Donnerstag, 25. Juni 2026

Hauptwanderweg 5 (HW5) - Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg - Teil 1 - Pforzheim - Weil der Stadt am 24.06.2026

Ich schaute schon seit geraumer Zeit auf diesen Hauptwanderweg. Einige Abschnitte auf der Alb und vor allem im Lautertal kenne ich ja schon und dort ist es herrlich. Ich bin zwar gerade ach auf dem HW3, dem HW8, dem HW0 und dem Neckarweg unterwegs, aber so bin ich flexibel bei der Planung. Ost passen die Strecken gerade auf einem bestimmten Weg zur Planung, sei es zeitlich oder von der Länge und dem Profil. Dazu kommen de vielen Baustellen bei der Bahn. Auf jeden Fall war ich schon gespannt auf diesen Weg. Es war in dem Monat der erste längere Trainingslauf, da ich ja bereits zwei Halbmarathons und letzte Woche einen Viertelmarathon als Wettkämpfe absolviert hatte. Ich wollte wegen der Hitze möglichst früh los, aber so ganz früh ging es doch nicht. Ich musste ja zunächst mit Hera eine Runde nach draußen. Dann schließlich mit 5 Minuten Verspätung mit dem RE5 von Biberach nach Stuttgart, dort aber problemlos der Umstieg auf den RE1 nach Pforzheim. Dort wurde es wegen einer Verspätung mit dem Bus eng, aber es klappe und um 9:18 Ur an der Haltstelle Kupferhammer. Das klappte schon mal und nun noch die paar Meter zur Gaststätte Kupferhammer, wo gleich drei Hauptwanderweg (HW5, HW8 und HW10) beginnen, sowie die drei Hauptwege über den Schwarzwald. Ich hatte die ersten beiden Etappen nach Weil der Stadt geplant. 


Die erste Etappe führt über 13 km von Pforzheim nach Steinegg. Es ging also bereits zum dritten mal an der Gaststätte Kupferhammer in Pforzheim los. Diese markiert übrigens den niedrigsten Punkt dieses Fernwanderweges und der höchste stellt das Ziel auf dem Schwarzen Grat bei Isny dar. Es war mit 27° C schon so früh sehr warm und am Ende sollten es noch 34° C werden. Nach wenigen Metern ging es auf einen schönen Pfad oberhalb der Würm, die in Pforzheim in die Nagold mündet. Die ersten rund 5 km sollten im Würmtal entlang führen. Die ersten 14 km waren übrigens identisch mit dem Schwarzwald-Ostweg. Bis auf wenige Passagen ging es über herrliche Pfade, manchmal ganz nah am Wasser und oft eine mystische Ausstrahlung. Das machte total Freude beim Laufen und war en guter Einstieg in diesem Weg. 
















Nachdem es zuvor kurz ein Stück durch Würm ging und dann wieder auf dem Pfad weiter, ging es jetzt links weg und über die Arkbrücke auf die andere Seite der Würm. Dabei war die Strecke bestens markiert und ausgeschildert, auch wenn man an der einen oder anderen Stelle aufmerksam sein musste. Dies sollte sich bis zum Ziel fortsetzen. Es stieg nun deutlich mehr an und ein Forstweg führte hoch zur Ruine Liebeneck. Diese ist shcön anzusehen, aber zu dieser Jahreszeit durch den dichten Bewuchs keine Aussicht. 








An der Ruine vorbei führte nun ein Pfad runter. Dieser war teils sehr steil und bei feuchter Witterung sicher eine Herausforderung. An dem Tag war es aber überall total trocken, weshalb auch die Asics-Schuhe und nicht de Trailschuhe zum Einsatz kamen. Danach führte ein Forstweg runter und es wurde das Tal durchquert und auf der anderen Seite ging es teils steil den Liebenecker Berg auf einem Forstweg hoch. Oben angekommen ging es aus dem Wald und somit auch aus dem etwas kühlenden Schatten. Die Ortschaft Hamberg wurde nun durchquert. Am anderen Ende ging es teils über eine Wiesenweg mit schöner Aussicht weiter. 







Nach links ging es wieder in den Wald und auf einem Pfad runter. Ich erreichte die Waldkapelle Maria Hilf. Von dort waren es nur noch rund 200 m bis zur Burg Steinegg. Diese wird als Freizeitheim genutzt. Dahinter ging es in den Ort Steinegg hoch und Brunnen in der Ortsmitte war das Ziel der ersten Etappe. Der Brunnen bot Gelegenheit, meine Mütze zu befeuchten. Das tat gut, ebenso wie die Trinkpause und ich nahm noch eine Salztablette.. Nebenan gab es einen Dorfladen. Da wollte ich noch zusätzlich was zum Trinken kaufen, er hatte aber nur bis 11 Uhr auf und ich war 30 Minuten zu spät dran. Danach sollte es leider keine Gelegenheit mehr geben. 









Die zweite Etappe führt von Steinegg nach Weil der Stadt und hat mit dem Weg zum Bahnhof gut 15 km. Es ging erst mal in Steinegg ein Stück hoch und dann links weg aus dem Ort raus. Dort nun eine schöne Aussicht auf die neue Landschaft, dem Heckengäu, nachdem die Ausläufer des Schwarzwaldes hinter mir lagen. Nun auch immer wieder Obstbaumwiesen. Nach rund 14 km verabschiedete sich der Ostweg nach rechts. Es ging geradeaus weiter in den Wald und es kam der eine oder andere Anstieg. Aus dem Wald raus dann links weg und einen asphaltierten Wirtschaftsweg runter zum Welzgraben und von dort ein Stück auf einem Weg daneben an der Straße nach Lehningen entlang. Noch vor dem Ort ging es an einem Wegkreuz nach rechts und über die Felder Richtung Büchelberg. Da knallte die Sonne auf den offenen Fluren ganz schön. 








Da war ich froh, den Wald erreicht zu haben, auch wenn es dort auf einem Pfad wieder anstieg. Es wurde oben das Naturschutzgebiet Büchelberg mit einer schönen Wacholderheide erreicht. Dort ging es nun flach auf Naturwegen mit den einen oder anderen Wurzeln weiter. Es erwartete mich noch eine schöne Aussicht auf das Heckengäu. Die Pause an der Bank fiel aber kurz aus, da es keinen Schatten gab. Ein Grasweg führte dann runter Richtung Münklingen. 








Es ging oberhalb des Ortes weiter und ein Sträßchen führte, an der Jakobshütte vorbei, an den oberen Ortsrand. Dort konnte ich nach dem Ort nochmals die herrliche Aussicht genießen. Es lief doch noch überraschend gut. Dabei war ich immer bedacht, die Belastung möglichst gering zu halten. Dies klappte bei einem durchschnittlichen Puls von 125 und einem Höchstwert von 148 hervorragend. 





Der Weg führte zum Köpfle. Dabei ein Wechsel von Waldabschnitten, oft mit Pfaden und offenen Fluren. Es ging nun auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg, teils auch über Schotter, oberhalb der Ortschaft Merklingen weiter. Da gab es immer wieder Gelegenheit die Aussicht zu genießen. An der Kreuzung "Am Bergweg" nochmals eine tolle Aussicht und nach rechts weg steil hoch. Es war der letzte größere Anstieg. Danach ging es zum Glück im Wald weiter und meist auf Pfaden. 












Aus dem Wald raus und über einen Parkplatz hatte ich das obere Ende von Weil der Stadt erreicht. Auf dem Gehweg ging es nun runter in die Stadt. Nach links wäre es zum Bahnhof gegangen. Ich lief aber noch recht weg und runter in die Altstadt zum Marktplatz. Dort war es mit den Fachwerkgebäuden und den Brunnen richtig schön. Neben dem Rathaus gibt es das Kepler-Museum. Der berühmte Mathematiker ist in Weil der Stadt geboren. Die Brunnen spendeten vor und nach der Einkehr in der Gartenwirtschaft des Pubs Altes Rathaus auf dem Marktplatz eine Erfrischung. Die Alttsdat ist auf jeden Fall sehr sehenswert. 








Es war Zeit aufzubrechen. Es ging wieder hoch und nach rund 700 m war ich am Bahnhof und kaufte erstmal noch Getränke. Dann kam eine verspätete S6 und ich kam sogar 4 Minuten früher weg und hätte in Stuttgart rund 30 Minuten für den Umstieg gehabt. Nach kurzer Fahrt dann aber 30 Minuten Unterbrechung und dazu keine Klimaanlage. Dann hätte es knapp doch noch gereicht, aber wegen der Verspätung Fahrt nur bis Feuerbach und nicht mehr zum Hauptbahnhof. Eine bodenlose Sauerei. Selbst der Lokführer hatte übrigens keine Infos weshalb die Unterbrechung so lange war. Also in Zuffenhausen Umstieg auf die nächste S-Bahn und vielleicht hätte ein Sprint vom Hauptbahnhof Tief nach oben noch gereicht, zumal ich mich gut erholt fühlte. Dann vor dem Bahnhof wieder Wartezeit. Also eine Stunde Aufenthalt in Stuttgart. Da stand aber gerade der MEX12 nach Tübingen und mit dem fuhr ich bis Esslingen. Dort ist es deutlich schöner als am Stuttgarter Bahnhof und eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und ein Abstecher zum Alt-Neckar. Dann noch knapp 1 1/2 Stunden Horror in der RE5 nach Biberach. Es funktionierte auch dort die Klimaanlage nicht und beim Ausstieg in Biberach fühlten sich selbst die 34° C erholsam an. Nichtsdestotrotz war die Strecke selbst traumhaft und ich war sehr positiv überrascht. Das macht Vorfreude auf den weiteren Verlauf. 



Die Strecke:

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