Sonntag, 7. Juni 2026

1. Schwäbische Zeitung Halbmarathon in Sigmaringen am 07.06.2026

Eine Premierenveranstaltung ist immer interessant, besonders wenn sie noch einigermaßen in der Nähe ist und sogar gute Bekannte diese organisieren. So hatte ich mich schon frühzeitig am 18.02. angemeldet. Die Startgebühr betrug da moderate 25 €. Es gab noch einen Lauf über eine Runde von 7 km und eine Staffel über die Halbmarathondistanz mit drei Startern. Ich musste dann noch an dem Tag Früh- und Nachtdienst Urlaub nehmen, was zum Glück klappte. Der Plan war eigentlich, dass ich von Riedlingen mit der Bahn nach Sigmaringen fahre. Das sind nur 23 Minuten Fahrt. Es gibt derzeit aber laufend Baustellen und leider bis zum heutigen Tag auch auf dieser Strecke. Es fuhren aber Ersatzbusse. Aufstehen musste ich früh, fast wie zum Frühdienst. Erst mal mit Hera raus und dann nach Riedlingen. So früh am Sonntag fast alleine unterwegs und schon nach 33 Minuten dort. Der Bus benötigt planmäßig zwar 55 Minuten, war aber etwas früher da und ich hatte noch gut 50 Minuten bis zum Start. Der Weg zum Markplatz vor dem prächtigen Hohenzollernschloss war kurz und nur ca. 5 Minuten lang. 


Es war dort schon ganz schön viel los und schnell traf ich die ersten von am Ende ganz vielen Bekannten. Mein Verein albside Running war ja auch mit einem sehr großen Aufgebot am Start. Die Organisatoren kenne ich ja auch gut und so verging bei dem einen oder anderen Gespräch die Zeit schnell. Die Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite gab es vor dem Rathaus. Ich konnte meinen Rucksack zum Glück deponieren, denn leider gab es keine Gepäckaufbewahrung. Da könnte man an der sonst sehr gut organsierten Veranstaltung vielleicht noch nachbessern. Die Toilettenkapazität war auch etwas knapp, aber ich hatte mich rechtzeitig angestellt. 




Es folgte noch eine kurze, 1,5 km lange, Runde zum Aufwärmen. Es war der erste Wettkampf seit dem Ultra vor drei Wochen, aber seither hatte ich vor allem letzte Woche richtig gut trainiert. Es passte auch und ich lief einen Teil der Strecke und so noch ein paar Eindrücke. 





Der Start erfolgte um 9:00 Uhr. Dabei für alle drei Wettbewerbe zeitgleich. Das war dann ein sehr großes Feld. Es war in diesem Jahr mein 13. Wettkampf. Das waren so wenige wie fast noch nie. Dafür aber insgesamt doch über längere Distanzen. Beim Halbmarathon aber der erste in 2026. Das Wetter spielte bestens mit bzw. es war zu Beginn schon gut warm. Es hatte 16° C, aber kaum Wolken und gefühlt durchaus wärmer. Natürlich so in ganz kurz und mit Mütze und die Puma-Schuhe durften diesmal ran. Es ging vom Marktplatz runter zur Donau. Dort dann etwas verwinkelt und schließlich an der Donau entlang Richtung Laiz. Der größte Teil der Strecke war asphaltiert, aber es kamen auch ein paar Schotterwege. Der erste Kilometer war mit 4.48 min recht flott, sollte aber auch klar der schnellste bleiben. Ich ging davon aus, dass ich so 1:57 h benötigen werde. Dieses Jahr passt es nach zunächst wenig Training noch nicht so. In Laiz ging es über die Donaubrücke und auf der anderen Seite wieder Richtung Sigmaringen. Da kam nach ca. 3,5 km der erste Verpflegungsstand und ich nahm Wasser. Auf der zunächst geschotterten und dann in Sigmaringen wieder asphaltierten Strecke lief es gut. Es gab auch immer wieder Anfeuerung vom Streckenrand, auch von Vereinsmitgliedern. Die Stimmung war gut und trug einen, vor allem in dem Bereich bis zum Schloss. Mit Blick auf dieses beeindruckende Bauwerk ging es weiter. Davor gab es nach knapp 5,5 km den zweiten Verpflegungsstand. Mit dem Zieldurchlauf waren es am Ende 8, was super gewesen ist. Der letzte Kilometer der Runde war nochmals schwieriger. Es gab einige Ecken und auf und ab an Brücken und am Ende noch gut 200 m hoch zum Marktplatz. Nachdem meine Zeit nach 5 km mit 25.31 min schon deutlich schneller als geplant war, hatte ich die erste Runde in guten 36.12 min absolviert. Danach kam ich wieder gut in Schwung und fand einen tollen Rhythmus. Dabei war der Puls immer zwischen 150 und 156. Ich ging auch bewusst nicht mehr an die Grenze. Vor Laiz dann die 10 km in 51.50 min. Das war wie über 5 km die beste Zeit dieses Jahr und das beim Halbmarathon. Es wurde zwischendurch zwar etwas zäh, ich fing mich aber immer gleich wieder. Der letzte Kilometer dann kaum langsamer als in der ersten Runde und die zweite in 37.34 min. Ich wurde übrigens nur vom Sieger überrundet, der auch absolut überlegen gewonnen hatte. Es ging in die letzte Runde. Da wurde es auf der Strecke deutlich einsamer. Wenn ich überholt wurde, dann meist von Staffelläufern. Die waren ja noch frisch. Die einzelnen Kilometer wurden nun doch deutlich langsamer und so knapp über 5.30 min. Dafür aber konstant und ich hatte am Ende nicht das Gefühl, dass noch ein Einbruch kommen würde. Der schwierige 21. Kilometer war dabei nicht mal der langsamste. Dafür ging der Puls erstmals etwas höher. Da musste ich kämpfen, konnte aber auch ein paar überholen und die anderen sicher auf Distanz halten. Nach 1:53.00 h lief ich schließlich über die Ziellinie. Ich hatte noch auf eine 1:52er Zeit gehofft und dies denkbar knapp verpasst. Aber natürlich war ich total glücklich, hätte ich doch nie mit so einer Zeit gerechnet. Es gab dann noch eine wunderschöne Medaille. Die Ergebnissen konnte man ich gleich abrufen. Ich wurde 208. Gesamt von 498 und 179. von 345 Männern. In der AK M55 wurde es Rang 13 von 17. 










Es ging dann erst mal an die Zielverpflegung und dort trank ich vor allem. Es folgten noch einige nette Unterhaltungen und dann musste ich so langsam den Weg zum Bahnhof antreten. Es war auf jeden Fall eine gut organisierte Veranstaltung mit schöner Strecke. Die Rückfahrt verlief auch super und der Bus sogar 9 Minuten früher in Riedlingen. 













Insgesamt waren es Teilnehmer, davon 498 beim Halbmarathon, 102 über 7 km, 108 in 36 Staffeln, 70 in den Nachwuchsläufen und 29 Bambini. 



Die Strecke:

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