Nach meinen Teilnahmen 2015 und 2016 hat es bis 2021 gedauert, bis es mit dem dritten Start und damals über 6,5 km klappte. Da wäre es nach vier Jahren absolut wieder an der Zeit gewesen, zumal die Veranstaltung immer super organisiert ist und ich von dem Verein viele kenne und regelmäßig treffe. In diesem Jahr hätte ich Spätdienst gehabt, aber der neue Trail-Wettkampf reizte mich und so nahm ich Urlaub, nachdem ich zum Glück noch einen Ersatz fand. So meldete ich für den 1. NetCom BW Limes Trailrun mit 30 km und gut 1000 Hm (zunächst war er noch mit 32 km angegeben). Daneben gab es wieder die üblichen Wettbewerbe über 23,5 km, 11 km, 6,5 km, 2 km Jugendlauf und Bambiniläufe. Die Anfahrt erfolgte in diesem Jahr mit dem ÖPNV und da hab ich ja am Donnerstag schon mal die Verbindung getestet, als ich zu einem langen Trainingslauf dorthin fuhr. Diesmal fuhr ich aber nach Ulm zum Schulzentrum Kuhberg, von wo es günstiger ist und dann mit dem Bus (Ersatz für die Straßenbahn, aber sehr pünktlich) zum Hauptbahnhof und dann mit der Bahn nach Aalen und pünktlich angekommen. Das war auch wichtig, da nu 6 Minuten später der Bus nach Essingen fuhr. So kam ich noch vor 10 Uhr sehr zeitig an.

Nach meiner Ankunft ging es die ca. 600 m von der Haltestelle zur Schönbrunnenhalle. Dort traf ich sehr schnell auf die ersten von am Ende sehr vielen Bekannten. Dabei waren gerade beim Trail die üblichen Verdächtigen am Start. Ich holte in der Halle die Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Dann hatte ich noch genügend Zeit mich etwas umzusehen und für das eine oder andere Gespräch. Die Schüler über 2 km starteten um 10:45 Uhr.
Es wurde so langsam Zeit in Richtung Start zu gehen. Natürlich erst noch ein paar Bilder. Erst am Donnerstag absolvierte ich von Essingen nach Schwäbisch Gmünd einen Trainingslauf mit 30,44 km. Die Waden zwickten dann heute Morgen doch noch etwas. Ich verzichtete auf ein Aufwärmen und lief nur etwas und lockerte meine Beine. Ich wollte die sicher nicht einfache Strecke möglichst unter 4 Stunden absolvieren. Ansonsten hatte ich kein Ziel, einfach gut durchkommen und möglichst auch genießen.






Der Start zum Limes Trailrun mit ca. 30 km und 1061 Hm erfolgte um 11:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 12. Wettkampf und dabei der erste Trail. Es hatte recht angenehme 8° C und es war stärker bewölkt, aber im Gegensatz zur Heimat trocken. So entschied ich mich ganz in kurz mit den Armlingen zu starten und natürlich die Inov-8-Tarilschuhe. Es gab außer einem Handy keine Pflichtausrüstung und so nahm ich auch nur einen Trinkbecher mit, da es an den Getränkestationen keinen gibt. Das Teilnehmerfeld war auf 150 limitiert und am Ende waren 100 am Start. Ich lief dann doch von recht weit vorne los und so konnte ich frei laufen. Es ging die ersten knapp über 2 km über Asphalt und den Abschnitt kannte ich von den früheren Teilnahmen. Es stieg schon leicht an und dennoch tiefe 5er-Zeiten. Ich kam gut ins Rennen und nun links weg kurz runter und dann rechts weg und auf einen Pfad. Dort war es leicht ansteigend schön zu laufen. Nach rechts dann aber auf dem vierten Kilometer mit 100 Hm steil nach oben. Es fühlte sich aber weiter gut an. Es ging links weg und nur noch leicht ansteigend und am Aussichtsturm Aalbäumle vorbei. Diesen Abschnitt kannte ich vom HW1, damals aber in der Gegenrichtung. Später sollte man erneut auf diesem Hauptwanderweg unterwegs sein. Nach dem Turm folgte der erste Downhill. Natürlich ging es schnell wieder hoch, aber auf einem gut zu laufenden Forstweg. Kaum etwas oben, dann aber wieder links weg und steil runter. Dabei erst auf Pfaden und über einen Wiesenweg, dann auf Asphalt. Ich konnte es schön laufen lassen. Auf dem Radweg nach Unterkochen war es dann aber doch etwas zäh, auch wenn es weiter rund lief. Nach ca. 12,5 km die erste von zwei Verpflegungsstationen und ich nahm von meinem Bekannten Davide Romano das Wasser entgegen.









Nach der Getränkestation ging es rechts weg gleich recht steil hoch. Davon zunächst auf der Straße aus Unterkochen raus und dann ging der asphaltierte Weg nach knapp 13 km in einen gekiesten über und später in einen Pfad. Da hatte der 14. Kilometer gleich einen Anstieg von 135 m. Es ging noch immer leicht bergauf, nun aber wieder auf einem Forstweg und nach der Hälfte der Distanz eine Zeit von 1:39.12 h. Ich lag super und war dann doch deutlich schneller angegangen als vorgehabt. Ob sich die 30 km vom Donnerstag noch melden werden? Die Kilometer 15 und 16 gingen mal tendenziell runter und och konnte es laufen lassen, wobei es der 16. Kilometer auf dem recht holprigen Weg, von dem ich Bilder machte, in sich hatte. Am Ende dann noch der Anstieg auf einem Forstweg und auf dem 17. Kilometer links weg, an einem Aussichtsfelsen vorbei und dann ein teils recht steiler und anspruchsvoller Downhill Am Ende über eine Wiese und wieder war man unten in Unterkochen, von wo es nach rechts sehr steil hoch ging. Der 18. Kilometer hatte mit gleich 166 m den größten Anstieg. Zur Belohnung ging es auf dem 19. Kilometer gleich wieder 150 m runter und ich war erstaunt, wie gut die Beine dies mitmachen. Die Strecke war insgesamt in einem sehr guten Zustand. Da wären die Trails in der Heimat doch recht matschig gewesen. Es folgte zur Abwechslung wieder ein kurzer Abschnitt auf Asphalt und nach ca. 19,5 km die zweie Getränkestation. Ich hatte übrigens nach ca. 14 km noch eine Salztablette genommen. Ansonsten sollte das mit dem Wasser passen, da dies beim Marathon vor vier Wochen schon super hingehauen hat.










Ich trank den Becher diesmal langsam aus und lief dabei gleich weiter. Auf einem Feldweg ging es durch das Tal in die andere Richtung und schon leicht ansteigend. Die Beine wurden etwas schwerer und es folgte der nächste relativ steile Pfad. Die Strecke auf jeden Fall sehr schön gewählt und auch gut markiert. Als es wieder flach war, konnte ich schnell Tritt fassen und nun lief man ein Stück mit den Läufern über 11 km. Das motivierte, da ich doch einige überholen konnte. Es ging dann anstatt auf dem Forstweg weiter ein Stück auf einem Pfad bis zum Downhill auf dem Forstweg der Strecken über 23,5 km und 11 km. Da ließ ich es laufen und auch unten auf dem Asphaltweg, wo man zu Beginn bereits lief und die Kilometer 23 und 24 in 5.00 min und 5.06 min und ich machte einige Plätze gut. Das Ziel bereits vor Augen ging es aber nochmal links weg und es folgte auf den nächsten beiden Kilometern ein Anstieg von gut 120 m durch den Wald auf einem Pfad. Es war dort schön, aber auch sehr hart. Dennoch konnte ich einen Läufer nach dem steilen Anstieg überholen und den hinter mir, der aufgekommen war, schnell distanzieren. Es lief nun schnell wieder rund und von dem Lauf am Donnerstag nichts zu spüren. Es ging nur noch runter. Dabei nach einem kurzen Stück Straße auf einem herrlich zu laufenden Pfad und dann über eine Wiese etwas steiler. Die Zeiten waren super und ich lief hinter einer Dame und kam einem Läufer immer näher. Nach hinten sah ich keinen Verfolger. Der 29. Kilometer zum Stadion mit 4.49 min dann sogar der schnellste. Es folgten noch 300 m auf der Bahn und das ist irgendwie immer zäh. Nach zuvor nie erwarteten 3:17.34 h war ich dann im Ziel (Netto 3:17.31 h). Das hätte ich zuvor nie für möglich gehalten. Es war Gesamt Rang 46 von 100 und Platz 38 von 73 Männern. In der AK M55 leider der undankbare, aber auch sehr gute, 4. Platz. Das hatte ich schon bei der Premiere des Ostalb Trails im Oktober in Schwäbisch Gmünd. Diesmal aber doch mit gleich rund 4 Minuten Rückstand.



Nach meinem Zieleinlauf fühlte ich mich erstaunlich gut. Die Waden fühlten sich sogar besser an als noch morgens. Nun folgte auch schnell ein reger Austausch mit den anderen Teilnehmern und die Strecke bekam gute Kritiken. In der Halle dann die Zielverpflegung und nun traf ich noch den einen oder anderen Teilnehmer der anderen Läufe. Ich war viel früher dran als erhofft und konnte so sogar noch einen Zug früher erwischen. Also kurz umziehen und zur Bushaltestelle Schloßpark. Der Bus kam mit größerer Verspätung, aber die Umstiegzeit war sehr großzügig und so ohne Stress in den Zug nach Ulm und viel entspannte zurück, als mit dem Auto. In Ulm fast pünktlich und gleich den nächsten Bus zum Kuhberg erwischt und am Ende sogar eine Minute früher dort. Das mit dem ÖPNV klappte heute super. Es ging noch den Rets mit dem Auto nach Hause und es war auf jeden Fall ein sehr empfehlenswerter Traillauf. Die Startgebühr von gestaffelt 42, 45 oder 49 € empfand ich aber schon an der oberen Grenze.







Insgesamt waren es 1057 Teilnehmer, davon 142 über 23,5 km, 100 beim Limes Trailrun über 30 km, 227 über 11 km, 128 über 6,5 km, 25 beim Walking über 6,5km, 153 über 2 km und 82 Bambini.
Die Strecke: