Es war fast auf den Tag 14 Monate her, dass ich dieses Projekt angefangen hatte. Das Problem für die Fortsetzung ist in erster Linie die lange An- und Abreise. Da hatte ich entschlossen, zwei Tage in Folge zu laufen und wollte dies bereits Ende Juni / Anfang Juli diesen Jahres. Dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn dieses sollte dann schon sehr stabil sein. Da kam mein Urlaub gerade richtig und die Wetterlage völlig stabil. Erst am Sonntag startete ich beim APM in Sonthofen beim Hörnerlauf mit 18,3 km und 1150 Hm. Danach blieb der linke Fuß stabil und nur bei direktem Druck auf den Knöchel spüre ich noch was. Ich konnte wieder ein relativ günstiges Zimmer (sowohl vom Preis als auch von der Lage) ergattern und so ging es am Dienstag nach Tauberbischofsheim. Es schien aber wieder verflixt zu sein, denn gleich der erste Zug fiel aus. Allerdings gab es eine gute Alternative und, wenn alles klappt, sogar gut 30 Minuten schneller. Also noch daheim gefrühstückt und um 7:19 Uhr mit dem RE3 nach Ulm. Dort genügend Zeit um auf den RE50 umzusteigen, zumal der später kam. Leider fährt er derzeit nur bis Giengen. Dort dann alle 30 Minuten ein Ersatzverkehr. Normal hätte es für den Bus um 9:30 Uhr gereicht, aber rund 15 Minuten Verspätung machten dies zunichte. Ich hätte so in Heidenheim früher nach Aalen und somit Crailsheim gekonnt, was entspannter gewesen wäre. Der Bus aber zeitig in Heidenheim und da schon mal keine Hektik. Der RE50 auch pünktlich nach Aalen. Dort kam der RE1 aber später und bis Crailsheim wurde die Zeit für den Umstieg aufgebraucht. Vielleicht steht die RB88 ja noch an Gleis 1. Es war so und mit einem Spurt gerade noch so reingekommen. Dann trotz 6 Minuten Verspätung pünktlich um 11:58 Uhr in Tauberbischofsheim ausgestiegen. Dort hatte es einen strahlend blaue Himmel und bereits 23° C. Am Ende ging es dann Richtung 30° C.
Es standen am Dienstag die Etappen 3 und 4 an. Dabei zunächst die 3. Etappe nach Oberlauda Der Weg führte in Richtung Altstadt und knapp daran vorbei. Wann komme ich schon mal wieder dorthin und Druck für einen Verbindung am Ende des Laufes gab es auch nicht. Also nach links und einen Abstecher in die sehenswerte Altstadt mit dem Kurmainzschen Schloss und dem Türmersturm. Das war auf jeden Fall ein toller Auftakt.
Es ging nun aus der Stadt raus und hinter dem Kleintierzüchterheim (nur dort fiel mir am Treppenabgang von der Brücke über die Bundesstraße die Orientierung kurz schwer, ansonsten war die Strecke gut und ausreichend markiert) stieg es auf einem Pfad teils steil auf den Höhberg an. Am Ende dann auf einem Forstweg und im Wald ging es noch wegen dem Schatten. Auch sonst fühlte ich mich ganz gut. Es ging ein gutes Stück am Waldrand weiter, dann aber auf Asphalt über offene Fluren. Da wurde es gleich gut warm. Es ging runter in den Weiler Hof Steinbach. Dahinter dann hoch zur Brücke über die A81 und noch weiter auf offener Flur. Als es nochmals runter ging, konnte ich es ganz gut laufen lassen. Ein Manko an den zwei Tagen in Folge war aber etwas der doch schwerere Rucksack.
Es ging links weg und in den Wald. Der Schatten tat gleich wieder gut, es war aber nu ein kurzes Stück. Es ging auf einem Feldweg runter und dann nach rechts und auf einem Sträßchen weiter runter ans Ziel der ersten Etappe, der Turnhalle in Oberlauda. Die erste Etappe des Tages war mit gut 9 1/2 km eine recht kurze.
Die zweite Etappe des Tages, also die vierte des Weges, führte von Oberlauda nach Bad Mergentheim. Dies würden am Ende gut 17 km sein. Es ging schnell aus der kleinen Ortschaft raus. Dort stieg es schon an und dies setzte sich danach im Wald auf einem asphaltierten Sträßchen fort. Es ging an einer schönen Lourdes-Grotte vorbei und der 11. Kilometer hatte etwas mehr als 100 m Anstieg. Es ging dann nach links weg und es folgte tolle Pfade im Wald. Nur ab und zu war es etwas breiter. Ein kurzes Stück ging es noch über Felder. Danach folgte ein rund 1,2 km langer Pfad durch den Wald. Es war herrlih!
Nach dem Wals dann ein herrlicher Ausblick und ein Asphaltsträßchen führte durch Weinberge runter nach Beckstein zur treffend bezeichnenden Weinstraße. Es ging aus dem kleinen Ort raus und einige Hundert Meter auf der Straße entlang, die aber so gut wie nicht befahren war. Dann ging es rechts weg und ein Feldweg führte etwas oberhalb der Straße weiter. Es ging zwischen Obstbauwiesen und Weinreben durch zum Weingut Benz. Dort nach rechts weg und dahinter links hoch in den Wald.
Aus dem Wald raus folgte ein längeres Stück wellig auf Wiesenfuhren zwischen den Weinbergen und es ging oberhalb der Bundesstraße nach Sachsenflur. Noch vor dem Ort ein Rotwildgehege. Dann runter und durch den Ort durch. Dort stieg es am Ende durch ein Wohngebiet schon gut an. Es folgte auf offener Flur der starke Anstieg auf den Edelberg. Es gibt hier zwar nur Hügel und es geht auch an Metern nicht hoch hinaus, aber die stetigen An- und Abstieg summieren sich am Ende auch.
Es ging links weg und nun auf einem Kiesweg in den Wald. Das hatte mich ganz schön gefordert und im Schatten eine kurze Pause. Dann noch ein guter Anstieg auf einem Forstweg, bevor es oben dann nach links auf einen Pfad ging. Es waren zwar noch ein paar Kilometer bis Bad Mergentheim aber nun fast ausschließlich im schattigen Wald und dabei so gut wie nur Pfade. Der Anteil an Pfaden war an dem Tag überhaupt recht hoch und insgesamt war ich trotz Ferienzeit recht einsam unterwegs. Ein Wirtschaftsweg führte die letzten Meter runter zum Krankenhaus am Rande von Bad Mergentheim.
E ging nun in die Stadtmitte runter und auch hier war der Weg sehr gut markiert. Es ging aber auch fast geradeaus zum Marktplatz, dem eigentlichen Ziel der Etappe. Das Ambiente mit den alten Häusern, dem Brunnen und dem Alten Rathaus war wunderschön. Der Blick fiel auch bereits auf das nur gut 200 m entfernte Deutschordensschloss. Dorthin setzte ich noch meinen Weg fort, denn dort beginnt die Münzgasse nach links weg und nur 130 m weiter war meine Unterkunft. Ich hatte nun 26,89 km mit 682 Hm absolviert.
Ich hatte das Stadthotel Münze gewählt und die Lage war ja perfekt und die guten Bewertungen hatten sich bestätigt. Sehr geräumige und saubere Zimmer und ein sehr freundliches Personal. Nachdem ich meine Unterkunft bezogen hatte, ging es nochmals in die Altstadt. Ich wollte vor allem etwas trinken, fand dann aber eine Pizzeria und genoss bei Essen und Trinken am Marktplatz das fast schon mediterrane Ambiente. Ein gelungener Abschluss eines schönen Tages.
Die Strecke:







































































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