Samstag, 30. Mai 2026

Trailtraining in Blaubeuren am 30.05.2026

Es war nun bereits 2 Jahre und 20 Tage her, dass ich in Blauburen ein Trailtraining absolvierte. Damals lief ich dort aber nur los und nach Herrlingen. Insgesamt waren es seit 2017 schon rund 80 Läufe dort, darunter auch en Wettkampf. Da wurde es mal wieder Zeit und in dieser Urlaubswoche lief es ja bisher genial. Eigentlich wollte ich wieder einen Etappenlauf machen, aber bei den Strecken, die ich derzeit absolviere, war es da vom ÖPNV her sehr ungünstig und zudem hatte ich doch weniger Zeit. Da passt Blaubeuren super und mit der Bahn kaum langsamer als mit dem Auto (ohne den eh nur 12 Minuten langen Weg zum Bahnhof wäre es sogar schneller). Ich nahm nach dem Frühstück den RE5 nach Ulm und dort Umstieg am selben Gleis und ohne Zeitdruck auf den RE55 und fast pünktlich in Blaubeuren. Es war dort stärker bewölkt und hatte aber um 9:30 Uhr doch schon 19° C. Es ging gleich auf der Bahnhofsüberführung los und von dort, wie so oft, erst mal hoch zum Ruckenkreuz. Dorthin führen schöne Pfade und Wege mit herrlicher Aussicht. Diese konnte ich vor allem vom Kreuz aus genießen. Allerdings hatte ich zu Beginn nach dieser harten Trainingswoche doch etwas schwere Beine. Danach wieder ein Stück zurück und dann runter ins Blautal. Dort mal eine ebene Strecke und auf der Brücke über die Blau. 



Es folgte nun der erste große Anstieg des Tages. Es ging auf Pfaden, teils recht felsig. steil hoch zum Rusenschloss. Immerhin war auf dieser heutigen Strecke in großer Teil im Schatten. Ich war etwas überrascht, dass an einem Samstag in den Ferien bei dem tollen Wetter so weinig los ist. Erst an der Ruine ein paar Leute getroffen. Ich ging kurz die Treppen hoch und die Aussicht ist einfach immer wieder klasse. 





Danach auf tolle Pfaden erst mal ein Stück runter und anschließend wieder hoch Richtung Sonderbuch. Bevor der Ort erreicht wurde aber links weg und auf einem breiten, teils etwas steinigen, Pfad recht steil runter nach Blaubeuren. Aus dem Wald raus dann auf der Straße noch ganz runter zum Blautopf. 



Die wunderschöne Karstquelle mit dem markanten Blauton ist normalerweis immer wieder ein Höhepunkt. Es gibt nun seit glaub fast zwei Jahren eine Baustelle und ich war schockiert, wie es dort ausschaut. Barrierefrei, moderner, schöne ist das Motto. Wozu muss so ein Naturwunder moderner werden und schöner geht wohl eh nicht, nun erst recht. Barrierefrei ist ja grundsätzlich gut, aber geht halt nicht überall und außerdem konnte man auch bisher gut zu sehr schönen Ecken dorthin gehen. Ich war wirklich entsetzt und irgendwo auch wütend. 




Da es wegen der elenden Baustelle einige Sperrungen gibt, lief ich am Klosterareal entlang und dann rechts weg die Treppen hoch. Danach ging es steil auf Pfaden hoch zum Blaufels. Da war wieder einsame Ruhe, wobei selbst am Blautopf kaum etwas los war. Die Aussicht von dem Fels ist für mich mit die schönste um Blaubeuren. Da trank ich dann auch mal etwas. Inzwischen wurde es doch gut warm. 






Es ging noch ein gutes Stück hoch und danach rechts weg und über einen schönen Pfad. Ein Feldweg führte anschließend am Waldrand entlang und wieder in den Wald, wo ein Pfad zu einem Spielplatz führte und dann aus dem Wald raus am Flugplatz Sonderbuch vorbei. Der Ort wird nur am Rande gestreift und über die Straße ging es am Wanderparkplatz wieder in den Wald und nochmals zu einem schönen Aussichtspunkt. Weiter dann auf Pfaden durch den Wald Richtung Rusenschloss. Ich bog aber links ab und lief einen Forstweg runter. Da konnte ich gut Tempo machen und fühlte mich schon viel besser. Mit Sicht auf Gerhausen führte ein Pfad am Waldrand entlang und dann wieder runter ins Blautal. Dort überquerte ich wieder die Brücke und kurz darauf der Anstieg zur Brücke über die Bahnlinie. 




Ich wollte heute keine bestimmte Strecke laufen, sondern setzte mir ein Zeitlimit von 2 1/2 Stunden mit Pausen. Da hatte ich noch Zeit und lief nun hoch Richtung Gaststätte Schillerstein. Das war der dritte große Anstieg des Tages und über den Forstweg und einen Pfad lief es überraschend gut. Noch vor der Gaststätte lief ich links weg und zum Schillerstein den letzten Anstieg hoch. Noch einmal konnte ich die Aussicht genießen. Danach der Downhill und der 16. Kilometer wurde der schnellste und es passte richtig gut. Nach 16,23 km mit 624 Hm war ich wieder am Bahnhof auf der Brücke. Das schaut nun stark nach einer Woche mit über 100 km und fast 2000 Hm aus. 






Die Rückfahrt gestaltete sich entspannt. Die RS3 kam pünktlich und in Ulm kein Stress beim Umstieg auf den RE5 nach Biberach. Einer älteren Dame konnte ich beim Lösen des Tickets behilflich sein und mit der App auf dem Handy ist es doch deutlich einfacher. Dafür entwickelte sich dann im Zug noch ein nettes Gespräch, auch mit noch anderen die zusteigen. Das ist auf jeden Fall auch ein netter Aspekt von Fahrten mit dem ÖPNV. 


Die Strecke:

Donnerstag, 28. Mai 2026

Neckarweg Tel 11 - Hessigheim - Heilbronn am 28.05.2026

So ein Urlaub bei diesem Wetter möchte genutzt werden. Deshalb ging es nach nur 3 Tagen auf dem Neckarweg weiter. Diesmal standen die beiden Etappen von Hessigheim nach Heilbronn an. Letztes Mal lief ich nicht ganz bis Hessigheim, aber da der Weg an einer Stelle nicht passierbar war und es auch so eine lange Strecke wird, verzichtete ich auf das kleine Teilstück von knapp 3 km. Ich wollte der Hitze etwas entkommen und nahm gleich den ersten Zug von Biberach nach Stuttgart. Der fuhr dann mit knapper Verspätung um 5:34 Uhr. In Stuttgart ein bequemer Umstieg auf den MEX18 und in Besigheim auf den Bus nach Hessigheim. So sah ich auf der Fahrt noch etwas von der sehr sehenswerten Altstadt von Besigheim. An der Haltestelle Gartenstraße kam ich fast pünktlich an. 


Die 21. Etappe des Neckarwegs führt von Hessigheim nach Lauffen und es ging direkt an der Haltestelle los. Dabei musste ich erst mal durch den Ort hoch. Dabei kommt man an dem sehr schönen Alten Rathaus vorbei. Nun ging es aus dem Ort raus und rechts weg zur Felsengartenkellerei Besigheim. Von dort sah ich schon das nächste Ziel: die Hessigheimer Felsengärten. Darauf freute ich mich schon länger. 



Es ging anfangs noch ein Asphaltsträßchen hoch und dann rechts weg und über etliche Stufen. Anschließend nach links und auf einem schönen Pfad direkt an der Hangkante weiter.. Die sich bietenden Ausblicke waren einfach traumhaft. Dieser Abschnitt gehört tatsächlich zu den schönsten des Weges, zumindest bisher. 










Es ging dann rechts weg und auf einem Pfad nochmals weiter hoch zur Hütte der Bergwacht. Von dort dann über die Felder auf Feldwegen und Sträßchen weiter. Dabei nochmals eine schöne Sicht auf Hessigheim und Mundelsheim. Der weitere Verlauf war nun wellig. Dabei war es im Gegensatz zum letzten Lauf schön, dass immer wieder Waldstücke kamen. So gab es doch etwas Schatten. Beim Start waren es noch relativ angenehme 17° C. Das Thermometer kletterte am Ende aber noch auf 26° C. Es ging auch mal durch eine Obstbaumplantage. Nach einem Wiesenpfad und einemkurzen Stück azf der Straße, ging es dann zu einem Waldstück. 






Am Wald dann zunächst an dessen Rand über eine Wiese abwärts und danach längere Zeit über einen Pfad. Dieser war teils sehr zugewachsen und vor allem auch dornig. Es ging über den Golfplatz, mit Warnhinweis, auf Pfaden weiter Richtung Schloss Liebenstein. Dieses wurde durch einen kleinen Anstieg erreicht. Es sah durchaus beeindruckend aus. Nach dem Schloss ging es links auf einen Forstweg und abwärts. Im Tal dann kein Schatten mehr und dies sollte nun längere Zeit so bleiben. 









Ich erreichte Neckarwestheim und dort ging es relativ steil hoch und dann links weg am Siedlungsrand weiter. Danach folgte ein erneut wunderschöner Abschnitt. Es ging zwar auf Asphalt weiter und in der Sonne, aber dafür auf den Weinbergen und immer wieder eine tolle Aussicht. 








Nach dem Panoramaweg folgte auf einem Sträßchen der Downhill zum Neckar. Ich konnte es laufen lassen und an dem Tag passte es absolut. Allerdings war dies zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, da es ja erst gut ein Drittel der Strecke war. Es ging rechts weg am Neckar entlang auf einem Sträßchen weiter. Endlich mal wieder nahe an dem Fluss. Dabei ging es unterhalb des Krappenfelsens entlang. 




Es ging niicht direkt am Neckar nach Laufen, das schon länger sichtbar war. Nach rechts folgte ein sehr steiler Anstieg auf vielen Stufen die Weinberge hoch zum Krapppenfelsen. Am Ende ging es sogar über eine Leiter. Die Mühe wurde aber mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Dabei war nach rückwärts das stillgelegte AKW Neckarwestheim zu sehen. 









Der weitere Weg verlief jetzt wieder auf einem Sträßchen und hatte nochmals einen kleinen Anstieg nach halbrechts zu den Überresten eines römischen Gutshofes, der eine imposante Größe hatte. Beim Blick auf den Neckar kann man regelrecht spüren, wie es damals gewesen sein musste. 





Danach ging es noch knapp 2 km runter nach Lauffen und durch die Altstadt. Der Neckar wurde überquert und dabei ein Blick auf die Inselburg. Dort ist das Rathaus untergebracht. Auf der anderen Neckarseite endete nach knapp 15 km die erste Etappe des Tages. Dabei fiel der Blick noch auf die imposante Regiswindikirche. 






Die 22. Etappe führt über gut 15 km von Lauffen nach Heilbronn. Diese weist nur wenige Höhenmeter auf und ich war gespannt, wie es diesmal hinten raus geht. Noch einmal fielen die Blicke auf Burg und Kirche und dann ging es an der Straße entlang und rechts weg neben einem Park ging es zum Museum im Klosterhof und dort nach rechts ging es noch vorbei am Geburtshaus von Friedrich Hölderlin. 





Anschließend stieg es aus dem Ort raus an und es ging rechts weg und nun neben der Bahnlinie oberhalb des Neckars entlang, der hier bei Lauffen in einer ganz schön großen Schleife verläuft. Es wurde auf den nächsten Kilometern etwas zäh. Es ging anfangs noch über Asphalt, dann über einen Feldweg und danach über einen Wiesenweg. Dennoch lief es noch recht gut und die erste Salztablette war jetzt auch fällig. Diesmal nahm ich am Ende zwei zu mir. 




Es ging an einem Weingut vorbei und auf dem Sträßchen noch einmal hoch in die Weinberge. Ich war überrascht, wie gut ich den Anstieg meisterte. Oben dann zwischen den Rebstöcken durch und etwas verwinkelt auf Wiesenpfaden durch den Weinberg. Dabei immer wieder schöne Aussichten. Da war die Orientierung manchmal etwas schwer, wie auch schon auf dem vorherigen Abschnitt. Manchmal auch nur das blaue Kreuz als Markierung. Insgesamt war der Weg am heutigen Tag aber gut markiert und ausgeschildert und im Zweifel half der Wanderführer sehr gut weiter. Ein Pfad führte danach runter nach Nordheim. Dort ging es nach rechts und zum Bahnhof. Ich entdeckte gegenüber an der Straße ein Rinnsal mit herrlich frischem Wasser. Das tat mal richtig gut, sich erfrischen zu können. Noch hatte ich rund 8 km vor mir. Dabei hätte ich sogar gerade noch so den Zug nach Stuttgart bekommen. 








Der Weg verlief jetzt zusammen mit dem Radweg. Das war nicht so toll. Am Willkommensschild von Heilbronn ging es rechts über eine kleine Brücke über den Neckar und dann zur Schleuse in Heilbronn-Horkheim. Diese Schleusen sind schon beeindruckend. Nach dem Überqueren des Neckarkanals ging es noch geradeaus weiter und an den Dachreiterbrunnen mit der Skulptur von Karl-Ulrich Nuß, die lokale Bedeutung hat. 







Es ging nach links weg noch ein gutes Stück durch Horkheim. Danach verlief er Weg überwiegend parallel mit dem Radweg. Es kam noch ein Anstieg, ansonsten war es flach und alles auf Asphalt. Immerhin gab es immer wieder Schatten. Der Neckar wurde nochmals überquert, der zuvor oft der Begleiter an dem Weg war. Im Wertwiesenparkwäre ich am liebsten in den Biergarten, aber ich musste zum Zug. Es ging am Festgelände der Theresienwiese vorbei und nach 31,10 km mit 438 Hm hatte ich in einer so nicht ganz erwarteten Nettozeit von 3:33.03 h den Bahnhof erreicht. 





Ich hatte noch genügend Zeit, um Getränke zu kaufen und etwas durchzuatmen. Dann mit dem MEX18 nach Stuttgart. Dort an das angegebene Gleis. Ich wunderte mich, dass der RE5 noch nicht kam. Ein Blick auf die App zeigte einen Gleiswechsel. Na schön, dass es da keine Durchsage gab, aber es reichte noch gut. Danach eine entspannte Rückfahrt direkt nach Biberach. Es war heute ein wunderschöner Abschnitt des Neckarwegs und vor allem die erste Etappe des Tages war eine der bisher schönsten und insgeheim war es bis Nordheim richtig klasse. Vor allem konnte ich aber hinten raus noch relativ schnell laufen und fühlte mich auch danach viel besser als am Montag nach der deutlich kürzeren Strecke in langsamerem Tempo. 


Die Strecke: