Sonntag, 17. März 2019

12. Dürrwanger Jedermannslauf "Zur Alten Kappel" in Dürrwangen am 17.03.2019

Es ging heute mal wieder nach Mittelfranken und dabei zu einer Veranstaltung, an der ich bislang ein Mal 2017 teilgenommen hatte. Den Nachtdienst bekam ich zum Glück Urlaub und gestern in Schwäbisch Gmünd hatte ich ja 5 km im Wettkampf absolviert und so doch etwas Erwartungen an den heutigen Lauf. Den sehr erfolgreiche Lauf gestern merkte ich dann aber doch etwas und zu allem Überfluss "durfte" ich noch um 5:30 Uhr die Mädels holen und so nach nicht ganz 4 Stunden Schlaf noch eine Stunde früher wach. Es ging die 150 km in 1:21 Stunde zum Sportplatz in Dürrwangen und dort gab es genug Parkmöglichkeiten. Ich holte nun meine Startnummer und für den Lauf über 10 km betrug die Startgebühr gerade mal 7 €. Beim Lauf und Walking (keine eigene Wertung) über 5 km sind es 5 € und für den Schülerlauf 2,50 €. Auch hier in Mittelfranken treffe ich natürlich immer auf einige Bekannte und das begann schon bei der Ausgabe der Startnummer. Da traf ich auch auf Jörg Behrendt und so durfte ich auf ein Foto von meinem Zieleinlauf hoffen. Das Wetter meinte es richtig gut mit 14° C und Sonne. Allerdings auch heute wieder dieser so langsam echt nervige böige Wind. Dann traf ich auf Ralf und Ina Throm, sowie Andreas Schien, die ich erst gestern traf.






Der erste Start erfolgte um 9:30 Uhr für die Schüler über 1,3 km auf einer Wendepunktstrecke. Da kam ich leider um wenige Sekunden zu spät, da ich mich etwas verplappert hatte. Durch Mitorganisator und Moderator Franz-Josef Heller wurde ich prompt noch kurz vorgestellt. Danach folgte gleich mal etwas Aufwärmen und so flach auf Asphalt lief es erstaunlich gut, ja fast schon sensationell. Die Zieleinläufe der sehr engagierten Nachwuchsläufer konnte ich dann wieder festhalten.








































Es folgte um 09:43 Uhr der Start der Schülerinnen über ebenfalls 1,3 km und dort zwar etwas weniger Teilnehmer, aber insgesamt wie ich finde eine erfreulich starke Beteiligung beim Nachwuchs.





























Es folgten letzte Vorbereitungen und noch das eine oder andere kurze Gespräch. Nach dem Aufwärmen war mir klar: Nicht nur die Jacke kam runter, sondern auch das Funktionsshirt und so neben der natürlich kurzen Hose nur das Singlet und noch das Stirnband. Bei den Schuhen setzte ich auf die Brooks Neuro 2. Ich hatte die Strecke noch in Erinnerung und hatte mir zudem gestern Abend noch meinen Bericht von 2017 angeschaut. Dort gibt es auch viele Bilder von der Strecke, die ich heute nicht lieferte, das ich mich auf das Laufen allein konzentrieren wollte. Es gab Abschnitte mit Wiese und auch einer wo es wohl matschig sein soll und vieles im Wald. Da sollte das die richtige Wahl sein. Dann ging es zum Start und dort kam dann auch Günter Seibold, womit zumindest der Sieg in der AK M50 schon vergeben war und ich ihm noch zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Crosslauf in der AK gratulierte und meinte, dass es auch eine Ehre sei wenn man von so einem Läufer geschlagen wird. Ich erwartete sowieso bei der 10er-Wertung der AK nicht unbedingt einen Podestplatz, erhoffte höchstens vielleicht wenn alles optimal läuft einen 3. Rang.










Der gemeinsame Start über 10 km und 5 km erfolgte um 10:00 Uhr und es war für mich in diesem Jahr immerhin schon der 19. Wettkampf und dabei der 3. über diese Distanz. Vor zwei Jahren setzte ich den Foto auf der ganzen Strecke ein. Diesmal hatte ich ihn zwar dabei, aber ließ ihn weggesteckt. Dann ging es los und zunächst noch flach auf Asphalt. Dann kam ein teils etwas holpriger Feldweg und da stieg es an, kaum merkbar, aber das ist nicht besser. Ich gehe nun von meiner Uhr aus, das die Markierung immer etwas früher kam, wobei meine Uhr ja meist auch etwas weniger anzeigt. Da wären es 3.59 min gewesen, auf der Uhr dann 4.09 min. Das war nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend. Das Feld hatte sich schnell auseinander gezogen und nach vorne hatte ich schon Abstand und hinten nur einer etwas näher dran. Günter Seibold lief vorne schon weit voraus und nicht nur zum AK-Sieg, sondern zum Gesamtsieg und da war nur noch der Sieger über 5 km Kai Hammer bei ihm, der sich dann ja nach links weg verabschiedete. Der zweite Kilometer führt erst am Wald vorbei und dann auf freiem Feld und einem Pflaster in Richtung "Alte Kappel" und die 4.30 min waren das was ich fühlte, nämlich dass es plötzlich total zäh lief. Da war ich auch schon mal langsamer als vor 2 Jahren und die Zeit wollte ich heute zumindest unterbieten. Dann ging es links weg und leicht bergauf zum Wald am Windrad vorbei. Wind war hier auch angesagt und das nicht zu knapp. War das hart und davor ja schon ein zäher Kilometer. Als es in den Wald rein ging überholte mich ein Läufer und meinte noch ich solle besser ruhiger atmen, aber so ist es bei mir halt. Vor allem am Anfang bis ich mal ins Rennen komme oder wenn es total anstrengt und da traf beides zu. Er hatte schnell 40 bis 50 m Vorsprung und könnte in meiner AK laufen. Günter war weg und bestimmt noch ein M50er vorne und ich rechnete da mit Rang 4. Es ging bergab und dann rechts auf einen Waldweg am Tümpel vorbei. Dort war es total matschig und teils liefen wir neben dem Weg. Da war es auch bergab schwer und danach links weg ein erster größerer und langer Anstieg. Da waren es 4.51 min auf diesem Kilometer, der Netto aber den größten Anstieg hatte und so war es im Nachhinein nicht mal so schlecht. Nun ging es noch kurz rauf, dann rechts weg und da erst mal runter und das auf gut zu laufendem Waldweg. Da konnte ich tatsächlich Tempo aufnehmen, kam aber nach vorne nicht ran und hinten sah ich nirgends einen Läufer. Also werde ich das Ding wohl so auf diesem Platz nach Hause laufen und nach den 4.19 min mit nun insgesamt 17.49 min in einer zudem nicht sonderlich guten Zeit. Wo es runter geht, läuft man irgendwann nach oben und dies war auf Kilometer 5 der Fall. Da stieg es recht kontinuierlich an, wenn auch nicht unbedingt steil. 2017 blieb ich da knapp unter 5 Minuten und nun 5.06 min. Also noch weiter zurück zu damals. Das Positive war aber, dass mein Kontrahent den ca. 60 bis 70 m großen Vorsprung nicht ausbauen konnte. Die Markierung hatte ich verpasst, aber es waren auf meiner Uhr etwa 100 m weniger und so nach der Hälfte eine Zeit von ca. 22.25 min. Noch ein Stück rauf, dann rechts weg und dort auf Asphalt tendenziell runter. Hinten kam tatsächlich niemand und nach vorne kam ich doch minimal heran. Das reichte bereits, um meinen Kampfgeist zu entfachen. Als es aus dem Wald raus ging beschleunigte ich und kam näher. Plötzlich lief es, war ich ockerer und atmete ruhig. Den 6. Kilometer in 4.23 min. Mein Kontrahent bog bereits links auf die Wiese ab und schaute da zurück. Ich glaub er war etwas überrascht, dass ich wieder ran kam. Bergab auf der Wiese übler Gegenwind und ich etwas vorsichtig, da es etwas feucht war und ich nicht alles riskieren wollte. Dann rechts weg und flach über die Wiese. Das war mein Gelände und ich kam erstaunlich schnell näher. Es kam kurz ein Feldweg und dann auf Asphalt kurz steil runter und scharf links weg. Als ich ums Eck kam war ich fast dran, es kam eine kleine Kuppe und ich lief vorbei. Da meinte mein Kontrahent noch: Respekt. Ich bedankte mich kurz und nutzte den Moment und verschaffte mir schnell gut 50 m Vorsprung. Den siebten Kilometer an dieser Stelle passierte ich nach 4.17 min. Klar ging es hier am meisten bergab, aber dafür der Wind und die Wiese. Da wusste ich, dass es nun passt. Das Stehvermögen 2 Wochen nach dem Marathon mit guter Vorbereitung musste vorhanden sein und ich hatte innerhalb eines Kilometers den Rückstand in praktisch den gleichen Vorsprung verwandelt. Es ging am Raffelshof und an Teichen vorbei und dort Gegenwind, bevor es links weg in den Wald ging. Dort stieg es aber mehr an. Ich hatte nun überraschend Sven Ebert vor mir. Diese Kilometer hatte Netti die zweitmeisten der insgesamt immerhin 140 Hm. Dennoch 4.29 min und die Anstiege raus gerechnet wäre es der schnellste Kilometer gewesen. Die zweite Rennhälfte war gänzlich eine andere als die erste. Keine Ahnung woher ich die Kraft hatte, aber es war auch der Wille den Platz zu halten und aufs Podest zu laufen. Nun im Wald weiter noch kurz bergauf, rechts weg und auf einem teils etwas matschigen Waldweg weiter. Da kam ich immer näher an Sven heran und ließ es laufen. Es ging aus dem Wald raus und dort eine lange Gerade, aber auf Asphalt und leicht bergab. Vor 2 Jahren zog es sich hier bis ins Ziel und nun ließ ich es krachen. Sven machte einen Bogen um eine Gruppe Walkerinnen, während ich durch Rufen Platz schaffte und ich war an ihm dran. Den 9. Kilometer in tollen 4.11 min und nun ging ich an Sven vorbei und beschleunigte gleich. 39.30 min war es nah 9 Kilometer und somit 30 Sekunden schneller als 2017 und eine Zeit unter 44 Minuten sogar drin. Sven ist ja in einer gänzlich anderen AK (er wurde 3. der AK M30), aber ich wollte nun keinen Platz mehr hergeben. Nach hinten sah ich dass mein anderer Kontrahent weit zurück lag. Ich beschleunigte und war überrascht, dass die Uhr 4.00 min zeigte. Die größte Überraschung war, dass ich es durchziehen konnte und der letzte Kilometer mit 4.01 min der schnellste war. Sven meinte später, er habe nicht folgen können und echt toll, dass er meinte ich hätte den Platz voll verdient. Durch Franz-Josef wurde ich angekündigt und als ich rechts zum Ziel abbog hörte ich noch, dass er meinte ich sei bei 144 Wettkämpfen im letzten Jahr im Schnitt fast 3 am Wochenende gelaufen. Da jubelte ich schon über das Ergebnis und die für mich unglaubliche und nach 5 Kilometer nicht mehr für möglich gehaltenen Zeit von 43.31 min. Damit war ich am Ende gleich 1.14 min schneller als 2017. Ich belegte unter den 41 Teilnehmern prompt Rang 10 Gesamt und hinter Günter den 2. Platz in der AK M50 und den hatte ich von Beginn an inne, denn mein vermeintlicher Kontrahent war in der AK M40. Ich jubelte erst mal total über die für mich tolle Zeit und es wäre ja beinahe noch Jahresbestzeit gewesen und die zweite Hälfte nach den 22.25 min in 21.06 min über eine Minute schneller. Die Bilder von Jörg gab es dann prompt auch.










Nach meinem Zieleinlauf war ich doch schnell erholt und nun auch selber wieder am Fotografieren. Es folgte noch ein Auslaufen von einem Kilometer.








































Die Siegerehrung fand dann gegen 12:15 Uhr statt und es bekam jeder Teilnehmer eine Urkunde und ein kleines Präsent. Es ist einfach eine dieser tollen kleinen Veranstaltungen, bei denen man viele kennt und für kleines Geld richtig viel geboten bekommt. Hier auch eine richtig tolle, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke. Danach folgte ich noch einer Einladung von Ralf und Ina Throm, die auch beide wieder erfolgreich waren und dort verging die Zeit bei leckerer veganer Pizza wie im Flug.


































Die Strecke: (10 km)



Insgesamt waren es 161 Teilnehmer, davon 41 über 10 km, 42 über 5 km, 8 beim Walking über 5 km und 70 bei den Schülerläufen.

10 km Männer: Günter Seibold (TSV Crailsheim, 36.03 min) vor Kai Rusch (TSV Oettingen, 37.18 min) und Roland Rigotti (TSG 08 Roth, 37.57 min).

10 km Frauen: Tanja Schienagel (Islandpferde Lichtenberg, 46.17 min) vor Petra Krauß (ATN-Mineralöle Uhlmann, 46.51 min) und Sandra Mack (LT Wettringen, 47.46 min).

5 km Männer: Kai Hammer (TSV Dinkelsbühl, 18.13 min) vor Moritz Meyer (TuS Feuchtwangen, 19.13 min) und Andreas Schien (TSG Schwäbisch Hall, 19.57 min).

5 km Frauen: Ina Throm (Team Erdinger Alkoholfrei, 24.31 min) vor Sandra Schmidt (24.55 min) und Bianca Schütz (beide TuS Feuchtwangen, 26.34 min).

Ergebnisse: http://www.joergbehrendt.de/Downloads/e170319.pdf

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