Sonntag, 8. November 2026

9. Riedlinger Misselauf in Riedlingen am 08.11.2026

An dieser Veranstaltung hatte ich schön öfters teilgenommen und dabei gibt es auch tolle Erinnerungen.  Normalerweise hätte ich heute Spätdienst gehabt, aber frühzeitig Urlaub beantragt und ich hatte die Wahl zwischen dem Geologenlauf in Steinheim und dieser Veranstaltung. Aus mehreren Gründen hatte ich ich schließlich für Riedlingen entschieden. Ich meldete wie bei den Teilnahmen von 2017 bis 2019 und 2025 einen Doppelstart an. Die Startgebühr für die Langstrecke betrug 12 € und für die Mittelstrecke waren es 10 €. Die Fahrt von 42 km zum Parkplatz bei der Stadthalle legte ich in nur 37 Minuten zurück. Das war ein Punkt, der auch für diese Veranstaltung sprach. 


Nach meiner Ankunft ging es die wenigen Meter zum Veranstaltungsgelände neben der Donaubrücke. Der Nebel hatte sich im Laufe der Anfahrt verzogen und es war nur noch leicht bewölkt und der teils eisige Wind der letzten Tage war auch weg. Das waren schon mal gute Voraussetzungen. Ich holte meine beiden Startnummern und absolvierte eine kurze Aktivierungsrunde. Dabei hielt ich ein paar Eindrücke der Strecke fest, die an der Donau entlang führt und durch das Waldgebiet Mißmahlsche Anlagen. Es fühlte sich ganz gut an. Nach den vielen langen Wettkämpfen gab es heute mal zwei kurze. Nach dem Albmarathon mit 50 km standen viele stressige Arbeitstage mit Zusatzdiensten an und ich fühlte mich diese Woche alles andere als fit. Da hatte ich keine allzu großen Erwartungen. Es war auf jeden Fall schön mal schön, wieder viele Bekannte zu treffen. 








Der erste Start des Tages erfolgte um 11:00 Uhr über die Langstrecke von 8200 m. Dies war eine Änderung zu den bisherigen Austragungen, denn da startete die Mittelstrecke zuerst. Da war ich mal gespannt, wie es später läuft. Es stand aber zunächst der 35. Wettkampf des Jahres über zwei Runden an. Es hatte 7° C und war leicht bewölkt. Da passten das kurze Trikot und die kurze Hose, für die ich mich bereits zu Hause entschieden hatte. Bei den Schuhen wie in Schwäbisch Gmünd die neuen Asics. Dann ging es los und zunächst rund 1,5 km auf einem asphaltierten Weg an der Donau entlang. Das zieht sich etwas, aber man kann auch gut Tempo machen. den ersten Kilometer schaffte ich in für mich derzeit sehr guten 4.40 min. Nach weitern rund 500 m ging es links weg, etwas runter und dann zum Wald. Dort wechselte der Untergrund. Die Wege waren an dem Tag gut zu laufen, es war da in der Vergangenheit auch schon mal matschig. Den zweiten und auch den dritten Kilometer dann in 4.56 min. Ob ich am Ende vielleicht sogar eine Pace unter 5 Minuten erzielen kann. Ich hatte nun einen guten Rhythmus gefunden und im Kopf die Gewissheit, dass ich aufgrund der letzten Wochen konditionell gut aufgestellt bin. Ich konzentrierte mich heute auch voll auf mein Rennen. Die Strecke ist bis auf zwei kleine Rampen sehr flach. Das liegt mit normal nicht so, aber hier ist es im Wald auch abwechslungsreich mit dem einen oder anderen Teich. Es folgte ein gekiester Pfad und dann ging es runter und auf einem grasigen und teils wurzeligen Pfad weiter. Den vierten Kilometer in 5.02 min. Nach ca. 4,15 km kam ich auf den Asphaltweg an der Donau und es ging nach links auf die zweite Runde. Da zeigte die Uhr 20.27 min. An der Donau entlang konnte ich dann das Tempo zumindest halten und schaffte den fünften Kilometer in 5.01 min. Die Zeit von 24.34 min war immerhin die schnellste in diesem Jahr, in welchem vieles nicht so lief, wie ich es mir  vorgestellt hatte. Als es auf dem sechsten Kilometer wieder in den Wald ging, konnte ich weiter sehr konstant laufen. Die nächsten beiden Kilometer in 5.00 min und 5.02 min. Es ging wieder auf die Pfade und dann nach dem Grillplatz rechts auf das Sträßchen. Nun ging es in Richtung Ziel und den etwas schwierigeren achten Kilometer in 5.01 min. Es zog sich etwas bis zum Ziel, aber ich konnte das Tempo nochmals gut steigern und kam nach 41.14,2 min uns Ziel. Mit der Zeit hätte ich nicht gerechnet und der Schnitt blieb noch unter 5.00 min/km. Auf der zweiten Hälfte war ich nur 20 Sekunden langsamer und über 4 Minuten schneller als 2025.  Es war am Ende Rang 39 von 58 Gesamt und 33. von 45 Männer. In der AK M50 war es der 7. Platz. Das einzige Manko bei dem Lauf: es gibt dort inzwischen nur noch Altersklassen in 10er-Schritten, was ich schade finde. Mein Vereinskollege Yannik Kalk wurde übrigens hervorragender Gesamtdritter. 






Nach meinem ersten Zieleinlauf hatte ich nur gut 15 Minuten Zeit. Ich ging zum Parkplatz und holte meine andere Startnummer. Inzwischen hatten sich die Wolken überwiegend verzogen und es hatte 9° C. Das war super und mir war es am Ende des vorherigen Rennens schon warm genug geworden. Ich lockerte mich noch etwas und ging nach ein paar kurzen Gesprächen zum Start. 


Der Start zur Mittelstrecke über 4500 m erfolgte um 12:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 36. Wettkampf und dabei der 5. Doppelstart. Es sollte nur noch ein langes Auslaufen mit etwas Tempo werden. Das Feld war mit über 80 Teilnehmern sehr groß. Es war sonst immer mein Austaktrennen und deshalb entsprechend schnell. Im letzten Jahr war ich aber noch etwas angeschlagen. Es ging los und die ersten paar Hundert Meter fühlte es sich nicht so rund an. Schön waren auch diesmal wieder die Anfeuerungsrufe von verschiedensten Stellen. Dann fühlte es sich plötzlich doch wieder besser an. Den ersten Kilometer immerhin noch in 4.51 min. Dann wurde es zwangsläufiger etwas langsamer. Dennoch fühlte es sich im Wald ganz gut an und ich konnte dann meine Position halten bzw. einen deutlich jüngeren hatte ich noch überholt. Die Kilometer 2 und 3 knapp über 5 Minuten. Vielleicht kann ich ja die Zeit vom letzten Jahr übertreffen und damals war es ja das erste Rennen. Auf dem etwas schwierigeren vierten Kilometer dann nur 5.11 min. Es ging über die Wiese und dann rechts in Richtung Ziel. Da war ich überrascht, wie gut es noch ging. Die Anfeuerung half am Ende auch. Ich war auf den letzten knapp 600 m  mit einem höheren Tempo unterwegs, als auf den letzten gut 300 m des ersten Starts. Nach 4,57 km erreichte ich das Ziel in einer Zeit von 22.51,3 min und damit gleich 58 Sekunden schneller als letztes Jahr. Da konnte ich mit beiden Wettkämpfen absolut zufrieden sein. Vor allem zwei doch recht schnelle Rennen und das ohne Tempotraining in den letzten Wochen, eher schon Monaten. Es war am Ende Rang 34 von 84 Gesamt und Platz 27 von 46 Männern. In der AK M50-59 war es erneut Rang 7. 




Nach meinem zweiten Zieleinlauf war ich doch recht schnell erholt und die Beine fühlten sich sogar locker an. Ich trank noch einen Becher Tee und machte mich danach zeitig auf den Heimweg. Es hat bei dieser Veranstaltung auf jeden Fall wieder Spaß gemacht und die Umstellung der Wettkampfreihenfolge hat sich tatsächlich nicht negativ ausgewirkt, ganz im Gegenteil. 


Insgesamt waren es 268 Teilnehmer, davon 58 auf der Langstrecke, 84 auf der Mittelstrecke, 48 beim Jugendlauf und 78 im Kinderlauf. 



Die Strecke:

Dienstag, 27. Oktober 2026

Hauptwanderweg 5 (HW5) - Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg - Teil 9 - Möhringen - Biberach am 27.10.2026

Nach genau 3 Wochen ging es für mich auf diesem Weg weiter. Dazwischen lagen nun fünf Wettkämpfe und dabei zuletzt am Samstag der Alb Marathon in Schwäbisch Gmünd mit 50 km und gut 1200 Hm. In dieser Woche war der Dienstag mein einziger ganz freier Tag und zudem waren die Wetteraussichten glänzend. Es konnte mit Sonne pur gerechnet werden. Ich hatte mehrere Alternativen, aber am Ende entschied ich mich für den HW5, da bei den anderen  teils die Länge zu viel war, Ersatzverkehr eingerichtet wurde oder, beim HW3, ich gleich rund 14 Stunden unterwegs gewesen wäre. So wurde es quasi eine Heimatetappe von Möhringen bei Riedlingen nach Biberach an der Riss. Ich fuhr mit dem Auto früh zum Bahnhof nach Biberach und nahm dort den X380 nach Attenweiler.. Dort an der Schule musste ich knapp 30 Minuten auf den Bus nach Riedlingen warten, der mich dann in rund 20 Minuten nach Möhringen brachte. Dort kam ich kurz nach 8 Uhr an und es war zwar sonnig, aber mit 8° C noch recht frisch. 


Es stand zunächst der Rest der 12. Etappe von Möhringen nach Uttenweiler an. Das waren knapp 9 km, die sich der HW5 mit dem HW7 teilt. Es ging von der Haltestelle an Rathaus und Kirche vorbei aus dem Ort raus. Dann konnte ich schon den Kirchturm auf dem Bussen sehen. Ein Blick zurück zeigte, dass es doch schon gut hoch ging. Ich konnte nach Riedlingen und ins Donautal schauen. Der asphaltierte Weg führte in den Wald und dort ging es auf Forstwegen man mehr, mal weniger steil bergauf. Auf kurzen Abschnitten ging es auch auf einer Waldfuhre und am Ende auf einem Pfad nach oben. Nach knapp 2,5 km stand ich vor der Kirche auf dem Bussen, dem Heiligen Berg Oberschwabens. Er hat eine Höhe von 766 m. Da waren es bereits 216 Höhenmeter Nettoanstieg, die ich absolviert hatte und es fühlte sich nicht mal so schlecht an. Die Kirche öffnet erst um 9 Uhr und es war erst 8:30 Uhr. Das war aber egal, denn es gibt sehenswertere. 









Die Aussicht von der Plattform vor der Kirche ist dafür herrlich. Vor allem an so einem Tag und es ließen sich die Alpen blicken und der Federsee. Ich genoss eine Weile diesen Anblick und dann ging es noch auf einem kleinen Umweg von einfach rund 200 m zur Ruine der Bussenburg. Dort gibt es einen kleinen Aussichtsturm und die Sicht von dort ist auch einfach fantastisch. Danach ging es zurück und vor der Kirche links runter an den Ortsrand von Offingen, das gleich unterhalb der Kirche liegt. 













Das nächste Ziel war Uttenweiler. Es ging meist runter und dabei ein Wechsel von kleinen asphaltierten Sträßchen und Feldwegen. Immer wieder lohnte sich auch der Blick zurück auf den Bussen. Dann ging es in Uttenweiler noch ein Stück runter und nach rund 8,8 km war ich am St- Uta-Brunnen vor dem Rathaus, dem Ziel der 12. Etappe. Dort verabschiedet sich dann auch der HW7 nach rechts. 




Die 13. Etappe führt von Uttenweiler nach Biberach und hat rund 18 km. Es ging nach links und ein gutes Stück an der Hauptstraße entlang durch den Ort. Diese stieg immer mehr an und nach links wurde auf der Steigstraße (wie passend) der Ort verlassen. Auf asphaltierten Wegen ging es über Felder und dann in den Wald. Dort stieg ein Forstweg auf zum Hipfelberg. Beinahe ganz oben ging es nach links auf eine Waldfuhre. Diese führte an den Waldrand und man hatte eine schöne Aussicht über die leicht hügelige oberschwäbische Landschaft. Nach rechst ging es auf einem Wiesenweg runter. Dort führte ein Radweg nach links an der B312 entlang nach Ahlen. Da war es etwas wellig und es wurde zum ersten Mal etwas zäher. In der Zwischenzeit war es auch deutlich wärmer geworden und am Ende sollten es 18° C sein. 





In Ahlen ging es links weg und die Straße führte recht steil aus dem Ort raus auf die Ahlener Höhe. Da kam ich noch an einem interessanten Baum vorbei. Es sind oft dieses Kleinigkeiten, die einen solchen Lauf auch interessant machen. Noch ein Stück, dann hatte ich die Höhe erreicht und war von der Aussicht positiv überrascht. Der Blick ging vor allem zurück in Richtung Bussen und über den Federsee. 








Es ging noch ein Stück auf der Höhe weiter, dann führte der Weg in einen kleinen Wald und der Wechsel des Untergrundes tat den Füßen gut. Aus dem Wald raus zeigte sich der kleine Weiler Schammach. Es ging noch ein Stück am Waldrand weiter und danach runter in den Ort und in diesem leicht ansteigend weiter. Nach links weg ging es raus und auf die Felder. Da erfuhr ich, dass hier bereits die Römer siedelten und Champignons werden offensichtlich auch gezüchtet. Es ging an den Waldrand und dort auf einem Wiesenweg auf dem Hummelsberg weiter. Die Aussicht war hier auch schön und am Ende führte vom Wald weg ein Wiesenweg runter nach Attenweiler., wo ich am frühen Morgen noch umgestiegen war. 









Es ging ein gutes Stück durch den Ort. Dabei war der Weg bestens markiert und ausgeschildert, was innerorts nicht immer der Fall ist. Auch auf der heutigen Etappe galt dies für die gesamte Strecke. Aus dem Ort raus ging es über die Felder erst mal wieder hoch. Das war so langsam doch hart. Endlich war ich oben und nach links führte ein Feldweg runter zum Wald. Ich hatte den Burrenwald erreicht. Dort hatte ich schon unzählige Trainingsläufe und Wettkämpfe absolviert, zuletzt am 07.10. Die nächsten rund 3 1/2 km ging es durch den schönen herbstlichen Wald. Dabei auch zwei recht große Anstiege. Am Ende dann leicht abwärts zum Kletterpark und auf den Parkplatz. 








Es ging nun vom Burrenwald nach Biberach. Die rund 2 1/2 km auf dem Radweg entlang der B312 waren alles andere als schön,, da dort starker Verkehr herrschte. Dann war endlich Biberach erreicht und nach links ging es die Straße entlang zum Gigelbeg. Dort aber erst noch auf einem Fußweg runter und wenn man weiß, dass man eigentlich von oben her hätte laufen können, ist das schon eine kleine Herausforderung dem Weg treu zu bleiben. Dafür ging es noch an den Findlingen vorbei und dort rechts eine Treppe hoch. Auf dem Festplatz dann zwischen Bäumen hindurch zur Stadtbefestigung. Auf dem Platz endete die Etappe und es folgte noch der Weg zum Bahnhof. Dabei lief ich durch die Altstadt, um ein paar Eindrücke von der schönen Stadt festzuhalten. 






Ich lief vom Festplatz nach links durch den Hirschgraben und erreichte die Reste der ehemaligen Stadtbefestigung. Von der anderen Seite dann eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt. Ich lief kurz zum Gigelturm und dann über den Weißen Turm runter zum Stadtgarten. 










Von dort lief ich durch die Weberberggasse mit schönen Fachwerkhäusern und dann zum Marktplatz, auf dem ich vor 9 Tagen meinen Zieleinlauf beim Halbmarathon hatte. Die Eisdiele Pra gibt es schon seit 1951 und zum Glück hat sie noch geöffnet. Das Eis tat richtig gut. Danach schaute ich mich noch etwas auf dem Marktplatz um und vor allem das Rathaus ist in schönen Gebäuen untergebracht. An der Kirche vorbei ging es durch das Ulmer Tor und zum Bahnhof. Ich erreichte nach 28,88 km und 556 Hm mein Auto. Ich hatte Netto 3:35.15 h benötigt und dabei ein Durchschnittspuls von 120 und in der Spitze 147. Das ließ sich sehen und nur am Ende den Berg runter und durch die Stadt war es richtig zäh. Der HW5 ist weiterhin ein wunderschönen Weg und ich bin weiterhin sehr positiv überrascht. Heute war vor allem der Bussen toll und am Ende Biberach. Sonst läuft man beim Einkaufen oder hin und wieder beim Arbeiten einfach mit einem anderen Blickwinkel durch die sehr sehenswerte Stadt. 












Die Strecke: