Heute ging es auf dem Neckarweg nach gut drei Wochen weiter. Ich hatte die Etappen 8 und 9 geplant. Da passte es perfekt, dass es mein zweiter freier Tag war und das Wetter mitspielte. Nachdem es vor 5 Tagen auf dem Albschäferweg einen Lauf überwiegend auf Eis und Schnee gab, sollte dies in der Gegend nicht so sein. Es ging diesmal auch recht früh los und mit dem Zug von Biberach nach Plochingen und dort vorsichtshalber einen früher nach Tübingen , als in der DB-App angezeigt. Man muss alles nehmen, was einen früher ans Zwischenziel bringt. So gab es in Tübingen eine etwas längere Wartezeit, aber sicher die Regionalbahn nach Horb bekommen und um 10:00 Uhr dort angekommen. Noch war es bei 1° C sehr frisch, dafür aber Sonne pur. Ich lief anfangs noch mit der leichten Jacke und die dünne, lange Hose behielt ich bis zum Ende bei. Während der folgenden Stadtrunde dann auch noch Handschuhe.
Mittwoch, 21. Januar 2026
Neckarweg Tel 4 - Horb am Neckar - Rottenburg am Neckar am 21.01.2026
Am Anfang wollte ich unbedingt noch einen kurzen Absteche in die Altstadt machen. Das waren nicht mal 500 m. Es ging über die Fußgängerbrücke und dann etliche Stufen hoch zur Stiftskirche Heilig Kreuz. Das bemalte Rathaus ist sehr sehenswert, aber auch andere Teile der Altstadt.
Auf dem Rückweg ging es über die Christopherusbrücke und nach einem guten Kilometer war ich am Ausgangspunkt. Der Umweg würde nicht so groß sein, da es vom Bahnhof bis hierher auch rund 400 m gewesen wären. Die weiße Beschilderung ist für mich immer noch etwas irritierend, aber hier ist man auch auf dem Gebiet des Schwarzwaldvereins. Die 8. Etappe führt zum Bahnhof Eyach und auf den gut 8 km fast ausschließlich auf asphaltierten Wegen. Da läuft man im Prinzip auf dem Neckartalradweg. Nach rund 2 km kam ich am Hofgut Egelstal mit dem ehemaligen Wasserschloss vorbei. Es war auf dieser Seite recht schattig und somit auch frostig. Am Beginn der Ortschaft Mühlen lag noch ein alter jüdischer Friedhof (laut Tafel bis 1934) am Wegesrand. Es ging nun auch mal im Wald weiter, aber auch meist auf Asphalt. Aus dem Wald raus dann die überwältigende Neckartalbrücke der Autobahn A81mit einer Höhe von 127 m. Hier auch mal angenehm warm durch die Sonne, bevor es schattig im Wald weiterging. Am Bahnhof Eyach ging es ein Stück auf der Straße entlang und dann hatte ich die erste Etappe des Tages hinter mich gebracht. Diese war dann doch eher eine Pflicht.
Die 9. Etappe führt auf knapp 18 km zum Bahnhof in Rottenburg am Neckar. Da setzte sich zunächst er asphaltierte Weg fort. Allerdings nun doch schon etwas mehr Steigungen. Es ging nach Börstingen und an der ehemaligen Lohmühle wurden nacheinander der Neckarkanal und der Neckar überquert. Dabei eröffneten sich schöne Blicke auf das nächste Ziel: das hoch oben thronende Schloss Weitenburg. Es ging zunächst noch durch den Ort und dabei zum Ortsende hin gut ansteigend. An der Stelle möchte ich gleich mal anmerken, dass die Strecke sehr gut markiert und ausgeschildert war. Es ging nach dem Ort über einen Wiesenpfad mit erneut schönem Blick auf den Ort und danach auf meist schmalen, manchmal auch etwas breiteren Pfaden, in einem Bogen steil nach oben zum Schloss. Dieses ist durchaus beeindruckend und beherbergt eine Gaststätte. Ich hatte nun schon gut 14 km hinter mir. Inzwischen ohne Handschuhe und ohne die leichte Jacke.
Nach dem Schloss ging es noch kurz hoch und am Parkplatz vorbei und dahinter auf einem Waldweg erst mal ein Stück bergab. Allerdings nicht so lange und es steig erneut an. Nachdem ich oben war, wurde der Weg immer schmaler und ging in einen Pfad über. Dieser führte nun steil nach unten und scharf links auf einen Forstweg. Hier konnte ich es mal wieder etwas laufen lassen. Nachdem anfangs noch den rechten Oberschenkel (wegen dem Crosslauf vom 11.01.) merkte, war es nun optimal. Nach links ging es auf einen Pfad und dieser führte aus dem Wald raus und ging in einen Wiesenpfad oberhalb von Bieringen über. Dieser war etwas rutschig, so wie es auf der ganzen Strecke immer wieder ein paar glatte Stellen gab.
In Bieringen ging es nur kur im Ort runter und über die Neckarbrücke. Da lag mit der Fluss wieder zu Füßen, dessen Verlauf ich noch auf einigen Läufen begleiten werde. Es ging kurz am Flüsschen Starzel entlang und dann links weg und am Bahnhof Bieringen vorbei. Den kannte ich von der Hinfahrt, wobei man von der Seite nicht zum Bahnsteig gelangt.. Da musste ich auch einen entgegenkommenden Zug fotografieren. Es ging ein Stück auf einem asphaltierten Weg weiter, bevor dann im Wald Forstwege folgten. Dabei immer wieder kleine Anstiege und ich merkte auf jeden Fall noch den Trainingsrückstad. Es ging auch mal am Waldrand entlang über einen Wiesenweg. Auch hier war es, trotz der nun 6° C recht frisch, da diese Seite im Schatten lag.
Es ging an eine Kreisstraße, an dieser kurz abwärts und danach rechts weg und auf Pfaden oberhalb von Bad Niedernau entlang. Das war erneut eine schöne Wegführung und diese Etappe war da deutlich interessanter als die vorherige. Der Pfad führte runter und es ging an den Ortsrand und dort rechts zum Kurpark. In diesem dann eine kleine Schleife und auf der anderen Seite in eine Wohnsiedlung hoch. Am Ende der Straße, an einer Wendeplatte, noch eine schöne Aussicht auf den kleinen Kurort und das Neckartal.
Es waren noch rund 5 km nach Rottenburg. Ich lag dabei optimal im Zeitplan. Es ging nun auf Forstwegen und Pfaden weiter und dabei eröffnete sich an einem Anstieg ein schöner Blick auf die Bischofsstadt Rottenburg und die Wurmlinger Kapelle in der Ferne. Der Pfad setzte sich fort und es ging dann ein Stück runter zu einem Kreuz mit dem Neckartalblick. Es waren noch rund 2 km und ich dachte, das war es nun mit Steigungen. Allerdings führte der Pfad zwar erst mal runter und über einen Holzsteg, dann aber auch nochmal gut nach oben. Aus dem Wald raus dann rechts hoch und über die Straße, an einer Schule vorbei und anschließend noch rund 500 m auf der Straße runter zum Bahnhof. Dort war ich nach 28,08 km mit 523 Hm und es war auf dem zweiten Abschnitt wieder ein wunderschöne Lauf auf diesem so interessanten und abwechslungsreichen Fernwanderweg.
Die Rückfahrt war dann leider etwas chaotisch und die Bahn konnte sich nicht gerade mit Ruhm bekleckern. Die Zeiten für den Umstieg waren an sich relativ großzügig für die kurzen Strecke. Ich schaffte in Rottenburg den ersten von zwei zur Auswahl stehenden Zügen. Dieser hatte aber doch ein paar Minuten Verspätung. In Tübingen am selben Bahnsteig, aber der MEX12 fuhr mir direkt vor der Nase weg. Der nächste Zug musste dann in Tübingen erst warten und nochmal vor Wendlingen. Ergebnis: bei der Einfahrt in Plochingen fuhr der RE5 gerade los. Also gleich wieder mit dem nächsten MEX12 zurück und in Wendlingen raus. Ab dort ging es dann über Ulm tatsächlich mal normal weiter. Am Bahnsteig in Tübingen gleich mal ein Ausblick auf die nächste Etappe. Dort werde ich nämlich vom Schloss Hohentübingen in die Stadt runter laufen.
Die Strecke:
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