Dieser Lauf ist praktisch mein Heimrennen, erst recht nach dem Umzug nach Ochsenhausen im letzten Frühjahr. Da ist eine Teilnahme eine Selbstverständlichkeit. In diesem Jahr gab es für mich aber eine Änderung zu den letzten vier Jahren. Anstatt auf der damals neu eingeführten 5 km-Strecke meldete ich mich nach längerer Zeit für den Hauptlauf über 10,55 km an. So gab es dieses Wochenende zwar nicht wie an den beiden letzten und dann an den beiden kommenden einen Halbmarathon, aber zumindest einen Viertelmarathon. Die Startgebühr betrug 14 €. Beim Lauf über 5 km waren es 10 €. Daneben gab es wieder Schülerläufe. Es war meine 11. Teilnahme (mit dem virtuellen Lauf 2021 die 12.) bei dieser Veranstaltung. Der Termin passte gut rein, da es mein zweiter freier Tag war. Das Wetter war, fast schon typisch für diese Veranstaltung, eher zu gut mit über 30 Grad am Nachmittag. Es war zudem zu hoffen, dass kein Gewitter aufkommt.
Da ich recht nahe am Veranstaltungsgelände am Stadion Hopfengarten wohne, ging es wieder zum Aufwärmen dorthin. Dies waren gerade mal und 1,8 km. Nach der Ankunft dauerte es dort natürlich nicht lange, bis ich die ersten von ganz vielen Bekannten traf. Ich holte die Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Ich wartete nun den Start ab. Diesmal war ich nicht um 19:10 Uhr dran, sondern um 19:00 Uhr. In der Zwischenzeit hatte es immer mehr zugezogen. Die Temperatur war aber noch bei rund 30° C. Das würde auf jeden Fall ganz schön hart werden. Noch war genügend Zeit für einige Gespräche mit den gerade dort so vielen Bekannten, nicht nur unter den Teilnehmern.
Der Start zum Hauptlauf über 10,55 km erfolgte um 19:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 15. Wettkampf. Bei der Witterung natürlich ganz in kurz. Da gab es zumindest nichts zu überlegen. Bei den Schuhen durften mal die Asics ran. Mehr als die Hälfte der Strecke verläuft über gute Forstwege, der Rest aus Asphalt und dann noch im Stadion und ein Stück auf Rasen. Ich stellte mich im Feld recht weit nach hinten, wollte nach dem kleinen Desaster am letzten Sonntag in Heidenheim nur einen Tempotrainingslauf machen und zumindest unter einer Stunde bleiben. In dieser Woche eher locker trainiert, bis auf ein tolles Bergtraining am Dienstag mit Hera. Es galt zunächst eine Runde im Stadion zu absolvieren . Dann ging es raus und unter dem Beifall einer großen Kulisse über ein Stück Rasen und dann auf den asphaltierten Weg an der Fürstenallee entlang. Nach 5.01 min hatte ich den ersten Kilometer absolviert und das noch recht locker. Es ging in Richtung Wald und es stieg tendenziell noch leicht an. Im Wald ging es schnell runter und so den dritten Kilometer wieder in 5.01 min. Nachdem es flach weiterging und an der Fischzucht vorbei, stieg es nach rechts weg an. Auf dem fünften Kilometer war so ein ordentlicher Anstieg zu bewältigen. Da ich mich zuvor etwas zurückgehalten hatte, konnte ich nun sogar aufholen und es fühlte sich sogar ganz gut an. Hier donnerte es dann noch einige Mal, aber der Regen und vor allem das Gewitter kamen nicht näher. Aus dem Wald raus gab es nach ca. 5,2 km eine Getränkestation und ich nahm ein paar Schluck Wasser. Anschließend verlief die Strecke ein gutes Stück über Asphalt. Es ging dabei nach links weg und am Ende relativ steil runter ins Rottumtal. Da schaffte ich den siebten Kilometer in 4.53 min, ohne alles zu geben. Untern dann links weg und ein Stück am Waldrand entlang und wieder in den Fürstenwald. Dort wurde die Rottum auf einem Brückchen überquert und es ging, dort wo auf dem Hinweg der Anstieg begann, rechts weg. Die Strecke finde ich durchaus reizvoll und es ging auf dem Forstweg minimal abwärts. Da konnte ich es recht gut laufen lassen, bevor auf dem neunten Kilometer der letzte Anstieg begann. Dieser kann schon nochmal weh tun. Ein klein wenige dauerte es, dass ich oben angekommen wieder richtig Tritt fassen konnte. Dann ging es aus dem Wald raus und auf dem asphaltierten Weg in Richtung Stadion zurück. Ich war deutlich unter meiner erwarteten Zeit und das doch noch zurückhaltend. Auf den letzten gut 500 m ließ ich es dann aber nochmal laufen und ich kam nach 56.21 min ins Ziel. Damit war ich total zufrieden. Ich lief die zweite Hälfte in 27.36 min doch deutlich schneller als die erste in 28.45 min. Allerdings war diese vom Profil etwas einfacher. In der Gesamtwertung war es Rang 90 von 137 und Platz 76 unter 98 Männern. In der AK M50-59 (ich finde es etwas schade, dass es erneut 10er-Schritte gab) wurde es Platz 13 von 17.
Nach meinem Zieleinlauf musste ich mich nicht lange erholen. Ich trank etwas und führte die eine oder andere Unterhaltung. Dann machte ich mich zum Auslaufen auf den Heimweg. Das war eine Punktlandung, denn kaum angekommen, setzte der Regen ein. Es war auf jeden Fall wieder schön, an dieser traditionsreichen Veranstaltung teilzunehmen.
Insgesamt waren es 421 Teilnehmer, davon 137 im Hauptlauf über 10,55 km, 123 über 5 km und 161 in den Schülerläufen.
Ergebnisse: https://my.raceresult.com/364711/results
Veranstalter: https://www.svochsenhausen.de/leichtathletik/fuerstenwaldlauf/
Die Strecke:











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