Donnerstag, 1. November 2018

30. Käppele Lauf in Nürtingen-Reudern am 01.11.2018

Es ging heute zum dritten Mal in Folge zu dem immer an Allerheiligen ausgetragenen Lauf, der zum Täles-Cup zählt. Diesmal musste ich den Spätdienst Urlaub nehmen, hatte dadurch im Vorfeld aber auch drei freie Tage. Diese nutzte ich vor allem am Dienstag noch intensiv zum Training und die Form ist deutlich ansteigend, aber an eine Zeit wie im letzen Jahr dachte ich natürlich nicht. Ich fuhr die knapp 105 km in 1:03 Stunde in den Nürtinger Stadtteil Reudern und parkte dort beim Sportplatz. Da lief es früh am Morgen schon mal gut. Vor dem Sportheim gab es die Startnummern und bei Voranmeldung betrug die Startgebühr gerade mal 8 €, für Jugendliche sogar nur 5 € und Nachmelder mussten 2 € mehr bezahlen. Auch hier traf ich auf viele Bekannte und es ist ja gerade mal 4 Wochen her, seit in Nürtingen-Roßdorf der Kirchertlauf stattfand, der ebenfalls zum Cup gehört. Das Wetter meinte es aber nicht ganz so gut. Es war bis kurz vor Ankunft trocken. dann aber bei 5° C leichtes Nieseln. Das war dann doch recht frisch. Ich konnte schnell die ersten Bekannten begrüßen und darunter auch Frank "Franky" Bauknecht, der wieder moderieren würde.








Ich machte mich nun auf eine Aufwärmrunde. Nach der Zeit von 35.40 min 2016 konnte ich diese im letzten Jahr gleich auf 34.31 min verbessern und dabei hatte ich auch wieder fotografiert. Nun sahen die Voraussetzungen anders aus, aber ich bin froh, dass es im Oktober immer mehr aufwärts ging und ich nun auch längere Distanzen schmerzfrei laufen kann bzw danach keine Probleme habe. Es lief dann richtig locker, obwohl ich nach einem kurzen Abstecher zur Geburtstagsfeier der großen Tochter erst kurz vor 1 Uhr ins Bett kam und dann auch noch deutlich früher als 7 Uhr wie es geplant war aufwachte. Insgesamt lief ich 3 km um bei der kühlen Witterung auch richtig auf Betriebstemperatur zu kommen, zumal bei der kurzen Distanz von Beginn an aufs Tempo gedrückt werden muss. Ich stellte fest, dass die Strecke im unteren Teil verändert ist, man früher nach rechts abzweigt. Nun gab ich meinen Rucksack mit Wechselkleidung ab, die zum Ziel transportiert wird. Ich traf dann noch auf Alessandro Collerone, so wie auf einige andere, die schon letzten Samstag in Schwäbisch Gmünd beim Alb Marathon am Start waren. Andy Schick und Kathi Schramm erinnerten mich daran, dass ich mich gleich um Mitternacht zu meinem dritten Marathon, dem Neckarufer Marathon in Stuttgart angemeldet hatte. So kann man Meinungen ändern und mal sehen wie es 5 Jahre nach dem ersten läuft. Auf jeden Fall im Moment noch eine weitere Motivation, obwohl ich davon ja eigentlich genug habe. Der Fuß scheint auch zu halten.















Der Start zu dem Lauf mit 7,3 km und 293 Hm vom Sportplatz hoch zum Käppele erfolgte um 10 Uhr. Es war in diesem Jahr bereits mein 123. Wettkampf. Bei den Schuhen setzte ich auf die Inov-8 Trailtalon 250. Ansonsten auch bei der Witterung kurz / kurz und ein Funktionshemd noch unter dem Trikot. Dann natürlich mein Karwendel-Marsch-Stirnband. Der Foto würde heute leider drin bleiben müssen. Es war zu nass und außerdem frieren dann die Hände, was ich schon beim Aufwärmen merkte. Ein paar Eindrücke von der schönen Strecke gibt es ja vom Aufwärmen und Rückweg. Auf jeden Fall toll im herbstlichen Laub- bzw Mischwald. Es war mit Lukas Eisele ein klarere Favorit am Start und was er ablieferte war schon der Hammer, pulverisierte er den bisherigen Streckenrekord förmlich. Nun ging es los und erst mal leicht bergauf, dann aber früher rechts weg und tendenziell etwas runter, dann aber auch einige Wellen. Ich kam gut in den Wettkampf und zwar gingen noch einige vorbei, aber dann hatte sich das Feld recht schnell sortiert, als nach 4.09 min der erste Kilometer doch recht schnell vorbei war und der auch mit den Angaben auf meiner Uhr stimmte. Bei den Angaben bleibe ich auch. Die Strecke war auf alle Fälle wieder super markiert und ausgeschildert, die Wege allesamt gut zu laufen. Der zweite Kilometer stieg dann doch permanent an, wenn auch meist leicht. Ich hatte einen guten Rhythmus gefunden und konnte auch mal erste Plätze gut machen oder gegen die meisten der allerdings wenigen Überholenden kontern. Hier lief auch Elke Keller als zweite Frau vorbei und bei der Ankunft dachte ich noch an Kellers und traf sie prompt gleich. Ich war dann doch erstaunt, dass ich lange mithalten konnte. Der zweite Kilometer war nach 4.43 min absolviert und nun war man wohl irgendwann auf der ursprünglichen Strecke. Es ging nun auch mal länger bergab oder auch flach. Da konnte ich Tempo machen und vor allem spielte der linke Fuß mit und nach den schon 46 km in den letzten drei Tagen erstaunlich locker. Es war gut, dass sich eine Gruppe gebildet hatte. Am Ende des Kilometers dann scharf links weg und hier begann der längste, der härteste Anstieg. Der drückte noch das Tempo und nach 4.48 min diesen Kilometer beendet und insgesamt 13.40 min unterwegs. Da kam ich tatsächlich nicht an die Zeit vom letzten Jahr ran, als ich aber auch wochenlang in Toppform war. Hier war es natürlich hart und ganz so ruhig atmete ich nun auch nicht mehr, aber die Luft war zumindest fürs Laufen heute herrlich. Es zog sich hoch und eine scharfe Linkskehre. Ich verlor zwar zwei Positionen, aber dies sollte nicht so bleiben. Als es etwas flacher wurde, konnte ich Druck machen und die ersten beiden einkassieren. Diesmal den vierten Kilometer zwar nicht unter 6 Minuten, aber die 6.15 min bei einem Nettoanstieg von 77 Hm passten noch und die Uhr zeigte 19.55 min. Noch kurz stieg es leicht an, bevor man erst mal nach unten lief. Allerdings immer wieder leichte Anstiege und so ging es auch auf dem fünften Kilometer insgesamt leicht nach oben. Ich konnte etwas nach vorne gut machen. Nach guten 4.36 min zeigte die Uhr bei Kilometer 5 nun 24.31 min. Ich wusste, dass noch ein heftiger Anstieg kam. Da hieß es nun bergab erstmal Druck machen, es laufen lassen, auch wenn die Beine da etwas schwerer wurden. Allerdings so dosieren, dass es dann rechts weg den doch nochmal langen und recht steilen Anstieg von der Kraft her gut reicht. Dort konnte ich nach hinten den Vorsprung ausbauen und kam an zwei weitere Läufer heran. Ich ging dann auch vorbei, wobei einer nochmal kontern konnte. Den sechsten Kilometer hatte ich in 5.10 min absolviert. Das war kein Beinbruch, der Anstieg heftig und dennoch machte es trotz der Anstrengung Spaß. Ich war nun 29.41 min unterwegs und ich wusste noch, dass es 2016 bis dahin 30.00 min waren und die Zeit von damals wollte ich auf jeden Fall knacken. Dabei hatte ich damals am Ende des Jahres sogar einen Wettkampf weniger als nun schon heute. Es wurde flach und dann ging es vom Waldweg auf einen asphaltierten Weg über und da auch mal steil runter. Da musste sich zeigen, ob der linke Fuß hält und es passte und dabei ließ ich es laufen. Ich konnte sogar noch einen Platz gut machen. Allerdings nun auch wieder Druck von hinten, da der von mir am Berg überholte wieder aufkam. In der Senke motivierte mich dies aber nur noch mehr, es laufen zu lassen. Es war einfach toll und nun auch Anfeuerung von Passanten oder Läufer die fertig waren. Den siebten Kilometer in starken 4.10 min und relativ gesehen sogar der schnellste. Ja, in fast allen Rennen der letzten Wochen konnte ich hinten raus Plätze gut machen oder zumindest halten. Mein Kontrahent war nun dran Da setzte ich recht früh zum Spurt an, auch wenn es bergauf ging und die Pace sogar unter 4 min/km. Da war ich schnell weg und am Ende zwar am Limit, dafür nach hinten abgesichert. Man wurde im Ziel von Franky begrüßt und ich erreichte das Ziel nach 34.20 min und prompt 20 Sekunden schneller als 2016 und die zum Vorjahr verlorenen 49 Sekunden waren sicher mehr als akzeptabel, zumal es zu einem guten 34. Gesamtrang von 190 und Platz 32 bei den Männern reichte (wenn ich die Zahlen vom PC noch richtig im Kopf habe). Vor allem sollte es erneut zu Rang 3 in der AK M50 reichen, mein bereits 82. Podestplatz in diesem Jahr. Dabei hatte ich Dank meiner Überholmanöver am Schluss auf Rang 4 einen Vorsprung von 4 Sekunden und das bei 22 Startern. Ich musste aber doch eine ganze Weile durchatmen.





















Nach meinem Zieleinlauf kam dann aber dennoch recht schnell der Foto raus und es machte nun auch Spaß die Eindrücke einzufangen, wenn die weiteren Teilnehmer teils recht fertig, aber oft auch mit einem Lachen ins Ziel kamen. Es waren ja auch einige Bekannte darunter und einer der Teilnehmer meinte vor dem Start sogar, dass erden Lauf und einige Infos dazu durch meinen Bericht vom letzten Jahr fand. So was ist schön und die Mühe lohnt einfach, zumal ich mich gestern selbst noch mal beim Lesen auf die Strecke einstellte. Annika Röcker konnte sich deutlich verbessern und wurde Gesamtvierte,was ich mit einem "nun darfst wieder Äpfel schleppen" kommentierte.




































































Es wurde nun Zeit, dass ich an das erneut sensationelle Buffet ging. Die Maultaschensuppe tat bei der immer noch herrschenden Kälte gut. Natürlich nun auch was überziehen und dann noch Warmgetränke. Kuchen und Gebäck gab es wieder reichlich. So langsam kam sogar die Sinne durch und schließlich war es richtig angenehm. Das war perfekt! Ich ging auch wieder in den Zielbereich, kamen schließlich noch viele Läufer und wenn schon keine Fotos von unterwegs, dann wenigstens etwas mehr im Zielbereich. Es gab noch eine Tombola und dabei hatte ich mich noch mit der Siegerin Elisabeth Fladerer unterhalten und vor lauter Quasseln hat sie auch noch ihren Nudelgewinn verpasst.









































Die Siegerehrung fand dann recht schnell statt und zunächst wurden die ersten 6 Männer und Frauen der Tageswertung geehrt und danach noch die ersten drei der Gesamtwertung vom Tälescup. Danach hieß es Abschied nehmen.



















Es folgte der Rückweg und da ist eine etwas kürzere, ca. 3 km lange, Strecke markiert. Bei dem nun tollen Wetter machte es Spaß und ich ließ es laufen und auch dieser Härtetest für den Fuß ging gut. Dann noch unten einen weiteren Kilometer locker  Auslaufen und irgendwie hatte ich heute total viel Energie. Es war auf jeden Fall wieder eine tolle Veranstaltung und machte einfach nur Freude. Da blieb ich auch auf der verkehrsbedingt gleich 30 Minuten längeren Rückfahrt völlig entspannt.
























Die Strecke:




Insgesamt waren es 190 Teilnehmer.

7,3 km Männer: Lukas Eisele (25.06 min) vor Francesco Ballistreri (27.06 min) und Daniel Zuger (alle LG Filder, 27.09 min).

7,3 km Frauen: Elisabeth Fladerer (FC Viktoria Augsburg, 30.48 min) vor Elke Keller (LG Filstal, 33.25 min) und Bettina Spannowsky (SV Ohmenhausen, 35.24 min).

Ergebnisse: https://www.tsv-beuren.de/berglauf/taelescup/ergebnisse

Veranstalter: http://www.triathlon-go.de/

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