Freitag, 16. Januar 2026

Albschäfer Weg Teil 3 - Gerstetten - Steinheim am Albuch am 16.01.2026

Nach gut sechs Monaten ging es auf diesem Fernwanderweg im Landkreis Heidenheim weiter. Ich lief zuletzt an meinem Geburtstag und dabei am Ende noch das erste, kurze, Stück der 4. Etappe bis zum Wasserturm in Gerstetten, da von dort die Abreise perfekt war. An einem freien Tag perfektes Laufwetter und kein Termin, da stand schnell fest, dass ich einen langen Trainingslauf absolvieren werde. Ich plante die Etappen 4 und 5 bis Zang und damit rund 33 km. Das wäre wichtig als Vorbereitung für den Neckarufer Marathon in 6 Wochen. Die Anreise erfolgte natürlich wieder mit dem ÖPNV und dabei mit dem Bus nach Biberach und vor dort mit der Bahn nach Ulm. Dort stand bereits am selben Bahnsteig der RS5 bereit, mit dem es bis Heidenheim ging. Somit auch keine Wartezeit in der Kälte. Auf den Bus musste ich etwas länger warten, aber besser als eine am Ende zu knappe Umstiegzeit. Es ging dann nach Gerstetten zur Haltestelle Wasserturm. 


Der Albschäferweg begann direkt an der Haltestelle. Dort zog ich noch die leichte Jacke aus, da es in der Sonne trotz der nur 3° C recht warm war. Es hatte meist einen strahlend blauen Himmel und so gut wie kein Wind. Das waren perfekte Bedingungen und am Ende angenehme 7° C. Es ging kurz die Straße runter und dann rechts weg. Den nächsten Abzweig gleich darauf nach links verpasste ich. Ich hatte dort keine Markierung gesehen. Danach war die Strecke allerdings wieder perfekt markiert und ausgeschildert. So lief ich ein Stück weiter und erst dann links und merkte irgendwann wegen fehlender Markierungen und anhand der Karte, dass ich falsch war. Also zurück und auch hier schon viel Schnee und vor allem Eis auf der Strecke. Es ging durch eine Senke und hoch zum Waldfriedhof. Nach dem Friedhof in den Wald und bis auf ein kurzes Stück auf tollen Pfaden. Leider gab es einen gut 200 m langen Abschnitt mit relativ frisch gefällten Bäumen und alle paar Meter ein Hindernis. Das war sehr nervig und zeitraubend. Mit dem Umweg hatte ich so recht viel Zeit verloren. 







Aus dem Wald raus ging es über eine Wachholderheide und dort am Ende bergauf zum Wald. Auch hier war es überwiegend schneebedeckt. Es gab auch viele vereiste Stellen, durch das Tauwetter tagsüber und den Frost in der Nacht. Dann halt meist im etwas tieferen Schnee. Das kostete an dem Tag einiges an Kraft und zudem musste man immer sehr konzentriert laufen. Natürlich konnte ich dennoch die herrliche Landschaft genießen. Es ging im Wald am Grillplatz Drei-Wetter-Tannen vorbei und danach nochmals über mal breitere, mal schmalere Pfade. Es folgte mal ein längerer Abschnitt auf einem breiten Forstweg, der teils recht vereist war Von diesem nach links auf eine recht holprige Waldfuhre und auf einem Pfad aus dem Wald raus. 








Ich war nun auf der Albhochfläche außerhalb des Waldes und lief dort auf dien kleinen Weiler Küpfendorf zu. Dabei auch mal Markierungen auf dem Feldweg. Es ging vor dem Ort nach links und am Ortsrand entlang. Am Ende der Siedlung führte der Weg wieder in den Wald und dort auf Pfaden meist etwas abwärts wieder aus dem Wald. Im letzten Abschnitt relativ viel Schnee und nur Tierspuren. 





Ich hatte das Stubental im Steinheimer Becken erreicht. Es ging zur Abwechslung mal einige hundert Meter auf Asphalt weiter. Ansonsten war ich wieder überrascht, wie naturnah die Streckenführung war. Am Ortsrand von Sontheim im Stubental ging es auf den Burgstall hoch. Dort oben stand einst eine Burg in einer herausragenden Lage in dem Meteorkraterbecken. Es ist aber so gut wie nichts mehr davon übrig. Ich sah den Burgstall schon so oft auf der Fahrt zum Steinheimer Geologenlauf und nun sollte es endlich dort hoch gehen. Anfangs war der Pfad noch schneefrei, doch dann zum Teil pures Eis. Da musste ich genau schauen, wie der weitere Verlauf ist und wo man neben dem eigentlichen Weg am besten durchkommt. Dafür wurde die Mühe oben belohnt. Die Ausblicke ins Steinheimer Becken und ins Stubental bis Heidenheim waren einfach fantastisch. Meine Hoffnung für den Downhill wurde dann auch bestätigt. An der sonnenzugewandten Seite war nur an einem kurzen, zum Glück flachen, Abschnitt Schnee und Eis. Dennoch hatte ich viel Zeit verloren. 














Nachdem ich wieder unten war, ging es auf Wiesenwegen weiterund dann mal rund 100 m Asphalt. Diesen kurzen Abschnitt und später nochmals rund 150 m waren die einzigen Passagen die ich schon kannte. Dort verläuft der Geologenlauf, aber in anderer Richtung. Von dem asphaltierten Weg ging es rechts weg und über die nächste Wachholderheide stieg es leicht zum Krillwäldchen. Dabei immer wieder eine tolle Aussicht auf Steinheim und ins Stubental. Nach dem kleinen Waldstück ging es über Schnee weiter und dann einige Treppenstufen runter zum Lerzgraben. Dort nach links und ein gutes Stück weiter nach rechts und ein Sträßchen runter. 









Es musste die Straße überquert werden und auf der anderen Seite ging es zur Siedlung Ziegelhütte hoch und nach rechts weg zwischen den Häusern durch. Am Ende dann links weg und auf einen Pfad. Dieser stieg immer mehr an und am Ende sehr steil zum Wald hoch. Dort war es zum Glück schnee- und eisfrei. Ansonsten wäre der Anstieg echt über geworden. Im Wald ging es ein Stück weiter und danach war die Schäfhalde mit seinem Segelflugplatz erreicht. Am Waldrand auf einem teils sehr vereisten Pfad ging es weiter zur Waldgaststätte Heiderose und von dort auf einer Zufahrtsstraße zum Parkplatz. 








Nach dem Parkplatz ging es über die Schäfhalde und rechts weg auf die Wachholderheide. Am Rand des Steinheimer Beckens dann wieder eine herrliche Aussicht. Der folgende Downhill war da nicht so herrlich. Es hatte nur wenige Reste von Schnee, was aber nachteilig war. Es ging recht steil runter und der Untergrund war recht rutschig. Da musste ich einiges an Tempo rausnehmen. Als ich unten war, erreichte ich eine Kreuzung und nach rechts wären es noch 300 m zum Schafhof Steinheim gewesen, dem eigentlichen Ziel der Etappe. Ich hatte aber wegen der bereits verstrichenen Zeit schon eine Weile entschieden, den Lauf dort abzubrechen. Es war bis dahin eine wunderschöne Strecke und dieser Fernwanderweg hat mich auch auf meiner 3. Etappe erneut sehr positiv überrascht. Natürlich wäre das Wental mit seinen Felsen ein Reiz gewesen, aber ich hatte auch so tolle Eindrücke und dann halt das nächste Mal. 





Es waren nun noch rund 2 km ins Zentrum von Steinheim und dort zur Bushaltestelle Brünnele und ich hatte 19,53 km mit 351 Hm absolviert.  Dort musste ich knapp 20 Minuten warten und dann brachte mich der Bus in wenigen Minuten zum Bahnhof in Heidenheim. Dort hatte ich bei der Ankunft in der Wartehalle noch 15 Minuten Zeit und konnte mich umziehen. Der RS5 erreichte Ulm absolut pünktlich, was auf dieser Strecke nicht unbedingt üblich ist. Da der RE5 ein paar Minuten Verspätung hatte, erreichte ich sogar noch diesen und sparte nochmals rund 20 Minuten. Der Bus war dann sogar mal eine Minute früher in Ochsenhausen und die gesamte Zeit von 2.18 h ließ sich sehen. So passte an dem Tag nach dem holprigen Start des Laufs doch so ziemlich alles. 




Die Strecke: