da konnte ich ganz in kurz laufen und bei den Schuhen natürlich die Inov-8-Trailschuhe. Da es gleich vier Verpflegungspunkte gibt, musste ich nichts mitnehmen. Es war ja auch eine eher kurze Strecke und das Wetter sehr läuferfreundlich. Allerdings erwartete ich deutlich schwierigere Streckenverhältnisse als letztes Jahr. Da war alles trocken und nun wohl ähnlich wie 2024 und noch etwas Nässe von oben dazu. Es ging zunächst ein Stück durch den Ort, aber nur rund 500 m. Dann rechts weg über eine Brücke und am Rande der Siedlung auf einem Sträßchen hoch und zwischen Streuobstwiesen in Richtung Weinberge. Dort ging es erst mal meist noch etwas bergauf, mal mehr, mal weniger. Dann ging es runter und ich ließ es laufen. Die Aussicht war bei dem trüben Wetter leider nicht so gut wie in den Jahren davor. Nach links ging es noch ein Stück runter und dann nach links in den Wald. Dort wechselte der Untergrund und es ging auf einem Waldweg und dann einem Pfad weiter. Dabei stieg es immer mehr an. Es ging nun hoch in Richtung Eselsburg-Turm. Ein kurzes Stück ging es wieder auf der Straße hoch, dann aber gleich wieder rechts weg auf den nächsten Pfad und hoch am Turm vorbei und an ein paar Aussichtspunkten, die ich diesmal aber links liegen ließ. Anschließend ging es für längere Zeit auf einem schönen Pfad flach weiter und nach ca. 5,7km kam die erste von vier Verpflegungsstationen. Es waren eigentlich zwei, die aber so lagen, dass man zwei Mal vorbei kam. Ich konnte bei der Witterung zunächst darauf verzichten. Es ging auf dem schönen Pfad weiter und dann auf einem Forstweg ein Stück bergab. Von diesem dann rechts weg und auf den ersten Downhill. Dieser Pfad hat es bei der nassen Witterung in sich. Das war wie 2024. Im letzten Jahr war ja alles trocken. Deshalb etwas vorsichtig und dann unten links weg und es folgte ein längerer, aber meist moderater, Anstieg auf Forstwegen. Da konnte ich schnell wieder aufholen und es lief dann doch überraschend gut. Auf dem 9. Kilometer dann der am Stück erst mal größte Anstieg, aber es passte super. Danach wieder auf Pfaden und am Ende etwas steiler runter. Dort kam nach gut 10 km die zweite Verpflegungsstation und ich nahm ein paar Schluck Wasser. Es ging ein Stück neben der Straße auf einem Radweg runter und nach der Überquerung auf der anderen Seite zurück. In einem Linksbogen führte der Weg wieder in den Wald und auf einen Forstweg. Es stieg die nächsten beiden Kilometer doch wieder ordentlich an. Dabei folgte am Ende des 13. Kilometer auf einem Pfad ein kurzer Abschnitt mit Begegnungsverkehr. Der Pfad führte an der Hangkante entlang und dann wieder abwärts. Es war dort recht gut zu laufen und auf dem anschließenden Forstweg links weg konnte ich gleich wieder gut Tempo machen. Ich hatte erwartet, dass ich mich zeitlich vielleicht zwischen den Zeiten der Vorjahre bewegen könnte. Nach links folgte der nächste Pfad und dabei auch der nächste Anstieg. Dieser war richtig heftig und der 15. Kilometer wies so auch einen Nettoanstieg von 84 m auf. Es kamen noch zwei Baumhindernisse dazu, die es nun zusätzlich gab. Allerdings war man bergauf eh nicht schnell und so hatte ich wohl kaum was an Zeit verloren. Es folgte wieder der Pfad mit dem Begegnungsverkehr und wie in den beiden letzten Jahren kam mir dort ein guter Bekannter entgegen. Diesmal dann geradeaus auf einen Forstweg und durch ein Drehkreuz. Nach einem letzten kleinen Anstieg ging es aus dem Wald raus und wieder in die Weinberge. 








Es ging nach 15 km  auf Asphalt weiter und dabei eine herrliche Aussicht über die Weinberge hinweg. Auf dem Sträßchen nun immer mehr bergab und ich ließ es laufen. Es folgte die Straßenüberquerung und dann ging es links weg etwas bergauf zu dem Versorgungsstand, wo ich nach ca. 16,7 km nochmals etwas Wasser nahm. Der We führte erneut in den Wald und auf schönen Forstwegen tendenziell bergab. Es lief noch immer richtig flüssig und ich konnte ein paar Läufer ein- und überholen. Dann rechts weg auf den letzten großen Anstieg. Der Pfad führte nochmals steil hoch, aber dafür richtig schön und diesmal kam es mir gar nicht so lange vor. Allerdings rechts weg dann nochmals ein kurzer, heftiger Anstieg. Auf dem anschließenden Pfad lief es dann nach etwas zähem Beginn richtig gut und ich konnte zwei jüngere Kontrahenten regelrecht stehen lassen. Die Verpflegung kurz nach km 21 konnte ich auslassen und dann aus dem Wald raus und erneut eine herrliche Aussicht auf Ensingen und den am Anfang bewältigten Weg durch die Weinberge. Ich ließ es auf dem Sträßchen bergab laufen und die Kilometer 22 und 23 wurden so der schnellste und drittschnellste des Tages. Die Beine fühlten sich noch gut an Am Ende des Downhills nochmals über einen Pfad und da überholte ich 2,5 km vor dem Ziel einen Läufer, der nur kurz folgen konnte. Nach rechts nochmals über einen Feldweg am Waldrand und dann links weg und wieder an den Ortsrand von Ensingen und wie anfangs über das Brückchen. Dort am Ende aber nicht nach links, sondern nach rechts und dort eine längere Schleife. Da wollte ich mich nach hinten absichern und kämpfte mich den kurzen Anstieg hoch. Es tat durchaus weh, aber nach hinten nun einen riesen Vorsprung und ich lief vorne an zwei junge Läufer ran. Es ging in den Ort und da beschleunigte einer. Den anderen konnte ich aber halten und ich lief am Ende mit einer 4er-Pace an ihm vorbei und kam nach 2:34.38 h ins Ziel und hatte, was ich noch nach 20 km nicht für möglich hielt, meine dort beste Zeit aus dem Vorjahr um 10 Sekunden verbessert. Dabei waren es schwierige Streckenverhältnisse, allerdings eine zum Laufen herrliche Luft. Die Streckenlänge betrug wieder ca. 24,5 km und dabei 696 Hm. Ich wurde damit 85. von 134 Gesamt und bei den Männern 79. von 110. In der AK M55 war es der etwas undankbare 4. Platz von 10. Da reichte es nur 2024 mit der bisher schwächsten Zeit zum Podest. Allerdings sind es seither auch mehr Teilnehmer. Die Ergebnisse gab es gleich online. Mit den Urkunden dauerte es dann bis Dienstag. 






Nach meinem Zieleinlauf musste ich durch die so schnellen letzten Kilometer und den Endspurt doch etwas länger durchatmen, doch dann fühlte ich mich schnell richtig gut erholt. Ich trank dann erst Mal einiges und es gab natürlich Getränke von Ensinger. Ich holte meinen Rucksack, den man deponieren konnte und zog mich in dem kleinen Zelt in der Kelter um. Dann erfuhr ich, dass der Zug nach Stuttgart ausfällt. Das war extrem ärgerlich. Ich nahm aber den nächsten Bus und dann gleich nach Bietigheim-Bissingen mit dem Zug und von dort nach Stuttgart. Anstatt noch 45 Minuten zu warten, fuhr ich wenige Minuten später mit der nächsten Verbindung nach Esslingen und dort zu einem guten Metzger in der Nähe des Bahnhofs und im Warmen eine kleine Stärkung, bevor es 30 Minuten später nach Biberach ging, wo ich eine Stunde später als geplant und nun recht spät ankam. Da ist es aber gut, dass ich mich auf den Verbindungen durch die vielen Trainingsläufe gut auskenne. Esslingen war auf jeden Fall wieder die bessere Wahl um Zeit zu verbringen. Die Veranstaltung ist auf jeden Fall richtig super und eine klare Empfehlung. 





Insgesamt waren es 1093 Teilnehmer, davon 134 beim Trail über 24 km, 185 über 10 km, 319 über 5 km, 596 bei den Schülerläufen über 1,5 km und 159 Bambini. 



Die Strecke:

Dienstag, 13. Oktober 2026

13. Giengener Stadtlauf in Giengen an der Brenz am 11.10.2026

Nachdem es in den letzten Jahren mit dieser Veranstaltung nicht klappte, wollte ich in diesem Jahr unbedingt das erste Mal teilnehmen. Der Termin lag einigermaßen günstig, nämlich nach meinem Nachtdienst und somit hatte ich zumindest schon mal frei und der Start um 13:00 Uhr bedeutete, dass ich zumindest ein wenig schlafen konnte. Ich hatte mich für die 10 km angemeldet. Die Startgebühr betrug 15 €. Es gab noch einen Lauf über 5 km, für den eine Gebühr von 12 € fällig war. Daneben gab es noch Nachwuchsläufe und über 5 km war auch Walking möglich. Die Anfahrt nach Giengen ist für mich praktisch. Da bin ich mit der Bahn kaum langsamer als mit dem Auto und dabei keine Parkplatzsuche und weniger Stress. Ich konnte zumindest knapp 4 Stunden schlafen und dann ging es mit dem RE3 nach Ulm und dort eine großzügige Umstiegzeit. Mit dem RE50 dann nach Giengen, wo ich um 12:25 Uhr fast pünktlich eintraf und noch eine gute halbe Stunde Zeit hatte. 

Der Weg vom Bahnhof bis zur Schranne in der Innenstadt, wo Start und Ziel waren, betrug nur 800 m. Diese nutzte ich gleich mal für ein kurzes Aufwärmen und lief am Ende auf einem Teil der späteren Strecke. Der Start- und Zielbereich war kaum zu verfehlen, liegt er doch bei der Kirche mit dem markanten Doppelturm. Bereits auf dem Weg traf ich auf erste Bekannte und s sollten noch viele werden, bin ich schließlich öfters in diesem Bereich bei Wettkämpfen. Ich holte meine Startnummer und dann brachte ich meinen Rucksack in das Obergeschoss der Schranne. 




Der Start zu den Läufen über 10 km und 5 km, sowie dem Walking über 5 km, erfolgte gemeinsam um 13:00 Uhr. Es war für mich der 31. Wettkampf in diesem Jahr. Es hatte 13° C war leicht bewölkt bzw. ab und zu dann auch mal etwas stärker bewölkt. Dabei blieb es trocken, allerdings war es auch recht windig. Insgesamt aber richtig gute Bedingungen für einen Wettkampf. Da lief ich in ganz kurz, aber mit Armlingen und Stirnband. Bei den Schuhen durfte auf dem Kurs natürlich die Puma ran. Ich startete etwas weiter hinten, hatte ich schließlich "nur" eine Zeit von so 51 - 52 Minuten erwartet. Da wurde es anfangs recht zäh, da es eng war und viele doch sehr verhalten starteten. Es ging leicht aufwärts und dann erst mal runter in Richtung Branz. An dieser entlang dann weiter und den ersten Kilometer trotz dem langsamen Start noch in 4.59 min. Nun gab es eine Schleife im Wohngebiet und den zweiten Kilometer ebenfalls in 4.59 min. So langsam hatte sich das große Teilnehmerfeld auseinandergezogen. Es gab einen leichten Anstieg die Brücke hoch. Dann wieder etwas runter und aus er Stadt raus und nach knapp 3 km ein Verpflegungsstand Bei der Witterung und der doch kurzen Strecke musste ich aber nichts trinken. Es ging auf einem Kiesweg weiter und über ein Brückchen. Da wurde ich wieder etwas ausgebremst. Danach der dritte Kilometer in 5.05 min. Es ging nun durch ein Gewerbegebiet und dort merkte man den Wind deutlicher, zumal nun nur wenige Läufer in meinem Bereich waren. Den vierten Kilometer dann in 5.04 min. Es ging wieder in die Innenstadt und dort die Fußgängerzone hoch. Immer wieder wurde man angefeuert. Ich fühlte mich nun richtig gut und war echt erstaunt, wie es lief. Es war von dem wenigen Schlaf nichts zu merken. Der fünfte Kilometer war zwar etwas langsamer, aber da ging es am Ende ja etwas bergauf und ich nah auch bewusste etwas Tempo raus. So lief ich nach 25.00 min in die zweite Runde. Die 5 km erreichte meine Uhr kurz darauf nach 25.15 min. 






Es ging in die zweite Runde und da waren vor mir erst mal alle weg, da es nur Läufer über 5 km waren. Nun konnte ich völlig frei laufen. Das war ganz anders als noch zu Beginn. Allerdings anfangs etwas hoch und das war nun doch zäh. Dann ließ ich es zur Brenz runter wieder laufen und den 6. Kilometer in 4.59 min und den nächsten sogar in 4.56 min. Sollte es am Ende vielleicht sogar eine Zeit unter 5ß0 Minuten werden? Ich konnte den einen oder anderen Konkurrenten nun ein- und überholen. Auch die Brücke hoch passte es und dann ließ ich es wieder runter rollen. Ich lief absolut konstante Kilometerzeiten. Die Verpflegung ließ ich erneut aus. Dann durch das Gewerbegebiet. Da musste ich irgendwie durchkommen, dann war am Ende alles drin. Davor kamen ein paar wenige Tropfen, aber dabei blieb es und  nun kam sogar etwas die Sonne raus. Noch einmal Anfeuerung und dann die Fußgängerzone wieder hoch. Ich kämpfte mich durch und es ging rechts weg und danach gleich link und ich hatte das Ziel vor Augen. Es kamen noch zwei jüngere Läufer hinter mir, aber ich konnte im Endspurt die Position halten. Ich erreichte das Ziel nach 49.43 min auf meiner Uhr und lief damit die zweite Hälfte sogar schneller und es war eine neue Jahresbestzeit und seit langer Zeit der erste 10er unter 50 Minuten. Damit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Es kamen noch 6 Sekunden dazu, da es keine Nettozeit gab, aber de 49.49 min änderten dann auch nichts mehr. Es war in der Gesamtwertung Rang 90 von 167 und 78. von 130 Männern. In der AK M55 reichte es zu Rang 8 von 13. Die Ergebnisse gab es gleich online. Die Urkunden wurden dann am Dienstag zur Verfügung gestellt. 






Nach meinem Zieleinlauf war ich dann wieder sehr schnell erholt. Ich hatte aber nicht mehr viel Zeit, denn nach ein paar kurzen Gesprächen waren es nur noch knapp 15 Minuten bis zur Abfahrt des Zuges. Also schnell den Rucksack geholt und zum Bahnhof ein kurzes Auslaufen. Die RS5 kam dann pünktlich und in Ulm diesmal 30 Minuten Zeit und, da der RE3 bereits dastand, ein entspanntes Warten und mit nur einer Minute Verspätung in Biberach. Da passte an dem Tag auch der ÖPNV perfekt. Die Veranstaltung war auf jeden Fall bestens organsiert und die Strecke trotz der langen Runde von 5 km alles andere als langwierig. Es gab zwar viele Ecken, aber insgesamt konnte man doch recht flüssig laufen und es waren auch nur 44 Hm. Beim Untergrund zumindest ein kurzes Stück auch mal ein Kiesweg und nicht nur Asphalt. 



Insgesamt waren es 571 Teilnehmer, davon 167 über 10 km, 225 über 5 km, 10 beim Walking über 5 km und 169 in den Schülerläufen. 

Ergebnisse: https://www.sas-online.net/eventportal_bs/839/results

Veranstalter: https://www.tsg-giengen.de/de/Stadtlauf/

Die Strecke:

Samstag, 10. Oktober 2026

48. Biberacher Herbtwaldlauf in Biberach an der Riß am 07.10.2026

Diese Veranstaltung ist bei mir praktisch Pflicht. Nicht nur, dass sie in nächster Nähe stattfindet, sondern es sind doch einige Besonderheiten damit verbunden. Es war eine von drei Veranstaltungen in meinem ersten Jahr mit Wettkämpfen 2011. Ich hatte seither auch immer teilgenommen und so nebenbei auch immer in der AK einen Podestplatz erreicht. Es kommt noch dazu, dass ich dort 2016 erstmals die Marke von 100 Wettkämpfen in einem Jahr erreicht hatte. Die Fahrt ist für mich nur gut 20 km und rund 20 Minuten lang und diesmal war auf dem Parkplatz schon ganz schön was los. Man erst vor Ort über 5 km oder 10 km Laufen  zw. Walking an. Die Startgebühr beträgt lediglich 4 €. Es war für mich die insgesamt 15. Teilnahme. 

Nachdem ich mich angemeldet und meine Startnummer empfangen hatte, konnte ich einige Bekannte begrüßen. Danach folgte eine kurze Aktivierung von einem Kilometer. In der vergangenen Woche hatte ich die Marke von 100 km übertroffen und dazu  über 1500 Hm. In dieser Woche dann am Dienstag einen langen Trail von knapp 30 km. Da konnte ich, auch nach den drei langen Wettkämpfen an den letzten Wochenenden (zwei Marathons und ein 4-Stunden-Lauf) nicht viel erwarten. Die Beine fühlten sich auch noch alles andere als locker an. 

Nachdem die Nordic Walker über 10 km und 5 km bereits um 17:00 Uhr gestartet waren, folgte um 17:30 Uhr der Start über 5 km. Da war ein ordentliches Feld beisammen. Es war in diesem Jahr mein 30. Wettkampf. Es hatte noch 21° C und war leicht bewölkt. Ein super Wetter, aber nicht unbedingt optimal beim Laufen, zumal es eine doch recht hohe Luftfeuchtigkeit hatte. Dafür war die Strecke in einem perfekten Zustand und ich lief mit den Puma-Schuhen. Ansonsten natürlich in kurz. Ich erwartete nicht allzu viel und auf jeden Fall die bisher schwächste Zeit dort. Ich rechnete mit gut 26 Minuten. Auf dem ersten Kilometer geht es anfangs immer leicht bergauf. Ich startete diesmal etwas weiter hinten und verhalten. Am Ende beschleunigte ich noch etwas um mit 4.57 min wenigstens noch unter 5 Minuten zu bleiben. Ich hatte inzwischen schon ein paar Läufer überholt. Nun ging es leicht wellig zum Forsthaus und dort  kurz etwas runter. Danach rechts weg und es folgte der längste Anstieg. Der ist schon ordentlich und kann sich ziehen. Ich kam noch ganz gut durch, aber kurz danach den zweiten Kilometer in nur 5.23 min. Auf einer dann recht langen Geraden geht es weiter und tendenziell immer noch leicht ansteigend. Ich konnte nun meine Position sicher halten und nach vorne zu einigen etwas aufschließen. Es ging nach rechts und die Strecke war wieder optimal ausgeschildert. Nach einem kurzen, flachen Stück, war nach weiteren 5.22 min der dritte Kilometer geschafft. Eine Pace von am Ende unter 5 Minuten würde nicht drin sein. Es ging erst mal ein gutes Stück bergab und dann war ich überrascht, dass weiter vorne zwei Läuferinnen geradeaus laufen und nicht wie üblich am Hermannsteich nach rechts. Ich erfuhr später, dass die Strecke wegen Waldarbeiten geändert werden musste. So ging es nochmals ordentlich hoch. Danach rechts weg und noch eine weitere Welle. Dann endlich der vierte Kilometer uns bis dahin immer ein Nettoanstieg. Der nicht einfache vierte Kilometer war mit 5.12 min recht ordentlich. Da ich de Strecke kannte, wusste ich, dass diese in dem Jahr länger ist und ich rechnete mit rund 80 anstatt knapp 70 Hm. Es waren am Ende 5,16 km und 82 Hm. Es ging jetzt erst mal relativ steil runter und da konnte ich es sogar schön laufen lassen. Es passte nun viel besser als noch zu Beginn. Nach hinten war ich so abgesichert, aber an den Läufer vor mir kam ich nicht mehr ganz heran. Immerhin konnte ich auf der langen Zielgeraden meine Pace von knapp über 4 Minuten gut halten. Nach 25.35 min hatte ich die 5 km absolviert und damit noch schneller als erhofft und am Ende standen im Ziel 26.25 min auf der Uhr. Das reichte im Feld der 47 Teilnehmer zu Gesamtplatz 19. In der AK M55 zumindest noch Rang 2 und damit zum 15. mal in Folge dort auf dem Podest. Der Sieg wie im letzten Jahr war nicht drin. Ich war aber nach den harte letzten Wochen total zufrieden. Es geht auch noch halbwegs schnell. 



Nach meinem Zieleinlauf war ich super schnell erholt und die Beine fühlten sich an, als ob ich gar nicht groß gelaufen bin. Ich wartete mit Sebastian Kuhn noch den Sieger über 10 km ab und führte noch die eine oder andere Unterhaltung. Danach trank ich bei der Zielverpflegung auf dem Parkplatz och was. Mit den Ergebnissen dauert es immer etwas. Diese waren dann am Freitag gegen Abend eingestellt und am Samstag konnte man auch seine Urkunde drucken. 





Insgesamt waren es 103 Teilnehmer, davon 50 über 10 m, 47 über 5 km, 4 beim 10 km Walking und 2 beim5 km Walking. 

Ergebnisse: https://ladv.de/veranstaltung/detail/38386/Biberacher-Herbstwaldlauf-2026-Biberach-Ri%C3%9F.htm

Die Strecke:

Dienstag, 6. Oktober 2026

Hauptwanderweg 5 (HW5) - Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg - Teil 8 - Indelhausen - Möhringen am 06.10.2026

Nach dem langen Wettkampf am Samstag und dem langen Trailtraining am Sonntag hatte ich mich trotz dem anstehenden Wettkampf am Mittwoch dazu entschlossen, heute nochmal ein langes Training zu absolvieren. Dafür gab es genügend Gründe: es ist die wohl letzte Gelegenheit für ein langes Training in diesem Monat, dann hatte ich noch Urlaub und der sollte genutzt werden und das Wetter passte auch optimal. Ich hatte mich für den HW5 entschieden und dabei die 11. Etappe und einen großen Teil der 12. Etappe. Diese würde bis Uttenweiler führen, aber das wäre dann viel zu lange gewesen. Da gab es in Möhringen am Fuße des Bussen eine gute Ausstiegsgelegenheit. Ich fuhr heute ausschließlich mit dem Bus. Dazu zunächst nach Riedlingen zum Bahnhof und dann fuhr die Linie 265 pünktlich los. Allerdings keine Direktverbindung und durch eine Umleitung wurde es eng, aber ich bekam in Zwiefalten den Anschluss und kam pünktlich nach Indelfingen. Auf dem Weg dorthin hatte sich der Nebel immer mehr gelichtet und es hatte um 8:30 Uhr noch frische 9° C, aber optimal zum Laufen. Dann halt mit dem Langarmshirt. Diesmal meine leichten Trailschuhe und mit denen passte es einfach super. 

Es stand nun die 11. Etappe von Indelhausen nach Obermarchtal an und die hatte gut 15 km. Es ging zunächst knapp 300 m von der Bushaltestelle bis zum Startpunkt am Rathaus, direkt an der Lauter. Die Strecke war mir bis zum Biosphärenzentrum am Wolfstal bestens bekannt. Das machte es schon mal entspannter. Auf der anderen Seite der Lauter ein schöner Weg nach Anhausen. Dort nur kurz durch eine Siedlung und danach ein kleiner Anstieg und am Ortsrand entlang mit schönem Blick auf die kleine Gemeinde. Danach führte nach rechts ein geschotterter Weg zum Wanderparkplatz Anhausen. Dort ging es nach links über die Lauterbrücke und danach gleich wieder nach rechts und durch das schöne Tal. Dabei vorbei an Höhlen wie die Ochsenlöcher, den Schwarzlochfelsen und das Heuscheuerle. Dort ging der Weg auf einen Wiesenpfad über. Es ging zum kleinen Wasserfall Hoher Gießel, dessen Rauschen schon von Weitem zu hören war. Ein Feldweg und dann ein Pfad führten weiter an der Lauter entlang. 














Es ging jetzt links weg und auf einem steilen Pfad hoch. Dies war der längste und steilste Anstieg des Tages. Dabei hatte der felsige Weg durchaus einen alpinen Charakter. Es ging am Gemsfels vorbei und dann auf einem nur noch leicht ansteigenden Pfad zur Ruine Wartstein. Hier trennten sich wieder die Wege des HW2 und des HW5. 











Nun folgte ein recht steiler Abstieg an der Ruine entlang und am Ende über viele Wurzeln. Nach links setzte ein Pfad den Weg fort. Dieser ist herrlich zu laufen, wobei es inzwischen durch Bäume die umgestürzt sind ein paar ausgesetzte Stellen gibt. Ein felsiger Pfad mit einigen Stufen führte runter zu den wenigen Mauerresten der Ruine Monsberg. Dann ging es nach links und der Pfad setzte sich noch en gutes Stück fort und kam am Burgplatz der ehemaligen Burg St. Ruprecht vorbei. Anschließend führte der Pfad runter ins Lautertal. 











Es ging auf einem fein gekiesten Weg einige hundert Meter weiter und dann rechts weg über den Lautersteg. Auf der anderen Seite ging es in Richtung Unterwilzingen und für ein kurzes Stück war der Untergrund mal Asphalt. Am Rande der kleinen Gemeinde ging es nach links über die Lauterbrücke und dann wieder rechts weg. Links von der Lauter ging es jetzt für längere Zeit durch das Tal, das mal breiter, mal schmäler ist. Immer wieder ist es von Felsen gesäumt und man läuft oft in der Nähe der Lauter. Interessant ist das Schwäbische Aquädukt. Dann ist kurz darauf die Laufenmühle erreicht. Ein Stück weiter befindet sich der Zugang zum Wolfstal und der Weg trifft kurz den HW7, der dann aber nach rechts zum Hochberg geht, so wie auch der Burgenweg. Zuvor wurde die Lauter auf einem Brückchen wieder überquert und das Biosphärenzentrum war erreicht. Dort ist ein richtig schöner Platz eingerichtet und ich sah dort prompt mal vier Leute. Ansonsten war ich in dem sonst so gut frequentierten Tal alleine unterwegs, was ich kaum glauben konnte. 













Ab hier war die Strecke für mich bis Obermarchtal Neuland. Es ging auf einem Forstweg am Waldrand leicht ansteigend weiter bis an den Ortsrand von Lauterach. Dort dann links weg die Straße runter und nach rechts auf einen Wiesenweg. Dieser führte zu einem schönen Teich und dem Lauterkanal, der das später kommende Kraftwerk speist. Ein Feldweg führte auf der linken Seite des Kanals weiter und das Tal verengte sich wieder und es war ein herrlicher Abschnitt. Dort begegneten mir zwei Wanderer. Es war die erste und sollte prompt die letzte Begegnung auf dieser langen Strecke sein. Es folgte ein Kraftwerksgebäude, wie ich es so noch nicht kannte. Es war tatsächlich hübsch anzusehen. Am Ende des Tales dann durch die Eisenbahnunterführung und ein Blick auf die Donau. Es ging nach rechts weg und auf einem schattigen Feldweg an der Donau entlang und vorbei an der Lautermündung. Der gekieste Weg ging in einen asphaltierten über und dann ging es auf die freie Flur und da wurde es doch deutlich wärmer, hatte es am Ende immerhin 19° C. Es hatte dafür einen herrlich blauen Himmel und die Türme des Münsters von Obermarchtal waren schon zu sehen, wobei einer leider ein Gerüst hatte. Am Bahnübergang ging es nach links und diesen Abschnitt kannte ich von vielen Läufen bestens. Der Anblick des Münsters oberhalb des Donauwehres ist fantastisch, wobei es diesmal leider etwas wenig Wasser gab. Der Übergang von der Schwäbischen Alb nach Oberschwaben, meiner Heimat, war geschafft. 















Nach der Brücke über die Donau ging es bei den ersten Häusern nach links und nach einem kurzen Stück auf einen Pfad. Dieser führte, teils über viele Treppenstufen, hoch zum Kloster. Dort hatte man gleich einen schönen Ausblick auf das Donautal. Anschließend stattete ich dem Münster St. Peter und Paul einen kurzen Besuch ab, was bei dem Namen fast schon Pflicht ist. Es ist auf jeden Fall ein faszinierendes Werk des Oberschwäbischen Barock. Es ging noch ein Stück durch das Klosterareal und an der Pforte war nach knapp 16 km das Ziel der ersten Tagesetappe erreicht. 














Die 12. Etappe führt normal von Obermarchtal nach Uttenweiler. Das wären aber nochmals knapp 20 km. Da hatte ich frühzeitig geplant, bis Möhringen zu laufen. Die gut 11 km waren da noch drin. Es lief heute eh richtig gut. Nach links ging es an den Klostermauern vorbei. Dort lief ich schon öfters, da es gute Parkmöglichkeiten gibt. Dann war die Strecke für mich bis gut einen Kilometer vor Möhringen Neuland. Es ging auf einem Asphaltsträßchen über die Felder und dabei eine schöne Aussicht auf Neuburg und die Felsen beim Durchbruch der Lauter. An der Schreykapelle (mit interessanter Historie) ging es nach rechts und so langsam stieg der Weg dann an. Am Waldrand immerhin wieder Schatten und noch ein steilerer Anstieg und der Soldatenfriedhof war erreicht. Er ist interessant angelegt und sollte auf jeden Fall auch zum Nachdenken anregen. 











Es ging nun von der ursprünglichen Laufrichtung nach rechts in den Wald und nach 500 m war die urige Tiroler Hütte erreicht. Da hätte man sich auch versorgen können. Das Waldgebiet Buchhau war herrlich ruhig und es ging auf schön zu laufenden Forstwegen hindurch und dann auch mal ab und zu etwas abwärts. Aus dem Wald raus ging es an den Dachswiesen durch eine Senke und dann am Waldrand links ein Stück auf einem Sträßchen weiter. Nach rechts dann auf einen Feldweg, an einer mächtigen Eiche vorbei und dann ein gutes Stück immer mehr ansteigend zwischen Wiesen in Richtung Wald. In dem Waldgebiet Kohlhau war es dann wieder angenehm schattig. Der Weg war auch auf dieser Etappe bestens markiert und ausgeschildert, wie bereits auf der vorherigen. Es ging an einem Wegedreieck nah rechts und etwas abwärts. 







Der Waldrand war fast erreicht, dann zeigte ein Wegweiser nach links. Im Wanderführer war hier noch eine kritische Stelle vermerkt, aber hier konnte man nun nicht falsch laufen. Es ging auf einer Waldfuhre nach oben. Diese war ziemlich bewachsen und es war auch recht feucht. So zog es sich etwas,, aber dann folgte ein herrlicher Pfad. Dieser führte an den ehemaligen Schwedenhöhlen vorbei, die in früheren Kriegen Zufluchtsort waren. Leider ist davon praktisch nichts mehr zu sehen. Der Pfad führte runter und dann rechts auf einen Forstweg. Dieser führte aus dem Wald und am Waldrand nach rechts weiter. Ein erstes Mal sah ich auf den Bussen. Dann ging es links ein Stück über offene Flur, bevor ein letzter kleiner Anstieg wieder in den Wald führte. Aus diesem raus war wieder der Bussen, der Heilige Berg Oberschwabens zu sehen und das Tagesziel: Möhringen. 













Es war nur noch ein guter Kilometer über einen Feldweg nach Möhringen. Hier traf er HW7 wieder auf den HW5 und führt nun zusammen gute 9 km nach Uttenweiler. Ich fühlte mich noch gut und dann entdeckte ich am Ortsbeginn einen Eisverkaufsstand und es gab Zitroneneis. Das ließ ich mir nicht nehmen. Noch rund 400 m ging es durch den Ort und zur Haltestelle Rathaus. Diese lag direkt am Weg. Nach 27,62 km mit 433 Hm war ich dort und es war wieder eine herrliche Tour und er HW5 ist bisher einfach fantastisch. Die 11. Etappe ein absolutes Highlight, aber auch die anschließende Strecke durch herrliche Ruhe im Wald und kleine Details richtig schön. 



Ich war gut in der Zeit, hatte mich erholt und pünktlich um 13:15 Uhr das Eis gegessen, doch dann kam der Bus nicht. Von Schülerinnen hatte ich erfahren, dass der Plan geändert wurde. Leider nicht in der DB App und auch nicht am Aushang an der Haltestelle. 12 Minuten später kam dann der Bus der Linie 381 und es war eine nette Unterhaltung mit dem Busfahrer und er ließ mich zudem an der Haltestelle Eichenau raus und ich schaffte prompt noch den geplanten Umstieg auf den X380 zum Bahnhof. Das war ein gelungenes Ende. Danach hatte ich mich super erholt und sogar viel besser als am Monat gefühlt. 


Die Strecke: