Sonntag, 8. März 2026

Neckarweg Tel 7 - Neckartailfingen - Plochingen am 08.03.2026

Nach nur drei Tagen ging es auf dem Neckarweg weiter. Ich hatte nach den guten Wetterprognosen am Dienstag den Spätdienst am Sonntag Urlaub genommen. Den Lauf vom Donnerstag on Tübingen nach Neckartailfingen spürte ich doch eine Weile, aber heute Morgen war ich dann recht fit. Ich musste auch nicht so früh aufstehen, da der erste Zug der in Frage am erst um 8:48 Uhr losfuhr. Es ging von Biberach nach Ulm und dort ein bequemer Umstieg auf den RE200 nach Wendlingen. Dort auch genügend Zeit für den Umstieg, trotz ein paar Minuten Verspätung. Es kam aber noch besser, denn der MEX18 war viel zu spät dran und so bekam ich einen früheren Zug nach Nürtingen als geplant und dort gut 20 Minuten Zeit. Da hätte es sonst eng werden können. Mit dem  Bus dann noch 14 Minuten nach Neckartailfingen an die Haltestelle Schule und dort super pünktlich angekommen. Knapp unter 2 Stunden war echt ok. Es hatte dort zunächst 9°C und nur ganz wenige Wolken. Es sollten später sogar 18° C werden. 

Die erste Etappe des Tages führte von Neckartailfingen nach Wendlingen. Es ging in Neckartailfingen an der Schule los und gleich danach rechts weg und an der Straße entlang aus dem Ort raus. Dann nach links und auf einem asphaltierten Sträßchen in Richtung Reiterhof. Davor wäre es wohl nach links gegangen, aber ich sah da keine Markierung. So kam ich nach dem Reiterhof an den schön gelegenen Beutwangsee. Da von diesem im Wanderführer keine Rede war, schaute ich nach und direkt dort führte ein Wiesenweg zum Neckar und es ging nach rechts auf einem Pfad weiter bis nach Neckarhausen. In Neckarhausen gab es nach links weg die erste von vier Neckarüberquerungen an dem Tag. Danach ging es hoch zum Rathaus. 






In Neckarhausen ging es hinter dem Rathaus aus dem Ort raus durch ein Wohngebiet doch ordentlich hoch. Da merkte ich, dass es schon wieder viel besser ging. Die flachen ersten 4 km waren zwar schon richtig flott, aber eben kein wirklicher Gradmesser. Sogar mit dem doch recht scheren Rucksack eine ordentliche Pace. Ich traf dann wieder mal auf den HW3, aber nur ein kurzes Stück. Es ging nach rechts weg und da stad schon, dass es 1,7 km immer geradeaus geht. Da war über die Hochfläche des Galgenbergs die Orientierung einfach und es lief wieder richtig gut mit Aussicht auf den Albtrauf. Die heutige Strecke hatte dann doch einen recht hohen Asphaltanteil. Dies ließ sich in den nun doch vielen Siedlungen auch nicht so leicht vermeiden. Der Weg führte zur Schillerlinde mit schönem Blick auf das Neckartal und Nürtingen. 






Ein asphaltierter Fußweg führte runter zum Galgenbergpark und zur Neckarbrücke mit Blick auf die Kirche St. Laurentius und der Neckar wurde wieder überquert. Dahinter ging es etwas ums Eck und an den Neckar. Von dort führte der Weg mal gekiest, mal asphaltiert, zwischen dem Neckar und den Häusern entlang. Es war ein angenehmer Abschnitt und in Richtung Zizishausen hörte man den Fluss plätschern. Es wäre dort in den Auwald gegangen, aber die Strecke war gesperrt. Ein Gassigänger gab einen guten Tipp und so kam ich doch noch den Weg, der am Neckar entlang führte. 







Von diesem Weg ging es nach links auf einen Wiesenpfad und wieder etwas näher an den Neckar und zum Wehr bei der Hummelschen Mühle. Ein wahrlich schöner Anblick. Dahinter war über ein Brückchen schnell Oberboihingen erreicht. In dem Ort ging es zunächst Richtung Bahnhof und durch die Unterführung. Dahinter stieg es dann durch ein Wohngebiet ordentlich an zum Albvereinsheim. Das hätte sonntags sogar geöffnet gehabt. Dahinter ging es links weg und über Felder, teils auf Wiesenwegen, mit schöner Aussicht weiter. Ein Asphaltsträßchen führte nach links runter zur Brücke über die A8. Danach war schnell Unterbohingen erreicht und es ging noch wenige Hundert Meter bis zum Bahnhof Wendlingen, dem Ziel der 13. Etappe. Von dort wäre eine Abreise auch perfekt gewesen. Ich fühlgte mich aber noch recht gut und wollte die noch gut 9 km dran hängen. 








Die 14. Etappe führt von Wendlingen nach Plochingen. Es ging am Bahnhof durch die Unterführung und danach war schnell die inzwischen autofreie Ulrichsbrücke über den Neckar erreicht. Diese wurde 1603 fertiggestellt und ersetzte die bis dahin vorhandenen Holzbrücken, die immer wieder weggerissen wurden. Es folgte ein nicht so toller Abschnitt durch das Gewerbegebiet und Richtung Köngen. Ein Pfad führte steil hoch und am Rande von Köngen war der Römerpark erreicht. Dieser ist durchaus interessant und es wurde dort eine Wachtturm rekonstruiert und man hat eine gute Aussicht auf das Neckartal. 












Der Weg durch Köngen war danach zäh und zudem teils doch recht dürftig markiert. Am Ende fand ich aber die richtige Straße, die auf den asphaltierten Feldweg führte und es ging auf der Hochebene an Feldern und Kleingärten, sowie zwei Lokalen vorbei. Die waren sonntags bei dem Wetter sehr gut besucht und hier war ich alles andere als alleine unterwegs. Etwas zäh wurde es nun, da ich einen Halbmarathon hinter mir hatte, doch. Endlich kam der Wald, wo es dann auf dem Forstweg und mit etwas Schatten gleich viel angenehmer war. Hier war nur das blaue Kreuz auf weißem Grund die Markierung und nur ein Mal sah ich das Neckarwegsymbol. Das muss man auch wissen, stand aber zum Glück so im Wanderführer. Dann ging es nach rechts weg und ein schöner Pfad führte runter und aus dem Wald raus. Dabei noch über einen Holzeinschlag, wo der Pfad nicht mehr erkennbar war, aber knapp 100 m voraus eine Markierung. Dann also doch noch etwas Trailgefühl. 






Es ging vor Plochingen auf einer Brücke über die B10 und B313. Danach auf einem gekiesten Weg zur Fußgängerbrücke über den Neckar und bei der vierten Überquerung an dem Tag, genoss ich etwas den Anblick und konnte auch zwei Schwäne beobachten. Beim Blick auf die Stadt fiel vor allem der von Hundertwasser entworfene 33 m hohe Regenturm mit den goldenen Kugeln auf. Ich hatte dann schnell die Fußgängerzone erreicht und die 14. Etappe beendet. Der weitere Verlauf wäre nach rechts gewesen. Es ging für mich nach links und nach ca. 500 m war ich am Bahnhof. Es waren am Ende 25,60 km mit 243 Hm und seit langem mit 6.11 min/km bei einer Zeit von 2:38-26 h eine ansprechende Leistung. Das hatte ich noch nicht so schnell erwartet und stimmt optimistisch. 






Ich hatte sogar den ersten möglichen Zug bei optimalem Verlauf erreicht und zwei Minuten später fuhr der MEX16 nach Göppingen, wo ich umsteigen musste. Ich hatte 15 Minuten Zeit und kaufte noch war zum Trinken und dann ging es mit dem RE5 nach Biberach. Dieser fährt derzeit leider nur ab Göppingen, sonst hätte ich ihn bereits in Plochingen nehmen können. Mit minimaler Verspätung war ich nach 1:35 h in Biberach. Das passet an dem Tag also auch und dieser Teil des Neckarwegs liegt für mich günstig. Der heutige Lauf war zwar von der zunehmenden Besiedlung geprägt, hatte aber auch wieder sehr schöne Abschnitte. 


Die Strecke:

Freitag, 6. März 2026

Neckarweg Tel 6 - Tübingen - Neckartailfingen am 05.03.2026

Mein letztes richtiges Lauftraining war am 13.02. der Lauf auf der Etappe 10 des Neckarwegs. Danach ging 20 Tage leider nicht mehr viel und schweren Herzens musste ich am 01.03. den Start beim Neckarufer Marathon in Stuttgart absagen. Dabei hatte ich an Neujahr nach knapp 20 Stunden einen der letzten Startplätze ergattern können und die letzten beiden Jahre dort tolle Läufe erlebt. Ich nahm den Nachtdienst von Mittwoch auf Donnerstag frei und wollte das schöne Wetter für einen Neustart nutzen und dazu passte ein Lauf am Neckar. Ich wolle die nächsten beiden Etappen absolvieren. Ich war zumindest wieder echt fit und so ging es erst mit dem Bus nach Biberach und von dort mit der Bahn nach Ulm und anschließend über Wendlingen nach Tübingen. Das klappte alles super, wobei die Zeiten für den Umstieg jeweils großzügig waren. In Wendlingen kam sogar die Sonne raus und kein Nebel mehr. So auch in Tübingen, auch wenn es bei 6° C noch recht frisch war.  

In Tübingen ging es vom Bahnhof aus über den Busbahnhof und dann waren es nur wenige Meter geradeaus auf die Neckarinsel, wo ich wieder am Neckarweg war und die 11. Etappe führt von Tübingen nach Pliezhausen. Ich konnte zunächst die wunderschöne Silhouette der Tübinger Altstadt auf der anderen Seite über dem Neckar genießen. Danach die Treppe hoch und dann erst mal ein Stück an der Straße entlang durch die Stadt. Es ging aber wieder an den Neckar, was gleich viel schöner war und inzwischen ist der Fluss ja doch ganz schön breit geworden. Leider kam nach nicht mal 2 km eine Baustelle und so musste ich wieder hoch zur Straße wechseln. Am Bootshaus dann wieder zurück an den Neckar. An der Einmündung der Ammer in den Neckar gab es einen kleinen Linksschwenk und danach über bei Lustnau über die Neckarbrücke und am Bahnhof vorbei. Hier folgte der Neckarweg dem HW5.  








Nach dem Bahnhof ging es nach links auf den Rad- und Fußweg. Die Streckenführung bis Kirchentellinsfurt war flach und auf gut zu laufenden Wegen. Das war für meinen Einstieg perfekt und es passte dann doch recht gut und eine recht ordentliche Pace. Es gab einen Mix aus Asphalt und unbefestigtem Untergrund und zumindest im Naturschutzgebiet Blaulach ein schöne Abschnitt. Am Bahnhof Kirchentellinsfurt nach links die Unterführung nutzend ging es ein gutes Stück durch den Ort. Anschließend auf einem asphaltierten Weg am Neckar entlang.  



Nach gut 10 km folgte an der Kläranlage der erst größere Anstieg und es ging vor allem auf Pfaden weiter. Die Anstiege fielen mir natürlich noch schwer, aber dafür eine tolle Streckenführung. Es ging wieder runter und da war es teils doch noch etwas rutschig und es ging am Neckarkanal entlang weiter. Nun war es nicht mehr so schattig und ich streifte die Ärmel nach hinten. Es wurde am Ende dann mit 15° C doch recht warm. In Altenburg ging es nach links über den Neckar. Danach folgte für rund 200 m ein unangenehmer Abschnitt direkt an der viel befahrenen Bundesstraße entlang. Es gab aber wenigstens einen schmalen, laufbaren Grünstreifen. 






Anschließend ging es nach links einen Pfad hoch. Der Anstieg im Wald zog sich etwas und überall Bärlauch. Nach dem Anstieg ging es zunächst auf einem asphaltierten Sträßchen am Waldrand zum Friedhof von Pliezhausen und dort rechts weg wieder in den Wald und auf herrlichen Pfaden tendenziell runter. In Pliezhausen am Ortsrand dann weiterhin Pfade und eine schöne Aussicht ins Neckartal. Ich hatte in Pliezhausen das Etappenziel nach ca. 15,6 km erreicht. Leider aber die letzte Abzweigung verpasst und knapp unterhalb von den Schildern raus gekommen. So folgte ich erst dem blauen Punkt abwärts, bis ich bemerkte, dass dies nicht passen kann. So verlor ich auch viel Zeit und es war klar, dass ich erst den Bus 4 1/2 Stunden nach dem Start erreichen kann. So war es zunächst eh geplant, aber bis dahin lief es überraschend gut.  






Die 12. Etappe führt von Pliezhausen nach Neckartailfingen und das waren rund 10 km. Es ging aus Pliezhausen raus und dort auf einem asphaltierten Sträßchen runter zum Neckar. Hier ab und zu dürftige Markierungen, aber insgesamt war die Strecke doch wieder gut ausgeschildert und gekennzeichnet. Nun wurde es recht warm und nach der Neckarbrücke ging es in Richtung Mittelstadt steil hoch. Da merkte ich, dass ich nun doch immer wieder schnell wandern musste und nicht mehr laufen. Kurz dachte ich daran, von Neckartenzlingen den Bus zu nehmen und so doch noch eine Stunde früher dran zu sein. Dies hätte aber nicht mehr gereicht und so konnte ich mir eine Stunde mehr Zeit für nur 4 km mehr Wegstrecke nehmen. So wurde es nun doch etwas entspannter. Es ging nach Mittelstadt rein und dort etliche Treppenstufen runter. Vor dem Neckar ging es auf einem Pfad hinter dem Hotel Klostermühle entlang und dann ein herrlicher Pfad oberhalb des Mühlkanals. Der Weg setzte sich im Wald fort und immer wieder Ausblicke ins Neckartal. Es ging an Gärten und Wiesen auf einem asphaltierten Weg und auch mal auf einem Wiesenpfad weiter. Danach ein breiter Forstweg, der nach links auf einen Pfad verlassen wird. Dieser führte leicht abwärts und zum schönsten Abschnitt des Tages.  








Ich hatte einen guten Kilometer vor Neckartenzlingen das Naturschutzgebiet Schönrain erreicht. Dieses hatte den Namen auf jeden Fall verdient. Ein herrlicher Pfad führte über eine Wacholderheide und das mit Blick ins Neckartal. 





Direkt nach dem Naturschutzgebiet ging es runter nach Neckartenzlingen und dort an der Haltestelle Marktplatz vorbei, aber ich war dort wie erwartete zu spät dran. Also weiter nach Neckartailfingen. Es ging auf dem Hochwasserschutzdamm entlang und an einem kleinen Rastplatz erinnerte eine Flößerfigur an das dort einst so wichtige Gewerbe. Danach auf die Fußgängerbrücke am Neckar, die aber nach rechst an der Mündung der Erms in den Neckar verlassen wird. Anschließend nach links führte ein Pfad noch einen letzten kurzen Anstieg hoch. Danach ging es an den Sportanlagen vorbei und anschließend auf einem asphaltierten Fuß- und Radweg durch das Tal.  



So ca. 1 km vor dem Ziel war dann der Badesee Aileswasen erreicht. Das war nochmals ein schöner Anblick und nun auf ein geschotterter Weg. Nach dem See waren es nur noch ca.500 m bis zur Liebenauschule mit der Bushaltestelle und ich hatte noch knapp 20 Minuten Zeit. Insgesamt waren es 26,31 km mit 271 Hm. Das war ein doch eher flacher Abschnitt (wobei die Uhr und der Wanderführer doch etwas mehr Höhenmeter angaben) und nicht so spektakulär wie die vorherigen. Dennoch ein auf jeden Fall schöner Lauf. 



Der Bus kam mit 2 Minuten Verspätung, was noch gut gepasst hätte. Dann aber in Nürtingen ein riesen Verkehr und der MEX von Tübingen mal mit nur 2 Minuten Verspätung und er fuhr mir regelrecht vor der Nase weg. Es gab aber gleich noch einen Bus nach Wendlingen. Dieser hatte aber auch Verspätung und kurz vor dem Bahnhof fuhr der RE200 auch mit 2 Minuten Verspätung davon. Der nächste den ich nahm hatte 5 Minuten und da hätte es noch gereicht. Ist die Bahn mal recht pünktlich, dann schaffen es die Busse nicht. Es hatte dort aber bei Sonne pur gleich 17° C und so war die Wartezeit von knapp einer Stunde wenigstens angenehm zu verbringen und anschließend in Ulm kein Problem mit dem Anschluss und sogar pünktlich, wenn auch eine Stunde später als geplant, in Biberach. 


Die Strecke: