Samstag, 29. März 2025

13. Essinger Panoramaläufe in Essingen am 29.03.2025 (1. NetCom BW Limes Trailrun)

Nach meinen Teilnahmen 2015 und 2016 hat es bis 2021 gedauert, bis es mit dem dritten Start und damals über 6,5 km klappte. Da wäre es nach vier Jahren absolut wieder an der Zeit gewesen, zumal die Veranstaltung immer super organisiert ist und ich von dem Verein viele kenne und regelmäßig treffe. In diesem Jahr hätte ich Spätdienst gehabt, aber der neue Trail-Wettkampf reizte mich und so nahm ich Urlaub, nachdem ich zum Glück noch einen Ersatz fand. So meldete ich für den 1. NetCom BW Limes Trailrun mit 30 km und gut 1000 Hm (zunächst war er noch mit 32 km angegeben). Daneben gab es wieder die üblichen Wettbewerbe über 23,5 km, 11 km, 6,5 km, 2 km Jugendlauf und Bambiniläufe. Die Anfahrt erfolgte in diesem Jahr mit dem ÖPNV und da hab ich ja am Donnerstag schon mal die Verbindung getestet, als ich zu einem langen Trainingslauf dorthin fuhr. Diesmal fuhr ich aber nach Ulm zum Schulzentrum Kuhberg, von wo es günstiger ist und dann mit dem Bus (Ersatz für die Straßenbahn, aber sehr pünktlich) zum Hauptbahnhof und dann mit der Bahn nach Aalen und pünktlich angekommen. Das war auch wichtig, da nu 6 Minuten später der Bus nach Essingen fuhr. So kam ich noch vor 10 Uhr sehr zeitig an. 


Nach meiner Ankunft ging es die ca. 600 m von der Haltestelle zur Schönbrunnenhalle. Dort traf ich sehr schnell auf die ersten von am Ende sehr vielen Bekannten. Dabei waren gerade beim Trail die üblichen Verdächtigen am Start. Ich holte in der Halle die Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite. Dann hatte ich noch genügend Zeit mich etwas umzusehen und für das eine oder andere Gespräch. Die Schüler über 2 km starteten um 10:45 Uhr. 











Es wurde so langsam Zeit in Richtung Start zu gehen. Natürlich erst noch ein paar Bilder. Erst am Donnerstag absolvierte ich von Essingen nach Schwäbisch Gmünd einen Trainingslauf mit 30,44 km. Die Waden zwickten dann heute Morgen doch noch etwas. Ich verzichtete auf ein Aufwärmen und lief nur etwas und lockerte meine Beine. Ich wollte die sicher nicht einfache Strecke möglichst unter 4 Stunden absolvieren. Ansonsten hatte ich kein Ziel, einfach gut durchkommen und möglichst auch genießen. 







Der Start zum Limes Trailrun mit ca. 30 km und 1061 Hm erfolgte um 11:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 12. Wettkampf und dabei der erste Trail. Es hatte recht angenehme 8° C und es war stärker bewölkt, aber im Gegensatz zur Heimat trocken. So entschied ich mich ganz in kurz mit den Armlingen zu starten und natürlich die Inov-8-Tarilschuhe. Es gab außer einem Handy keine Pflichtausrüstung und so nahm ich auch nur einen Trinkbecher mit, da es an den Getränkestationen keinen gibt. Das Teilnehmerfeld war auf 150 limitiert und am Ende waren 100 am Start. Ich lief dann doch von recht weit vorne los und so konnte ich frei laufen. Es ging die ersten knapp über 2 km über Asphalt und den Abschnitt kannte ich von den früheren Teilnahmen. Es stieg schon leicht an und dennoch tiefe 5er-Zeiten. Ich kam gut ins Rennen und nun links weg kurz runter und dann rechts weg und auf einen Pfad. Dort war es leicht ansteigend schön zu laufen. Nach rechts dann aber auf dem vierten Kilometer mit 100 Hm steil nach oben. Es fühlte sich aber weiter gut an. Es ging links weg und nur noch leicht ansteigend und am Aussichtsturm Aalbäumle vorbei. Diesen Abschnitt kannte ich vom HW1, damals aber in der Gegenrichtung. Später sollte man erneut auf diesem Hauptwanderweg unterwegs sein. Nach dem Turm folgte der erste Downhill. Natürlich ging es schnell wieder hoch, aber auf einem gut zu laufenden Forstweg. Kaum etwas oben, dann aber wieder links weg und steil runter. Dabei erst auf Pfaden und über einen Wiesenweg, dann auf Asphalt. Ich konnte es schön laufen lassen. Auf dem Radweg nach Unterkochen war es dann aber doch etwas zäh, auch wenn es weiter rund lief. Nach ca. 12,5 km die erste von zwei Verpflegungsstationen und ich nahm von meinem Bekannten Davide Romano das Wasser entgegen. 










Nach der Getränkestation ging es rechts weg gleich recht steil hoch. Davon zunächst auf der Straße aus Unterkochen raus und dann ging der asphaltierte Weg nach knapp 13 km in einen gekiesten über und später in einen Pfad. Da hatte der 14. Kilometer gleich einen Anstieg von 135 m. Es ging noch immer leicht bergauf, nun aber wieder auf einem Forstweg und nach der Hälfte der Distanz eine Zeit von 1:39.12 h. Ich lag super und war dann doch deutlich schneller angegangen als vorgehabt. Ob sich die 30 km vom Donnerstag noch melden werden? Die Kilometer 15 und 16 gingen mal tendenziell runter und och konnte es laufen lassen, wobei es der 16. Kilometer auf dem recht holprigen Weg, von dem ich Bilder machte, in sich hatte. Am Ende dann noch der Anstieg auf einem Forstweg und auf dem 17. Kilometer links weg, an einem Aussichtsfelsen vorbei und dann ein teils recht steiler und anspruchsvoller Downhill Am Ende über eine Wiese und wieder war man unten in Unterkochen, von wo es nach rechts sehr steil hoch ging. Der 18. Kilometer hatte mit gleich 166 m den größten Anstieg. Zur Belohnung ging es auf dem 19. Kilometer gleich wieder 150 m runter und ich war erstaunt, wie gut die Beine dies mitmachen. Die Strecke war insgesamt in einem sehr guten Zustand. Da wären die Trails in der Heimat doch recht matschig gewesen. Es folgte zur Abwechslung wieder ein kurzer Abschnitt auf Asphalt und nach ca. 19,5 km die zweie Getränkestation. Ich hatte übrigens nach ca. 14 km noch eine Salztablette genommen. Ansonsten sollte das mit dem Wasser passen, da dies beim Marathon vor vier Wochen schon super hingehauen hat. 











Ich trank den Becher diesmal langsam aus und lief dabei gleich weiter. Auf einem Feldweg ging es durch das Tal in die andere Richtung und schon leicht ansteigend. Die Beine wurden etwas schwerer und es folgte der nächste relativ steile Pfad. Die Strecke auf jeden Fall sehr schön gewählt und auch gut markiert. Als es wieder flach war, konnte ich schnell Tritt fassen und nun lief man ein Stück mit den Läufern über 11 km. Das motivierte, da ich doch einige überholen konnte. Es ging dann anstatt auf dem Forstweg weiter ein Stück auf einem Pfad bis zum Downhill auf dem Forstweg der Strecken über 23,5 km und 11 km. Da ließ ich es laufen und auch unten auf dem Asphaltweg, wo man zu Beginn bereits lief und die Kilometer 23 und 24 in 5.00 min und 5.06 min und ich machte einige Plätze gut. Das Ziel bereits vor Augen ging es aber nochmal links weg und es folgte auf den nächsten beiden Kilometern ein Anstieg von gut 120 m durch den Wald auf einem Pfad. Es war dort schön, aber auch sehr hart. Dennoch konnte ich einen Läufer nach dem steilen Anstieg überholen und den hinter mir, der aufgekommen war, schnell distanzieren. Es lief nun schnell wieder rund und von dem Lauf am Donnerstag nichts zu spüren. Es ging nur noch runter. Dabei nach einem kurzen Stück Straße auf einem herrlich zu laufenden Pfad und dann über eine Wiese etwas steiler. Die Zeiten waren super und ich lief hinter einer Dame und kam einem Läufer immer näher. Nach hinten sah ich keinen Verfolger. Der 29. Kilometer zum Stadion mit 4.49 min dann sogar der schnellste. Es folgten noch 300 m auf der Bahn und das ist irgendwie immer zäh. Nach zuvor nie erwarteten 3:17.34 h war ich dann im Ziel (Netto 3:17.31 h). Das hätte ich zuvor nie für möglich gehalten. Es war Gesamt Rang 46 von 100 und Platz 38 von 73 Männern. In der AK M55 leider der undankbare, aber auch sehr gute, 4. Platz. Das hatte ich schon bei der Premiere des Ostalb Trails im Oktober in Schwäbisch Gmünd. Diesmal aber doch mit gleich rund 4 Minuten Rückstand. 




Nach meinem Zieleinlauf fühlte ich mich erstaunlich gut. Die Waden fühlten sich sogar besser an als noch morgens. Nun folgte auch schnell ein reger Austausch mit den anderen Teilnehmern und die Strecke bekam gute Kritiken. In der Halle dann die Zielverpflegung und nun traf ich noch den einen oder anderen Teilnehmer der anderen Läufe. Ich war viel früher dran als erhofft und konnte so sogar noch einen Zug früher erwischen. Also kurz umziehen und zur Bushaltestelle Schloßpark. Der Bus kam mit größerer Verspätung, aber die Umstiegzeit war sehr großzügig und so ohne Stress in den Zug nach Ulm und viel entspannte zurück, als mit dem Auto. In Ulm fast pünktlich und gleich den nächsten Bus zum Kuhberg erwischt und am Ende sogar eine Minute früher dort. Das mit dem ÖPNV klappte heute super. Es ging noch den Rets mit dem Auto nach Hause und es war auf jeden Fall ein sehr empfehlenswerter Traillauf. Die Startgebühr von gestaffelt 42, 45 oder 49 € empfand ich aber schon an der oberen Grenze. 








Insgesamt waren es 1057 Teilnehmer, davon 142 über 23,5 km, 100 beim Limes Trailrun über 30 km, 227 über 11 km, 128 über 6,5 km, 25 beim Walking über 6,5km, 153 über 2 km und 82 Bambini. 



Die Strecke:

Freitag, 28. März 2025

RemstalWeg Teil 6 - Essingen - Schwäbisch Gmünd am 27.03.2025

Ich wollte diesen Monat unbedingt noch einen längeren Trail-Trainingslauf absolvieren. Allerdings war da die Möglichkeit stark eingeschränkt. Freitag wäre vom Wetter her perfekt gewesen, aber da ich am Samstag den Trail-Wettkampf habe alles andere als optimal. Danach Sonntag Früh- und Nachtdienst und Montag den Tag nach dem Nachtdienst. Da blieb der Donnerstag und zwei Tage vor dem Wettkampf sollte es noch passen. Nach knapp fünf Wochen wollte ich auf dem RemstalWeg weiterlaufen und dies war auch gleich mal gut, um die Verbindung nach Essingen für Samstag zu testen. Nach kurzen Läufen mit Hera am Montag und Dienstag machte ich am Mittwoch eine Pause. Das Wetter war eklig und ich fühlte mich nach dem Nachtdienst auch nicht sonderlich gut. Das war gestern schon anders und ich konnte mir etwas Zeit lassen und erst kurz nach9 Uhr losfahren. Es ging von Laupheim nach Ulm und von dort mit dem RE50 nach Aalen. Nach einem kurzen Aufenthalt dann mit dem Bus zur Haltestelle Schloßpark nach Essingen. Es hatte 7° C und war bewölkt, aber zumindest sollte es trocken bleiben. 


Es ging zunächst direkt von der Haltestelle in den Schloßpark und dort runter. Dann kam ein Wegweiser, der aber nach Mögglingen n die andere Richtung zeigte. Da ich beim letzten Mal nicht direkt auf der Route zur Haltestelle lief, war ich mir nicht scher, ob es so passt. Also wieder zurück und geschaut, ob ich eine Markierung übersehen hatte. Dies war nicht so und die Schilder schlichtweg falsch herum montiert. Dies ist für nicht ortskundige extrem ärgerlich. Danach ging es runter zur dort jungen Rems und ab hier war dann der Weg bis zum Ende sehr gut markiert. Der Abschnitt von am Ende gut 7 km bis Mögglingen vor dem Bahnhof, wo sich das Ziel der 6. Etappe befindet, war wenig spektakulär und fast nur auf Asphalt. 



Die siebte Etappe führt auf 21,5 km von Mögglingen nach Schwäbisch Gmünd. Da stieg es aus dem Ort raus erst mal ordentlich an. Es wurde etwas flacher und der Weg führte auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg weiter und zurück ein schöner Blick ins Remstal. Es kam mit einem kurzen Abstecher von insgesamt rund 300 m der Aussichtsturm am Grubenholz. Der Holzturm ist 10 m hoch und entstand 2009 im Rahmen der Remstalgartenschau. Die Aussicht ist schön, aber nicht so spektakulär. Es ging danach noch ein Stück auf dem Wirtschaftsweg weiter am Waldrand entlang. 






Nachdem es links weg ging und über einen kleinen Parkplatz, folgte nach genau 10 km scharf links der Abzweig auf einen Pfad. Nun lief ich auf dem Limesweg und auf einem Teil des HW6, dem Limeswanderweg. Es ging gut 1 1/2 km auf einem wirklich schönen Pfad weiter. Im Nachhinein so ziemlich der schönste Abschnitt des Tages. Vor allem anfangs lief es richtig super, da war es aber auch vom Weg her einfach. Nun wurde es schon mit dem Anstieg zu Beginn der Etappe etwas langsamer. 




Im weiteren Verlauf ging es wellig weiter und dabei ein Wechsel von Asphalt und gekiesten Feldwegen. Es ging über Felder und in den kleinen Ort Schönhardt. Nach dem Ort kurz etwas steiler runter und dann zum Waldrand. Dort wurde die Strecke aus Sicherheitsgründen verlegt und es ging nicht rechts weg auf den Pfad durch das Lohbachtal. Das war schade. Also zunächst am Waldrand weiter und dann ein steiler Anstieg und kurz auf einem Forstweg durch den Wald hoch. 




Aus dem Wald raus war schnell der markante Wasserturm von Iggingen zu sehen und war eine gute Orientierung, da die Strecke am Turm vorbei führte. Es steig zum Turm nochmals etwas an. Hier führte der Weg wieder überwiegend über Asphalt, wie meistens auf dem an diesem Tag gelaufenen Abschnitt des RemstalWeges. So ging es auch weiter bis zum Wasserturm von Lindach und danach zog der Weg links durch den Ort. Dies war dann doch etwas zäh. 




Am Ortsrand von Lindach ging es nach links und endlich mal ein Pfad und angenehmer Untergrund. Man sah durch die Bäume ins Tal und dort ging es rechts weg auch runter. Dabei kurz über Stufen und dann auf einem schmalen Weg steil runter. Anschließend noch leicht bergab an vielen Kleingärten vorbei. Es ging dann unten kurz auf dem Gehweg an einer Straße entlang. 



Nach wenigen Metern ging es wieder rechts über die Straße und in den Wald. Es folgte der längste Abschnitt durch Wald. Allerdings anfangs auch der steilste Anstieg. Das war nun nach bereits absolvierten gut 26 km hart. Weiter dann auf schönen Forstwegen und unterhalb von Mutlangen entlang. Da musste ich an die vielen Einsätze dort in den 80er Jahren denken, als gegen die Stationierung der Pershing-Raketen der US-Armee demonstriert wurde. Es ging rechts weg auf einer Straße nochmals steil hoch und dann kurz über offenes Gelände wieder in den Wald. Dort ging es links weg auf einem schönen Pfad steil runter. Es war nochmals ein toller Abschnitt, aber auch Konzentration erforderlich, das es etwas rutschig war. 




Aus dem Wald raus war ich in Schwäbisch Gmünd und am Etappenziel. Nun ging es links weg und gut 1 km entlang der Bahngleise zum Bahnhof. Der war so nicht zu verfehlen. Ich schaffte es tatsächlich gerade noch zum Bus nach Göppingen. Am Ende waren die Kilometerangaben zum Bahnhof etwas irritierend, am Ende aber doch rund 2 km weniger und mit dem Wanderführer übereinstimmend. Das war auch gut so, denn die beiden folgenden Züge hatte enorme Verspätungen. Nach 30,44 km mit 346 Hm war ich am Busbahnhof. Ich hatte unterwegs auf Verpflegung verzichtet und der Test passte, wobei es gegen Ende schon eng wurde. Insgesamt verkraftete ich den Lauf sehr gut. Ansonsten ist dieser Abschnitt dann doch eher Pflicht und nicht so spektakulär. Da freue ich mich auf den nächsten nach Lorch. Der Bus kam in Göppingen mit etwas Verspätung an, ich schaffte aber den MX16 nach Ulm, da dieser Verspätung hatte. So musste ich nicht 45 Minuten warten. In Ulm dann pünktlich und auch planmäßig weg. Allerdings musste der Zug in Erbach 13 Minuten warten, weil er wegen Baumaßnahmen in Laupheim das selbe Gleis wie der RE5 nutzen musste. Toll, da hätte ich in Göppingen warten können und wäre sogar 10 Minuten früher angekommen. Muss man manchmal nicht verstehen. 


Die Strecke: