Montag, 11. Mai 2026

Hochgehberge hochgehpilgert in Zwiefalten mit Hera am 10.05.2026

Nachdem es am Wochenende doch keinen Wettkampf gab, wollte ich wenigstens noch einen besonderen Lauf absolvieren. Am Sonntag hatte ich meinen zweiten freien Tag und das Wetter passte. So wollte ich mit Hera eine Runde laufen, die ich schon ein paar Mal alleine absolvierte. Nach Zwiefalten ist es nicht so weit und die 52 km legten wir in 44 Minuten zurück und parkten auf dem Parkplatz der Rentalhalle. Dort ist der Ausgangspunkt des Rundweges hochgehpilgert, der zu den hochgehbergen gehört. Es hatte dann doch 20° C und entgegen der Vorhersage war es nur leicht bewölkt. Da wollte ich es mit Hera auf jeden Fall locker angehen. 


Anfangs geht es an der Halle vorbei und dann auf einem Feldweg für längere Zeit am Waldrand entlang leicht ansteigend durch das Rental. Danach links weg und einen Pfad hoch zu einem Feldweg. Dieser führte zur Straße nach Sonderbuch. Auf der Nebenstraße war aber die kurze Strecke nichts los und an der Hauptstraße gab es links einen Wiesenweg. Die ersten vier Kilometer liefen ganz flott und das bei einem Nettoanstieg von 160 m. 





Es ging noch vor Sonderbuch nach links weg und am Kreuzweg entlang und nach links ein kurzer Abstecher zur Lourdes-Grotte. Da konnte Hera schon mal ihren Durst stillen. Der weitere Weg führte nach einem erneuten kurzen Anstieg auf Feldwegen in Richtung Lorettohof. Da musste zwischendurch noch mal eine Straße überquert werden. Es ging noch vor dem Hof in den Wald und nun endlich im Schatten auf herrlichen Pfaden weiter. Den Hof ließen wir links liegen. Im Wald ging es dann auch mal recht steil runter und dann rechts auf einen Forstpfad und zu Heras Freude an einer Quelle vorbei. Noch einmal ging es kurz hoch, bevor es nah links weg runter ging. Zunächst auf einem Forstweg, dieser wurde immer schmäler und am Ende über einen teils felsigen Pfad recht steil runter. Da musste ich Hera ganz schön ausbremsen. 








Nach Überquerung der Straße erreichten wir auf einem Feldweg den Parkplatz bei der Wimsener Höhle. Bis dorthin waren wir nur wenigen Leuten begegnet. Dies änderte sich nun schlagartig. Der Parkplatz war voll und überall Leute. Dafür ist der folgende Abschnitt einfach nur herrlich und einer der schönsten den ich von meinen Läufen kenne. Hera konnte sich zunähst noch etwas in der Zwiefalter Ach erfrischen. An der Wasserhöhle war an so einem schönen Sonntag extrem viel los. Dazu kamen die nun schmalen Wege und Pfade. Deshalb musste Hera für den nächsten Kilometer sicherheitshalber auch den Maulkorb tragen. Sie machte ihre Sache aber richtig super. Nach der Gaststätte ging es auf einen schmalen Pfad, direkt an Felsen vorbei. Anfangs war es sogar eine relativ tiefe Schlucht. Bisher war ich aber dort immer zu einer Zeit mit weniger Vegetation. Da fand ich es noch eindrucksvoller. Danach ging es auf einem schönen Pfad durch das Tal an der Ach entlang. Das machte Hera dann besonders viel Spaß. 















War der letzte Kilometer auch identisch mit dem HW2. führte unser Wanderweg nun rechts weg. Da wurde es schlagartig ruhig. Es stieg nun doch wieder ordentlich an zum Dreifaltigkeitskreuz und dort kurz über die Straße weiter hoch. Da war aber kein Verkehr. Die Aussicht ins Tal nach Gossenzugen und Zweifalten war herrlich. Es ging wieder in den Wald und dort tendenziell noch für 2 km bergauf. Im Schatten war es auf den schönen Forstwegen und bei nur wenigen Begegnungen gleich entspannter und das Tempo wieder ordentlich hoch. Anfangs noch ein paar Ausblicke ins Tal. Ein Pfad führte dann rechts steil aus dem Wald raus runter nach Gossenzugen. Da hatte der 11. Kilometer ein Gefälle von 109 m. 








In dem Teilort von Zwiefalten über die Brücke der Ach und dann rechts weg und noch einen guten Kilometer flach auf einem Pfad an der Ach entlang. Dort konnte sich Hera nochmals erfrischen, bevor es nach Zwiefalten rein ging. Dort aber nur über die Straße und schon waren wir auf dem Areal des Klosters mit dem beeindruckenden Münster. Durch den kleinen Park führte der Weg zurück zum Parkplatz. Insgesamt waren es 13,02 km mit 308 Hm in guten 1;17.44 h. Nun werde ich es die nächsten 5 Tage ruhig angehen lasse, bis zum langen Wettkampf am Samstag. 







Die Strecke:

Donnerstag, 7. Mai 2026

Löwenpfad Heldentour in Lauterstein am 06.05.2026

Ich bin schon einige der Löwenpfade gelaufen, viele davon auch mehrfach, doch noch nie den neuesten und zugleich längsten und wohl anspruchsvollsten. Da hoffte ich, dass ich es am Dienstag oder Mittwoch an meinen freien Tagen endlich mal schaffe. Nachdem der Dienstag weggefallen war, nahm ich mir für den Mittwoch einen frühen Start vor, weil die Wetterprognose für den Nachmittag nicht so toll war. Also schon um 6 Uhr raus und den Bus um 6:47 Uhr nach Biberach genommen. Dort dann pünktlich den Zug nach Ulm. Dort wurden aus normal 5 Minuten Zeit für den Umstieg nur noch knapp eine Minute und das reichte gerade noch so die Treppe runter, wieder rauf und in den MEX16. Kaum drinnen und hingesetzt ging es auch schon los. In Süßen passte der Umstieg auf den Bus optimal und nach 15 weiteren Minuten war ich kurz vor 9 Uhr an der Haltestelle Kirche in Lauterstein-Nenningen. Das konnte nun ja nur noch gut werden. Das Wetter passte optimal zum Laufen, hatte es doch recht angenehme Temperaturen von 12° C und es war stärker bewölkt. 

In Nenningen ging es die wenigen Meter zur Kirche und dort links hoch. Das erinnerte mich an das letzte Jahr beim Start bei dem schönen Lautersteiner Panoramalauf. Anfangs ging es gut einen Kilometer teils recht steil die Zufahrtstraße zum Wanderparkplatz Heldenberg hoch. Dort dann nach links kurz über einen Pfad und unterhalb des Landgasthofes Heldenberg vorbei. Danach über einen Feldweg am Waldrand und schon mal eine schöne Aussicht auf Nenningen und ins Tal. 






Es ging nun nach rechts auf einen Pfad. Dieser führte erst über ein paar Treppen und dann recht steil weiter. Es wurde flacher und der Waldrand wurde erreicht. Dort ging es über einen schönen Pfad zwischen Wald und Wacholderheiden weiter und dabei wieder eine herrliche Aussicht auf Winzingen und auch auf den Hohenstaufen. Es ging nach rechts auf einem breiten Schotterweg weiter, der in den Wald hinein immer mehr anstieg. Im Wald wurde das Kreuz am Heldenberg erreicht. 





Es ging nun weiter aufwärts, aber alles auf guten Wegen und dann rechts weg und mal eine Passage mit einem asphaltierten Sträßchen etwas abwärts. Ich konnte gut zulegen und die Beine schienen an dem Tag doch recht locker, was ich anfangs noch gar nicht dachte. Nach links weg stieg es wieder kurz an und ich war unterhalb der Reiterleskapelle. Der kurze Abstecher nach links hoch wurde mit einer wunderschönen Aussicht belohnt.  Es ging dann auf der anderen Seite wieder hoch und nochmal ein Blick auf die Kapelle. 





Im weiteren Verlauf ging es einen herrlichen Pfad, teils über Felsen, hoch. Das war zwar ganz schön anstrengend, aber auch richtig schön. Der sechste Kilometer brachte es immerhin auf 120 Hm.  Es wurde etwas flacher und ein Forstweg führte den Rest hoch auf das Kalte Feld und zum Franz-Keller-Haus. 







Von dort ging es nach langer Zeit mal flach weiter und auf schönen Wald- und Wiesenpfaden. Diese führten schließlich runter und dabei auch mal auf einem steileren Pfad. Herrlich war ein Pfad direkt an der Hangkante mit schöner Aussicht. Danach ging es wieder mal hoch. Die vielen Höhenmeter mussten ja irgendwo herkommen. Am Waldrand ging es an  der Sprungschanze in Degenfeld entlang. Das weckte Erinnerungen an den vor nun schon längerer Zeit mal ausgetragenen Schanzenlauf. Damals ging es ganz schön steil hoch. So auch im anschließenden Wald auf einem Pfad. 








Der Pfad führte nach rechts weg auf einen Forstweg und es stieg nur noch leicht an und lief wieder richtig gut, bis zu einem Zwangsstopp. Da kam eine Schafherde den Weg runter. Eines der am Ende schönen und unerwarteten Erlebnisse auf so einem Lauf. Danach war ich oben am Galgenberg auf einer Wacholderheide und eine tolle Aussicht. Nach einem Pfad durch den Wald erreichte ich das Kreuz auf dem Galgenberg und die Sicht auf Nenningen und ins Tal und auf die bisher absolvierte Strecke war ein Traum. Hier hätte ich bei unsicherem Wetter steil nach Nenningen absteigen können. Die ersten 10 km hatte ich auch schon absolviert. 









Ich lief natürlich weiter, da es noch immer recht gut war. Dabei wurde es doch etwas wärmer, aber vor allem im Wald sehr angenehm zu laufen. Ein großer Teil der Strecke führte durch Wald und dabei auch oft über Pfade. So auch nun immer mehr absteigend und dann auch recht steil mit einigen Stufen. Der Pfad ging in einen Forstweg über und noch weiter bergab. Es ging dort scharf links weiter und leicht wellig aus dem Wald raus. Am Waldrand ein schöner Ausblick auf Degenfeld und die Umgebung. Ein Asphaltsträßchen führte recht steil in den Ort runter. Da konnte ich die letzten knapp drei Kilometer wieder etwas Tempo machen. 




Es ging im Ort nur an wenigen Häusern vorbei, dann über die Straße und rechts an den Ortsrand, bevor es links auf einem Sträßchen ins Schweintal ging. Dort stieg es auf einem Feldweg leicht an und wieder eine schöne Landschaft. Im Wald wurde es auf einem Forstweg recht steil und am Ende dann über eine teils moosbedeckte Waldfuhre. Auf dem 15. Kilometer mal wieder gleich 127 Hm. Oben angekommen ging es rechts weg und hier war ich nun für 6 km, mit einer kleinen Ausnahme, parallel zum HW1 unterwegs. Somit kannte ich den folgenden Abschnitt. Es ging noch, teils am Waldrand, dann wieder im Wald, hoch zur Lützelalb. Dort dann über Felder und links weg wieder runter. Es ging erneut durch Wald und dann am Waldrand an Wiesen entlang und durch ein Gehöft. 







Nach dem Gehöft führte ein Pfad zum Wald und dort ging es in Serpentinen runter nach Weißenstein. Hier trennte sich der Löwenpfad kurz für einen 100 m weiteren Weg vom HW1. Durch die Schleife war es aber angenehmer zu laufen, als auf dem steilen Abschnitt. Immerhin hatte der 18. Kilometer einen Abstieg von 130 m. An einer Bank trank ich nun etwas und genoss die Aussicht auf Weißenstein mit dem Schloss. Nun ging es teils etwas steiler und holpriger runter und danach wurde der Teilort von Lauterstein durchquert bis zur Kirche. Dort die Stufen hoch und ich schaute noch kurz in die Kirche. 







Es folgte der steile Pfad hoch zum Schloss, teils über viele Treppen. Das war zäh und dieser 19. Kilometer hatte am Ende 140 Hm. Am Schloss vorbei kurz ein breiterer Weg bis zum Forellenloch und von dort ein steiler Pfad durch den Wald in Serpentinen hoch. 









Oben angekommen ging es nun für sehr lange Zeit auf Pfaden am Albtrauf entlang in Richtung Messelstein. Dabei immer wieder eine schöne Aussicht ins Lautertal. Bevor es zum Messelstein ging, folgte aber nach rechts eine Abzweigung. Der HW1 wurde verlassen und der Weg führte auf einem Forstweg recht steil runter. Auf dem 23. Kilometer waren es 145 m Gefälle und die Beine machten auch das gut mit. So langsam stimmt die Form wieder. 







Es ging aus dem Wald raus und ein letztes Mal eine schöne Sicht ins Lautertal. Da genoss ich das Ganze nochmals auf einer Bank, zumal ich super im Zeitplan lag. Dann über das teils steile Asphaltsträßchen flott runter nach Nenningen und neben dem Friedhof noch die Kapelle aufgesucht. Dort befindet sich die weithin bekannte Nenninger Pieta, das letzte vollendete Werk des Bildhauers Franz Ignaz Günther. Ich musste nur noch die Straße überqueren und 100 m rechts befand sich die Bushaltestelle. Davor aber noch passend eine Bäckerei mit kleinem Laden und ich konnte kühle Getränke kaufen.. Somit ein rundum erfolgreicher Lauf und eine der schönsten von mir gelaufenen Touren. Eine wunderschöne, wenn auch sehr anspruchsvolle Runde und traumhaft ausgeschildert. Dabei war es vom Untergrund her an dem Tag super zu laufen. Bei Nässe können die teils steilen Abstiege schon etwas kritisch sein. Ich lief die Strecke auch in den Asics und nicht mit den Trailschuhen. Am Ende waren es 23,74 km mit gleich 837 Hm. Dafür lief es echt gut und heute keinerlei Beschwerden. Da hoffe ich auf einen guten Lauf in 9 Tagen beim Albtraum 100. 



Die Rückfahrt war dann auch entspannt. Ich hatte noch 20 Minuten bis der Bus nach Göppingen kam und dort ein problemloser Umstieg in den RE5. Dieser hatte am Ende zwar 10 Minuten Verspätung in Biberach, aber so viel länger als mit dem Auto war ich gar nicht unterwegs und das völlig entspannt. 

Die Strecke: