So ein Urlaub bei diesem Wetter möchte genutzt werden. Deshalb ging es nach nur 3 Tagen auf dem Neckarweg weiter. Diesmal standen die beiden Etappen von Hessigheim nach Heilbronn an. Letztes Mal lief ich nicht ganz bis Hessigheim, aber da der Weg an einer Stelle nicht passierbar war und es auch so eine lange Strecke wird, verzichtete ich auf das kleine Teilstück von knapp 3 km. Ich wollte der Hitze etwas entkommen und nahm gleich den ersten Zug von Biberach nach Stuttgart. Der fuhr dann mit knapper Verspätung um 5:34 Uhr. In Stuttgart ein bequemer Umstieg auf den MEX18 und in Besigheim auf den Bus nach Hessigheim. So sah ich auf der Fahrt noch etwas von der sehr sehenswerten Altstadt von Besigheim. An der Haltestelle Gartenstraße kam ich fast pünktlich an.
Donnerstag, 28. Mai 2026
Neckarweg Tel 11 - Hessigheim - Heilbronn am 28.05.2026
Die 21. Etappe des Neckarwegs führt von Hessigheim nach Lauffen und es ging direkt an der Haltestelle los. Dabei musste ich erst mal durch den Ort hoch. Dabei kommt man an dem sehr schönen Alten Rathaus vorbei. Nun ging es aus dem Ort raus und rechts weg zur Felsengartenkellerei Besigheim. Von dort sah ich schon das nächste Ziel: die Hessigheimer Felsengärten. Darauf freute ich mich schon länger.
Es ging anfangs noch ein Asphaltsträßchen hoch und dann rechts weg und über etliche Stufen. Anschließend nach links und auf einem schönen Pfad direkt an der Hangkante weiter.. Die sich bietenden Ausblicke waren einfach traumhaft. Dieser Abschnitt gehört tatsächlich zu den schönsten des Weges, zumindest bisher.
Es ging dann rechts weg und auf einem Pfad nochmals weiter hoch zur Hütte der Bergwacht. Von dort dann über die Felder auf Feldwegen und Sträßchen weiter. Dabei nochmals eine schöne Sicht auf Hessigheim und Mundelsheim. Der weitere Verlauf war nun wellig. Dabei war es im Gegensatz zum letzten Lauf schön, dass immer wieder Waldstücke kamen. So gab es doch etwas Schatten. Beim Start waren es noch relativ angenehme 17° C. Das Thermometer kletterte am Ende aber noch auf 26° C. Es ging auch mal durch eine Obstbaumplantage. Nach einem Wiesenpfad und einemkurzen Stück azf der Straße, ging es dann zu einem Waldstück.
Am Wald dann zunächst an dessen Rand über eine Wiese abwärts und danach längere Zeit über einen Pfad. Dieser war teils sehr zugewachsen und vor allem auch dornig. Es ging über den Golfplatz, mit Warnhinweis, auf Pfaden weiter Richtung Schloss Liebenstein. Dieses wurde durch einen kleinen Anstieg erreicht. Es sah durchaus beeindruckend aus. Nach dem Schloss ging es links auf einen Forstweg und abwärts. Im Tal dann kein Schatten mehr und dies sollte nun längere Zeit so bleiben.
Ich erreichte Neckarwestheim und dort ging es relativ steil hoch und dann links weg am Siedlungsrand weiter. Danach folgte ein erneut wunderschöner Abschnitt. Es ging zwar auf Asphalt weiter und in der Sonne, aber dafür auf den Weinbergen und immer wieder eine tolle Aussicht.
Nach dem Panoramaweg folgte auf einem Sträßchen der Downhill zum Neckar. Ich konnte es laufen lassen und an dem Tag passte es absolut. Allerdings war dies zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, da es ja erst gut ein Drittel der Strecke war. Es ging rechts weg am Neckar entlang auf einem Sträßchen weiter. Endlich mal wieder nahe an dem Fluss. Dabei ging es unterhalb des Krappenfelsens entlang.
Es ging niicht direkt am Neckar nach Laufen, das schon länger sichtbar war. Nach rechts folgte ein sehr steiler Anstieg auf vielen Stufen die Weinberge hoch zum Krapppenfelsen. Am Ende ging es sogar über eine Leiter. Die Mühe wurde aber mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Dabei war nach rückwärts das stillgelegte AKW Neckarwestheim zu sehen.
Der weitere Weg verlief jetzt wieder auf einem Sträßchen und hatte nochmals einen kleinen Anstieg nach halbrechts zu den Überresten eines römischen Gutshofes, der eine imposante Größe hatte. Beim Blick auf den Neckar kann man regelrecht spüren, wie es damals gewesen sein musste.
Danach ging es noch knapp 2 km runter nach Lauffen und durch die Altstadt. Der Neckar wurde überquert und dabei ein Blick auf die Inselburg. Dort ist das Rathaus untergebracht. Auf der anderen Neckarseite endete nach knapp 15 km die erste Etappe des Tages. Dabei fiel der Blick noch auf die imposante Regiswindikirche.
Die 22. Etappe führt über gut 15 km von Lauffen nach Heilbronn. Diese weist nur wenige Höhenmeter auf und ich war gespannt, wie es diesmal hinten raus geht. Noch einmal fielen die Blicke auf Burg und Kirche und dann ging es an der Straße entlang und rechts weg neben einem Park ging es zum Museum im Klosterhof und dort nach rechts ging es noch vorbei am Geburtshaus von Friedrich Hölderlin.
Anschließend stieg es aus dem Ort raus an und es ging rechts weg und nun neben der Bahnlinie oberhalb des Neckars entlang, der hier bei Lauffen in einer ganz schön großen Schleife verläuft. Es wurde auf den nächsten Kilometern etwas zäh. Es ging anfangs noch über Asphalt, dann über einen Feldweg und danach über einen Wiesenweg. Dennoch lief es noch recht gut und die erste Salztablette war jetzt auch fällig. Diesmal nahm ich am Ende zwei zu mir.
Es ging an einem Weingut vorbei und auf dem Sträßchen noch einmal hoch in die Weinberge. Ich war überrascht, wie gut ich den Anstieg meisterte. Oben dann zwischen den Rebstöcken durch und etwas verwinkelt auf Wiesenpfaden durch den Weinberg. Dabei immer wieder schöne Aussichten. Da war die Orientierung manchmal etwas schwer, wie auch schon auf dem vorherigen Abschnitt. Manchmal auch nur das blaue Kreuz als Markierung. Insgesamt war der Weg am heutigen Tag aber gut markiert und ausgeschildert und im Zweifel half der Wanderführer sehr gut weiter. Ein Pfad führte danach runter nach Nordheim. Dort ging es nach rechts und zum Bahnhof. Ich entdeckte gegenüber an der Straße ein Rinnsal mit herrlich frischem Wasser. Das tat mal richtig gut, sich erfrischen zu können. Noch hatte ich rund 8 km vor mir. Dabei hätte ich sogar gerade noch so den Zug nach Stuttgart bekommen.
Der Weg verlief jetzt zusammen mit dem Radweg. Das war nicht so toll. Am Willkommensschild von Heilbronn ging es rechts über eine kleine Brücke über den Neckar und dann zur Schleuse in Heilbronn-Horkheim. Diese Schleusen sind schon beeindruckend. Nach dem Überqueren des Neckarkanals ging es noch geradeaus weiter und an den Dachreiterbrunnen mit der Skulptur von Karl-Ulrich Nuß, die lokale Bedeutung hat.
Es ging nach links weg noch ein gutes Stück durch Horkheim. Danach verlief er Weg überwiegend parallel mit dem Radweg. Es kam noch ein Anstieg, ansonsten war es flach und alles auf Asphalt. Immerhin gab es immer wieder Schatten. Der Neckar wurde nochmals überquert, der zuvor oft der Begleiter an dem Weg war. Im Wertwiesenparkwäre ich am liebsten in den Biergarten, aber ich musste zum Zug. Es ging am Festgelände der Theresienwiese vorbei und nach 31,10 km mit 438 Hm hatte ich in einer so nicht ganz erwarteten Nettozeit von 3:33.03 h den Bahnhof erreicht.
Ich hatte noch genügend Zeit, um Getränke zu kaufen und etwas durchzuatmen. Dann mit dem MEX18 nach Stuttgart. Dort an das angegebene Gleis. Ich wunderte mich, dass der RE5 noch nicht kam. Ein Blick auf die App zeigte einen Gleiswechsel. Na schön, dass es da keine Durchsage gab, aber es reichte noch gut. Danach eine entspannte Rückfahrt direkt nach Biberach. Es war heute ein wunderschöner Abschnitt des Neckarwegs und vor allem die erste Etappe des Tages war eine der bisher schönsten und insgeheim war es bis Nordheim richtig klasse. Vor allem konnte ich aber hinten raus noch relativ schnell laufen und fühlte mich auch danach viel besser als am Montag nach der deutlich kürzeren Strecke in langsamerem Tempo.
Die Strecke:
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