Nach nur drei Tagen ging es auf dem Neckarweg weiter. Ich hatte nach den guten Wetterprognosen am Dienstag den Spätdienst am Sonntag Urlaub genommen. Den Lauf vom Donnerstag on Tübingen nach Neckartailfingen spürte ich doch eine Weile, aber heute Morgen war ich dann recht fit. Ich musste auch nicht so früh aufstehen, da der erste Zug der in Frage am erst um 8:48 Uhr losfuhr. Es ging von Biberach nach Ulm und dort ein bequemer Umstieg auf den RE200 nach Wendlingen. Dort auch genügend Zeit für den Umstieg, trotz ein paar Minuten Verspätung. Es kam aber noch besser, denn der MEX18 war viel zu spät dran und so bekam ich einen früheren Zug nach Nürtingen als geplant und dort gut 20 Minuten Zeit. Da hätte es sonst eng werden können. Mit dem Bus dann noch 14 Minuten nach Neckartailfingen an die Haltestelle Schule und dort super pünktlich angekommen. Knapp unter 2 Stunden war echt ok. Es hatte dort zunächst 9°C und nur ganz wenige Wolken. Es sollten später sogar 18° C werden.

Die erste Etappe des Tages führte von Neckartailfingen nach Wendlingen. Es ging in Neckartailfingen an der Schule los und gleich danach rechts weg und an der Straße entlang aus dem Ort raus. Dann nach links und auf einem asphaltierten Sträßchen in Richtung Reiterhof. Davor wäre es wohl nach links gegangen, aber ich sah da keine Markierung. So kam ich nach dem Reiterhof an den schön gelegenen Beutwangsee. Da von diesem im Wanderführer keine Rede war, schaute ich nach und direkt dort führte ein Wiesenweg zum Neckar und es ging nach rechts auf einem Pfad weiter bis nach Neckarhausen. In Neckarhausen gab es nach links weg die erste von vier Neckarüberquerungen an dem Tag. Danach ging es hoch zum Rathaus.





In Neckarhausen ging es hinter dem Rathaus aus dem Ort raus durch ein Wohngebiet doch ordentlich hoch. Da merkte ich, dass es schon wieder viel besser ging. Die flachen ersten 4 km waren zwar schon richtig flott, aber eben kein wirklicher Gradmesser. Sogar mit dem doch recht scheren Rucksack eine ordentliche Pace. Ich traf dann wieder mal auf den HW3, aber nur ein kurzes Stück. Es ging nach rechts weg und da stad schon, dass es 1,7 km immer geradeaus geht. Da war über die Hochfläche des Galgenbergs die Orientierung einfach und es lief wieder richtig gut mit Aussicht auf den Albtrauf. Die heutige Strecke hatte dann doch einen recht hohen Asphaltanteil. Dies ließ sich in den nun doch vielen Siedlungen auch nicht so leicht vermeiden. Der Weg führte zur Schillerlinde mit schönem Blick auf das Neckartal und Nürtingen.





Ein asphaltierter Fußweg führte runter zum Galgenbergpark und zur Neckarbrücke mit Blick auf die Kirche St. Laurentius und der Neckar wurde wieder überquert. Dahinter ging es etwas ums Eck und an den Neckar. Von dort führte der Weg mal gekiest, mal asphaltiert, zwischen dem Neckar und den Häusern entlang. Es war ein angenehmer Abschnitt und in Richtung Zizishausen hörte man den Fluss plätschern. Es wäre dort in den Auwald gegangen, aber die Strecke war gesperrt. Ein Gassigänger gab einen guten Tipp und so kam ich doch noch den Weg, der am Neckar entlang führte.






Von diesem Weg ging es nach links auf einen Wiesenpfad und wieder etwas näher an den Neckar und zum Wehr bei der Hummelschen Mühle. Ein wahrlich schöner Anblick. Dahinter war über ein Brückchen schnell Oberboihingen erreicht. In dem Ort ging es zunächst Richtung Bahnhof und durch die Unterführung. Dahinter stieg es dann durch ein Wohngebiet ordentlich an zum Albvereinsheim. Das hätte sonntags sogar geöffnet gehabt. Dahinter ging es links weg und über Felder, teils auf Wiesenwegen, mit schöner Aussicht weiter. Ein Asphaltsträßchen führte nach links runter zur Brücke über die A8. Danach war schnell Unterbohingen erreicht und es ging noch wenige Hundert Meter bis zum Bahnhof Wendlingen, dem Ziel der 13. Etappe. Von dort wäre eine Abreise auch perfekt gewesen. Ich fühlgte mich aber noch recht gut und wollte die noch gut 9 km dran hängen.







Die 14. Etappe führt von Wendlingen nach Plochingen. Es ging am Bahnhof durch die Unterführung und danach war schnell die inzwischen autofreie Ulrichsbrücke über den Neckar erreicht. Diese wurde 1603 fertiggestellt und ersetzte die bis dahin vorhandenen Holzbrücken, die immer wieder weggerissen wurden. Es folgte ein nicht so toller Abschnitt durch das Gewerbegebiet und Richtung Köngen. Ein Pfad führte steil hoch und am Rande von Köngen war der Römerpark erreicht. Dieser ist durchaus interessant und es wurde dort eine Wachtturm rekonstruiert und man hat eine gute Aussicht auf das Neckartal.











Der Weg durch Köngen war danach zäh und zudem teils doch recht dürftig markiert. Am Ende fand ich aber die richtige Straße, die auf den asphaltierten Feldweg führte und es ging auf der Hochebene an Feldern und Kleingärten, sowie zwei Lokalen vorbei. Die waren sonntags bei dem Wetter sehr gut besucht und hier war ich alles andere als alleine unterwegs. Etwas zäh wurde es nun, da ich einen Halbmarathon hinter mir hatte, doch. Endlich kam der Wald, wo es dann auf dem Forstweg und mit etwas Schatten gleich viel angenehmer war. Hier war nur das blaue Kreuz auf weißem Grund die Markierung und nur ein Mal sah ich das Neckarwegsymbol. Das muss man auch wissen, stand aber zum Glück so im Wanderführer. Dann ging es nach rechts weg und ein schöner Pfad führte runter und aus dem Wald raus. Dabei noch über einen Holzeinschlag, wo der Pfad nicht mehr erkennbar war, aber knapp 100 m voraus eine Markierung. Dann also doch noch etwas Trailgefühl.





Es ging vor Plochingen auf einer Brücke über die B10 und B313. Danach auf einem gekiesten Weg zur Fußgängerbrücke über den Neckar und bei der vierten Überquerung an dem Tag, genoss ich etwas den Anblick und konnte auch zwei Schwäne beobachten. Beim Blick auf die Stadt fiel vor allem der von Hundertwasser entworfene 33 m hohe Regenturm mit den goldenen Kugeln auf. Ich hatte dann schnell die Fußgängerzone erreicht und die 14. Etappe beendet. Der weitere Verlauf wäre nach rechts gewesen. Es ging für mich nach links und nach ca. 500 m war ich am Bahnhof. Es waren am Ende 25,60 km mit 243 Hm und seit langem mit 6.11 min/km bei einer Zeit von 2:38-26 h eine ansprechende Leistung. Das hatte ich noch nicht so schnell erwartet und stimmt optimistisch.





Ich hatte sogar den ersten möglichen Zug bei optimalem Verlauf erreicht und zwei Minuten später fuhr der MEX16 nach Göppingen, wo ich umsteigen musste. Ich hatte 15 Minuten Zeit und kaufte noch war zum Trinken und dann ging es mit dem RE5 nach Biberach. Dieser fährt derzeit leider nur ab Göppingen, sonst hätte ich ihn bereits in Plochingen nehmen können. Mit minimaler Verspätung war ich nach 1:35 h in Biberach. Das passet an dem Tag also auch und dieser Teil des Neckarwegs liegt für mich günstig. Der heutige Lauf war zwar von der zunehmenden Besiedlung geprägt, hatte aber auch wieder sehr schöne Abschnitte.
Die Strecke: