Donnerstag, 7. Mai 2026

Löwenpfad Heldentour in Lauterstein am 06.05.2026

Ich bin schon einige der Löwenpfade gelaufen, viele davon auch mehrfach, doch noch nie den neuesten und zugleich längsten und wohl anspruchsvollsten. Da hoffte ich, dass ich es am Dienstag oder Mittwoch an meinen freien Tagen endlich mal schaffe. Nachdem der Dienstag weggefallen war, nahm ich mir für den Mittwoch einen frühen Start vor, weil die Wetterprognose für den Nachmittag nicht so toll war. Also schon um 6 Uhr raus und den Bus um 6:47 Uhr nach Biberach genommen. Dort dann pünktlich den Zug nach Ulm. Dort wurden aus normal 5 Minuten Zeit für den Umstieg nur noch knapp eine Minute und das reichte gerade noch so die Treppe runter, wieder rauf und in den MEX16. Kaum drinnen und hingesetzt ging es auch schon los. In Süßen passte der Umstieg auf den Bus optimal und nach 15 weiteren Minuten war ich kurz vor 9 Uhr an der Haltestelle Kirche in Lauterstein-Nenningen. Das konnte nun ja nur noch gut werden. Das Wetter passte optimal zum Laufen, hatte es doch recht angenehme Temperaturen von 12° C und es war stärker bewölkt. 

In Nenningen ging es die wenigen Meter zur Kirche und dort links hoch. Das erinnerte mich an das letzte Jahr beim Start bei dem schönen Lautersteiner Panoramalauf. Anfangs ging es gut einen Kilometer teils recht steil die Zufahrtstraße zum Wanderparkplatz Heldenberg hoch. Dort dann nach links kurz über einen Pfad und unterhalb des Landgasthofes Heldenberg vorbei. Danach über einen Feldweg am Waldrand und schon mal eine schöne Aussicht auf Nenningen und ins Tal. 






Es ging nun nach rechts auf einen Pfad. Dieser führte erst über ein paar Treppen und dann recht steil weiter. Es wurde flacher und der Waldrand wurde erreicht. Dort ging es über einen schönen Pfad zwischen Wald und Wacholderheiden weiter und dabei wieder eine herrliche Aussicht auf Winzingen und auch auf den Hohenstaufen. Es ging nach rechts auf einem breiten Schotterweg weiter, der in den Wald hinein immer mehr anstieg. Im Wald wurde das Kreuz am Heldenberg erreicht. 





Es ging nun weiter aufwärts, aber alles auf guten Wegen und dann rechts weg und mal eine Passage mit einem asphaltierten Sträßchen etwas abwärts. Ich konnte gut zulegen und die Beine schienen an dem Tag doch recht locker, was ich anfangs noch gar nicht dachte. Nach links weg stieg es wieder kurz an und ich war unterhalb der Reiterleskapelle. Der kurze Abstecher nach links hoch wurde mit einer wunderschönen Aussicht belohnt.  Es ging dann auf der anderen Seite wieder hoch und nochmal ein Blick auf die Kapelle. 





Im weiteren Verlauf ging es einen herrlichen Pfad, teils über Felsen, hoch. Das war zwar ganz schön anstrengend, aber auch richtig schön. Der sechste Kilometer brachte es immerhin auf 120 Hm.  Es wurde etwas flacher und ein Forstweg führte den Rest hoch auf das Kalte Feld und zum Franz-Keller-Haus. 







Von dort ging es nach langer Zeit mal flach weiter und auf schönen Wald- und Wiesenpfaden. Diese führten schließlich runter und dabei auch mal auf einem steileren Pfad. Herrlich war ein Pfad direkt an der Hangkante mit schöner Aussicht. Danach ging es wieder mal hoch. Die vielen Höhenmeter mussten ja irgendwo herkommen. Am Waldrand ging es an  der Sprungschanze in Degenfeld entlang. Das weckte Erinnerungen an den vor nun schon längerer Zeit mal ausgetragenen Schanzenlauf. Damals ging es ganz schön steil hoch. So auch im anschließenden Wald auf einem Pfad. 








Der Pfad führte nach rechts weg auf einen Forstweg und es stieg nur noch leicht an und lief wieder richtig gut, bis zu einem Zwangsstopp. Da kam eine Schafherde den Weg runter. Eines der am Ende schönen und unerwarteten Erlebnisse auf so einem Lauf. Danach war ich oben am Galgenberg auf einer Wacholderheide und eine tolle Aussicht. Nach einem Pfad durch den Wald erreichte ich das Kreuz auf dem Galgenberg und die Sicht auf Nenningen und ins Tal und auf die bisher absolvierte Strecke war ein Traum. Hier hätte ich bei unsicherem Wetter steil nach Nenningen absteigen können. Die ersten 10 km hatte ich auch schon absolviert. 









Ich lief natürlich weiter, da es noch immer recht gut war. Dabei wurde es doch etwas wärmer, aber vor allem im Wald sehr angenehm zu laufen. Ein großer Teil der Strecke führte durch Wald und dabei auch oft über Pfade. So auch nun immer mehr absteigend und dann auch recht steil mit einigen Stufen. Der Pfad ging in einen Forstweg über und noch weiter bergab. Es ging dort scharf links weiter und leicht wellig aus dem Wald raus. Am Waldrand ein schöner Ausblick auf Degenfeld und die Umgebung. Ein Asphaltsträßchen führte recht steil in den Ort runter. Da konnte ich die letzten knapp drei Kilometer wieder etwas Tempo machen. 




Es ging im Ort nur an wenigen Häusern vorbei, dann über die Straße und rechts an den Ortsrand, bevor es links auf einem Sträßchen ins Schweintal ging. Dort stieg es auf einem Feldweg leicht an und wieder eine schöne Landschaft. Im Wald wurde es auf einem Forstweg recht steil und am Ende dann über eine teils moosbedeckte Waldfuhre. Auf dem 15. Kilometer mal wieder gleich 127 Hm. Oben angekommen ging es rechts weg und hier war ich nun für 6 km, mit einer kleinen Ausnahme, parallel zum HW1 unterwegs. Somit kannte ich den folgenden Abschnitt. Es ging noch, teils am Waldrand, dann wieder im Wald, hoch zur Lützelalb. Dort dann über Felder und links weg wieder runter. Es ging erneut durch Wald und dann am Waldrand an Wiesen entlang und durch ein Gehöft. 







Nach dem Gehöft führte ein Pfad zum Wald und dort ging es in Serpentinen runter nach Weißenstein. Hier trennte sich der Löwenpfad kurz für einen 100 m weiteren Weg vom HW1. Durch die Schleife war es aber angenehmer zu laufen, als auf dem steilen Abschnitt. Immerhin hatte der 18. Kilometer einen Abstieg von 130 m. An einer Bank trank ich nun etwas und genoss die Aussicht auf Weißenstein mit dem Schloss. Nun ging es teils etwas steiler und holpriger runter und danach wurde der Teilort von Lauterstein durchquert bis zur Kirche. Dort die Stufen hoch und ich schaute noch kurz in die Kirche. 







Es folgte der steile Pfad hoch zum Schloss, teils über viele Treppen. Das war zäh und dieser 19. Kilometer hatte am Ende 140 Hm. Am Schloss vorbei kurz ein breiterer Weg bis zum Forellenloch und von dort ein steiler Pfad durch den Wald in Serpentinen hoch. 









Oben angekommen ging es nun für sehr lange Zeit auf Pfaden am Albtrauf entlang in Richtung Messelstein. Dabei immer wieder eine schöne Aussicht ins Lautertal. Bevor es zum Messelstein ging, folgte aber nach rechts eine Abzweigung. Der HW1 wurde verlassen und der Weg führte auf einem Forstweg recht steil runter. Auf dem 23. Kilometer waren es 145 m Gefälle und die Beine machten auch das gut mit. So langsam stimmt die Form wieder. 







Es ging aus dem Wald raus und ein letztes Mal eine schöne Sicht ins Lautertal. Da genoss ich das Ganze nochmals auf einer Bank, zumal ich super im Zeitplan lag. Dann über das teils steile Asphaltsträßchen flott runter nach Nenningen und neben dem Friedhof noch die Kapelle aufgesucht. Dort befindet sich die weithin bekannte Nenninger Pieta, das letzte vollendete Werk des Bildhauers Franz Ignaz Günther. Ich musste nur noch die Straße überqueren und 100 m rechts befand sich die Bushaltestelle. Davor aber noch passend eine Bäckerei mit kleinem Laden und ich konnte kühle Getränke kaufen.. Somit ein rundum erfolgreicher Lauf und eine der schönsten von mir gelaufenen Touren. Eine wunderschöne, wenn auch sehr anspruchsvolle Runde und traumhaft ausgeschildert. Dabei war es vom Untergrund her an dem Tag super zu laufen. Bei Nässe können die teils steilen Abstiege schon etwas kritisch sein. Ich lief die Strecke auch in den Asics und nicht mit den Trailschuhen. Am Ende waren es 23,74 km mit gleich 837 Hm. Dafür lief es echt gut und heute keinerlei Beschwerden. Da hoffe ich auf einen guten Lauf in 9 Tagen beim Albtraum 100. 



Die Rückfahrt war dann auch entspannt. Ich hatte noch 20 Minuten bis der Bus nach Göppingen kam und dort ein problemloser Umstieg in den RE5. Dieser hatte am Ende zwar 10 Minuten Verspätung in Biberach, aber so viel länger als mit dem Auto war ich gar nicht unterwegs und das völlig entspannt. 

Die Strecke:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen