Gestern ging es auf dem Albschäferweg weiter. Es standen die Etappen 7 und 8 an. So langsam sollte ich den Umfang 8 Wochen vor dem Albtraum 100 ja auch steigern. Dabei konnte ich nicht einschätzen, wie es gehen würde, nachdem ich am Samstag spätnachmittags noch den Wettkampf über 10 km hatte. Dieser lief zumindest besser als befürchtet. Ich hatte noch meinen dritten freien Tag an einem tatsächlich mal komplett freien Wochenende und die Wetterprognose war perfekt. Da es eine recht kurze Anreise und auch Rückreise ist, konnte ich spät los. Ich ließ mich um 10 Uhr zum Bahnhof bringen, da die Busverbindung am Sonntag leider völlig ungünstig ist. Dann ging es um 10:20 Uhr mit etwas Verzögerung nach Ulm, wo ich genügend Zeit hatte und die RS5 kurz danach schon einfuhr. Diese kam dann tatsächlich mal pünktlich um 1159 Uhr in Heidenheim an und ich konnte um 12:00 Uhr starten. Es hatte zu Beginn 10° C und nur geringe Wolkenfetzen. Also gleich mal kurz / kurz und die neuen Asics durften mal auf die Trails, da die Strecke trocken sein sollte.

Ich musste zunächst vom Bahnhof zum Einstieg in den Albschäferweg laufen. Dies ist von dort kein Problem, da man der Beschilderung des HW4 folgen kann. Da ging es vor allem in der zweiten Hälfte gut bergauf. Dafür hat man von dem Pfad aus schon eine herrliche Aussicht. Vor allem fühlte es sich doch ganz gut an.
Ich hatte unterhalb vom Naturfreundehaus die Schäferstele erreicht und dort ging es nun nach rechts kurz auf einem breiten Weg abwärts. Die 7. Etappe führt von Heidenheim nach Nattheim. Von diesem dann rechts weg und auf einem Wiesenpfad relativ steil runter und an die Brenz. Nach Überquerung der Brenz ging es nach links und für längere Zeit am Fluss entlang in den Heidenheimer Stadtteil Schnaitheim.
In Schnaitheim ging es ein Stück im Wohngebiet aufwärts und danach folgte der Anstieg über die Wachholderheide am Moldenberg. Das war richtig schön und für lange Zeit sollte bebautes Gebiet nicht mehr an der Strecke liegen bzw. sogar erst ganz am Ende. Die Aussicht war herrlich und oben angekommen war ich mal in bekanntem Terrain. Schon oft startete ich beim Frühlingslauf oder beim Nikolauslauf der TSG Schnaitheim auf dem Moldenberg. Dabei zuletzt am letzten Nikolaustag bei einem Trail, dessen Streckenführung bis zum Sportplatz Nattheim mit der jetzt folgenden identisch war.



Am Waldsportpfad ging es in den Wald und es folgte ein Wechsel von Pfaden Waldfuhren und Forstwegen. Dabei war ein recht holpriger Abschnitt dabei, der sich länger hinzog. Das war schon beim Trail nach den Forstarbeiten ein harter Abschnitt, obwohl es flach ist. Dafür in einem herrlichen Wald. Nur an wenigen Stellen gab es Pfützen, davon einmal so, dass ich in den Wald ausweichen musste. Ansonsten war die Strecke an dem Tag bestens zu laufen. An der Jakobshülbe vorbei ging es zur Gehrenhütte. Ab der Hütte nun auf einem breiten Forstweg und erst mal noch ein Stück bergauf, bevor es nach links über die Autobahnbrücke ging. Es folgte rechts weg ein Pfad abwärts und danach links weg nochmals ein Anstieg auf einem Forstweg.






Nachdem ich oben angekommen war, zeigten die Wegweiser nach rechts. Hier kann ich schon mal anmerken, dass die gesamte Strecke an dem Tag herausragend beschildert und markiert war. Das machte den Lauf dann doch entspannter und die Wanderkarte blieb auch im Rucksack. Es ging nun auf einem Pfad zunächst flach weiter und dann hatte ich die Felsen den Ramensteinhöhle erreicht. Dort ging es steil runter, teils auf Stufen. Im Dezember war das schon abenteuerlich. An dem Tag nun aber trocken und dennoch musste man aufpassen. Das trockene Laub ist im steilen Bereich auch mit Vorsicht zu genießen. Nach rechts weg ging es wenige Meter zur Höhle. Danach folgte ein schöner Pfad im Wald und anschließend am Waldrand durch das Zimmertle-Tal.








Es ging runter zum Sportplatz in Nattheim und dort nach rechts auf einen asphaltierten Weg. Diesen kannte ich vom Start und Ziel des Nattheimer Maultaschenlaufs. Nach gut 500 m war die Schäferei Wiedenmann-Riek mit der Schäferstele erreicht. Ich war am Ziel der siebten Etappe nach ca. 10,7 km.
De 8. Etappe führt von Nattheim nach Neresheim. Da ging es vom Schafhof zunächst längere Zeit über die offenen Felder. Dabei wehte ein doch kräftiger und frischer Wind, der auch noch als Gegenwind vorherrschte. Am Wald angekommen ging es noch längere Zeit am Waldrand entlang. Dann ging es nach links in den Wald und es steig auf einer Waldfuhre längere Zeit an auf den Zitterberg. Dort oben angekommen folgte ein Wechsel von schönen Pfaden und Forstwegen.






An einer Abzweigung stand auf dem Wegweiser "Keltische Viereckschanze 0,2 km". Ich hatte mir kurz überlegt, ob ich den machen soll. Dann entschied ich mich dagegen und es sollte am Ende gut sein. Ich hatte nämlich nur ein Zeitfenster von vier Stunden, da am Zielort die Busse nur alle 2 Stunden fahren, zumindest sonntags. Also gleich rechts weg und einen Pfad abwärts. Am Ende des Waldes ging es nach links und auf einem Weg oberhalb von Fleinheim mit schöner Aussicht weiter. Dann kam sogar ein ganz detaillierter Hinweis für den weiteren Wegverlauf. Da gab es auch Markierungen auf dem Weg selber. Der Anstieg auf der Wiese war dann schon mal zäh und nach nun gut 17 hügeligen Kilometern merkte ich das Trainingsdefizit.





Nach dem kurzen Anstieg ging es nach links und auf einem Wiesenweg auf der Zettelhalde entlang. Da nutzte ich die Sitzgruppe für eine erste Trinkpause und nahm noch eine Salztablette. Nachdem ich noch kurz die Aussicht genossen hatte, ging es weiter. Es ging noch ein Stück über die Wiesen und dann rechts weg in den Wald. Dort stieg es recht steil an in Richtung der ehemaligen Burg von Auernheim. An einem Weg angekommen musste ich mich kurz orientieren, sah dann aber auf der Waldfuhre geradeaus das markante blau-weiße Zeichen des Albschäferwegs. Dort ging es leicht abwärts und am Platz der ehemaligen Burg eröffnete sich ein schöner Ausblick auf Auernheim mit der Pfarrkirche St. Jakob.






Es ging nach rechts auf einen Schotterweg und über einen Parkplatz. Danach wurde ein Pfad erreicht, der zu einem Asphaltsträßchen führte. Dort ging es rechts noch ein Stück aufwärts und an einer Schäferstele eröffnete sich ein wunderschöner Ausblick auf das Härtsfeld und vor allem auf das Kloster Neresheim, mein Tagesziel. Von da an war der Blick auf das Kloster fast ein ständiger Begleiter. Durch den Wald ging es auf einem Pfad abwärts und über einen Wiesenpfad steil runter und dabei erneut ein schöner Blick in die Umgebung. Der Pfad ging in den sogenannten Panoramaweg über.





Auf dem Weg dann nach rechts und anfangs noch auf Asphalt, bevor der Untergrund naturbelassen wurde. Dabei immer eine schöne Aussicht. An einem Elektrozaun entlang führte ein Pfad abwärts zu einem Feldweg. Dort machte ich an einer Sitzgruppe nochmals eine kurze Trinkpause und danach erfuhr ich, weshalb es dort die Einzäunung gibt. Es sind dort Wisente untergebracht und die gibt es in Deutschland schon seit 1750 nicht mehr in freier Wildbahn. Auf jeden Fall sehr beeindruckende Tiere.




Der Weg hätte geradeaus weitergeführt, aber der Albschäferweg führte nochmals nach rechts kurz aufwärts und danach links weg auf eine breiten Weg, bevor es erneut nach links auf eine schöne Waldfuhre ging. Am Ende des Waldes war das Naturschutzgebiet Zwing, eine Wachholderheide, erreicht. Auf dem asphaltierten Weg abwärts konnte ich mal wieder etwas Tempo machen. Im Tal angekommen zeiget der Wegweiser nach rechts und es waren nur noch 2,6 km bis ans Ziel und ich war gut in der Zeit. Den folgenden Anstieg auf der Straße musste ich gehen. Es eröffnete sich oben wieder ein schöner Blick auf das nun doch schon nahe Kloster. Nun die Straße runter und die Egau auf der Brücke überquert. Es ging nach links und an der Egau entlang, bis es rechts weg in den Ort hinein ging. Hier wäre am Bahnhof der Härtsfeldbahn das eigentliche Etappenziel gewesen. Ich wollte aber noch das Kloster mitnehmen.





Das hieß nun ein weiterer Anstieg von 600 m, der teils doch steil war und am Ende des Laufs eine Herausforderung. Dafür wurde ich oben mit der weitläufigen Anlage des Klosters auf dem Ulrichsberg belohnt und vor allem mit der schönen Barockkirche der Benediktinerabtei Neresheim. Was für ein Kontrast zu der bis dahin so naturnahem Etappe. Den Ausblick auf die Umgebung musste ich nach einem Blick auf die Uhr auf die nächste Etappe verschieben. Es waren nur noch 2 Minuten. Also schnell zurück und an die Haltestelle direkt unterhalb des Klosters auf dem Parkplatz. Da hatte ich noch eine Minute. Das lief perfekt. Der Bus aber dann 5 Minuten später dran und dennoch 3 Minuten früher in Aalen, wo ich noch 26 Minuten Zeit hatte. In Ulm auch ein großzügiger Umstieg und die Überraschung war, dass ich sogar zwei Minuten früher in Biberach war. Da passte es an dem Tag mit dem ÖPNV perfekt. Es war erneut eine wunderschöne Tour und eine sehr naturnahe Streckenführung. Die Markierungen waren einfach super, da hatte ich ja schon andere Erfahrungen. Der Albschäferweg lohnt sich auf jeden Fall und irgendwie fast schon schade, dass ich nur noch zwei Etappen und einen Tag vor mir habe.











Die Strecke: