Freitag, 23. Oktober 2026

19. Ensinger Laufcup (Eselsburg-Trail) in Vaihingen an der Enz-Ensingen am 17.10.2026

So wie in den vergangenen beiden Jahre wollte ich dieses Jahr unbedingt an dieser Veranstaltung teilnehmen. Da es mein zweiter freier Tag war, passte es optimal. Allerdings wäre an dem Tag auch der Bolberg-Trail auf der Schwäbischen Alb gewesen, an dessen ersten beiden Austragungen ich teilgenommen hatte und der nun zwei Wochen später stattfand. Am Ende entschied ich mich aber für die vierte Auflage des Eselsburg-Trail, der im Rahmen des Ensinger Laufcups ausgetragen wird. Die Startgebühr betrug dabei 29 €. Bei den Läufen über 10  km und 5 km waren es 15 € bzw. 8 €. Das ist im Vergleich dann doch noch recht fair. . Es gab auch wieder die Läufe über 10 km und 5 km, sowie Nachwuchsläufe. Die Anfahrt erfolgte wieder mit dem ÖPNV und dabei zunächst mit dem RE5 von Biberach nach Stuttgart. Dort erwischte ich beim RE1 die frühere Verbindung und lieber am Bahnhof in Vaihingen an der Enz etwas länger warten. Das stellte sich auch als richtig heraus, da es danach Ausfälle und Verspätungen gab. Der Bus kam mal wieder zuverlässig und nach wenigen Minuten Fahrt war ich in Ensingen. 


Nach der Ankunft ging es die wenigen Hundert Meter zum Veranstaltungsgelände bei der Kelter. Dort war diesmal schon deutlich ehr los als die vergangenen Jahre. Es wurden aber auch Nachwuchsläufe früher durchgeführt. Ich holte meine Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Danach traf ich auch hier zwei gute Bekannte. Nach kurzer Unterhaltung machte ich mich mal an ein kleines Aufwärmen, um zu testen wie es passt. Da hatte der Regen zum Glück deutlich nachgelassen und es war noch Nieseln. Ich fühlte mich auf der kurzen Strecke super wohl. 





Der Start zum Eselsburg-Trail mit 24 km und 700 Hm erfolgte um 13:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 32. Wettkampf. Es hatte 12° C und es nieselte noch leicht. Da konnte ich ganz in kurz laufen und bei den Schuhen natürlich die Inov-8-Trailschuhe. Da es gleich vier Verpflegungspunkte gibt, musste ich nichts mitnehmen. Es war ja auch eine eher kurze Strecke und das Wetter sehr läuferfreundlich. Allerdings erwartete ich deutlich schwierigere Streckenverhältnisse als letztes Jahr. Da war alles trocken und nun wohl ähnlich wie 2024 und noch etwas Nässe von oben dazu. Es ging zunächst ein Stück durch den Ort, aber nur rund 500 m. Dann rechts weg über eine Brücke und am Rande der Siedlung auf einem Sträßchen hoch und zwischen Streuobstwiesen in Richtung Weinberge. Dort ging es erst mal meist noch etwas bergauf, mal mehr, mal weniger. Dann ging es runter und ich ließ es laufen. Die Aussicht war bei dem trüben Wetter leider nicht so gut wie in den Jahren davor. Nach links ging es noch ein Stück runter und dann nach links in den Wald. Dort wechselte der Untergrund und es ging auf einem Waldweg und dann einem Pfad weiter. Dabei stieg es immer mehr an. Es ging nun hoch in Richtung Eselsburg-Turm. Ein kurzes Stück ging es wieder auf der Straße hoch, dann aber gleich wieder rechts weg auf den nächsten Pfad und hoch am Turm vorbei und an ein paar Aussichtspunkten, die ich diesmal aber links liegen ließ. Anschließend ging es für längere Zeit auf einem schönen Pfad flach weiter und nach ca. 5,7km kam die erste von vier Verpflegungsstationen. Es waren eigentlich zwei, die aber so lagen, dass man zwei Mal vorbei kam. Ich konnte bei der Witterung zunächst darauf verzichten. Es ging auf dem schönen Pfad weiter und dann auf einem Forstweg ein Stück bergab. Von diesem dann rechts weg und auf den ersten Downhill. Dieser Pfad hat es bei der nassen Witterung in sich. Das war wie 2024. Im letzten Jahr war ja alles trocken. Deshalb etwas vorsichtig und dann unten links weg und es folgte ein längerer, aber meist moderater, Anstieg auf Forstwegen. Da konnte ich schnell wieder aufholen und es lief dann doch überraschend gut. Auf dem 9. Kilometer dann der am Stück erst mal größte Anstieg, aber es passte super. Danach wieder auf Pfaden und am Ende etwas steiler runter. Dort kam nach gut 10 km die zweite Verpflegungsstation und ich nahm ein paar Schluck Wasser. Es ging ein Stück neben der Straße auf einem Radweg runter und nach der Überquerung auf der anderen Seite zurück. In einem Linksbogen führte der Weg wieder in den Wald und auf einen Forstweg. Es stieg die nächsten beiden Kilometer doch wieder ordentlich an. Dabei folgte am Ende des 13. Kilometer auf einem Pfad ein kurzer Abschnitt mit Begegnungsverkehr. Der Pfad führte an der Hangkante entlang und dann wieder abwärts. Es war dort recht gut zu laufen und auf dem anschließenden Forstweg links weg konnte ich gleich wieder gut Tempo machen. Ich hatte erwartet, dass ich mich zeitlich vielleicht zwischen den Zeiten der Vorjahre bewegen könnte. Nach links folgte der nächste Pfad und dabei auch der nächste Anstieg. Dieser war richtig heftig und der 15. Kilometer wies so auch einen Nettoanstieg von 84 m auf. Es kamen noch zwei Baumhindernisse dazu, die es nun zusätzlich gab. Allerdings war man bergauf eh nicht schnell und so hatte ich wohl kaum was an Zeit verloren. Es folgte wieder der Pfad mit dem Begegnungsverkehr und wie in den beiden letzten Jahren kam mir dort ein guter Bekannter entgegen. Diesmal dann geradeaus auf einen Forstweg und durch ein Drehkreuz. Nach einem letzten kleinen Anstieg ging es aus dem Wald raus und wieder in die Weinberge. 








Es ging nach 15 km  auf Asphalt weiter und dabei eine herrliche Aussicht über die Weinberge hinweg. Auf dem Sträßchen nun immer mehr bergab und ich ließ es laufen. Es folgte die Straßenüberquerung und dann ging es links weg etwas bergauf zu dem Versorgungsstand, wo ich nach ca. 16,7 km nochmals etwas Wasser nahm. Der We führte erneut in den Wald und auf schönen Forstwegen tendenziell bergab. Es lief noch immer richtig flüssig und ich konnte ein paar Läufer ein- und überholen. Dann rechts weg auf den letzten großen Anstieg. Der Pfad führte nochmals steil hoch, aber dafür richtig schön und diesmal kam es mir gar nicht so lange vor. Allerdings rechts weg dann nochmals ein kurzer, heftiger Anstieg. Auf dem anschließenden Pfad lief es dann nach etwas zähem Beginn richtig gut und ich konnte zwei jüngere Kontrahenten regelrecht stehen lassen. Die Verpflegung kurz nach km 21 konnte ich auslassen und dann aus dem Wald raus und erneut eine herrliche Aussicht auf Ensingen und den am Anfang bewältigten Weg durch die Weinberge. Ich ließ es auf dem Sträßchen bergab laufen und die Kilometer 22 und 23 wurden so der schnellste und drittschnellste des Tages. Die Beine fühlten sich noch gut an Am Ende des Downhills nochmals über einen Pfad und da überholte ich 2,5 km vor dem Ziel einen Läufer, der nur kurz folgen konnte. Nach rechts nochmals über einen Feldweg am Waldrand und dann links weg und wieder an den Ortsrand von Ensingen und wie anfangs über das Brückchen. Dort am Ende aber nicht nach links, sondern nach rechts und dort eine längere Schleife. Da wollte ich mich nach hinten absichern und kämpfte mich den kurzen Anstieg hoch. Es tat durchaus weh, aber nach hinten nun einen riesen Vorsprung und ich lief vorne an zwei junge Läufer ran. Es ging in den Ort und da beschleunigte einer. Den anderen konnte ich aber halten und ich lief am Ende mit einer 4er-Pace an ihm vorbei und kam nach 2:34.38 h ins Ziel und hatte, was ich noch nach 20 km nicht für möglich hielt, meine dort beste Zeit aus dem Vorjahr um 10 Sekunden verbessert. Dabei waren es schwierige Streckenverhältnisse, allerdings eine zum Laufen herrliche Luft. Die Streckenlänge betrug wieder ca. 24,5 km und dabei 696 Hm. Ich wurde damit 85. von 134 Gesamt und bei den Männern 79. von 110. In der AK M55 war es der etwas undankbare 4. Platz von 10. Da reichte es nur 2024 mit der bisher schwächsten Zeit zum Podest. Allerdings sind es seither auch mehr Teilnehmer. Die Ergebnisse gab es gleich online. Mit den Urkunden dauerte es dann bis Dienstag. 






Nach meinem Zieleinlauf musste ich durch die so schnellen letzten Kilometer und den Endspurt doch etwas länger durchatmen, doch dann fühlte ich mich schnell richtig gut erholt. Ich trank dann erst Mal einiges und es gab natürlich Getränke von Ensinger. Ich holte meinen Rucksack, den man deponieren konnte und zog mich in dem kleinen Zelt in der Kelter um. Dann erfuhr ich, dass der Zug nach Stuttgart ausfällt. Das war extrem ärgerlich. Ich nahm aber den nächsten Bus und dann gleich nach Bietigheim-Bissingen mit dem Zug und von dort nach Stuttgart. Anstatt noch 45 Minuten zu warten, fuhr ich wenige Minuten später mit der nächsten Verbindung nach Esslingen und dort zu einem guten Metzger in der Nähe des Bahnhofs und im Warmen eine kleine Stärkung, bevor es 30 Minuten später nach Biberach ging, wo ich eine Stunde später als geplant und nun recht spät ankam. Da ist es aber gut, dass ich mich auf den Verbindungen durch die vielen Trainingsläufe gut auskenne. Esslingen war auf jeden Fall wieder die bessere Wahl um Zeit zu verbringen. Die Veranstaltung ist auf jeden Fall richtig super und eine klare Empfehlung. 





Insgesamt waren es 1093 Teilnehmer, davon 134 beim Trail über 24 km, 185 über 10 km, 319 über 5 km, 596 bei den Schülerläufen über 1,5 km und 159 Bambini. 



Die Strecke:

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