Sonntag, 19. April 2026

25. LIWA Laufevent in Lichtenwald am 19.04.2026

Nachdem es im letzten Jahr leider nicht gepasst hat, konnte ich dieses Jahr wieder bei diesem tollen Laufevent an den Start gehen. Ich war dort ja schon etliche Male und es fehlte dabei nur noch eine Distanz, nämlich die 10 km. Aus verschiedenen Gründen war dies in diesem Jubiläumsjahr die ideale Distanz für mich. So meldete ich bei meiner 7. Teilnahme über die 10 km. Es gab auch wieder den Marathon, Halbmarathon, 6,5 km und Walking, sowie einige Nachwuchsläufe. Damit wieder ein Angebot für praktisch jeden. Ich hatte gestern wegen einer Fortbildung den Früh- und >Nachtdienst freigenommen. Das war schon mal eine gute Voraussetzung und morgens noch Zeit für eine schöne Runde mit Hera. Bei einem Start am Morgen beim Marathon oder Halbmarathon hätte ich den ÖPNV nicht nutzen können. So früh wäre kein Zug gefahren und der Bus nach Schorndorf sonntags auch nur alle 2 Stunden. Mit etwas Verspätung ging es in Biberach los und die 5 Minuten Verspätung in Plochingen spielten bei noch immer 25 Minuten für den Umstieg auf den Bus keine Rolle. Ich hätte aber im Vorfeld nochmal die Karte anschauen sollen. Ich stieg fast pünktlich am Bürgerhaus in Hegenlohe aus und stellte später fest, dass die Haltestelle der Schule in Thomashardt direkt vor der Halle ist. So waren es aber auch nur 600 m und ich hatte noch gut eine Stunde bis zum Start. 

Nach meiner Ankunft ging es zunächst die rund 600 m zu Fuß zur Halle. Dort war schon ganz schön was los. Die ersten Läufer über die langen Distanzen waren ja schon im Ziel und die anderen Strecken hatten auch wieder einen guten Zulauf. Ich traf natürlich auch schnell wieder auf die ersten Bekannten. In der Halle holte ich meine Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Danach konnte ich noch die eine oder andere Unterhaltung führen und hatte absolut keinen Stress. 



Ich nahm die Strecke zum Bürgerhaus, wo der Start aller Wettbewerbe stattfindet, als Beginn des Aufwärmens. Als ich dort war, startete gerade der nächste Nachwuchslauf. Ich lief noch den ersten Teil der späteren Strecke ab und man hat dort eine schöne Aussicht. Ich ließ es bei 2 km gut sein. Dabei hatte es sich gut angefühlt. Das sah gestern spät nachmittags mit Hera bei der schwülwarmen Witterung trotz Wald noch ganz anders aus und ich hatte echt Bedenken wegen dem Rennen heute. 




Der Start zum Lauf über 10 km erfolgte um 13:00 Uhr. Es war in diesem Jahr erst mein 9. Wettkampf. Bei den Schuhen auf der überwiegend asphaltierten Strecke die Asics und sonst ganz in kurz. Es hatte 13° C und war etwas stärker bewölkt. Dabei ging ein doch recht unangenehmer Wind, aber insgesamt sehr gutes Wetter zum Laufen. Ich hoffte natürlich, dass es trocken bleiben würde. Die Vorhersage war zumindest besser als die Tage zuvor. Dann ging es mit einem großen Feld von fast 300 Teilnehmern los. Anfangs stieg es aus dem Ort raus leicht an und dann mit der tollen Aussicht in Richtung Wald. Ich hatte mir vorgenommen, wenigstens unter 55 Minuten zu bleiben. Der erste Kilometer trotz leichtem Anstieg in 4.57 min. Das war schon mal ein guter  Auftakt. Es ging Richtung Wald etwas runter und dann links weg in den Wald rein und steil abwärts. Der Waldweg war zum Glück trocken. So konnte man es laufen lassen und den zweiten Kilometer in guten 4.30 min. Das war schon mal eine gute Grundlage. Aber ich wusste auch, dass es nun die nächsten Kilometer recht hart wird. Es kam vor allem rechts weg ein steiler Anstieg aus dem Wald raus. Ich kam aber relativ gut durch und konnte oben im Wohngebiet von Hegenlohe schnell Tritt fassen. Es ging noch etwas abwärts und so mit 5.41 min für den dritten Kilometer noch eine passable Zeit. Im weiteren Verlauf ging es auf dem vierten Kilometer durch den Ort und dabei tendenziell ansteigend. Aus dem Ort raus ging es auf einem asphaltierten Sträßchen zwischen Obstbaumwiesen durch und sogar einige Anfeuerung. Ich hatte einen guten Rhythmus gefunden und schaffte dann die Kilometer 4 und 5 jeweils in 5.38 min. Es kam nun ein Getränkestand, aber bei der Witterung und der doch eher kurzen Distanz würde es so gehen. In den Teilort Thomashardt stieg es dann am Ende nochmal deutlicher an. Das war zäh. Anschließend ging es in den Ort rein. Ich schaffte auf dem allerdings auch anspruchsvollen sechsten Kilometer lediglich eine Zeit von 6.02 min. Nach links weg ging es in der Ortsmitte runter und aus dem Ort raus. Da konnte ich es aber dich wieder laufen lassen und vor allem hatte ich doch länger keine Position verloren. Mit 5.07 min sah es auch gleich wieder besser aus und ich war voll im Soll. Allerdings war mir auch klar, dass es nun auch wieder ansteigen muss. Dies tat es auch auf dem 8. Kilometer auf dem Asphaltsträßchen am Waldrand entlang. Mit einem Nettoanstieg von 33 m war es auch der anspruchsvollste Kilometer und ich konnte sogar einige überholen und schnell distanzieren. Mit 5.59 min auch gerade noch so unter 6 Minuten. Es war vor allem wichtig, dass ich nun oben in den Ort rein wieder schnell in Schwung kam. Dort gab es nach knapp 9 km nochmals Getränke, auf die ich wieder verzichtete. Mit Anfeuerung ging es weiter und den 9. Kilometer in guten 5.02 min. Hier wurde ich von einem jüngeren Läufer überholt, konnte aber dran bleiben. Das war perfekt. Am Ortsende links weg und ein letzter kurzer Anstieg. Da kämpfte ich mich durch und auf dem Gehweg runter Richtung Sportplatz ging ich sogar vorbei. Die Pace war nun richtig gut und am Ende auf dem letzten Kilometer wieder gut unter 5 Minuten. Der andere Läufer konterte zwar noch, aber ich lief glücklich über den unerwartet guten Rennverlauf auf den Sportplatz und die letzten knapp 100 m auf Gras ins Ziel. Am Ende eine Zeit von 53.06 min. Damit hätte ich nicht gerechnet und die Strecke mit 136 Hm und dem Ziel etwas höher als der Start gelegen ja durchaus anspruchsvoll. Die Ergebnisse gab es gleich online und es war Gesamtplatz 90 von 276 und Platz 72 unter 163 Männern. In der AK M55 reichte es zu Rang 7 von 13. Dabei kam ich übrigens direkt vor dem 3. der AK M50 ins Ziel. Dort gab es auch noch eine schöne Medaille. 



Nach meinem Zieleinlauf brachte ich doch etwas Zeit zum Durchatmen, fühlte mich dann aber wieder richtig gut. Ich holte noch was zum Trinken und führte die eine oder andere Unterhaltung und zog mich um. Ich hatte genug Zeit für den Bus um 14.37 Uhr und diesmal direkt vor der Halle. Dieser kam einige Minuten später, aber in Reichenbach an der Fils genügend Zeit für den Umstieg und ganz entspannt im doch recht leeren MEX16 nach Ulm, der dort sogar etwas früher ankam. Nur der RE3 war noch nicht bereit, holte aber den Rückstand bis auf eine Minute auf und so passte es an dem Tag auch mit dem ÖPNV super und bei der anschließenden Runde mit Hera fühlte ich mich schon wieder richtig fit. Ich hoffe, dass nun der Aufwärtstrend anhält. Nach der sehr guten letzten Trainingswoche mit 91,50 km und 1456 Hm nun immerhin nochmals 70,00 km und knapp über 1000 Hm. 





Insgesamt waren es 1446 Teilnehmer, davon 115 beim Marathon, 365 beim Halbmarathon, 276 über 10 km, 104 beim Nordic Walking über 10 km, 105 über 6,5 km, 136 beim Schülerlauf über 2,6 km und 150 beim Junior-Lauf und 195 beim Bambini-Lauf. 

Ergebnisse: https://my.raceresult.com/373278/

Veranstalter: https://www.liwalauf.tsv-lichtenwald.de/home/

Die Strecke:

Donnerstag, 16. April 2026

Neckarweg Tel 9 - Stuttgart-Bad Cannstatt - LB-Neckarweihingen am 16.04.2026

Nach nur 5 Tagen ging es für mich mit meinem 9. Teil auf dem Neckarweg weiter. Ich hatte die Etappen 17 und 18 von Bad Cannstatt über Remseck nach LB-Hoheneck geplant. An meinem dritten freien Tag waren die Wetteraussichten perfekt. Wie zuletzt üblich nahm ich in Biberach den RE5 um 8:48 Uhr, wobei er diesmal drei Minuten später fuhr. In Plochingen aber problemlos den MEX18 bekommen. Auf der kurzen Strecke nach Stuttgart-Bad Cannstatt schaffte er aber gleich 12 Minuten Verspätung und ich hatte zur U1 nur 6 Minuten Zeit. Da wurde es selbst zur nächsten 10 Minuten später noch eng. Es klappte aber und ich kam um 10:46 Uhr an der Station Antwerpener Straße an. Es hatte angenehme 13° C und war noch etwas stärker bewölkt. 


Nach meiner Ankunft an der Haltestelle Antwerpener Straße ging es zunächst über die Schienen und die Straße und dann nach wenigen Metern rechts eine längere Treppe hoch. Danach zwischen Kleingartenanlagen durch und hinter dem Krankenhaus Bad Cannstatt vorbei. Da merkte ich, dass ich überraschend gut drauf bin, nachdem ich die letzten beiden Tagen an der linken Leiste ein Zwicken verspürte. Laufen tat aber mal wieder gut. Es ging noch durch ein Wohngebiet und dort konnte ich ein Eichhörnchen von relativ nah beobachten. Diese Kleinigkeiten machen so einen Lauf auch aus. Nach Steinhaldenfeld ging es durch die Weinberge mit wunderschöner Aussicht. 







In Steinhaldenfeld ein gutes Stück durch Wohngebiete und dann links weg und runter zum Neckar. Ab hier kannte ich manche Stellen vom Neckarufer Marathon, den ich dieses Jahr kurzfristig leider absagen musste. Man ist hier auch noch auf dem Rössleweg unterwegs. Den bin ich schon in der Gegenrichtung gelaufen. Es ging vom Neckar auf die Brücke und der Fluss wurde überquert. Auf der anderen Seite gleich wieder runter, ein Stück nach rechts die Straße entlang und dann halblinks auf einen schmalen Weg. Dieser führte immer mehr ansteigend hoch. Dabei auch einige Treppen. Das war ganz schön hart! Dann endlich wieder runter und durch einen Park n den Stadtteil Rot. Dort fand ich im Park nicht die Markierung nach rechts, aber in Rot dann gleich nach rechts und schnell wieder auf dem Neckarweg, da ich zuvor parallel davon lief. Ansonsten waren diesmal die Markierungen recht gut, wenn auch manchmal etwas versteckr. 





Nach den letzten Häusern ging es wieder in die Weinberge und eine tolle Aussicht auf den Neckar und den Max-Eyth-See. Nach rechts ging es runter nach Hofen und dort an der Neckarschleuse über die Brücke. Auf der anderen Seite noch kurz am Neckar entlang, bevor es nach Hofen stark anstieg. Auch nach dem Stuttgarter Teilort stieg es durch Streuobstweisen teils ordentlich an. 







Dafür konnte ich durchaus auch die Blütezeit genießen. So war der Weg nach Oeffingen doch etwas kurzweiliger, auch wenn es sich etwas zog. Es ging in den Ort rein im Gewerbegebiet abwärts und dann noch durch ein Wohngebiet. Nach Oeffingen noch etwas runter und anschließend links weg und auf einem Pfad hoch zum Oeffinger Berg. Da war der Untergrund zur Abwechslung mal nicht Asphalt. Die letzten Meter über den Graspfad waren nochmal ordentlich steil, aber dafür oben eine schöne Aussicht und eine Trinkpause. Auf der anderen Seite wieder runter, konnte ich noch Graureiher von ganz nah beobachten. 










Nachdem es auf Feldwegen zwischen Obtsbaumwiesen entlang ging, folgte am Waldrand ein Pfad. Dieser war teils aber doch etwas matschig. Es ging nochmals auf einem Feldweg und Wiesenweg über Felder zum Wald und anschließend mal im Wald auf schönen, breiten, Pfaden weiter. Es wurden die ersten Häuser von Neckarrems erreicht, das zu Remseck gehört. Ich hätte gedacht, es geht nun auf der Straße runter. Allerdings führte der Weg etwas überraschend nach rechts und dann über Wege und Pfade runter. An der Rems angekommen leider 300 m vor dem Etappenziel eine Baustelle. Da musste ich noch einen Umweg in Kauf nehmen, kam aber nach 17,9 km am Bootshaus am Hechtkopf an. Dort mündet die Rems in den Neckar. Hier war letztes Jahr das Ziel bei meinem Lauf auf dem tollen Remstalweg. 









Ich nahm noch eine Salztablette und trank etwas und nahm dann die 18. Etappe von Remseck nach Ludwigsburg-Hoheneck über 11 km in Angriff. Es ging auf dem überdachten Steg über die Rems und dann links weg und für längere Zeit am Neckar entlang. Hier vor allem dann Naturwege und ganz nah am Wasser. Das war richtig schön. 




Nach rechts weg ging es hoch nach Hochberg, das auch noch zu Remseck gehört. Inzwischen kaum noch Wolken und es wurde immer wärmer. Am Ende hatte es dann doch gleich 20° C. Der Weg durch Hochberg zog sich etwas, zumal es immer wieder Anstiege gab. Nach dem Ort schnell wieder eine schöne Aussicht und auf Feldwegen zwischen Obstbaumwiesen durch. Dann auch mal einer der seltenen Abschnitte im Wald und dort runter. Ich erreichte im Tal den Zipfelbach und es ging links über ein Brückchen. Anschließend ein längerer Anstieg nach Poppenweiler auf Asphalt zwischen Streuobstweisen hoch. Das war nun richtig zäh. Nicht weniger der doch etwas lange Weg durch Poppenweiler vorbei an der Kelter. 







Aus Poppenweiler raus auf Pfaden und Wegen zwischen Gärten hindurch und dann runter. Am Ende ein paar Treppenstufen und über den Weg. Auf der anderen Seite folgten etliche Treppen hoch in die Weinberge. Das war einer der härtesten Abschnitte. Oben angekommen machte es die Sonne auf dem Asphalt auch nicht viel einfacher. Dafür auch hier immer wieder herrliche Aussichten. Noch einmal folgten Treppen runter und es ging an einem alten Steinbruch vorbei. Anschließend nochmal über asphaltierte Wirtschaftswege weiter und links runter nach Neckarweihingen, das zu Ludwigsburg gehört. Es ging über den Neckar und ein Blick auf die Uhr zeigte, dass ich den Bus in Hoheneck knappe verpassen würde. Nur wenige Meter links vom Neckarweg ist aber die Haltestelle Neckarbrücke in Neckarweihingen. Da ist es gut, im Vorfeld schon mal die Karten zu studieren. Ich hatte nun noch eine gute Viertelstunde bis zur Abfahrt des Busses. Insgesamt waren es an dem Tag 28,46 km mit doch gleich 551 Hm. 









Der Bus kam mit knapper Verspätung, aber bis zum Bahnhof dann erst mit der planmäßigen Abfahrt des MEX12 angekommen. Als ich im Bahnhof war, zeiget es aber 6 Minuten Verspätung an und so sogar noch Zeit Getränke zu kaufen und doch noch den Zug nach Wendlingen bekommen. Die Verspätung summierte sich, aber da Stuttgart nicht angefahren wurde fast pünktlich in Wendlingen und gegenüber in den RE200 gestiegen. Wie fast immer entspannt nach Ulm und dort genügend Zeit. Als ich die Treppe bei Gleis 3 runter ging die Durchsage, dass der RE5 ca. 10 Minuten Verspätung hat. Der kommt normal auf Gleis 2, gut wenn man sich auskennt. Also gleich wieder die Treppe hoch und schon kam er und immerhin noch rund 15 Minuten früher daheim als geplant. Mit der Bahn war es heute mal wieder spannend.. Nun werde ich auf dem Neckarweg eine kleine Pause einlegen. 


Die Strecke: