Nach genau drei Wochen ging es heute auf dem HW5 weiter. Ich hatte noch meinen letzten freien Tag und zudem passte das Wetter. Da musste ich in dem Monat noch einen Lauf absolvieren, da nun ja die beiden Marathonläufe folgen. Es ist dann auch immer eine Frage, wie die Strecke gerade mit dem ÖPNV erreichbar ist und ob diese in den aktuellen Plan rein passt. Damit fiel die Wahl auf die 10. Etappe des HW5. Da freute ich mich schon mächtig drauf, da mir die Strecke zu größten Teilen durch den Burgen-Weg bekannt ist und auf der Burg Derneck war ich bisher drei Mal.

Die Zeiten waren heute angenehm, da ich keine so lange An- und Abreise hatte und auch nicht allzu lange unterwegs sein würde. Damit noch recht gemütlich aufgestanden und mit Hera eine Runde absolviert. Dann fuhr ich mal wieder nach Riedlngen, da es von dort auf manchen Stecken einfach günstiger ist. Nach nicht mal 34 Minuten war ich heute am Bahnhof. Mit etwas Verspätung ging es mit dem RE55 nach Schelklingen. Dessen Rückfahrt danach fiel wegen einer Streckensperrung aus. Da hatte ich ja Glück. Am Bahnhof noch 25 Minuten Wartezeit und ich traf überraschend auf einen alten Bekannten. Die urige Schwäbische Alb-Bahn fuhr pünktlich los und die gemütliche Fahrt durch das Schmiechtal ist einfach schön und wir hatten uns gut unterhalten, bis Philipp in Sondernach ausstieg. Es ging dann über Münsingen nach Marbach und dort sogar eine Minute früher angekommen. Es hatte zum Start 18° C und es war etwas stärker bewölkt. Das waren gute Bedingungen.



Die 10. Etappe des HW5 führt von Dapfen nach Indelhausen über gut 21 km mit einigen Abstechern.. Dazu musste ich zunächst von Marbach nach Dapfen laufen und dort die Steige hoch zur Martinskirche, wo die Etappe offiziell beginnt. Nach der Kirche ging es links weg runter, am Ende auf einigen Stufen. Nur ein kurzes Stück ging es an der Straße entlang und danach über ein Brückchen über die Lauter. Dahinter dann auf einem Wiesenpfad hoch. Es ging zu einer Siedlung und von dieser wieder runter ins Lautertal. An der Lauter entlang ging es nach Wasserstetten. Es wurde erneut die Lauter überquert und es ging auf dem Gehweg ein gutes Stück durch den Ort. Da hatte ich die ersten drei Kilometer schon mal recht flott absolviert.



In Wasserstetten dann rechts weg und aus dem Ort raus gleich mal steil hoch. Es ging ein kurzes Stück nach links und danach folgte im Wald auf einem Pfad der erste steile und relativ lange Anstieg des Tages. Aus dem Wald raus dann links weg und am Waldrand weiter und nun leicht ansteigend in Richtung Schachen. Ein asphaltiertes Sträßchen führte zum Fladhof und dort der kurze Abstecher hoc zum Schachen.
Als ich den Burgenweg absolvierte, lief ich vom Schachen aus etwas falsch. Nun waren die Markierungen teils neu und vor allem sollten sie am Ende auf der gesamten Strecke perfekt sein. Es ging nun auf Feldwegen tendenziell runter Richtung Lautertal. Am Ende dann durch einen kleinen Hain etwas steiler und ich hatte Hundersingen erreicht. Dort dann doch etwas länger durch die Ortschaft, aber meist auf nicht befahrenen Nebenstraßen.


Die Strecke des HW5 wurde an manchen Stellen geändert, dabei hatte ich einen Wanderführer vom Juni 2025. Er führt nun, wie der Burgenweg, in Hundersingen am Burgweg links hoch aus dem Ort hinaus und nach einem steilen Anstieg über einen herrlichen Pfad mit toller Aussicht. Es ging zur Ruine Hohenhundersingen. Noch fielen mir die Stufen dort hinauf leicht. Die Aussicht wieder ein Mal richtig toll. So langsam riss die Wolkendecke auch immer mehr auf. Dabei am Ende 23° C. Das war nichts im Vergleich zum Montag auf dem Neckarweg. Ein teils recht steiler Pfad mit einigen Stufen führte wieder runter ins Tal.












Es gab hier eine neue Wegführung. Ein kurzes Stück folgte ich der Markierung, aber es wäre nach Bichishausen, dem nächsten Ziel, gut 3 km weit gewesen, anstatt gut 1,5 km. Da entschied ich mich für den früheren Weg flach an der Lauter entlang. Am Beginn von Bichishausen ging es noch rund 150 m hoch zur Ruine. Dort war ich bisher noch nie. Die Aussicht ist hier nicht so toll, aber insgesamt war es auch wieder schön.
Nachdem ich wieder unten war, ging es noch ein gutes Stück durch den Ort und nun auf neuem Weg nicht mehr an der Lauter entlang nach Gundelfingen. Es ging zunächst auf einem asphaltierten Sträßchen teils sehr steil hoch. Dabei nochmals einen Blick auf den Ort und die Ruine. Es ging noch über einen Feldweg und danach im Wald weiter. Dort immer wieder etwas steiler, mal auf schönen Waldwegen, dann wieder auf Asphalt. Der Anstieg war etwas mehr als auf dem alten Weg, die Strecke dafür etwas kürzer. Ihc kam am Waldrand entlang von oben her zur Ruine Hohengundelfingen.
Diese Ruine ist für mich eine der beeindruckendsten überhaupt. Es ist eine noch recht große Anlage und man kann über etliche Treppen zu verschiedenen Aussichtspunkten. Die Aussicht hier auf das tief unten liegende Lautertal und auch auf die Ruine Niedergundelfingen sind gigantisch. Ich hatte auf dem Turm Glück und traf auf ein älteres Paar. Ansonsten waren trotz Sonntag und gutem Wetter erstaunlich wenig Leute unterwegs.
Es ging jetzt erst mal rund 900 m auf einem Pfad runter. Dieser war teils steil und immer wieder gab es steinigere Passagen. Dafür eine wirklich schöne Strecke durch den Wald runter nach Wittstaig.
In Wittstaig dann nur kurz links und danach rechts über die Lauter. Die Strecke kannte ich nun ja wieder sehr gut und so war die Orientierung eh kein Problem. Sonst wäre es etwas überraschend, dass es ein Stück die Lauter aufwärts geht. Nochmal en Blick auf die Ruinen und dann scharf links weg in einen Hain und dort nochmal ordentlich hoch. So langsam wurde es doch zäh. Oben angekommen nach links und über die Heidelandschaft Breitle. Es ging wieder in den Wald und mal runter, mal rauf und am Grill- und Spielplatz Breitle vorbei. Es folgte noch ein kurzer Anstieg auf Pfaden im Wald und dann stand ich vor der Ruine Burg Derneck mit dem Wanderheim des Schwäbischen Albvereins.






Ich war nun das vierte Mal dort und zunächst schaute ich mich etwas um und genoss nochmal die Aussicht. Dann sagte ein Blick auf die Uhr, dass ich bei den noch ausstehenden gut 3 km etwas Zeit für eine Einkehr habe. Dies wollte ich hier schon lange Mal und die Preise sind sehr fair und das alkoholfreie Weizen war nach nun fast 18 km das erste Getränk und wohltuend. Die Atmosphäre in der Burg tat ihr übriges dazu. Hier oben kann man sogar übernachten.









Es folgte ein erneuter recht steiler Downhill. Der ist nicht ganz einfach und ich war froh, dass es wie auf dem Rest er Strecke trocken war. Die Straße wird nur kurz überquert und es folgt ein schöner Pfad im Wald leicht ansteigend und am Ende über eine Wiese noch hoch zum Käpfle. Die letzten rund 100 m hoch zum Kreuz sind nochmal vom Weg abweichend, aber mit einer schönen Aussicht belohnt. Dann ging es die Serpentinen des Kreuzweges runter und unten noch an einem historischen Schneckengarten vorbei. Diese Gegend um Weiler war bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts bekannt für seine Schnecken, die bis nach Wien exportiert wurden. Auf einem Sträßchen ging es in den kleinen Ort runter und über die Lauterbrücke mit der Statue eines Schneckenhändlers.







Die letzten rund 2 km ging es flach auf einem zunächst gekiesten Weg an der Lauter entlang nach Indelhausen. Dort gibt es so einige sam Wegesrand zu entdecken. Die Etappe endete am Rathaus, das leider eingerüstet war. Noch ein Blick auf die Lauter und dann die rund 300 m zur Haltestelle bei der Gaststätte Hirsch. Da hatte ich noch vier Minuten. Der Bus kam pünktlich und in 31 Minuten fast im Fahrplan in Riedlinngen am Bahnhof angekommen, wo ich es nur noch rund 10 m bis zum Auto hatte. Insgesamt waren es 21,37 km mit immerhin 558 Hm. Der HW5 zeugte sich erneut von seiner besten Seite und es ist weiterhin ein herrlicher Weg.
Die Strecke: