Heute fand in Bad Waldsee-Reute das Finale der Crosslaufserie Oberschwaben statt. Bisher lief es in diesem Jahr noch alles andere als gut, zumindest ab der zweiten Januarhälfte. Es begann schon mit der Zerrung in Vogt und dies sorgte beim letzten Lauf in Birkenhard dafür, dass ich den Hauptlauf nach nur einer Runde beendete und somit das zweite DNF nach Bad Waldsee im Vorjahr, wo es nun ausgerechnet nur eine Woche später weiterging. Dazu kam in der Woche noch eine Entzündung mit einem zum Glück sehr gut verlaufenen Zahnarzttermin am Freitag. So war ich heute wieder so richtig fit. Das zeigten auch die Werte auf der Uhr. Die Anfahrt ist zum Glück mit 32 km, für die ich nur 29 Minuten brauchte, eine kurze. Ich parkte im Bereich der Durlesbachhalle und konnte wie üblich schon hier erste Bekannte treffen. Danach ging es die gut 500 m zu Fuß zum Veranstaltungsgelände am Ortsrand. Dabei noch eine nette Unterhaltung mit einer älteren Dame mit Hund, die nach eigener Aussage früher auch viel gelaufen ist.

Der zweite Start der Kinderennen um 13:45 Uhr stand unmittelbar bevor und ich startete meine kleine Aufwärmrunde. Dabei nur ein Kilometer, aber über den Berg und ein doch relativ gutes Gefühl. Dazu noch die Erkenntnis, dass die Strecke recht gut zu laufen ist und ich erneut, wie bei den beiden letzten Läufen, mit den Trailschuhen antreten werde. Ich hatte zum Glück auch keinerlei Stress und die Startnummern kann man ja die Serie über behalten, was auch super ist. Nach ein paar kurzen Gesprächen ging es zum Start.




Der Start zum Jugendlauf der AK U18 und U20, sowie dem Jedermanncross über zwei Runden mit gut 3,3 km erfolgte um 14:00 Uhr. Es hatte 4° C, dabei zwar bewölkt, aber trocken und so gut wie ohne Wind. Das waren guten Bedingungen und ich lief mal wieder mit kurzer Hose, aber neben dem Trikot mit langem Funktionsshirt. Es war in diesem Jahr mein fünfter Wettkampf. Ich startete etwas verhalten, da ich nicht einschätzen konnte, wie es gehen wird. In der ersten Linkskurve gleich nach dem Start war Vorsicht angesagt das es dort schon jetzt sehr matschig war. Danach ging es recht schnell den Berg zum Wasserhochbehälter hinauf. Das war dann doch sehr zäh und dabei stand mir dies an dem Tag noch sechs mal bevor. Es gab aber auch hier wieder tolle Anfeuerung vom Streckenrand. Danach kam ich schnell wieder in Tritt und es ging auf der anderen Seite runter. Danach noch eine Linkskurve, in der es etwas matschig war, aber die Schuhe hatten auch an dem Tag einen super Gripp. Im weiteren Verlauf ging es auf einem Grasweg zum Feldweg runter. Dort links weg und ein gutes Stück auf diesem weiter. Nach links wieder auf die Wiese und zunächst ganz leicht ansteigend, bevor nach links weg ein kurzer Steilhang folgte. Danach rechts weg und wieder runter und in einer Schleife Richtung Ziel. Nach 9.09 min hatte ich die erste Runde geschafft. Es sollte an dem Tag die schnellste bleibe. Die gute Erkenntnis war schon mal, dass ich bis dahin schmerzfrei blieb. Das war in Birkenhard ganz anders. Als ich den Berg das zweite Mal hochlief, wurde ich von einer Dame überholt und ein weiterer Läufer kam näher. Ich lief aber mein Tempo und konnte oben wieder gut umschalten. Den verlorenen Platz holte ich wieder und en anderen Läufer konnte ich distanzieren. Ich kam dann bis zum Ziel sogar noch näher an ein Trio heran, konnte es aber um wenige Sekunden nicht mehr erreichen. Ich benötigte für diese Runde 9.28 min und insgesamt 18.37 min. Dies reichte für Rang 9 Gesamt, Platz 7 bei den Männern und Platz 2 in der AK M55. Die Ergebnisse mit dem Urkundendruck gab es wie üblich gleich nach dem Zieleinlauf. Die Gesamtränge 4, 5, 4 und nun 7 und in der AK Platz 3, 1, 1 und 2 ließen sich in der Serie dann doch sehen, wobei es auf der Kurzstrecke leider keine Serienwertung gibt.




Ich hatte nun gut 11 Minuten Zeit und somit auch keinen Stress, um mich für den zweiten Lauf vorzubereiten. Ich musste lediglich die Startnummer wechseln. Ich spürte am rechten Oberschenkel zum Glück nichts und die anderen Probleme eh nicht. Dennoch nah ich mir vor, den Lauf ganz verhalten anzugehen. Es war so nebenbei mein letzter in dieser AK bei der Serie, da im Dezember dann schon die Altersklassen des nächsten Jahres gelten werden. Ich wurde nach meinem Zieleinlauf übrigens noch ganz kurz vom Sprecher Ewald Fast interviewt.

Der Hauptlauf über 6 Runden und gut 8,3 km mit immerhin 115 Teilnehmern wurde um 14:30 Uhr gestartet. Es war mein 6. Wettkampf in diesem Jahr und zugleich der 3. Doppelstart. Ich sortierte mich fast am Ende des Feldes ein. Da ging es anfangs etwas zögerlich los und die erste Kurve nahm ich zudem vorsichtig. Danach zog sich das Feld schnell auseinander und die Strecke ist eh so, dass man gut überholen kann. So konnte ich dann schnell doch recht frei laufen. Die erste Runde schaffte ich in 9:56 min. Auf meiner Uhr allerdings 9.51 min und genau diese 5 Sekunden Differenz hatte ich auch am Ende. Ich hatte einen sehr guten Rhythmus gefunden. Der zweite Anstieg fiel aber doch schwer, wobei es ja eigentlich bereits mein vierter war. Danach passte es wieder und ich konnte recht gleichmäßig laufen und, da ich anfangs nicht so ein Gedränge hatte, in 9.52 min etwas schneller absolvieren. Ob ich es am Ende unter 50 Minuten schaffe? Da darf es keinen Hänger geben. Es ging wieder den Berg hoch. Da musste ich nochmals mehr kämpfen. Als ich oben war und um den Wasserhochbehälter gelaufen war, merkte ich den Berg runter kurz doch wieder etwas an der Rückseite des rechten Oberschenkels. Also lief ich wieder etwas verhaltener. Auf dem Rest der Runde wurde es zumindest nicht stärker. Nach diesmal 10..06 min hatte ich die dritte Runde absolviert. Als es zum zweitletzten Mal den Berg hoch ging, wurde ich von einer Gruppe überholt. Ich verlor dann aber gar nicht so viel. Vor allem war nun auch wieder das minimale Ziehen weg und es passte bergab auch alles. Die Strecke wurde im Verlauf des Rennens doch matschiger, war aber immer noch gut zu laufen. Dies galt ja vor allem für die erste Kurve und die nächsten Meter danach und für die letzten Meter runter auf den Feldweg. Auch der war etwa mehr aufgeweicht. Die Ärmel hatte ich inzwischen nach hinten gestreift. Ein paar Plätze hatte ich gutmachen können und alle die mich überholten, hatten mich zugleich überrundet. Es ging wieder auf die Wiese und dann zum vierten Mal in diesem Rennen durch das Ziel. Dabei erneut eine Zeit von 10.06 min. Also musste ich auf der letzten Runde knapp unter 10 Minuten bleiben. Als ich den Berg och lief, sah ich, dass von hinten keine Gefahr mehr herrschte überholt zu werden. Es war an dem Tag der langsamste Anstieg, aber nicht ganz unbewusst. Ich konnte oben doch gut umschalten und ließ es bergab bis zum Feldweg etwas laufen. Es passte auch und der Oberschenkel hielt nun super. Auf dem Feldweg kam ich immer näher an Stefan Tippelt heran. Als es auf die Wiese ging überholte ich ihn. Das war in Vogt in der letzten Runde auch so, aber da konterte er sofort. Diesmal war ich aber doch etwas besser drauf, da nun lediglich der Trainingsrückstand vorhanden war. Ich biss mich hoch und dann war ich doch recht gut weg und lief mit einer Rune von 9.58 min und nach 49.57 min ins Ziel. Eine Punktlandung, wobei ich auf der Uhr 49.52 min hatte. Das hätte schiefgehen können. Zielzeit erreicht und vor allem ohne Beschwerden durchgekommen. Da kam ich am Ende sogar etwas an Stefan Hohl heran, musste mich aber mit Rang 10 in der AK begnügen. Den belegte ich auch in der Serienwertung, für die ich mit diesem Lauf auch noch gewertet wurde. Nach zwei Becher warmem Tee trat ich die Rückfahrt an und hoffe nun, dass es endlich wieder aufwärts geht, zumal in vier Wochen der Neckarufer Marathon in Stuttgart ansteht.





Insgesamt waren es 196 Teilnehmer, davon 115 im Hauptlauf, 15 beim Jedermanncross, 12 beim Jugendlauf und 54 in den Kinderläufen.
Ergebnisse: https://my.raceresult.com/368787/results
Veranstalter: https://www.crosslaufserie-oberschwaben.de/
Die Strecke:
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