Auch in diesem Jahr wurde am ersten Samstag im Oktober diese Veranstaltung ausgetragen und ich wollte bei der dritten Auflage so wie bei den ersten beiden unbedingt wieder dabei sein. In diesem Jahr musste ich dazu Urlaub nehmen. Es war auch schnell klar, dass ich wieder einen Doppelstart über die Kurzstrecke mit 2900 m und die Mittelstrecke mit 4800 m absolvieren werde. Die Startgebühr betrug für jeden lauf 8 €. Daneben gab es noch einige Nachwuchsläufe. Nach dem Wettkampf im Allgäu am letzten Sonntag lief es in dieser Woche endlich wieder ganz normal und die Formkurve zeigte wieder nach oben. Da war ich mal gespannt, was so geht.
Samstag, 7. Oktober 2023
3. Remsecker Waldlauf in Remseck-Hochdorf am 07.10.2023
Die Anreise erfolgte wie in den Vorjahren wieder mit Bahn und Bus. Ich fuhr zunächst mit der Bahn von Laupheim nach Stuttgart und hatte zum Glück trotz der Masse an Wasenbesuchern einen Sitzplatz bekommen. Danach mit der U-Bahn und dem Bus weiter. Dieser hielt nicht am Wilhelmplatz und ich stieg beim nächsten Halt "Wendeplatte" aus und stellte fest, dass es von dort eher sogar etwas näher war. Man musste sich nur am Wald orientieren und die Durchsagen waren auch schon zu hören. Ich holte meine Startnummern mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Ich konnte schnell erste Bekannte begrüßen und durch die Nachwuchsläufe war doch schon einiges los. War es 2021 recht warm und im letzten Jahr regnerisch, kühl und auf der Strecke matschig, gab es nun optimale Bedingungen. Es war bei 17° C bewölkt und die Strecke absolut trocken.
Ich machte mich nun ans Aufwärmen. Ein wenig verfolgte ich noch das Nachwuchsrennen über 2800 m. Ich lief die Runde, die mir inzwischen bestens bekannt ist, ab. So auch ein paar Eindrücke von der schönen Runde mit vielen Single-Trail-Abschnitten und auch einer Treppe. Es fühlte sich recht gut an. So langsam ist das Tief durch die für mich überraschend starke Erkältung nach dem Bodensee Marathon überwunden. Ich brachte es so auf 3 km und das sollte auch passen. Dabei traf ich unterwegs Lubica Semoda, die immer auf der Kurzstrecke am Start war und am Ende Markus Mayer vom Orga-Team.
Mein erster Start über die Kurzstrecke mit 2900 m erfolgte um 13:15 Uhr mit einer Verzögerung von 15 Minuten. Das war sicher nicht optimal, hatte ich mich ja auf den Punkt hin vorbereitet. Es war in diesem Jahr mein 66. Wettkampf. Bei so einer kurzen Strecke gibt es keine große Taktik, außer Vollgas. Ich startete natürlich ganz in kurz und mit den leichten Inov-8-Trailschuhen. Dann ging es los und anfangs einen breiten Forstweg immer leicht ansteigend. Da machten sie vorne gleich mächtig Tempo und ich merkte, dass es gerade bei so kurzen Läufen noch ganz schön hart sein wird. Nach rund 400 m dann links weg und auf einen Pfad. Dort zunächst erst mal wieder bergab und ich konnte es gut laufen lassen, hatte gleich zwei Läufer überholt. Es ging am Ziel vorbei über den Weg und den ersten Kilometer in 4.43 min. Nicht sonderlich gut, aber es passte noch. Dann ein Stück über einen gekiesten Forstweg, bevor es wieder über einen Pfad ging. In der Linkskurve diesmal keine Gefahr wegzurutschen und dann kurz steil runter und über eine Brücke. Danach folgten die Treppenstufen. Das ist immer wieder hart. Davor hatte ich noch zwei Läufer überholt und diese konnte ich am folgenden Anstieg doch distanzieren. Nun musste ich aber alleine laufen, nach vorne sah ich niemanden. Für den zweiten Kilometer benötigte ich dann doch 5.10 min/km. Es ging über eine Brücke und danach folgte der letzte Anstieg. Das doch stetige auf und ab machen die Strecke durchaus selektiv. Ich hatte hier drei vor mir und kam immer näher. Dann links weg und den Forstweg vom Anfang zum Ziel runter. Da ließ ich es nochmal laufen und kam noch näher ran. Allerdings hätte es angesichts des zweiten Starts keinen Sinn gemacht. So lief ich am Ende nach 14.38 min für die auf der Uhr dann doch fast genau 3 km ins Ziel. Es war hier dann doch die deutlich schwächste Zeit. Ich war dennoch zufrieden und die 42 Hm waren auch nicht ohne. Vor allem fühlte ich mich schnell wieder gut. Es reichte dennoch zum 15. Gesamtplatz unter 46 Teilnehmern und zu Platz 11 bei den Männern. In der AK konnte ich auf der Kurzstrecke zum dritten Mal in Folge gewinnen. Ich war aber auch prompt der zweitälteste im Feld.
Nach meinem ersten Wettkampf lockerte ich mich etwas und trank noch was. Ich musste noch die Startnummer für meinen 67. Wettkampf in diesem Jahr wechseln. Dann startete auch der Lauf über die Mittelstrecke mit 4800 m etwas später, nämlich um 14:05 Uhr anstatt 14:00 Uhr. Ich wusste nicht so richtig, wie ich das Rennen angehen sollte, nachdem ich beim ersten doch langsamer war als erhofft. So lief ich anfangs etwas verhaltener hoch. Auf dem Pfad ließ ich es aber laufen und machte auch ein paar Plätze gut. Der erste Kilometer war so mit 4.47 min kaum langsamer als beim ersten Start. Dann kam aber die Treppe und danach das Teilstück bergauf. Da musste ich dann doch etwas kämpfen. So den zweiten Kilometer auch nur in 5.22 min. Ich hatte wie zuvor keinen direkten Konkurrenten, was es nicht einfacher machte. Dann kam wieder der Forstweg und diesmal nicht links weg, sondern geradeaus und auf den Pfad. Ich hoffte, so knapp unter 26 Minuten zu bleiben. Das würde hart werden, denn zur Halbzeit hatte ich da nicht mehr viel Luft. Ich hatte mit die Zeiten aus den Vorjahren gar nicht mehr angesehen. Ansonsten hätte ich sicher mit einer langsameren Zeit gerechnet. Nun wieder den Pfad leicht bergab und dann am Ziel vorbei mit toller Anfeuerung. Auf dem Forstweg wurde ich von zwei Läufern überholt. Die Treppe passte ganz gut und danach kam ich schnell wieder in Schwung. Dennoch war es an den Anstiegen hart und ich wurde von einem Läufer überholt. Den vierten Kilometer in 5.15 min und da hätte ich eher mit mehr gerechnet. Ich fühlte mich so recht gut. Von hinten kam nun Bernd Walter heran, der auch morgen beim Berglauf in Geislingen am Start sein wird. Als es auf den Forstweg in Richtung Ziel ging, konnte ich es nochmals laufen lassen. Dennoch überholte mich Bernd rund 100 m vordem Ziel. Dabei schaffte ich auf den letzten 130 m (meine Uhr zeiget am Ende 5,13 km, meine alte hatte da aber zuletzt 4,86 km) eine Pace von 3.58 min/km und dabei nahm ich kurz vor dem Ziel sogar noch Tempo raus. Dies war angesichts des morgigen Berglaufs sicher vernünftig, aber so verspielte ich eine mögliche Streckenbestzeit. Denn mit 26.00 min war ich nur 5 Sekunden langsamer als 2021 und hatte zudem eine Zeit unter 26 Minuten hauchdünn verpasst. Ich war aber einige Sekunden schneller als letztes Jahr. Dies gibt doch Hoffnung. Die Ergebnisse mit den Urkunden gab es direkt nach dem Zieleinlauf im Netz. Es war der 40. Gesamtplatz von 99, was gar nicht schlecht war. Bei den Männern war es der 36. Platz. Nach Rang 3 und 1 nun aber nur der 8. Platz in der AK M55. Die war in diesem Jahr saustark besetzt. Nicht zuletzt durch Wolfgang Gauss, der Gesamtdritter wurde wurde und den ich nach Böblingen Ende Juli mal wieder traf.
Nach meinem zweiten Zieleinlauf lief ich noch einen Kilometer, um mich für Sonntag zu lockern. Da fühlte es sich gut an. Danach ging ich zum Verpflegungsstand und trank was und holte meinen Rucksack, den ich dort dankenswerterweise deponieren konnte. Die einen oder andere Unterhaltung war nun obligatorisch.
Die Siegerehrung fand dann ab ca. 15 Uhr ab. Da bekam ich eine Urkunde und eine schöne Holzmedaille. Es ist schön, dass auch die Altersklassen geehrt werden. Es war einfach wieder eine schöne familiäre und gut organisierte Veranstaltung. Die Rückfahrt zog sich dann doch etwas, da die Verbindung nicht so optimal war. Dafür passten die Anschlüsse, auch wenn es in Wendlingen eine Punktlandung war.
Insgesamt waren es 544 Teilnehmer, davon 99 über 4800 m, 46 über 2900 m, 284 in den Schüler- und Jugendläufen und 115 Bambini.
Ergebnisse: https://my.raceresult.com/246873/
Veranstalter: https://remsecker-waldlauf.de/
Die Strecke: (4800 m)
Montag, 2. Oktober 2023
46. Herbstlauf in Niederwangen am 01.10.2023
In diesem Jahr war es nun immerhin schon meine 6. Teilnahme. Nach den doch turbulenten beiden letzten Wochen seit dem Bodensee Marathon in Kressbronn wartete ich bis am Freitag ab mit der Anmeldung. Dann entschied ich mich dafür, im Gegensatz zu den bisherigen Teilnahmen anstatt über 5 km über 10,55 km zu starten. Die Teilnahmegebühr betrug bei beiden Läufen 12 €.
Bei der Verbindung dorthin ins württembergische Allgäu war es klar, dass ich mit dem Auto anfahren werde. Nach einem kleinen Stau bei der Auffahrt auf die Autobahn lief es recht entspannt und nach knapp unter einer Stunde hatte ich die gut 72 km hinter mir und parkte auf der Wiese am Ortsbeginn. Von dort sind es nur rund 200 m hoch ins Ort und vor der Halle gab es die Startnummern mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Die ersten Bekannten konnte ich auch schnell begrüßen. Es hatte diesmal einen strahlend blauen Himmel. wobei das Wetter dort bisher fast immer richtig gut war. Es waren gerade die Nachwuchsläufe im Gange.
Ich machte mich nun ans Aufwärmen. Nach dem Marathon in Kressbronn war ich erst mal außer Gefecht, wobei es ja schon zuvor anfing. So ging es mir seit Jahren nicht mehr und gleich sieben Tage nicht gelaufen. Letzte Woche Sonntag passte es dann ganz gut und am Montag ein wunderschöner Lauf im Allgäu. Es wurde in dieser Woche nach und nach besser und heute dann der dritte freie Tag und endlich fühlte ich mich nach langer Zeit richtig gut. Bei den 3 km Aufwärmen passte es dann auch. Ich hätte zur Not eine Ummeldung auf die kurze Distanz gemacht. Beim Aufwärmen traf ich dann noch auf Alois Wittmann und Heidi Abendschein.
Der Start zum Lauf über 5 km (eigentlich rund 5,3 km) erfolgte um 14:45 Uhr. Da war wieder ein starkes Feld zusammen gekommen und darunter auch einige gute Bekannte. Bei diesem Lauf war eine Runde zu absolvieren. Mein Ziel war es, so um die 52 Minuten zu laufen und damit im Schnitt noch knapp unter 5 Minuten zu bleiben. Dann erfolgte der Start und anfangs geht es ja kurz runter und da kommt man schnell in Schwung. Es geht dann aus Niederwangen raus. Ich kam gut ins Rennen. Als es auf dem Radweg leicht anstieg konnte ich das Tempo einigermaßen halten und hatte inzwischen ein paar Läufer überholt. Den ersten Kilometer absolvierte ich in 4.35 min und damit sogar etwas schneller als 2021 und damals auf der kurzen Strecke. Es ging durch einen Weiler und dann stieg es auf einem Feld- und später Waldweg immer leicht an. Dieser Abschnitt ist sicher der härteste. Im Wald dann zumindest etwas Schatten. Insgesamt ging es aber recht gut und als es dann rechts weg auf die Straße ging und runter konnte ich schnell beschleunigen und schaffte den zweiten Kilometer in 5.00 min und damit ein gutes Stück schneller als bei der letzten Teilnahme. Dies ließ doch hoffen. Nach einem kurzen Stück war aber der Schatten weg und nun ging es im freien Gelände weiter. Dabei kurz nochmals hoch und ein Stück durch Niederwangen. Dabei immer wieder auch Anfeuerung on Posten und ein paar Zuschauern. Ich benötigte für den dritten Kilometer 4.44 min. Es war alles im Soll. Kurz davor hatte mich noch einer überholt und es war einer aus meiner AK. Er forderte mich noch auf zum Mitlaufen, aber dies war an de Tag noch nicht drin. Als es nun wieder außerhalb tendenziell leicht bergab weiter ging wurde ich noch einmal von einem jüngeren Läufer überholt, aber das sollte es für längere Zeit dann sein. Als es rechts weg ging sah ich hinten noch zwei Teilnehmer der TSV Reute Runners, darunter Hubert Oberhofer. Ob ich die lange halten kann? Es ging nun etwas runter und den vierten Kilometer in 4.46 min. Ich war total zufrieden, aber so langsam wurde es dann doch hart. Es ging noch durch einen Weiler und danach rechts weg und einige Meter über eine Wiese. Das kostet nochmals Kraft, bevor es auf dem Verbindungsweg nach Niederwangen rein ging. Dort dann den fünften Kilometer in 4.50 min. Die Zeit von 23.55 min und damit ein Schnitt von 4.47 min war für mich nach den letzten beiden Wochen super. Noch ging es rund 250 m durch den Ort und auf Höhe der Kirche Getränke. Ich nahm einen Becher Wasser. Das war nötig. Nun ging es in die zweite Runde. Hätte ich an dem Tag die kurze Strecke absolviert, wäre ich wohl och unter der Zeit von 2021 geblieben. Die Uhr zeigte knapp 25 Minuten. Es ging kurz runter und dann wieder aus Niederwangen raus. Diesmal war es schon deshalb härter, weil ich alleine lief. Nach vorne war der Abstand viel zu groß und nach hinten konnte ich die geschätzt so ca. 70 m halten. Ich schaffte den sechsten Kilometer in 4.57 min zumindest noch unter 5 Minuten. Nun war aber der Anstieg was den nächsten Kilometer anbelangte länger als zuvor auf dem zweiten und immerhin 24 m. Dazu war es nun ganz schön warm und dann noch alleine. Ich kämpfte mich durch und konnte immerhin den Vorsprung halten. Allerdings benötigte ich für den siebten Kilometer gleich 5.24 min. Noch wenige Meter dann wieder auf der Straße und erstmals runter. Da konnte ich es sogar wieder recht gut laufen lassen. Allerdungs wurde ich auf dem kurzen Anstieg nach Niederwangen schnell ausgebremst. Mit der Zeit von 4.52 min war ich aber zufrieden. Es sah nun sehr gut aus. Das folgende Stück zog sich dann aber und ich wurde nun nach langer Zeit doch noch überholt. Dieser Läufer war aber deutlich jünger und vielleicht würde es noch auf das Podest reichen. Den neunten Kilometer dann in 5.00 min und danach erst mal wieder leicht bergab, durch den Weiler und wieder die ca. 70 m über die Wiese. Das war nun echt hart! Dann wieder auf Asphalt und nochmals leicht ansteigend. Da überholte mich noch ein älterer Läufer und ich heftete mich an ihn ran. So lief ich den zehnten Kilometer in 4.56 min. Die Uhr zeigte 49.11 min. Es ging noch rund 500 m durch den Ort und ich konnte die Pace nochmals steigern, kam im Endspurt aber nicht mehr ran. Nach 51.31 min war ich glücklich, aber auch recht geschafft, im Ziel. Das war schneller als erhofft, auch wenn die zweite Runde zur ersten doch deutlich abfiel. Aber insgesamt kann ich auf dieser Leistung aufbauen und ein gutes Comeback. Dazu immerhin noch Rang 41 von 84 Gesamt und vor allem Platz 3 in der AK M55 und damit hier immer auf dem Podest und ein dritter Rang fehlte noch.
Der Start zum Lauf über 10,55 km und damit zwei Runden erfolgte um 15:00 Uhr Es war in diesem Jahr mein 65. Wettkampf. Es hatte 22° C, wobei es sich deutlich wärmer anfühlte. Da kam eh nur ein Start ganz in kurz in Frage und ich entschied mich noch für die Mütze. Bei den Schuhen die Puma. Es waren am Ende immerhin 84 Teilnehmer, nachdem es am Ende der Voranmeldung am Freitag noch 74 waren. Ich stellte mich so ungefähr im ersten Drittel auf.
Nach meinem Zieleinlauf musste ich doch eine Weile durchatmen, fühlte mich dann aber doch recht gut. Es gab Äpfel, Bananen, Wasser und kalter Tee. Das tat gut. Nun folgten natürlich auch erste Analysen des Laufs mit den Mitstreitern. Danach folgte noch eine kleine Runde von 1,5 km Auslaufen.
Die Siegerehrung war auf 17 Uhr angesetzt und so manches Mal musste man doch warten. Als ich kurz nach 16:45 Uhr in die Halle kam, war schon die Ehrung über 5 km im Gange. In meiner AK, der M55, siegte erwartungsgemäß Edi Wucher vor Alois. Den dritten Platz hätte ich hier sicher gehabt. So musste ich aber noch warten, bis die lange Strecke geehrt wurde. Es ging aber recht flott und ich durfte noch ein Glas Honig entgegen nehmen. Es war auf jeden Fall wieder eine dieser kleinen Veranstaltungen, die so schön sind. Noch wichtiger war, dass ich mich richtig gut fühlte. Ich hoffe, dass es nun aufwärts geht. Die Rückfahrt war zum Glück auch völlig entspannt.
Ergebnisse: https://my.raceresult.com/255919/
Veranstalter: https://www.sg-niederwangen.de/
Die Strecke:
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