Montag, 3. August 2026

Hauptwanderweg 5 (HW5) - Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg - Teil 4 - TÜ-Lustnau - Pfullingen am 02.08.2026

Nach nun doch fast genau zwei Wochen ging es endlich auf dem tollen Fernwanderweg weiter. Am Samstag hatte ich in Mehrstetten noch einen Wettkampf der mehr oder weniger gut lief. Der Urlaub seit dem Frühdienst möchte aber auch am zweiten Tag genutzt werden. Ich hatte mit den Rest der 6. Etappe (knappe zwei Drittel) und die 7. Etappe vorgenommen. Man kann es kaum glauben, aber Anfahrt verlief mal richtig entspannt und reibungslos. Es ging von Biberach nach Ulm, von dort weiter nach Wendlingen und von dort  mit dem MEX12 nach Reutlingen. Es waren jeweils 19 Minuten für den Umstieg und so machten kleine Verspätungen in Ulm und Reutlingen gar nichts aus. Von dort noch die wenigen Minuten mit der RB63 nach Tübingen-Lustnau. Eigentlich wollte ich schon am Donnerstag laufen, aber da sind in Biberach gleich zwei Züge wegen technischem Defekt ausgefallen und dann wäre es zu heiß geworden. Es hatte um 9:14 Uhr beim Start aber auch schon 21° C und später sollten es knapp 30° C werden. Dazu war es sehr schwül. Da würden die 25 bis 26 km genügen. 


Es stand zunächst der Rest der 6. Etappe an. Es ging rund 9 km von Lustnau nach Immendingen, das zu Kusterdingen gehört. Anfangs musste ich vom Bahnsteig aus die Treppe hoch zur Brücke. Dann links zu einem Gewerbegebiet. Nur diese ersten gut 300 m kannte ich vom Neckarweg, der sich dann nach links verabschiedet. Die restliche Strecke des Tages war mal wieder völliges Neuland. Es ging geradeaus weiter in den Wald und dort nach rechts. Hier stieg es gleich mal ordentlich an, aber wenigstens Schatten. Der asphaltierte Weg ging in einen Schotterweg über und es flachte etwas ab. Aus dem Wald raus dann wieder auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg, aber außer ein paar Radfahrer kein Verkehr. Wankheim war bereits in Sicht, da ging es rechts weg und der Weg ging in einen Feldweg über und später in eine Wiesenfuhre zwischen Obstbäumen. Auf Höhe von Wankheim nach rechts ein schöner Blick auf Tübingen. 






Auf einem Feldweg ging es zum Wald und davor links hoch an den Ortsrand. Dort aber gleich rechts und hinter den Häusern entlang. Danach auf Pfaden immer am Waldrand. Auf dem Gras wurde es da wieder etwas zäher, nachdem es zuvor recht gut lief. Der Weg war an dem Tag wieder recht gut markiert, auch wenn man bei dem derzeit dichten Bewuchs an manchen Stellen aufmerksam sein musste. So verpasste ich einen Abzweig nach rechts auf einen Pfad im Wald. Allerdings ging es nach 250 m wieder außerhalb weiter. Das merkte ich aber erst, nachdem ich der nun rechts entdeckten Markierung ein Stück folgte und damit letztlich zurück lief. Anschließend über Feldwege und wieder einer Wiesenfuhre am Waldrand entlang zum Bolzplatz Wankheim. Von dort führten Pfade in den Wald und schließlich ging es auf einem flachen Forstweg weiter. Das bedeutete wieder etwas mehr Tempo. Dabei entdeckt man auch mal Kleinigkeiten, wie ein Sühnekreuz von 1671. 








Ich erreichte den Waldrand und sah dabei keine Markierung. Demnach ging es für mich auf dem Asphaltsträßchen geradeaus weiter. An einer schönen Sitzgruppe an einer Kreuzung machte ich eine Trinkpause und es gab dort keine Markierung. Ein Blick in den Wanderführer zeigte, dass ich zuvor am Waldrand rechts hätte laufen müssen. Hier war aber als Radweg Immenhausen mit 1,1 km angeschrieben und so sparte ich sogar 800 m und holte den vorherigen Umweg wieder rein. Es ging auch hier an Streuobstweisen vorbei, wenn auch auf Asphalt. Dafür konnte ich gut Strecke machen. Am Ortsbeginn von Immenhausen traf ich auch gleich wieder auf den HW5 und es ging noch in die Ortsmitte runter zur St. Georg-Kirche, dem Etappenziel. 




Die 7. Etappe führt von Immenhausen nach Pfullngen. Der vorherige Abschnitt war schon schön, auch wenn es nicht spektakulär war. Nun erwartete ich deutlich mehr. In Immenhausen stieg es aus dem Ort raus etwas an und dann ging es auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg weiter. Er führte in ein Naturschutzgebiet runter und an einem kleinen Teich waren etliche Fischreiher zu sehen. Der Weg folgte nun dem Bächlein Kalter Brunnen. Es ging da an Weiden vorbei über eine Wiesenfuhre. Dann, nach gut 10 km, knickte ich mit dem linken Fuß schmerzhaft um. Das fühlte sich nicht gut an. Ich konnte aber gleich weiterlaufen. 





Am ehemaligen Bahnhof Mähringen ging es kurz an der Straße entlang, dann aber rechts runter und  dort links in den Wald. Es schloss sich ein schöner Pfad an, der zum Reutlinger Stadtteil Ohmenhausen führte. Dort ging es ein gutes Stück am Ortsrand weiter. Hinter Ohmenhausen ging es wieder in den schattigen Wald. Es folgte dort der teils steile Anstieg in Richtung Käpfle, dabei auf Pfaden und Forstwegen. 






Ich hatte den Waldrand erreicht und sah voraus bereits den Gipfel mit dem Aussichtsturm. Es ging rechts am Waldrand entlang und danach link auf ein Sträßchen. Am Ende ging es auf einem Schotterweg nochmals recht steil nach oben. Der Fuß machte zum Glück mit, auch wenn ich leicht etwas spürte. Auf dem Käpfle befindet sich ein Aussichtsturm. Die Stufen hoch merkte ich, dass ich noch recht fit war. Das fühlte sich bei anderen Läufen bei solchen Türmen nicht immer so an. Allerdings geht es nicht so weit nach oben,, aber es reicht, um über den Baumwipfeln die herrliche Aussicht zu genießen. Hier oben stand vom 11. - 13. Jahrhundert eine Burg, die "Alte Burg". 








Der Weg führte danach auf einem tollen Pfad runter und dann über einen Wiesenpfad und schließlich einen Feldweg zur Gutsgaststätte Alteburg. Danach ging es ein Stück auf der Straße weiter. Nach Überquerung der Landesstraße ging es an einer Deponievorbei und wieder in den Wald. Es ging nun auf schönen Forstwegen runter. Dann nach rechts auf einen Pfad. Im weiteren Verlauf führten tolle Pfade durch den Wald, dabei nun wieder mehr ansteigend. Nach der Teufelskling ging es auf Forstwegen weiter bis zum Wildgehege Markwasen, wo ich das Damwild etwas beobachtete. 










Es ging am Wildgehege nach links und wieder in den Wald, wo überwiegend Pfade nach oben führten. Aus dem Wald raus ging es auf einem Asphaltsträßchen bei einer Kleingartenkolonie weiter. Da sah ich bereits das nächste Ziel: den Georgenberg. Es handelt sich um einen ca. 17 Millionen Jahre alten erloschenen Vulkan. Die Spitze ist völlig kahl, was eine gute Rundumsicht versprach. Es ging auf ein Schottersträßchen und es stieg zunächst nur leicht an. Dann ging es nach rechts auf einen Pfad. Endlich wieder etwas Schatten, aber auch ein harter Anstieg. Am Ende auch mal einige recht steinige Passagen. Es gab dort eine Abzweigung nach rechts, die den HW5 fortführte. Es waren da nur noch 1,8 km nach Pfullingen. Die einfach 300 m nach links sind aber ein Muss. 








Auf dem Georgenberg angekommen empfing mich ein überwältigendes Panorama. Nicht umsonst wurde im Wanderführer erwähnt, dass es sich um einen der überragenden Aussichtspunkte dieser Route handelt. Ich war überwältigt! Der Blick reichte zunächst zum Schönbuch, von wo ich vor knapp zwei Wochen kam. Dann Reutlingen mit dem Zeugenberg Achalm, auf den ich beim Burgen-Weg lief. Schließlich auch auf das Ziel Pfullingen. Ich war auch trotz Sonntag und bestem Wetter ganz alleine dort oben. Nur die Ansagen vom Stadion "An der Kreuzeiche" störten etwas die Idylle. 









Es ging die 300 m auf dem teils holprigen Pfad wieder zurück an die Abzweigung. Da merke ich dann doch mehr Schmerz im linken Fuß. Es ging noch ein Stück auf Pfaden weiter runter und dann auf einem einem Wiesenpfad und auf einem Feldweg zwischen Streuobstweisen weiter. Dabei schöne Ausblicke auf das Ziel. In Pfullingen dann erst auf einer Straße runter und dann leider viele Treppen. Das war an dem Tag gar nicht gut. An einer Abzweigung war dann die Stadtmitte mit 600 m nach links angeschrieben. Es ging immer geradeaus runter und am Ende flach zur Martinskirche. Dort gibt es nach rechts eine Bushaltestelle am Laiblinsplatz. Ich war rund 10 Minuten vor der Abfahrt dort. Dann las ich einen Hinweis, dass diese Haltestelle derzeit wegen Bauarbeiten nicht bedient wird. Mist! In einem Esicaffee konnte mir ein netter älterer Herr weiterhelfen. Also zurück zur Kirche und auf der anderen Seite zur Haltestelle Lindenplatz. Es waren an dem Tag 26,16 km mit gleich 691 Hm. Da war ich froh, dass der Fuß noch mitmachte. Nach einer Ruhephase war es aber nicht mehr so toll und ich hoffe, dass es bis Sonntag zum APM in Sonthofen klappt. Die Wochenplanung wurde schon mal über den Haufen geschmissen. Den ÖPNV kann ich diesmal loben. Mit etwas Verspätung kam der Bus der Linie 2 zum Hauptbahnhof Reutlingen. Dort war die Umstiegzeit aber großzügig und ich konnte noch Getränke kaufen, was dringend notwendig war. Mit dem MEX12 ging es nach Plochingen und von dort mit dem RE5 direkt nach Biberach, wo ich die zwei Minuten Verspätung hinnehmen konnte. Es war wieder ein toller Lauf auf dem HW5 und gerade die zweite Etappe hat alles gehalten, was ich mir von ihr versprach. Als nächstes geht es auf die Schwäbische Alb und da kenne ich die Strecke von anderen Läufen, was die Vorfreude aber eher noch steigert. 









Die Strecke: