Donnerstag, 3. März 2022

Trailtraining Obermarchtal - übers Lauter- und Wolfstal auf den Hochberg am 01.03.2022

Nach fünf Wettkämpfen in den Tagen zuvor, war es mal wieder Zeit für einen entspannten Traillauf. Das Wetter spielte bei 6° C und nur wenigen Wolken und auch so gut wie kein Wind perfekt mit. Ich entschloss mich nach einigem überlegen wie an Dreikönig nach Obermarchtal zu fahren. Dort plante ich mir teils gut bekannte, aber auch neue Strecken oder auch mal einen Abschnitt in anderer Richtung. So gut 20 km und etwas 500 Hm sollten es auf jeden Fall werden. Nach nur 36 Minuten und knapp 39 km parkte ich in der Nähe der Klosteranlage.

Dann ging es los und zunächst erst mal in die schöne Klosteranlage. Dort kann man auch den Blick ins Donautal genießen und das letzte Ziel, der Hochberg, ist von dort auch zu sehen. Der Wanderweg aus dem Kloster runter zur Donau ist immer noch gesperrt und so ging es wieder zum Haupttor raus und im Ort runter. Es lief nach den letzten Tagen dann doch ganz gut. Es sollte aber auch ein lockerer Lauf werden. 

















An der Donau unten angekommen, ging es erst mal über ein paar Brücken und den schönen Blick auf den Fluss und vor allem auf das Koster musste ich erst mal genießen. 










Der weitere Weg führte erst mal an den Donauwiesen entlang in Richtung Rechtenstein.  Dort nun auch über die ersten Pfade und ein schöner Blick auf die ruhig dahinfließende Donau.













Rechtenstein ist mit nicht mal 300 Einwohnern eine kleine Gemeinde, aber auch ein richtig schönes Kleinod. Mir gefällt es außerordentlich gut, Vor allem der Blick von der Donau auf die Kirche und den Turm der ehemaligen Burg Rechtenstein ist herrlich. Dazu liegt mitten im Ort die Geisterhöhle, die aber leider immer noch geschlossen ist. Ich lief dann erstmals die Straße hoch zur Burg. Von dort hat man einen schönen Ausblick.


















Ich wollte nun auf dem schnellsten Weg ins Lautertal. Dafür nahm ich auch einen rund 3 km langen langweiligen Weg direkt nach Reichenstein in Kauf. Da ging es, zunächst gut ansteigend und dann leicht bergab, auf dem Rad-- und Verbindungsweg weiter. Den Hochberg ließ ich rechts liegen, der sollte am Ende folgen. In Reichenstein ging es am Turm der ehemaligen Burg vorbei auf einem Pfad ins Lautertal runter zur Laufenmühle. Den Turm, den man besteigen kann, ließ ich aus Zeitgründen links liegen. Den Pfad lief ich erstmals in diese Richtung.












Ursprünglich wollte ich ja direkt von Rechtenstein nach Unterwilzingen, aber nun lief ich das Lautertal aufwärts dorthin. Ein schöner Kiesweg mit Blick auf die Lauter. An einem Abschnitt lief ich aber dem Wanderweg Donau-Hochberg-Tour der Eiszeitpfade des Alb-Donau-Kreises folgend auf der anderen Seite der Lauter auf einem Pfad. Ein schöner Abschnitt und erstmals in der Richtung.





















Auf dem breiten Kiesweg ging es nun den restlichen Abschnitt weiter nach Unterwilzingen. Einfach schön dort an der Lauter entlang zu laufen.
























Von Unterwilzingen ging es zunächst links von der Lauter weiter. Danach wird die Seite gewechselt und ich folgte dem Burgfelsenpfad auf der rechten Lauterseite. Dort läuft man über Wiesenpfade und es ging in Richtung meines nächsten Ziels: der Ruine Wartstein. 
































Es folgte der bis dahin größte Anstieg hoch zur Ruine Wartstein am Gemsfeld vorbei auf einem schönen und steilen Pfad. Da geht es auch öfters mal über Felsstufen und am Ende ein schön zu laufender Pfad zur Ruine mit dem begehbaren Turm mit super Aussicht über das Lautertal. 


































Der Abstieg von der Ruine ist nicht ganz so einfach zu laufen und diesmal schaute ich mich auch mal im unteren Bereich um. Auch hier war meine Laufrichtung neu und teils ganz andere Perspektiven.


















Im weiteren Verlauf führte der Pfad wellig noch ca. 2 km weiter, wobei es insgesamt runter ging. Man erreicht über Felsenstufen runter die Ruine Monsberg, von der es aber nur noch Mauerreste gibt. Nach den bisherigen Läufen im Frühjahr und Sommer, sah ich diese nun aber deutlicher. Es ging noch an der Ruine St. Rupprecht vorbei, die man nur erahnen kann und dann wieder auf einem Pfad runter ins Lautertal. 




































Es ging jetzt noch ein Stück links von der Lauter entlang und dann über die kleine Brücke und bis Unterwilzingen auf dem vorherigen Weg und danach wieder auf der linken Seite ebenfalls so wie zuvor. Diesmal blieb ich auch auf der Seite. Auch in diese Richtung schön und durch die Sonne eher im Rücken nochmal anders anzusehen. 




















Es ging jetzt nach links weg auf einen Pfad und erst mal steil hoch in Richtung Wolfstal. Da ging es dann auf der anderen Seite ebenso steil runter und teils gar nicht so einfach zu laufen und zur Bärenhöhle. Von dort führt der Pfad noch knapp 100 m runter ins Wolfstal.





















Das Wolfstal ist wunderschön und dort war ich schön öfters, nicht zuletzt im Rahmen des Lauterlaufs, der normal Anfang Mai stattfindet. Nicht nur wegen den Felsformationen in dem engen Tal, sondern nun auch wegen der pünktlich wieder blühenden Märzenbecher. Es ging wieder ins Lautertal und dort über ein Brückchen, bevor der letzte große Anstieg wartete. 













Vom Lautertal geht es gut einen Kilometer erst über Pfade, anfangs sehr steil, und auch mal über Forstwege, zum Hochberg. Da hat der 20. Kilometer gleich 116 Hm und ich schaffte es nicht ganz unter 10 Minuten. Ich fühlte mich aber noch richtig gut. 














Mit dem Bismarckstein hatte ich den Hochberg erreicht und von dort ist die Aussicht einfach super. Man sieht auf das Kloster Obermarchtal und von dort weiter bis zum Bussen, dem "Heiligen Berg" Oberschwabens. Da musste ich noch eine Weile verbleiben und es war gerade die Sonne am untergehen und so würde es noch gut passen mit dem letzten Dämmerungslicht zurück zu sein. 









Es folgte der noch gut 3 km lange Rückweg nach Obermarchtal. Zunächst erst mal im Wechsel von Wiesen-, Feld- und Asphaltwegen runter und noch mal kurz durch den Wald, bevor man die Donauwiesen erreicht. An der Donau unterhalb des Klosters machte ich nochmal kurz Halt. Dann noch der letzte Anstieg hoch zum Kloster und Parkplatz. Es war eine wunderschöne Tour, bis auf wenige Abschnitte einfach zu laufen, aber dafür landschaftlich schön und kulturell interessant. Insgesamt 23,64 km mit 556 Hm und den Schnitt konnte ich zumindest noch unter 7 Minuten halten und war noch völlig entspannt. 




























Die Strecke:


Lauf weiter Karnevalslauf vom 26.02.2022 bis 28.02.2022

 Ein richtiger Faschingsfan bin ich ja nicht, aber so einen Lauf kann man schon mal mitnehmen. Er ging über drei Tage am letzten Faschingswochenende und endete am Rosenmontag. Wegen anderer Läufe hatte ich mich auch für diesen Tag entschieden. Es gab neben den Nachwuchswettbewerben mit einem 500 m Bambinilauf und Schülerläufen über 1,5 km und 2,5 km gleich vier Strecken für Lauf oder Walking über 5 km, 7,5 km, 10 km und 15 km. Da hatte ich mal wieder für die 7,5 km gemeldet. 

Ich fuhr zu meiner Strecke und da stad erst mal ein Aufwärmen von 2,5 km an. Nach bereits vier Wettkämpfen in den letzten vier Tagen war zu erwarten, dass ich nicht ganz so frisch sein werden. Ansonsten passte es wieder recht gut. Es wurde dann auch ein wenig zäh, aber eher durch den wieder mal herrlich frischen Wind auf der ersten Hälfte von vorne. Aber bei weitem nicht mehr so wie zuletzt und außerdem 6° C und Sonne. Das waren zumindest schöne Bedingungen. 



Es folgte nun mein 28. Wettkampf in diesem Jahr und alleine schon der 16. im Februar und dabei der fünfte in Folge. Da war die Erwartung nicht so hoch, auf jeden Fall ein Schnitt unter 5 Minuten und vielleicht sogar eine 36er-Zeit. Bei dem Wetter nicht nur unten kurz, sondern auch mit dem Langarm-Shirt und mal ohne Jacke. Dann lief  ich los und schnell war es nicht so wirklich. Ich kam recht langsam in Tritt. Da schien nun dich die Luft etwas raus zu sein. Es kam noch der hier herrschende, wenn auch nicht so starke, Gegenwind dazu. Der machte es zumindest nicht einfacher und mit 4.30 min ein langsamer Start, noch etwas langsamer als Samstag beim Halbmarathon. Es lief dann zumindest gefühlt recht gut, bis ich am Bahndamm ach links weg musste. Dann wurde ich von vorne wieder etwas ausgebremst und gerade die letzten Meter zur Wende leicht ansteigend waren sehr zäh. Danach den zweiten Kilometer mit 4.53 min. Da war ich mal gespannt, wie es weitergeht. Ich bog an der Rottum nach links Richtung Ochsenhausen ab und nach 2,5 km eine Zeit von 11.51 min. Also eine Zeit wohl auf jeden Fall über 36 Minuten, denn der erst Abschnitt ist in der Regel doch der schnellste. Es ist im weiteren Verlauf dort auch minimal ansteigend und dann noch die Baustelle, wo ich aber zum Glück ungehindert durchkam und an deren Beginn den dritten Kilometer in 4.56 min absolviert hatte. Zumindest im Vergleich zum vorherigen ging das noch.. Es folgte die zweite Wende und dann wieder zurück. Nach der Hälfte der Strecke zeigte die Uhr 17.59 min. Demnach wohl eher deutlich über 36 Minuten, denn zuletzt konnte ich mich auf der zweiten Hälfte nicht steigern.










Es ging auf die zweite Hälfte. Zumindest war ich so weit entspannt, dass ein paar Foto drin waren. Es ging nun an der Rottum abwärts. Den vierten Kilometer in 4.55 min und nun war ich gespannt, ob es etwas schneller geht. Es fühlte sich zumindest so langsam aber sicher lockerer an. Ein paar Enten brachten sich vorsichtshalber von der Strecke weg in Sicherheit. Es lief tatsächlich besser und nun links weg und zum Bahndamm, bevor es nach rechts Richtung Reinstetten ging. Da versuchte ich wieder mehr Tempo zu machen, versuchte nach 5 Kilometern noch unter 24 Minuten zu bleiben. Mit den 4.55 min schaffte ich da mit 23.59 min prompt eine Punktlandung. Da könnte ja noch eine Zeit unter 36 Minuten drin sein. Es hieß dran bleiben. So richtig viel Schwung kam nach den letzten Wettkämpfen zwar nicht rein, aber es lief besser. Ich konnte am Ende des sechsten Kilometer das Tempo doch nochmals steigern und diesmal halt auch nicht der starke Wind wie noch am Sonntag und dann gute 4.38 min. Da war ich zuletzt doch meist deutlich langsamer. Insgesamt jetzt eine Zeit von 28.37 min und plötzlich auf Kurs einer tiefen 35er-Zeit. Klar ist das keine super Zeit, aber ich muss ja die ganzen Umstände mit einbeziehen. Noch über die letzte kleine Rampe am Damm und dann hieß es das Tempo von zuletzt möglichst zu halten. So ganz klappte dies aber nicht. Immerhin am Ende aber auch den siebten Kilometer in 4.38 min. Noch 100 m und dann rechts weg und der Endspurt. Da wurde ich aber wieder ein klein wenig ausgebremst, schaffte aber eine recht ordentliche Pace von 4.31 min/km und lief zu einer Gesamtzeit von 35.29 min. Damit hatte ich anfangs nicht gerechnet und die zweite Hälfte mit 17.30 min deutlich schneller und den letzten Abschnitt in 11.30 min, was doch noch Potenzial erwarten lässt. 











Das Wetter war herrlich und ich lief auf der Strecke wieder die gut 4 km zurück. Es war zwar langsam, aber dafür ohne Probleme, fühlte sich gut an. 










Daheim gab es dann die Medaille und die Ergebnisse folgten am Dienstag. Da reichte es sogar zum Gesamtsieg, auch wenn das Feld mit 39 Startern doch etwas klein war. 




Die Strecke:


7,5 km Männer: Peter Steiner (albside Running, 35.29 min) vor Jörg Meißner (38.10 min) und Juri Kupke (FKGC Narrenschiff e.V., 40.11 min). 

Ergebnisse: https://my.raceresult.com/187743/

Veranstalter: https://lauf-weiter.de/