Dienstag, 27. Oktober 2026

Hauptwanderweg 5 (HW5) - Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg - Teil 9 - Möhringen - Biberach am 27.10.2026

Nach genau 3 Wochen ging es für mich auf diesem Weg weiter. Dazwischen lagen nun fünf Wettkämpfe und dabei zuletzt am Samstag der Alb Marathon in Schwäbisch Gmünd mit 50 km und gut 1200 Hm. In dieser Woche war der Dienstag mein einziger ganz freier Tag und zudem waren die Wetteraussichten glänzend. Es konnte mit Sonne pur gerechnet werden. Ich hatte mehrere Alternativen, aber am Ende entschied ich mich für den HW5, da bei den anderen  teils die Länge zu viel war, Ersatzverkehr eingerichtet wurde oder, beim HW3, ich gleich rund 14 Stunden unterwegs gewesen wäre. So wurde es quasi eine Heimatetappe von Möhringen bei Riedlingen nach Biberach an der Riss. Ich fuhr mit dem Auto früh zum Bahnhof nach Biberach und nahm dort den X380 nach Attenweiler.. Dort an der Schule musste ich knapp 30 Minuten auf den Bus nach Riedlingen warten, der mich dann in rund 20 Minuten nach Möhringen brachte. Dort kam ich kurz nach 8 Uhr an und es war zwar sonnig, aber mit 8° C noch recht frisch. 


Es stand zunächst der Rest der 12. Etappe von Möhringen nach Uttenweiler an. Das waren knapp 9 km, die sich der HW5 mit dem HW7 teilt. Es ging von der Haltestelle an Rathaus und Kirche vorbei aus dem Ort raus. Dann konnte ich schon den Kirchturm auf dem Bussen sehen. Ein Blick zurück zeigte, dass es doch schon gut hoch ging. Ich konnte nach Riedlingen und ins Donautal schauen. Der asphaltierte Weg führte in den Wald und dort ging es auf Forstwegen man mehr, mal weniger steil bergauf. Auf kurzen Abschnitten ging es auch auf einer Waldfuhre und am Ende auf einem Pfad nach oben. Nach knapp 2,5 km stand ich vor der Kirche auf dem Bussen, dem Heiligen Berg Oberschwabens. Er hat eine Höhe von 766 m. Da waren es bereits 216 Höhenmeter Nettoanstieg, die ich absolviert hatte und es fühlte sich nicht mal so schlecht an. Die Kirche öffnet erst um 9 Uhr und es war erst 8:30 Uhr. Das war aber egal, denn es gibt sehenswertere. 









Die Aussicht von der Plattform vor der Kirche ist dafür herrlich. Vor allem an so einem Tag und es ließen sich die Alpen blicken und der Federsee. Ich genoss eine Weile diesen Anblick und dann ging es noch auf einem kleinen Umweg von einfach rund 200 m zur Ruine der Bussenburg. Dort gibt es einen kleinen Aussichtsturm und die Sicht von dort ist auch einfach fantastisch. Danach ging es zurück und vor der Kirche links runter an den Ortsrand von Offingen, das gleich unterhalb der Kirche liegt. 













Das nächste Ziel war Uttenweiler. Es ging meist runter und dabei ein Wechsel von kleinen asphaltierten Sträßchen und Feldwegen. Immer wieder lohnte sich auch der Blick zurück auf den Bussen. Dann ging es in Uttenweiler noch ein Stück runter und nach rund 8,8 km war ich am St- Uta-Brunnen vor dem Rathaus, dem Ziel der 12. Etappe. Dort verabschiedet sich dann auch der HW7 nach rechts. 




Die 13. Etappe führt von Uttenweiler nach Biberach und hat rund 18 km. Es ging nach links und ein gutes Stück an der Hauptstraße entlang durch den Ort. Diese stieg immer mehr an und nach links wurde auf der Steigstraße (wie passend) der Ort verlassen. Auf asphaltierten Wegen ging es über Felder und dann in den Wald. Dort stieg ein Forstweg auf zum Hipfelberg. Beinahe ganz oben ging es nach links auf eine Waldfuhre. Diese führte an den Waldrand und man hatte eine schöne Aussicht über die leicht hügelige oberschwäbische Landschaft. Nach rechst ging es auf einem Wiesenweg runter. Dort führte ein Radweg nach links an der B312 entlang nach Ahlen. Da war es etwas wellig und es wurde zum ersten Mal etwas zäher. In der Zwischenzeit war es auch deutlich wärmer geworden und am Ende sollten es 18° C sein. 





In Ahlen ging es links weg und die Straße führte recht steil aus dem Ort raus auf die Ahlener Höhe. Da kam ich noch an einem interessanten Baum vorbei. Es sind oft dieses Kleinigkeiten, die einen solchen Lauf auch interessant machen. Noch ein Stück, dann hatte ich die Höhe erreicht und war von der Aussicht positiv überrascht. Der Blick ging vor allem zurück in Richtung Bussen und über den Federsee. 








Es ging noch ein Stück auf der Höhe weiter, dann führte der Weg in einen kleinen Wald und der Wechsel des Untergrundes tat den Füßen gut. Aus dem Wald raus zeigte sich der kleine Weiler Schammach. Es ging noch ein Stück am Waldrand weiter und danach runter in den Ort und in diesem leicht ansteigend weiter. Nach links weg ging es raus und auf die Felder. Da erfuhr ich, dass hier bereits die Römer siedelten und Champignons werden offensichtlich auch gezüchtet. Es ging an den Waldrand und dort auf einem Wiesenweg auf dem Hummelsberg weiter. Die Aussicht war hier auch schön und am Ende führte vom Wald weg ein Wiesenweg runter nach Attenweiler., wo ich am frühen Morgen noch umgestiegen war. 









Es ging ein gutes Stück durch den Ort. Dabei war der Weg bestens markiert und ausgeschildert, was innerorts nicht immer der Fall ist. Auch auf der heutigen Etappe galt dies für die gesamte Strecke. Aus dem Ort raus ging es über die Felder erst mal wieder hoch. Das war so langsam doch hart. Endlich war ich oben und nach links führte ein Feldweg runter zum Wald. Ich hatte den Burrenwald erreicht. Dort hatte ich schon unzählige Trainingsläufe und Wettkämpfe absolviert, zuletzt am 07.10. Die nächsten rund 3 1/2 km ging es durch den schönen herbstlichen Wald. Dabei auch zwei recht große Anstiege. Am Ende dann leicht abwärts zum Kletterpark und auf den Parkplatz. 








Es ging nun vom Burrenwald nach Biberach. Die rund 2 1/2 km auf dem Radweg entlang der B312 waren alles andere als schön,, da dort starker Verkehr herrschte. Dann war endlich Biberach erreicht und nach links ging es die Straße entlang zum Gigelbeg. Dort aber erst noch auf einem Fußweg runter und wenn man weiß, dass man eigentlich von oben her hätte laufen können, ist das schon eine kleine Herausforderung dem Weg treu zu bleiben. Dafür ging es noch an den Findlingen vorbei und dort rechts eine Treppe hoch. Auf dem Festplatz dann zwischen Bäumen hindurch zur Stadtbefestigung. Auf dem Platz endete die Etappe und es folgte noch der Weg zum Bahnhof. Dabei lief ich durch die Altstadt, um ein paar Eindrücke von der schönen Stadt festzuhalten. 






Ich lief vom Festplatz nach links durch den Hirschgraben und erreichte die Reste der ehemaligen Stadtbefestigung. Von der anderen Seite dann eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt. Ich lief kurz zum Gigelturm und dann über den Weißen Turm runter zum Stadtgarten. 










Von dort lief ich durch die Weberberggasse mit schönen Fachwerkhäusern und dann zum Marktplatz, auf dem ich vor 9 Tagen meinen Zieleinlauf beim Halbmarathon hatte. Die Eisdiele Pra gibt es schon seit 1951 und zum Glück hat sie noch geöffnet. Das Eis tat richtig gut. Danach schaute ich mich noch etwas auf dem Marktplatz um und vor allem das Rathaus ist in schönen Gebäuen untergebracht. An der Kirche vorbei ging es durch das Ulmer Tor und zum Bahnhof. Ich erreichte nach 28,88 km und 556 Hm mein Auto. Ich hatte Netto 3:35.15 h benötigt und dabei ein Durchschnittspuls von 120 und in der Spitze 147. Das ließ sich sehen und nur am Ende den Berg runter und durch die Stadt war es richtig zäh. Der HW5 ist weiterhin ein wunderschönen Weg und ich bin weiterhin sehr positiv überrascht. Heute war vor allem der Bussen toll und am Ende Biberach. Sonst läuft man beim Einkaufen oder hin und wieder beim Arbeiten einfach mit einem anderen Blickwinkel durch die sehr sehenswerte Stadt. 












Die Strecke:

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