An dieser Veranstaltung hatte ich schön öfters teilgenommen und dabei gibt es auch tolle Erinnerungen. Normalerweise hätte ich heute Spätdienst gehabt, aber frühzeitig Urlaub beantragt und ich hatte die Wahl zwischen dem Geologenlauf in Steinheim und dieser Veranstaltung. Aus mehreren Gründen hatte ich ich schließlich für Riedlingen entschieden. Ich meldete wie bei den Teilnahmen von 2017 bis 2019 und 2025 einen Doppelstart an. Die Startgebühr für die Langstrecke betrug 12 € und für die Mittelstrecke waren es 10 €. Die Fahrt von 42 km zum Parkplatz bei der Stadthalle legte ich in nur 37 Minuten zurück. Das war ein Punkt, der auch für diese Veranstaltung sprach.
Nach meiner Ankunft ging es die wenigen Meter zum Veranstaltungsgelände neben der Donaubrücke. Der Nebel hatte sich im Laufe der Anfahrt verzogen und es war nur noch leicht bewölkt und der teils eisige Wind der letzten Tage war auch weg. Das waren schon mal gute Voraussetzungen. Ich holte meine beiden Startnummern und absolvierte eine kurze Aktivierungsrunde. Dabei hielt ich ein paar Eindrücke der Strecke fest, die an der Donau entlang führt und durch das Waldgebiet Mißmahlsche Anlagen. Es fühlte sich ganz gut an. Nach den vielen langen Wettkämpfen gab es heute mal zwei kurze. Nach dem Albmarathon mit 50 km standen viele stressige Arbeitstage mit Zusatzdiensten an und ich fühlte mich diese Woche alles andere als fit. Da hatte ich keine allzu großen Erwartungen. Es war auf jeden Fall schön mal schön, wieder viele Bekannte zu treffen.
Der erste Start des Tages erfolgte um 11:00 Uhr über die Langstrecke von 8200 m. Dies war eine Änderung zu den bisherigen Austragungen, denn da startete die Mittelstrecke zuerst. Da war ich mal gespannt, wie es später läuft. Es stand aber zunächst der 35. Wettkampf des Jahres über zwei Runden an. Es hatte 7° C und war leicht bewölkt. Da passten das kurze Trikot und die kurze Hose, für die ich mich bereits zu Hause entschieden hatte. Bei den Schuhen wie in Schwäbisch Gmünd die neuen Asics. Dann ging es los und zunächst rund 1,5 km auf einem asphaltierten Weg an der Donau entlang. Das zieht sich etwas, aber man kann auch gut Tempo machen. den ersten Kilometer schaffte ich in für mich derzeit sehr guten 4.40 min. Nach weitern rund 500 m ging es links weg, etwas runter und dann zum Wald. Dort wechselte der Untergrund. Die Wege waren an dem Tag gut zu laufen, es war da in der Vergangenheit auch schon mal matschig. Den zweiten und auch den dritten Kilometer dann in 4.56 min. Ob ich am Ende vielleicht sogar eine Pace unter 5 Minuten erzielen kann. Ich hatte nun einen guten Rhythmus gefunden und im Kopf die Gewissheit, dass ich aufgrund der letzten Wochen konditionell gut aufgestellt bin. Ich konzentrierte mich heute auch voll auf mein Rennen. Die Strecke ist bis auf zwei kleine Rampen sehr flach. Das liegt mit normal nicht so, aber hier ist es im Wald auch abwechslungsreich mit dem einen oder anderen Teich. Es folgte ein gekiester Pfad und dann ging es runter und auf einem grasigen und teils wurzeligen Pfad weiter. Den vierten Kilometer in 5.02 min. Nach ca. 4,15 km kam ich auf den Asphaltweg an der Donau und es ging nach links auf die zweite Runde. Da zeigte die Uhr 20.27 min. An der Donau entlang konnte ich dann das Tempo zumindest halten und schaffte den fünften Kilometer in 5.01 min. Die Zeit von 24.34 min war immerhin die schnellste in diesem Jahr, in welchem vieles nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als es auf dem sechsten Kilometer wieder in den Wald ging, konnte ich weiter sehr konstant laufen. Die nächsten beiden Kilometer in 5.00 min und 5.02 min. Es ging wieder auf die Pfade und dann nach dem Grillplatz rechts auf das Sträßchen. Nun ging es in Richtung Ziel und den etwas schwierigeren achten Kilometer in 5.01 min. Es zog sich etwas bis zum Ziel, aber ich konnte das Tempo nochmals gut steigern und kam nach 41.14,2 min uns Ziel. Mit der Zeit hätte ich nicht gerechnet und der Schnitt blieb noch unter 5.00 min/km. Auf der zweiten Hälfte war ich nur 20 Sekunden langsamer und über 4 Minuten schneller als 2025. Es war am Ende Rang 39 von 58 Gesamt und 33. von 45 Männer. In der AK M50 war es der 7. Platz. Das einzige Manko bei dem Lauf: es gibt dort inzwischen nur noch Altersklassen in 10er-Schritten, was ich schade finde. Mein Vereinskollege Yannik Kalk wurde übrigens hervorragender Gesamtdritter.
Nach meinem ersten Zieleinlauf hatte ich nur gut 15 Minuten Zeit. Ich ging zum Parkplatz und holte meine andere Startnummer. Inzwischen hatten sich die Wolken überwiegend verzogen und es hatte 9° C. Das war super und mir war es am Ende des vorherigen Rennens schon warm genug geworden. Ich lockerte mich noch etwas und ging nach ein paar kurzen Gesprächen zum Start.
Der Start zur Mittelstrecke über 4500 m erfolgte um 12:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 36. Wettkampf und dabei der 5. Doppelstart. Es sollte nur noch ein langes Auslaufen mit etwas Tempo werden. Das Feld war mit über 80 Teilnehmern sehr groß. Es war sonst immer mein Austaktrennen und deshalb entsprechend schnell. Im letzten Jahr war ich aber noch etwas angeschlagen. Es ging los und die ersten paar Hundert Meter fühlte es sich nicht so rund an. Schön waren auch diesmal wieder die Anfeuerungsrufe von verschiedensten Stellen. Dann fühlte es sich plötzlich doch wieder besser an. Den ersten Kilometer immerhin noch in 4.51 min. Dann wurde es zwangsläufiger etwas langsamer. Dennoch fühlte es sich im Wald ganz gut an und ich konnte dann meine Position halten bzw. einen deutlich jüngeren hatte ich noch überholt. Die Kilometer 2 und 3 knapp über 5 Minuten. Vielleicht kann ich ja die Zeit vom letzten Jahr übertreffen und damals war es ja das erste Rennen. Auf dem etwas schwierigeren vierten Kilometer dann nur 5.11 min. Es ging über die Wiese und dann rechts in Richtung Ziel. Da war ich überrascht, wie gut es noch ging. Die Anfeuerung half am Ende auch. Ich war auf den letzten knapp 600 m mit einem höheren Tempo unterwegs, als auf den letzten gut 300 m des ersten Starts. Nach 4,57 km erreichte ich das Ziel in einer Zeit von 22.51,3 min und damit gleich 58 Sekunden schneller als letztes Jahr. Da konnte ich mit beiden Wettkämpfen absolut zufrieden sein. Vor allem zwei doch recht schnelle Rennen und das ohne Tempotraining in den letzten Wochen, eher schon Monaten. Es war am Ende Rang 34 von 84 Gesamt und Platz 27 von 46 Männern. In der AK M50-59 war es erneut Rang 7.
Nach meinem zweiten Zieleinlauf war ich doch recht schnell erholt und die Beine fühlten sich sogar locker an. Ich trank noch einen Becher Tee und machte mich danach zeitig auf den Heimweg. Es hat bei dieser Veranstaltung auf jeden Fall wieder Spaß gemacht und die Umstellung der Wettkampfreihenfolge hat sich tatsächlich nicht negativ ausgewirkt, ganz im Gegenteil.
Insgesamt waren es 268 Teilnehmer, davon 58 auf der Langstrecke, 84 auf der Mittelstrecke, 48 beim Jugendlauf und 78 im Kinderlauf.
Die Strecke:


















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