Dienstag, 7. April 2026

Albschäfer Weg Teil 6 - Neresheim - Giengen an der Brenz am 06.04..2026 (Finale)

Am Ostermontag stand mein Finale auf diesem tollen Fern- / Rundwanderweg an. Was an meinem Geburtstag am 02.07.2024 begann, wollte ich nun zu Ende führen. Nachdem es zunächst ein Jahr dauerte, ging es in diesem Jahr ganz schnell und ich absolvieret im Januar, Februar, März und nun im April Läufe. Vor 15 Tagen hatte ich die Etappe anstatt am Bahnhof Neresheim oben am Kloster beendet und entsprechend sollte es von dort wieder losgehen und das Ziel hieß Giengen an der Brenz. Da die Busse dorthin nur alle zwei Stunden fahren war der erste mögliche Zug in Biberach der um 9:18 Uhr. Das war dann auch ein gemütlicher Start in den Tag. In Ulm war der Umstieg auf den Zug nach Aalen problemlos und dort traf ich dann prompt auf einen guten Bekannten aus Kempten. Immer wieder solche Begegnungen machen das Bahnfahren dann doch interessant. Bis zur Abfahrt des Busses hatte ich noch rund 20 Minuten Zeit und somit kein Stress. Dieser kam am Ende mit ein paar Minuten Verspätung in Neresheim am Kloster an, aber für meinen doch eng getakteten Zeitplan noch kein Problem.  

Nachdem es am Samstag, den 21.03. in Essingen super lief, war ich leider die ganze letzte Woche nicht fit. Am Montag war mein dritter freier Tag und gute Wetterprognosen. Ich war aber gespannt, wie es überhaupt gehen würde. Es waren von der Bushaltestelle bis zur Klostermauer keine 200 m. Ich überlegte noch einen kleinen Abstecher ins Areal zu machen und die Aussicht zu genießen, entschied mich aber aus Zeitgründen dagegen, was letztendlich so gut war. Ich hab mir aber vorgenommen die Albschäferweg Zeitspur Herrschaftsweg mal zu absolvieren und dann mehr Zeit für Besichtigungen einzuplanen. Es ging an der Klostermauer entlang ein Stück hoch und dann rechts weg in den Wald und auf einem wirklich herrlichen Pfad weiter. Dabei gab es nach kurzer Strecke noch eine schöne Aussicht auf das Härtsfeld und das Kloster. Es ging noch eine Weile im Wald weiter. Dabei steil runter ins Tiefental und bei Nässe durchaus mit Vorsicht zu genießen, so wie es im Wanderführer stand. An dem Tag gab es auf der gesamten Strecke allerdings nur zwei Stellen an denen es etwas nass war. Nur kurz ging es nach rechts im Tal auf einem Forstweg weiter, dann steig links weg ein Pfad steil durch den Wald an.  








Es ging aus dem Wald raus und über eine Wiese am Waldrand entlang etwas hoch. Oben angekommen gab es eine Wegegabelung und der Weg eigentlich geradeaus weiter. Hier bestand jedoch eine kleine Umleitung und wie auf dem wieder bestens ausgeschilderten Weg üblich, mit genauer Beschreibung. Dafür hatte man hier eine schöne Aussicht ins Tal und anstatt links herum ging es rechts herum um die Erhebung zum Q-Hof. Hinter dem Q-Hof führte ein Wiesenweg runter nach Katzenstein.  




Ich war nun in dem kleinen Ort Katzenstein und schon kurz zuvor ein herrlicher Blick auf die Burg Katzenstein. Es ist eine Stauferburg aus dem 11. Jahrhundert. Es folgte an der Durchgangsstraße und danach rechts weg an der Straße zum oberen Ortsteil der Anstieg zur Burg. Diese ist absolut beeindruckend und nun in Privatbesitz und wird instandgehalten. Da möchte ich auf dem Herrschaftsweg die Burg mal besichtigen. So lief ich noch weiter hoch und oben dann rechts weg, wo es auf die Felder hinaus ging. Dabei nach rechts immer wieder einen schönen Blick auf die Burg und die Umgebung. 








Nach einem letzten Blick auf die Burg ging es zunächst noch etwas hoch. Nach links führte der Weg zum Wald. Dort angekommen folgte vom Waldrand aus schnell ein Pfad nach rechts, auf dem es relativ steil runter ging. Aus dem Wald raus ging es an dessen Rand auf einem Feldweg weiter und dabei ein toller Blick auf den Härtsfeldsee. Bevor es zum See ging, musste ich noch auf einem Grasweg unterhalb der Straße entlang laufen und dann ging es am Parkplatz auf die andere Seite und auf den Damm. Am See entlang einfach herrlich, auch wenn es hier einen doch etwas frischen Gegenwind gab. Vor dem Damm gab es noch eine Schäferstele und der Blick ging noch zurück auf den Fliegenberg, einer Heidelandschaft. 










Vom Härtsfeldsee ging es nun nach Dischingen. Ich lief den Damm runter und der Albschäferweg verläuft die nächsten rund 2 km auf der rechten Seite der Egau. Man könnte auch auf der linken Seite laufen, aber dort Asphalt und zumindest an dem Tag viele Radfahrer. Da war es eine genussvolle Ruhe und oft viel näher am Wasser. In Dischingen war schon lange die Kirche St. Johannes Baptist zu sehen. Diese wird auch Klein-Neresheim genannt und die barocke Ausschmückung ist durchaus einen Besuch wert. Dort war es auch mal angenehm kühl, denn das Thermometer kletterte am Ende doch auf 16° C und gerade auf dem offenen Gelände wurde es gut warm.  










Der Weg führte n Dischingen an der Egau entlang zum Sportgelände. Hier traf der Albschäferweg auf den HW2, den Schwäbische Alb Südrandweg. Damit war es ab hier so, dass ich den Weg bereits einmal gelaufen war. Anfangs noch auf Asphalt, ging es auf einem Feldweg weiter und danach über einen Wiesenweg. Nach links hatte man einen Blick auf das Schloss Taxis. Es ging nach rechts über die gaubrücke in den Wald und dort links weg ansteigend weiter. Am höchsten Punkt hatte man nach links eine schöne Aussicht ins Tal und nach rund 14 km war der Abzweig oberhalb der Rappenmühle erreicht, das Ende der 9. Etappe. 





Die 10. und letzte Etappe führt von der Abzweigung bei der Rappenmühle nach Giengen an der Brenz. Das sind bis zum Bahnhof und mit einem kleinen Abstecher rund 21 km. Der dazugehörige Ort Ballmertshofen liegt übrigens bereits auf bayerischer Gemarkung. Nach einem kurzen Anstieg zum Wald, ging es am Waldrand links weg und kurz darauf rechts in den Wald. Ein Pfad führte nun, meist ansteigend, durch den Wald. An einer Bank mit Blick ins Donautal machte ich eine Rast. Danach ging es zunächst auf Forstwegen weiter und nach einem Anstieg auf einem breiteren Pfad. Nach dem Wald sah ich schon die Kapelle Maria Steinbrunn. Nach rechts ging es nochmals hoch und dann links weg zur Kapelle.







Ich hatte die Kapelle Maria Steinbrunn erreicht. Dort trank ich nochmals und genoss kurz die Aussicht.  Es ging gleich wieder in den Wald und dort auf einem breiten Pfad abwärts und am Ortsrand von Zöschingen nach rechts hinter den Häusern auf einem Pfad weiter. Nach links ging es auf der Straße runter und zum kleinen Biotop am Ortsrand. 







Hinter Zöschingen führte der Weg noch eine Weile am Waldrand entlang, bevor es in den Wald ging und dort auf breiten Forstwegen weiter. Dabei stieg es permanent an. Nach einer kleinen Lichtung, wo die Wärme gleich wieder durchkam, ging es etwas steiler hoch zu den Windkraftanlagen und zur Kreuzbuche. Nach links weg führte der Weg aus dem Wald und es ging ein gutes Stück runter am Waldrand entlang durch die die Dornhäule genannte Lichtung bis zu einem einem Felssturz. Nach rechts wurde in den Wald rein wieder die Heidenheimer Region erreicht und ein Pfad führte nach links weg hoch und am Waldrand ging es zur Kreisstraße. 





Ich war in der Nähe von Oggenhausen, das zu Heidenheim gehört, angekommen. Nach links abwärts ein Stück an der Straße entlang und diese wurde anschließend überquert und der folgende Weg, der am Waldrand verlief, hieß Holzweg. Man war also tatsächlich auf dem Holzweg, nicht etwas sprichwörtlich, und mit Blick auf Oggenhausen mit der Brauerei König. Da hätte ich Lust auf ein erfrischendes Getränk gehabt. Nach einer kurzen Pause an einer Bank ging es weiter und nach links hoch zu einem Spielplatz und am Wald entlang. Durch den Wald war es diesmal trocken, nicht so wie bei meinem Lauf auf dem HW2, als es mir fast einen Schuh in dem Schlamm ausgezogen hätte. Der Pfad ging in einen Forstweg über und führte aus dem Wald. Dort machte ich mit schönem Ausblick nochmals eine Pause und nahm eine zweite Salztablette und ein Powergum. Danach lief es prompt erstmal etwas besser. Ei n letzter Abschnitt mit Wald kam und danach ging es auf Wiesenwegen und Feldwegen einige Zeit über offenes Gelände. Da wurde es gut warm. 






Der Rand der Hölle war erreicht. Es ging auf einem Wiesenpfad in das Hölltal, einer Heidelandschaft, runter. Dort in der Talsohle nach rechts und so langsam ging der angenehm zu laufende Pfad in einer leichten Steigung auf den Schießberg über. Da konnte ich dann zurück nochmals den Blick ins Hölltal genießen. Anschließend ging es noch ein gutes Stück über die Heide am Schießberg und vor allem am Panoramastein ein tolle Aussicht. 








Es ging auf dem Schießberg am Freibad entlang zum Tanzkreis, wo das Giengener Kinderfest abgehalten wird. Ein Wiesenweg führte noch in einem insgesamt 300 m langen Abstecher zum Pavillon mit Blick über die Stadt und die unterschiedlichen Türme der Stadtpfarrkirche. 






Es folgte der Weg runter in die Stadt. Außer durch Katzenstein und durch Dischingen war es auf diesem letzten guten Kilometer das einzige Abschnitt des Weges durch bebautes Land. Die Wegeführung war wieder sehr naturnah. Es ging zum Marktplatz und von dort noch die letzten 200 m runter zur Spitalkirche, an welcher am 02.07.2024 mein Weg auf dem Albschäferweg begonnen hatte. Es war eine wunderbare Reise bei meinen sechs Trainingsläufen rund um den Landkreis Heidenheim und eine absolute Empfehlung. Da muss ich immer wieder mal Abschnitte laufen und auch einige der insgesamt 10 Albschäferweg Zeitspuren. Es waren nun noch rund 500 m bis zum Bahnhof und dort kam ich nach 35,55 km mit 556 Hm an. Die Zeit von 4:25.30 h war bei meinem Trainingszustand in Ordnung. Ich hätte an dem Tag aber auch nicht viel weiter laufen können. Auf den Zug musste ich nur 5 Minuten warten und nach einem Umstieg in Ulm war ich bereits nach 1:03 h in Biberach. Dort sogar wieder eine Minute früher. Das einzige Manko war, dass ich in Giengen am Bahnhof nichts zum Trinken kaufen konnte. Das musste ich in Biberach nachholen, obwohl ich nur noch wenige Minuten nach Hause fahren musste. De Beine waren einen Tag danach auch sehr schwer. Da muss ich noch gut trainieren bis zum Höhepunkt in knapp 6 Wochen. Nun muss ich dann auch an einer Zusammenfassung dieses Weges arbeiten. 






Die Strecke: