Donnerstag, 30. April 2026

Hauptwanderweg 9 (HW9) - Heuberg-Allgäu-Weg - Teil 1 Spaichingen - Neuhausen ob Eck am 30.04.2026

Heute nutzte ich das tolle Wetter am freien Tag und begann den Hauptwanderweg 9, den Heuberg-Allgäu-Weg. Dieser führt von Spaichingen am Rande der Schwäbischen Alb auf den Schwarzen Grat bei Isny. Die Anreise war recht entspannt, da ich erst mal nach Riedlingen fuhr und von dort mit dem RE55 in gut einer Stunde nach Tuttlingen und dabei auch durch das herrliche Donautal. In Tuttlingen gut eine halbe Stunde Zeit und danach mit dem RE87 in nur noch 10 Minuten nach Spaichingen. Dort kam ich mit ein paar Minuten Verspätung an, hatte aber genügend Zeit eingeplant. 


Die 1. Etappe führt von Spaichingen nach Nendingen.Es ging am Bahnhof los und durch die Stadt an deren westlichen Rand. Dabei anfangs noch kurz leicht bergab, aber dann folgte ein sehr heftiger Anstieg. Schon aus der Stadt raus stieg es in Richtung Dreifaltigkeitsberg gut an. Dann auf einem noch asphaltierten Weg an Wiesen entlang mit schönem Blick zurück an den Waldrand. Im Wald stieg der Weg / Pfad immer steiler an und teils auch über Stufen. Vor allem am Ende kamen nochmal etliche Treppenstufen. Auf den ersten knapp 3 km kamen so Netto 315 m Anstieg zustande. Es hatte an dem Tag Sonne pur und absolut keine Wolken. Die 11° C zum Start waren perfekt, wobei es mir dort hinauf doch gut warm wurde. 








Auf dem Dreifaltigkeitsberg, dem zweithöchsten Punkt des Weges eben dem Ziel auf dem Schwarzen Grat, steht eine Wallfahrtskirche mit einem interessanten eckigen Turm. Bevor ich kurz in die Kirche ging, genoss ich die traumhafte Aussicht. Es war einfach fantastisch. 








Der Weg führte an der Gaststätte vorbei ein Stück die Straße runter und in den Wald. Auf einem schönen Forstweg ging es an die ca. 800 m entfernte Schrofe. Dort treffen die drei Wege HW1, HW3 und HW9 aufeinander. Dem HW3 konnte ich schon vom Bahnhof her folgen. Nach wenigen Metern kam eine Abzweigung, an der ich mich von diesem Weg verabschieden konnte und der HW9 geradeaus nochmal leicht ansteigend weiterführte. Dann ging es rechts weg auf einen tollen Pfad und ab hier bis zum Ziel fast nur noch leicht abwärts, bis auf wenige flache Passagen. Der Pfad mündete ins Birental und nach rechts ging es noch knapp 3 km durch das Tal. 







Aus dem Birental raus führte der Weg dann leider einen guten Kilometer an der Straße entlang. Ich hatte aber Glück und es kam erst ein Fahrzeug entgegen, als es auf der rechten Seite einen zusätzlichen Streifen als Wirtschaftsweg gab. An der Skihütte Mahlstetten ging es nach rechts ins Ursental. Durch das teils enge Tal führte ein schöner Forstweg und da es fast immer leicht bergab ging, konnte ich den Schnitt schnell verbessern und gut Kilometer machen. Insgesamt ging es 7 km durch dieses Tal und so ziemlich in der Mitte kam der Jellenbrunnen mit Grillplatz. Da machte ich eine kurze Trinkpause. Danach wurde das Tal etwas breiter und der Forstweg ging in ein asphaltiertes Sträßchen über. Es war hier sogar etwas schattig und richtig schön. Auf dem letzten Abschnitt nach Nendingen rund ein Kilometer über die Felder und ein heftiger Gegenwind. Es ging links weg in den Ort und diese Stelle kannte ich vom Marathon in Tuttlingen. Durch das Wohngebiet und über die Donau ging es in die Ortsmitte zum Dorfplatz und der Donauschule, dem Ziel der ersten Etappe. Dort nahm ich eine Salztablette und trank nochmals etwas. 











Nach den rund 19 km folgte mit der 2. Etappe nach Neuhausen ob Eck mit rund 9 km eine recht kurze. Allerdings war diese nicht zu unterschätzen, denn sie wies einige Höhenmeter auf und das Ziel lag zudem rund 130 Hm weiter oben. Anfangs ging es noch ein gutes Stück an der Hauptstraße entlang Richtung Mühlheim an das Ortsende. Dort dann rechts weg und es stieg gleich ordentlich an. Dabei aber auch eine schöne Aussicht ins Donautal. Es ging in den Wald und der Anstieg wurde nochmals heftiger. 





Nun führte die Strecke einige Kilometer durch Wald, der deutlich schattiger als auf der ersten Etappe ar. Das tat gut. Dabei ging es die nächsten vier Kilometer meist bergauf. Die Strecke war heute übrigens sehr gut markiert und ausgeschildert. Es ging nur kurz mal rund 100 m über einen Pfad, ansonsten führte die Strecke über Forstwege. Dabei wurde auch mal kurz der HW2 berührt. Da wurden auch wieder Erinnerungen wach. Mit einem letzten Anstieg ging es aus dem Wald raus und auf einem asphaltierten Sträßchen nochmals kurz hoch. 







Das Tagesziel Neuhausen ob Eck kam in Sicht und der Weg führte noch  nach links und am sicher sehenswerten Freilichtmuseum vorbei. Ich war bestens in der Zeit und hatte noch rund 1 1/2 Stunden bis zum Bus. Dieser fährt ausgerechnet zu der Zeit nur nach zwei Stunden. Da überlegte ich mir kurz, dort ein kühles Weizenbier zu trinken. Ich entschloss mich dazu, die letzten 800 m nach Neuhausen rein zu laufen, wo am Kreisverkehr die Etappe endete. Insgesamt waren es 28,02 km mit 588 Hm und die Zeit von 3:20.10 h gibt nun doch wieder Anlass zu Optimismus. 



Es war am Ende gut, dass ich in den Ort lief. Dort meinte ein älterer Herr, ob ich nach Fridingen möchte. Er nahm mich mit und fuhr sogar extra noch zum Bahnhof. So schaffte ich es locker, den Zug eine Stunde früher zu nehmen und war nach 50 Minuten in Riedlingen. Daheim noch eine kleine Runde mit Hera und so im April 301,3 km und 4690 Hm. Endlich ein guter Monat. Die Strecke heute war durch die ruhigen Abschnitte und den Dreifaltigkeitsberg zu Beginn richtig schön. Mit dem Zeitpunkt hatte ich auch Glück, denn daheim hatte ich erfahren, dass nun für einen Monat von Riedlingen nach Sigmaringen ein Ersatzverkehr eingerichtet ist. 


Die Strecke:

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