Sonntag, 2. Januar 2022

Neujahrs-Trail in Bad Urach am 01.01.2022

 Besser hätte das neue Jahr kaum beginnen können. Die Wetteraussichten waren genial und was lag da näher, als gleich einen längeren Trail zu planen. Einen Neujahrslauf absolvierte ich dieses Jahr nicht bzw. hatte dazu noch einige Tage Zeit. So fuhr ich die gut 72 km nach Bad Urach zum vorderen Parkplatz im Maisental. Ich war nur 59 Minuten unterwegs und die Straßen so gut wie komplett frei. Da lagen wohl die meisten noch im Bett. Bei der Ankunft kurz vor halb 12 war es mit 7° C zwar noch etwas frisch, aber das sollte sich schnell ändern. So gleich nur das lange Trikot mit einem kurzen Funktions-Shirt drunter und die kurzen Hosen, dazu ein Stirnband. Noch waren die Parkplätze fast leer. 

Es ging los und dabei zunächst wie so oft zum Gütersteiner Wasserfall. Da geht es anfangs ganz kurz die Straße hoch und die wenigen hundert Meter das einzige Stück auf Asphalt. Im Wald dann ein recht steiler Anstieg, aber auf einem breiten Forstweg. Da kommt man aber gleich rein und anfangs noch frisch, wurde es schnell warm. Nachdem es kurz runter ging, folgte auf einem Pfad mit Serpentinen der steile Anstieg zum Wasserfall, dem "kleinen Bruder" des Uracher Wasserfalls, aber dafür sehr romantisch. Vor allem war ich da mal ganz alleine und konnte es genießen. 



























Vom Wasserfall ging es weiter zum Fohlenhof des Gestüts Marbach. Da folgt gleich der nächste lange, steile Anstieg. Nach der Kapelle kam dann die Sonne durch und es war einfach nur herrlich. Der Pfad hier rauf ist wunderschön und anfangs zwischen Felsen hindurch. Das letzte Teilstück zum Fohlenhof hat es nochmal mächtig in sich, aber es schien an dem Tag gut zu laufen. Kurz musste ich einfach bei den Pferden verweilen. 



























Das nächste Ziel waren die Höllenlöcher. Da ging es am Fohlenhof vorbei nochmal leicht hoch und danach am Waldrand auf einem breiten Weg weiter. So leicht bergab konnte ich es nun prompt etwas laufen lassen. Auf dem letzten Abschnitt vor den Höllenlöchern waren zuletzt Waldarbeiten und der sonst gute Forstweg richtig aufgewühlt und matschig. Das ist zur Zeit richtig nervig. Dann war ich an den Höllenlöchern und es ist eine beeindruckende schmale Schlucht. Da es aber sehr rutschig war, verzichtete ich auf den Weg dort hindurch. 


























Die Höllenlöcher umlief ich dann und es ging daneben hoch zum Sonnenfels. Es war jetzt mit 13° C bei Sonne und kaum Wind schön warm und die Ärmel streifte ich nach hinten. Es ging nochmal gut hoch und dann am Sonnenfels eine traumhafte Aussicht. 
















Vom Sonnenfels folgte ein toller Pfad durch den Wald und dann ging es über das Roßfeld weiter. Da war es deutlich einfach zu laufen und am Flugfeld vorbei ging es zum Olgafels, von dem aus man ein schöne Aussicht hat. Da war nun auch deutlich mehr los. 




















Auf dem Roßfeld ging es weiter und zum Roßfels mit einer super Aussicht und einem Kreuz. Der ist eher etwas unscheinbar gelegen, wobei man ihn um diese Jahreszeit doch eher erkennt. Es folgte mal ein Anstieg und am Fliegerdenkmal vorbei. Von dort dann wieder durch den Wald und noch ein kurzer, steiler Anstieg und über einen felsigen Weg runter zum Grünen Fels und nochmal kurz die Aussicht genießen. Auf der Roßfeldrunde stellte ich sogar einen neuen Championsrekord auf. 































Das nächste Ziel war der Aussichtsturm Hohe Warte und da sollte ich eine Überraschung erleben. Es ging im Wechsel auf breiteren Wegen und Pfaden leicht ansteigend hoch zu dem vom Albverein errichteten Turm und dieser war an dem Tag endlich wieder offen. So ging es erstmals dort hoch. 



















Vom Turm führte der Weg zunächst durch den Wald und da auch mal etwas steiler bergab in Richtung Fohlenhof.  Den ließ ich aber links liegen und lief weiter Richtung Uracher Wasserfall und da kam wieder der nächste Anstieg, aber auf gut zu laufendem Forstweg. Es ging zum Rutschenfelsen und dort eine tolle Aussicht auf Runder Berg und die Ruine. Wie zu erwarten war hier auch einiges los. 






























Der Weg führte oberhalb der Felsen Richtung Wald und dort auf einem breiten, teils wurzeligen Weg, erst mal flach weiter. Dann kam der steile Downhill auf einem Pfad vom Ameisenberg runter zur Wasserfallhütte. Da geht es oft über Felsen und Stufen und es war bei dem nassen Laub und den nassen Steinen Vorsicht angesagt. Dafür ein traumhafter Weg. Ich war nun oberhalb des Uracher Wasserfalls und gut 17 km lagen hinter mir. 


























Von der Wasserfallhütte nehmen die wenigsten den nun von mir eingeschlagenen Weg. Da geht es in gerader Richtung von der Wasserfallhütte an dem mit Moss bewachsenen Steinen umsäumten Wasserlauf entlang und dann links weg steil hoch. Dabei oft über alte Steinstufen an Felsen entlang. Das hat absolut was. Den letzten Weg zum Eppenzillfelsen dann nochmal über ein paar Serpentinen und danach auf einem schmalen Pfad durch den Wald bis zum Aussichtspunkt. 









































Das nächste Ziel vom Eppenzillfelsen aus waren die drei Hannerfelsen. Nachdem ich nach nun gut 18 km losgelaufen war, zog es plötzlich in die linke Leiste. Das fühlte sich für eine Weile nicht gut an. Ob ich es noch durchziehen kann? In letzter Zeit war da immer wieder mal was, aber es legte sich jedes mal. Morgens zog es schon leicht rechts an der Lendenwirbelsäule. Es legte sich aber und den Pfad mit fast schon herbstlicher Stimmung durch den Wald zum Hinteren Hannerfelsen mit seiner fantastischen Aussicht m gerade auch auf die Ruine, konnte ich wieder genießen. 

























Vom Hinteren Hannerfelsen ging es durch den Wald, meist auf einem schönen Pfad, über den Mittleren zum Vorderen Hannerfels. Von beiden hat an auch eine schönen Ausblick auf die Stadt. 



















Es ging nun runter Richtung P+R Parkplatz beim Bahnhof. Da folgte zunächst ein teils recht steiler Downhill. Da ging es anfangs oft über rutschige Stufen und auch sonst rutschige, steile Passagen. Da musste ich wieder gut aufpassen. Später dann mal kurz ein Forstweg und danach ein schöner Waldpfad. 


























Es folgte der ca. 2 km lange Weg zur Ruine Hohenurach. Auf dem ersten Abschnitt leider ein Kahlschlag am Weg, aber dafür ein Blick auf die Stadt. Es ging etwas hoch und dann über einen Wiesenweg runter und an der Jugendherberge vorbei. Von dort begann der sehr steile Anstieg hoch zur Ruine. Anfangs noch auf einem breiten Weg und dann auf einem sehr steilen Pfad. Die letzten gut 200 m auf dem Weg zur Burg hatten es dann auch nochmal in sich. Meine Probleme waren zum Glück längst weg. 


























Auf der Ruine ist es einfach schön und immer wieder fantastische Aussichten. An dem Tag war aber auch ganz schön viel los. Bis dahin war ich doch auf vielen Abschnitten alleine oder nur mit ganz wenig anderen unterwegs. Durch das kurze Verweilen auf der Burg hatte ich mich schnell von den bisherigen nun 25 km erholt. 
























Es folgte ein längerer Downhill von der Ruine runter ins Maisental. Anfangs auf dem sehr steilen und teils steinigen Abschnitt bei der Burg lief ich noch verhalten. Dan auf dem folgenden schmalen Weg passte es super und auf dem breiten Weg am Ende konnte ich es laufen lassen und dies ohne Probleme. 








Es ging nun auf einem gut zu laufenden Weg leicht bergauf Richtung Uracher Wasserfall. Dabei immer am Wasser entlang, was richtig schön ist. Nur waren da an dem Tag sehr viele unterwegs und die meisten schon auf dem Rückweg. 

















Dann stand ich unterhalb des Wasserfalls und der führte recht viel Wasser. Da ging es nun die vielen Stufen hoch. Nach etwa der halben Strecke waren die Stufen teils regelrecht überflutet und nasse Füße ließen sich nicht mehr vermeiden und das bei dem doch recht frischen Wasser. Dafür ein schöner Anblick, auch wenn viel zu viel Trubel herrschte. 





















Ich lief bzw. ging auf dem steilen Weg noch ein Stück nach oben und dann erstmals auf einem Pfad weiter Richtung Runder Berg. Mal was Neues ist immer gut und der Name "Weg durch die Hölle" vielversprechend. Da ging es wellig auf einem Pfad weiter. Teils war es recht steinig, insgesamt auf jeden Fall wunderschön. Dabei wurde es zusehends dämmriger. Da musste ich mich doch beeilen und die geplanten mindestens 30 km schon mal absolviert. Am Runden Berg entlang wo es ein einfach zu laufender Forstweg und dann kam ich oberhalb des Gestüts Güterstein raus und den Weg runter ins Maisental kannte ich bereits. 
































Nach 33,33 km mit immerhin 1295 Hm und einer Nettozeit von 4:20.14 h war ich wieder am Auto und hatte einen wunderschönen ersten langen Trail im neuen Jahr hinter mir. So darf es gerne weitergehen. Daheim war ich dann gerade richtig zum Essen. Am nächsten Morgen waren dann alle Probleme weg und es gab tatsächlich keine Nachwirkungen mehr. 



Die Strecke:



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