Donnerstag, 13. August 2026

Hauptwanderweg 3 (HW3) - Main-Neckar-Rhein-Weg - Teil 3 - Bad Mergentheim - Niederstetten am 12.08.2026

Ich hatte einen entspannten Abend und gut geschlafen. Es ging bereits um 7 Uhr zum Frühstück, da ich um 7:30 Uhr weiterlaufen wollte. Das war für mich eine ungewohnte Zeit, zumindest für einen Trainingslauf, da ja sonst meist eine mehr oder wenig lange Anfahrt dazu kommt. Allzu viel konnte ich von der reichlichen Auswahl des Frühstücks so kurz vor dem Lauf leider nicht zu mir nehmen. Es war an dem Morgen mit 13° C noch angenehm frisch, was sich im Verlauf des Morgens schnell ändern würde. 


Die erste Etappe des Tages, die insgesamt 5. des HW3, führte von Bad Mergentheim nach Weikersheim. Das sind etwas mehr als 13 km. Bis zu meinem festgelegten Startort am Deutschordensschloss waren es vom Hotel nur 130 m. Dann ging es nach links durch das Tor und durch den schönen Schlosspark der großen Anlage. Dahinter schloss sich der ebenso schöne Kurpark an. Dort gab es viele Wege bzw. Pfade. Dies hätte verwirren können, die Markierungen waren aber vorbildlich. Dies galt übrigens für die gesamte Etappe, was dann gleich viel entspannter ist und der Wanderführer konnte im Rucksack bleiben. 









Es ging auf einem Brückchen über die Tauber und dann rechts weg in Richtung Igersheim. Es war ein flacher Wegverlauf (von der Überquerung der Eisenbahnlinie über eine Brücke abgesehen) auf einem asphaltierten Weg. So kam ich gut in den Lauf rein. Beim Aufstehen hatte ich ich noch etwas gerädert gefühlt, aber nun lief es überraschend gut. Vor allem machte der linke Fußerneut keine Probleme, wobei ich dann bei holprigen Passagen noch sehr vorsichtig war. Der Weg führte vor den Bahnhof und dann links weg in die Ortsmitte von Igersheim. Es folgte aus dem Ort raus ein kurzer Anstieg auf der Straße zu einer Siedlung. Von dort ging es dann links weg auf einen Pfad. Der erste größere Anstieg des Tages stand an und der Pfad führte durch das Wohngebiet hoch auf den Kirchberg mit einer kleinen Kapelle. 






Nach diesem Anstieg folgte ein schöner Abschnitt. Es gab eine Aussicht ins Tal und der Feldweg führte recht flach durch ehemalige Weinberge. Da konnte ich auch nochmals etwas Strecke machen. Am Ende ging es dann runter zur Kreisstraße. 






Nach dem Überqueren der Straße, ging es auf einem Feldweg das kurze Stück Richtung Wald. Dort interessierten sich ein paar Hochlandrinder für mich. Im Wald stieg es auf einem Forstweg gleich ordentlich an. Der Weg wurde schmaler und führte an den Waldrand, wo es auf einem Pfad und  Wegen weiterging. Nach dem Anstieg dann mal ein asphaltiertes Sträßchen nach links weg und anschließend auf einem Feldweg nach rechts etwas ansteigend zum Wald. Das war nun so langsam doch fordernd. Es ging wieder in den Wald und nun auf Pfaden weiter. Dies war ein richtig schön zu laufender Abschnitt. 







Ich hatte die Weikersheimer Warte erreicht. Es gibt dort nur einen Zugang in großer Höhe. Da es keine Leiter gab, hatte sich die Besteigung erübrigt. Da war auch keine Rapunzel, die zur Not ihre Haare zur Verfügung gestellt hätte. Etwas unterhalb gab es aber dennoch eine schöne Aussicht auf das Taubertal und das Etappenziel Weikersheim. Nach rechts führte ein Asphaltsträßchen durch herrliche Weinberge runter in die kleine Stadt.. 









In der Stadt angekommen, führte der Weg geradeaus weiter über die Tauber und danach rechts weg zum Marktplatz. Es gab davor schon schöne Gebäude und der Marktplatz mit der Kirche war einfach schön und so früh war noch wenig los. Auf der gegenüberliegenden Seite war schnell das wunderschöne Schloss. Dies ist das Mutterhaus des Herrschergeschlechts Hohenlohe, das dieser Region seinen Namen gab. Ich war sehr gut in der Zeit und konnte ich etwas umsehen. Danach führte der Weg noch durch die Altstadt, nach rechts über eine Brücke und dann links weg bis zu einer Fußgängerbrücke beim Bahnhof. Dort ist das Ende der Etappe. Die Brücke ist derzeit wegen Bauarbeiten gesperrt, aber ich musste ja zum Glück nicht zum Bahnhof und der Weg führte geradeaus weiter. 










Die 6. Etappe und damit die zweite des Tages führte von Weikersheim nach Niederstetten. Dies waren nochmals rund 12 km.. Es ging zunächst aus der Stadt raus und noch ein Stück auf der Straße nach Laudenbach weiter. Dann nach rechts auf einen Feldweg oberhalb der Straße. Es ging danach rechts weg in den Wald. Dort stieg es ordentlich an in Richtung Bergkirche Laudenbach. Nach Forstwegen folgte noch eine Waldfuhre und diese mündete in einen weiteren Forstweg. Es ging dort nach links und nun endlich flach weiter. Hier begegnete ich sogar mal einer Gruppe Spaziergänger. Es sollte die letzte Begegnung bis zum Ziel sein. Dann hatte ich die schöne Bergkirche erreicht, die man dort oben so gar nicht erwarten würde. Ich ging auch kurz rein und es war der letzte kühle Platz vor einem heftigen Abschnitt. 








Von der Bergkirche führte zunächst ein Asphaltsträßchen zu einer Straße. Das Sträßchen war die Zufahrt zur Bergkirche. Die andere Straße wurde überquert und nun gab es, mit ganz wenigen Ausnahmen, nur noch Feldwege. Es waren noch rund 7 km nach Niederstetten. Die Sonne brannte inzwischen und es wurde gerade in den paar Anstiegen sehr zäh. Der Weg war zwar nur leicht wellig, aber das rechte nun. Dafür gab es ein paar Mal noch eine schöne Aussicht. Erst so rund 1,5 km vor dem Ziel ging es endlich runter. Als ich unten angekommen war, ging es nur noch ein kurzes Stück auf der Straße zu dem kleinen Bahnhof. 










Ich war nun nach 25,27 km und 521 Hm am Bahnhof in Niederstetten angekommen und hatte noch 20 Minuten Zeit bis zur Abfahrt des RE87 nach Crailsheim. Es gab hier leider noch nicht mal einen Automaten. Ich hatte aber zum Glück noch eine kleine Trinkreserve. Dafür gab es bis zur Abfahrt ein nette Unterhaltung mit einer älteren Dame. Der Zug kam pünktlich und war auch nach 30 Minuten fast planmäßig in Crailsheim. Mein Handy konnte ich schon malaufladen. Ich hatte mir eine Verbindung raus gesucht, bei der ich zwar rund 30  Minuten länger unterwegs bin, dafür aber zwei mal rund 45 Minuten für den Umstieg hatte. Das kann einigen Ärger ersparen. So hätte ich auch nur noch in Stuttgart umsteigen müssen. Es ging mit dem RE1 nach Stuttgart, das mit 11 Minuten Verspätung erreicht wurde. Im RE1 konnte ich eine sehr nette Unterhaltung mit einem später zugestiegenen Fahrgast führen. Auch das macht manchmal so eine Fahrt aus. Es waren noch zwei Minuten bis zur Abfahrt des MEX16 und ich nutzte die Gelegenheit und fuhr mit diesem nach Esslingen. Dort hatte ich 30 Minuten Zeit, was mir leider war, als länger am Bahnhof in Stuttgart zu warten. Dort kenne ich nämlich gegenüber vom Bahnhof einen guten Metzger und konnte mich etwas stärken und mich gemütlich hinsetzten. Der RE5 nach Biberach kam auch pünktlich und fuhr dennoch mit 3 Minuten Verspätung weiter. Dann wurde es aber wieder abenteuerlich. Der Zug musste vor Ulm gut 15  Minuten warten, weil der Bahnhof überlastet war. In Ulm wurde dann noch der hinterste Wagen evakuiert, weil die Klimaanlage nicht funktionierte. So kam ich mit gleich 30 Minuten Verspätung in Biberach an. Die beiden Tage waren aber auf jeden Fall herrlich und der HW3 an meinen bisher drei Tagen durch das Taubertal wunderschön mit viel Natur, aber auch sehr sehenswerten Städtchen. 



Die Strecke: