Montag, 6. Dezember 2021

Lauf weiter Adventslaufserie 2. Adventslauf (Rentierlauf) am 04.12.2021 und 05.12.2021

An diesem Wochenende stand von der Adventslauf-Serie von Lauf weiter der zweite Lauf an. Ich entschied mich erneut für die 7,5 km. Nach dem doch etwas überraschenden Gesamtsieg am vergangenen Wochenende war da schon etwas mehr Druck da, was ja grundsätzlich nicht schlecht sein muss. In der Woche absolvierte ich bereits knapp 90 km. Nach Läufen im Sturm und teils Schneetreiben von Dienstag bis Donnerstag lief ich am Freitag vor dem Spätdienst einen recht hügeligen Halbmarathon bei herrlichem Sonnenschein und einer schönen Winterlandschaft und trotz Eis und Schnee lief es richtig gut. Einen großen Teil der Strecke lief ich dabei auch ab und es gab zwei kritische Stellen mit Eis auf einer Brücke und einem noch längeren Schneefeld an einer schattigen Stelle. Am Samstag hieß es früh aufstehen, da der Frühdienst anstand. Ich wollte dennoch an dem Tag laufen, auch wenn wieder starke Böen angesagt waren. Am Sonntag wäre es nach dem Nachtdienst gewesen und zudem waren wieder Kälte vorhergesagt. Im Verlauf des Vormittags stieg die Temperatur und es regnete teils auch ordentlich. Dafür war so die Strecke schnee- und eisfrei. Ich fuhr zunächst nach Hause und dann mit der Tochter nach Reinstetten, von wo aus ich die mit 84 Hm hügelige 3,5 km lange Strecke durch den Wald zum Start absolvierte. Dabei lief es schon mal recht gut und als ich fertig war, hatte es aufgehört zu nieseln. 








Es stand jetzt mein 122. Wettkampf in diesem Jahr an und der erste in diesem Monat. Da ich kein Auto dabei hatte, entschied ich mich mit der leichten Jacke zu laufen. Sonst wäre es gerade auf dem Rückweg doch etwas zu frisch geworden. Bei der Hose die dreiviertellange und dann noch Mütze und Halsband. Die Handschuhe steckte ich in die Jacke. Damit es nicht zu warm wurde, hatte ich unter der Jacke das kurze Trikot angezogen. Bei den Schuhen setzte ich auf dem noch mit einigen Pfützen versetzten Weg auf die Asics. Es hatte nun 4° C, war stark bewölkt und leider Windböen bis zu 75 km/h. Da war ich mal gespannt, wobei die Richtung aus Südwest zumindest nicht ganz schlecht war. Anfangs nach einem flachen Beginn erstmals bergab. Das Tempo war noch nicht so, wie ich es erhofft hatte. So langsam konnte ich mich steigern und gegen Ende des ersten Kilometer war ich im Bereich der letzten Woche. Da musste ich daran denken, dass es mir dann zwei Mal in den Rücken stach und ich danach zwei Mal etwas ins Straucheln geriet. Seither aber zum Glück keine Probleme mehr. Die Zeit von 4.14 min war dann 4 Sekunden über der Zeit von letzter Woche. Danach kam aber ein langsamer Kilometer wegen der kurzzeitigen Probleme. Nun war es aber auch nicht einfacher, da aus dem auch nicht so tollen Seitenwind sogar Gegenwind wurde. Durch die ab und zu aufkommenden Böen war es an der Bahnlinie entlang ein ganz schöner Kampf und auf dem ersten Drittel des zweiten Kilometer nur eine Pace knapp über 5 Minuten. Als es links weg Richtung Goppertshofen ging wurde es deutlich einfacher und sogar etwas Windunterstützung. Es erfolgte die Wende und noch ein Stück wieder mit Gegenwind und dann nach 4.45 min eine für die Verhältnisse doch überraschende Zeit und einiges gut gemacht. Nach etwas mehr als 100 m links weg Richtung Ochsenhausen und an der Rottum entlang. Hier steigt es minimal an und es kam wieder der Gegenwind dazu. So wurde es ein ganz schöner Kampf. Nach 2,5 km zeigte die Uhr 11.33 min. Damit die Pace zuletzt bei 5.08 min/km, So ähnlich hatte ich es schon befürchtet. Beim letzten Lauf für den dritten Kilometer schon glatte 5 Minuten. Sobald der Wind etwas nachließ versuchte ich mehr Druck zu machen. So schaffte ich den Kilometer immerhin noch in 5.01 min, was bei dem Wind absolut in Ordnung war. Insgesamt waren es jetzt exakt 14 Minuten und somit sogar hauchdünn schneller als beim ersten Lauf der Serie. Das motivierte natürlich nochmals zusätzlich, war es da schließlich der dritte freie Tag und nicht zwischen Früh- und Nachtdienst und auch von den Verhältnissen her besser. Nach weiteren gut 300 m die zweite Wende und die Pace noch bei 5.00 min/km. Da musste ich mich auf jeden Fall steigern. Dies gelang auch und zur Halbzeit zeigte die Uhr 17.35 min. Damit war ich nun 5 Sekunden voraus. Eine Zeit unter 35 Minuten konnte ich aber noch nicht unbedingt erwarten. Dazu musste ich die zweite Hälfte doch deutlich schneller laufen. Zuletzt gelang dies nur minimal und dabei riskierte ich da nach den Problemen zu Beginn immer mehr. Gab es da heute noch eine deutliche Steigerung? Den vierten Kilometer danach in 4.47 min und den leichten Vorsprung gehalten. 





Ein Foto musste nun drin sein und es ging noch rund 500 m an der Rottum entlang weiter. Dabei jetzt ganz minimal bergab und etwas Windunterstützung. So konnte ich vor dem Abzweig nach links eine Pace von 4.32 min/km schaffen. Das hieß noch nichts, denn jetzt Richtung Bahnlinie ein minimaler Anstieg und den noch bei dem Gegenwind. Ich kämpfte und an dem Tag war der Puls dann doch mal etwas höher als bei den letzten Wettkämpfen, nachdem er beim Aufwärmen für die dabei anspruchsvolle Strecke recht niedrig lag. Es ging rechts weg nach Reinstetten und ich beschleunigte noch und nach weiteren 200 m den fünften Kilometer in 4.41 min und damit noch ein paar Sekunden heraus geholt. Insgesamt war ich 23.28 min unterwegs. Noch nicht das was ich vor kurzem wieder an Tempo schaffte, aber wenigstens 10 Sekunden schneller als am vorherigen Samstag und nun wollte ich es doch wissen und versuchen, noch unter 35 Minuten das "Ziel" zu erreichen. Dazu musste ich das Tempo auf jeden Fall halten und im weiteren Verlauf nochmal ein gutes Stück steigern. Es geht, bis auf eine kleine Steigung am Damm, nun tendenziell ganz leicht bergab. Der zuvor doch lästige Wind kam ab und zu von hinten und bei den Böen gab es jetzt sogar etwas mehr Schwung. Auf dem sechsten Kilometer konnte ich mich auf 4.39 min steigern und eine 34er-Zeit rückte nun prompt in greifbare Nähe. Zunächst konnte ich das Tempo nicht ganz halten. Mit der Zeit gelang jedoch eine Steigerung und vor dem letzten Kilometer zeigte die Uhr 30.26 min. Das sah gut aus! Da nun der kalte Wind nicht mehr von vorne kam, war es doch etwas warm, aber ging gerade noch so. Jetzt hätte ich auf Jacke und Mütze durchaus verzichten können. Auf dem siebten Kilometer gelang diesmal eine deutliche Steigerung und ich absolvierte ihn in 4.33 min. Damit holte ich dort zum letzten Mal alleine schon 8 Sekunden heraus und hatte mal wieder eine Pace wie zu besseren Zeiten, vor der Misere vom Juli. Noch 100 m und danach rechts weg und der langgezogene Endspurt mit einer Steigerung und die Pace nun 4.28 min. Am Ende zeigte die Uhr 34.56 min und ich hatte mich um 22 Sekunden gesteigert und lag wieder näher an den kürzlich schon wieder erzielten 34er-Zeiten, und das bei den extremen Verhältnissen. Vor allem die letzten 2,5 km in 11.28 min sogar schneller als die ersten und die zweite Hälfte in 17.21 min nach zuvor 15.35 min. Vor allem auch noch währende dem gesamten Rennen keine Probleme, nachdem es im Training zumindest an der einen oder anderen Stelle mal leicht zwickte. Dies stimmt doch optimistisch für die nächsten Vorhaben. Ich hatte ja auch noch deutlich mehr Kilometer in den Beinen als noch vor Wochenfrist. 


Der Rückweg von 4 km diente wieder zum Auslaufen. Da passte es auch absolut gut und wieder zu Hause konnte ich mir die Medaille das zweite Mal umhängen. Der Lauf hatte so nebenbei das Motto Rentierlauf und dies passte zur Distanz von 7,5 km. Es gibt diese Distanz in Finnland und dort heißt sie Poronkusema. Das ist die Distanz, die ein Rentier zurücklegen kann, ohne sein Wasser abzuschlagen. Wörtlich bedeutet es "das Pissen des Rentiers" und ist ein altes finnisches Längenmaß. Vielleicht gefällt mir wegen meiner auch vorhandenen finnischen Wurzeln diese Distanz so gut. 





Die Ergebnisse gibt es ab jetzt leider erst am nächsten Tag ab 10 Uhr. Das Ergebnis war dabei erneut super. Ich wurde 3 Gesamt von 77 Teilnehmern und auch 3. bei den Männern. Dabei war der Sieger weit voraus und diesmal wie erwartet auch mein guter Bekannter Roland Rigotti deutlich vor mir. Dafür lag ich knapp mit 9 bzw. 11 Sekunden vor den Läufern auf Rang 4 und 5 und das hatte ich meiner Steigerung zu verdanken. In der AK M50 war es erneut der Sieg und diesmal zumindest zwei Teilnehmer. 

Die Strecke:




7,5 km Männer: Dennis Dodt (Herbalife, 28.39 min) vor Roland Rigotti (TSG 08 Roth, 31.13 min) und Peter Steiner (albside Running, 34.56 min). 



Dienstag, 30. November 2021

Lauf weiter Sonntagschallenge 86. Lauf am 28.11.2021

Einen Wettkampf wollte ich in diesem Monat auf jeden Fall noch bestreiten, auch wenn es am Sonntag von der Zeit her recht eng war. Da ich noch Spätdienst hatte und das eine oder andere davor zu erledigen war beschloss ich, auf der doch anspruchsvollen Strecke vor der Haustür zu starten. Ich meldete mich für die 7,5 km an, was wie am Sonntag zuvor drei Runden bedeutete. Zunächst erfolgte mit 4 km ein doch etwas längeres Aufwärmen. Am Samstag lief es nach einem Schreckmoment nach dem ersten Kilometer noch richtig gut und zumindest schien nun auch alles in Ordnung zu sein. Lediglich die Witterung war nicht so prickelnd, da es bei 0° C doch windig war und gefühlt deutlich kälter. 









Es stand jetzt mein 121. Wettkampf in diesem Jahr an. Ich ließ die leichte Jacke an und sogar mal in ganz langen Hosen. Das war doch doch schon ein Winterlauf und so alleine war auch nichts mit Windschattenlaufen. Bei den Schuhen auf dem wechselnden Untergrund wie letztes Mal dort die Asics. So sehr hoch waren meine Erwartungen nicht, aber ich wollte auf jeden Fall etwas schneller sein als letzten Sonntag mit 39.24 min, wobei ich mich da auch nicht gut fühlte. Nach einem kurzen Stück auf Asphalt ging es links weg auf den Feldweg und dort stieg es erst mal knapp 500 m an. Wieder auf dem asphaltierten Weg ging es etwas wellig weiter und so hatte der erste Kilometer Netto einen Anstieg von 18 m und ich war mit der Zeit von 5.06 min einigermaßen zufrieden und schon mal etwas schneller gestartet. Im weiteren Verlauf der ca. 2,5 km langen Runde erst mal noch auf Asphalt ganz leicht ansteigend und an dem Tag dort der kalte Gegenwind. Dann rechts weg und auf einem Kiesweg erst mal rund 300 m runter. Da ließ ich es laufen, bevor es zum asphaltierten Verbindungsweg erneut etwas anstieg. Mit 5.04 min schaffte ich den zweiten Kilometer zumindest etwas schneller und da es am Ende der Runde bergab geht, sah es nicht mal so schlecht aus. Nur zog es nach knapp zwei Kilometer leicht in die linke Leiste, aber danach war es wieder gut und zuletzt hatte ich dies schon ein paar mal nach etwas dieser Distanz. Ich konnte auf jeden Fall gut Tempo machen und nach genau 12.30 min und einem Schnitt von exakt 5.00 min/km hatte ich das erst Drittel hinter mir und das wäre am Ende genial gewesen. Die Strecke hat insgesamt immerhin 92 Hm. Nun kam erneut der lange Anstieg vom Beginn und da wurde es ganz am Ende doch zäh, aber nach einer Pace von 4.40 min/km auf der ersten Hälfte schaffte ich den dritten Kilometer mit 4.56 min noch unter 5 Minuten. Allerdings ging es danach leicht ansteigend weiter und so wieder etwas langsamer. Nach der Hälfte des Rennens zeigte die Uhr 18:50 min. Es ging am Ende des vierten Kilometer wieder bergab und ich absolvierte diesen in 5.00 min. Schon mal schneller als der vergleichbare zweite. Es ging mit dem letzten Anstieg der Runde weiter und dabei lief es deutlich besser als auf der ersten und ich konnte oben schnell umschalte und dann ging es auf dem asphaltierten Weg erst leicht und dann etwas steiler runter. Da konnte ich das Tempo schön steigern und es lief doch überraschend gut. Da der erste Abschnitt fehlte, ging es noch rechts weg auf den Feldweg und dort nach ca. 100 m hatte ich in 4.46 min den fünften Kilometer geschafft und es sollte der schnellste sein. Insgesamt nun eine Zeit von 24.52 min. Da war ich sogar ein paar Sekunden schneller als bei meinem Lauf über 5 km am 3. Oktober, wobei ich damals wegen einem noch folgenden weiteren Wettkampf in Niederwangen etwas verhaltener lief. Nach dem schnellsten sollte mit dem sechsten der langsamste Kilometer folgen, der mit 21 Hm aber auch den größten Nettoanstieg aufwies. Es geht anfangs etwas steiler hoch und danach doch fast permanent leicht ansteigend weiter. Da überraschte die Zeit von 5.13 min nicht unbedingt, auch wenn ich etwas mehr erwartet hatte, da ich nun doch versuchen wollte, einen Schnitt unter 5 min zu schaffen, zumal ich das zweite Drittel mit 12:22 min etwas schneller zurücklegte als das erste. Die zweite Hälfte des Rennens ist zudem vom Profil her etwas einfacher. Da musste ich nun aber dran bleiben und den siebten Kilometer möglichst unter 5 Minuten absolvieren und dann einen guten Endspurt. Zunächst konnte ich es bergab auf dem Feldweg wieder laufen lassen. Es kam der letzte Anstieg und da kam ich recht gut hoch und anschließend leicht absteigend weiter. Ich schaffte den siebten Kilometer in 4.56 min und mit 35.01 min fast eine Punktlandung von 5.00 min/km. Da musste ich nun auf jeden Fall darunter kommen, denn auf den letzten 500 m ging es deutlich runter und nur noch eine kleine Welle. Ich schaffte am Ende eine für dieses doch harte Rennen gute Pace von 4.28 min/km. Ich startete erst um 11:07 Uhr und somit rund eine Stunde vor meinem Dienstbeginn. Das hat vielleicht auch für den nötigen Druck gesorgt, der sonst bei diesen Solorennen etwas schwer aufzubauen ist. Mit der Endzeit von 37.16 min war ich super zufrieden. Mehr als 2 Minuten schneller als vor Wochenfrist und im Schnitt mit 4.58 min/km das Ziel doch gut geschafft und die zweite Hälfte mit 18:26 min gegenüber 18:50 min doch deutlich schneller. Ich lief dann nur noch die 500 m nach Hause, da es höchste Zeit war den Lauf hochzuladen und zur Arbeit zu gehen. 








Das Ergebnis erfuhr ich dann gegen 19:30 Uhr gegen Ende meines Spätdienstes und konnte damit mehr als zufrieden sein. Ich wurde hinter zwei klar überlegenen Läufern bei den Männern 3. Gesamt und insgesamt 6. von 38 Teilnehmern. In der AK M50 reichte es auch diesmal zum Sieg und es waren da doch 5 Teilnehmer. 


Die Strecke:




7,5 km Männer: Tobias Michaelis (27.09 min) vor Steffen Nordwig (LC Ron Hill Berlin, 29.12 min) und Peter Steiner (albside Running, 37.16 min). 



Sonntag, 28. November 2021

Lauf weiter Adventslauf-Serie 1. Adventslauf (Lebkuchenlauf) am 27.11.2021 und 28.11.2021

In diesem Jahr gibt es von Lauf weiter nicht nur einen einzelnen Adventslauf, sondern eine ganze Serie an allen vier Adventswochenenden. Beim letztjährigen Lauf hatte ich nicht teilgenommen, aber diesmal war die Serie einfach ein Muss. Der Zuspruch ist durchaus enorm, waren es an dem Wochenende schon über 1000 Anmeldungen für die Serie und einige Einzelmeldungen. Es gab die Strecken 5 km, 7,5 km, 10 km und 15 km als Lauf oder Walking. Dabei konnte man bei den einzelnen Läufen die Distanz wählen. 

Beim Aufwärmen gab es wie letzten Samstag die lange Strecke von 5,2 km, die mit 102 Hm recht hügelig ist. Ich lief von daheim aus los und damit auch etwas länger als letzten Samstag. Im Laufe der Woche ging es wieder besser, vor allem bei den Läufen am Dienstag und Mittwoch zur Arbeit bzw. 17 km mit einer verlängerten Runde nach Hause. Am Montag wurde ich auf meinen 15 km nach gut 11 km noch durch Schmerzen im linken Knie kurz ausgebremst, die danach zum Glück nicht mehr kamen. Am Donnerstag nach dem Nachtdienst noch ein hügeliger Halbmarathon und am Freitag ein ganz lockere Runde, allerdings insgesamt doch mit einem recht langsamen Tempo und ich war unsicher, was da noch geht. Ich war nun auch langsamer als letzten Samstag, aber zumindest spürte ich keine Probleme. Etwas Schnee vom Vortag war noch da und die Sonne ließ sich nur ein mal kurz blicken. 









Dieser Wettkampf war bereits mein 120. in diesem Jahr. Ich wählte als Distanz wieder mal die 7,5 km. Es hatte nur 2° C, aber blieb wenigstens trocken. Gefühlt war es noch kälter, da es doch etwas mehr windete als am letzten Wochenende, dafür aus Südwest noch aus einer für meine Strecke relativ günstigen Richtung. Ich lief natürlich in dreiviertellangen Hosen und wie letzten Sonntag über dem Funktions-Shirt und dem Trikot die leichte Jacke. Ich musste ja auch an den Rückweg denken. Dazu Mütze, Halstuch und diesmal auch Handschuhe. Bei den Schuhen waren nun wieder die Puma an der Reihe. Bei der Kälte war klar, dass ich den Foto in der Tasche ließ. Ich startete recht offensiv. Nach 500 m nicht ganz die gewünschte Pace, aber es ging einigermaßen. Vor allem war ich nach den letzten Tagen lockerer als befürchtet. Am Ende des ersten Kilometer beschleunigte ich im Flachen nochmals und schaffte diesen zumindest in 4.10 min. Es ging an den Schienen der Öchsle-Schmalspurbahn entlang weiter. Doch gleich nach dem ersten Kilometer stach es ein erstes Mal rechts unten in den Rücken und ich hatte das Gefühl, dass es mir das Bein wegzieht und ich stürze. Dies passierte gleich noch ein zweites mal. Was war da los? War das etwa schon das Ende? Entsprechend verhaltener lief ich weiter. Da fühlte es sich zumindest wieder normal an. Allerdings war das Ganze im Kopf und blockierte doch etwas. Nach der ersten Wende in Goppertshofen so auch nur 4.51 min für den zweiten Kilometer. An meine beiden letzten Rennen dort im Bereich einer 34er-Zeit würde es heute sicher nicht gehen. Nach wenigen Metern links weg und an der Rottum entlang Richtung Ochsenhausen. Da lief es zäh, was auf dem Abschnitt aber nicht unüblich ist. Nach 11.30 min hatte ich das erste Drittel geschafft. Da würde ich am Ende froh sein, wenn ich es unter 36 Minuten schaffe. Den dritten Kilometer dann in 5.00 min. Nach weiteren 330 m dann die zweite Wende und wieder an der Rottum zurück und in der Folge minimal bergab. Nach 17.40 min hatte ich die Hälfte der Distanz geschafft. Es lief wieder etwas besser und dann den vierten Kilometer immerhin in 4.51 min. Da wollte ich wieder etwas mehr riskieren und es fühlte sich nun nicht mal schlecht an. Die ersten gut 500 m des fünften Kilometer waren noch vergleichsweise einfach, bevor es links Richtung Bahnlinie leicht anstieg und zudem Gegenwind. Auf den letzten 500 m Richtung Reinstetten wollte ich es nochmal wissen und so den fünften Kilometer in 4.46 min. Insgesamt nun 23.38 min. Das war ja noch einigermaßen in Ordnung, vor allem angesichts der letzten Tage und dem kurzen Schreckmoment nach dem ersten Kilometer. Da wagte ich noch etwas mehr und machte mehr Druck, versuchte den sechsten Kilometer nochmal schneller zu laufen. Dies gelang mit einem Kraftakt gegen Ende mit 4.42 min prompt und mit der Zeit konnte ich nun echt zufrieden sein. Auf dem siebten Kilometer war ich zuletzt meist etwas langsamer, nicht aber an dem Tag. Es passte nun und ich konnte das Tempo halten. Dabei steigerte ich mich noch minimal auf 4.41 min und hatte nach knapp über 33 min eine tiefe 35er-Zeit in Aussicht. Das beflügelte beim langen Endspurt und ich konnte die Pace auf gute 4.31 min steigern und am Ende mit 35.18 min eine im Vorfeld und erst recht nach 3 km in dem Rennen nicht erwartete Zeit. Natürlich hatte ich vor kurzem noch mit einer deutlich besseren Zeit gerechnet, war aber nun selbstverständlich total zufrieden.  







Nun gab es zum Auslaufen noch den gut 3 km langen Heimweg und der führte mal wieder bei den Eselchen vorbei. Da kam sogar die Sonne raus, das erste mal seit bestimmt 10 Tagen. Das tat auch richtig gut. 











Die Medaille durfte nicht fehlen und diesmal eine ganz außergewöhnliche. Dazu gibt es auch noch Kerzen und somit ein kleiner Adventskranz in Medaillenform. 



Für jedes einzelne Rennen der Serie gab es auch Ergebnisse und diese wieder am Sonntag ab 20 Uhr. Da war die Freude groß, denn ich wurde unter den 92 Teilnehmern sogar Gesamtsieger. In der AK M50 war ich der einzige Teilnehmer, aber bei einem Gesamtsieg ist dies mal echt egal. Besser hätte der Auftakt in die Serie nicht sein können. 

Die Strecke:




7,5 km Männer: Peter Steiner (albside Running, 35.18 min) vor Mario Oertel (35.33 min) und Christian Welter (Judo Club Halle e.V., 37.29 min).