Sonntag, 25. Oktober 2026

36. Alb Marathon in Schwäbisch Gmünd am 24.10.2026

Diese Veranstaltung gehört in aller Regel zum festen Bestandteil meines jährlichen Laufkalenders. So hatte ich in diesem Jahr mal wieder den Spätdienst Urlaub genommen, um teilnehmen zu können. So war es mein vierter freier Tag, was natürlich schon mal optimale Voraussetzungen waren. Ich hatte nach 2022 und 2025 zum dritten Mal über die 50 km gemeldet. Letztes Jahr war ich dann im Vorfeld leider nicht fit und bin nach 25 km ausgestiegen. Diese Möglichkeit gab es in diesem Jahr nicht, da der Rechberglauf am Rechberg gestartet wurde. Die Startgebühr betrug 75 €, zuvor waren es noch 65 €, aber ich musste abwarten, ob es mit dem Urlaub klappt und wie fit ich bis dahin bin. Es gab ach wieder die 25 km, 10 km und 5 km. Der Trail über 37 km stand zum dritten Mal auf dem Programm und war 2024 ein tolles Erlebnis. Neu in diesem Jahr war ein Trail mit 60 km und über 2000 Hm. Die Anfahrt erfolgte wieder mit dem ÖPNV und dabei mit dem RE5 von Biberach nach Göppingen. Dort hatte ich die Möglichkeit mit dem Bus nach Lorch und dann mit dem MEX13 nach Schwäbisch Gmünd oder mit dem Bus direkt nach Schwäbisch Gmünd. Ich nahm wieder die Variante über Lorch. Dort pünktlich angekommen verspätete sich der Zug. Die 10 Minuten waren aber noch drin, wobei ich dann gleich den direkten Bus hätte nehmen können. Immerhin hatte ich noch knapp 50 Minuten bis zum Start. 

Es ging nun zu Fuß die wenigen Hundert Meter vom Bahnhof zur Großsporthalle, wo die Veranstaltung seit einigen Jahren stattfindet. Dort konnte ich schnell recht viele Bekannte begrüßen. In diesem Jahr fand ja der Start über 25 km nicht gemeinsam mit dem über 50 km statt und die Trailläufe starten in Heubach-Lautern bzw. Essingen. Da war viel weniger los als in den Jahren zuvor und direkt meine Startnummer mit dem Transponder für die Zeitnahme auf der Rückseite bekommen. Danach richtete ich mich gleich und gab meinen Rucksack ab. Es folgte eine kurze Aktivierung von nicht ganz einem Kilometer und es schien alles zu passen. Nach den zuletzt vielen Wettkämpfen, vor allem den beiden längeren am vergangenen Wochenende, ließ ich es diese Woche ruhig angehen. Ich wollte den Lauf nach Möglichkeit knapp unter 6 Stunden absolvieren, mehr hatte ich mir gar nicht vorgenommen. Ich konnte die letzten beiden Monate zum Glück wieder gut trainieren und die beiden Marathonläufe zeigten auch, dass die Form für lange Strecken passt. 






Der Start zum Lauf über 50 km mit ca. 1200 Hm startete gemeinsam mit der Staffel über die selbe Distanz um 10:00 Uhr. Es war in diesem Jahr mein 34. Wettkampf und dabei der 5. Ultra / Marathon und dabei der dritte innerhalb von 5 Wochen bzw. 6 Wochenenden. Es hatte frische 7° C und dazu ein eisiger und böiger Wind und dadurch gefühlte 2° C. Ich startete dennoch ganz in kurz, aber mit Funktions-Shirt unter dem Trikot und Stirnband. Ich ging davon aus, dass es eh noch etwas wärmer wird und letzten Sonntag passte das auch. Bei den Schuhen durften die letzten Sonntag beim Halbmarathon eingelaufenen Asics ran. Dann ging es los und mit den weniger Teilnehmern war der Start deutlich entspannter. Es ging zunächst auf der Straße aus Gmünd hinaus. Dort dann auf einem geteerten Radweg an der Rems entlang weiter und dieser ging auf einen gekiesten Feldweg über und führte in den Wald. Da war zunächst das Anfangstempo noch recht hoch, vielleicht auch etwas zu hoch, auch wenn ich nicht ganz so schnell wie im Vorjahr startete. Da wusste ich aber, dass nach 25 km Schluss ist. Nach links ging es nun im Wald erstmal hoch. Nun wenigstens ohne den üblen Gegenwind. Ich lief zurückhaltend und hatte so zumindest ein gutes Gefühl. Dann führte der 5. Kilometer im Wald wieder runter und ich konnte es schön laufen lassen. Nach links weg ging es über die Straße und gleich wieder in den Wald. Es folgte ein längerer Abschnitt durch ein Tal, anfangs noch auf Forstwegen und dann auf einer schmalen Straße. Da stieg es immer mehr an. Es lief bei mir recht rund. So langsam war es nur noch leicht bewölkt und ich machte auch mal ein erstes Foto. Es ging hoch zum Wäscherhof und dort stand unterhalb das Wäscherschloss. Vielleicht wissen viele gar nicht, welche historische Bedeutung dieses hat: es ist der Stammsitz der Staufer. Durch den Ort gab es etwas Anfeuerung und dann ging es auf die Hochebene. Dort wurde es richtig übel, denn der Wind kam voll durch und das meist auch noch von vorne. Das nächste wichtige Zwischenziel, den Hohenstaufen, sah man schon. Es ging dort etwas wellig weiter und auf dem 14. Kilometer dann wieder etwas runter. Dort kam auch die erste Verpflegungsstation und ich trank ein paar Schluck Wasser. 











Nach links weg folgte nun ein längerer Anstieg. Da war es nach rechts zum Tel wenigstens durch Bäume abgedeckt und der Wind kam nicht immer durch. Es ging an der Spielburg vorbei und dann links weg. Ich wartete auf den Wiesenpfad, den es sonst recht steil hoch ging und wo es letztes Jahr so matschig war. an lief aber auf einem Sträßchen am Fuße des Hohenstaufen entlang. Immerhin so eine tolle Aussicht, u .. a. auch auf das Wäscherschloss. Ich war aber etwas irritiert. Die Strecke war allerdings überall durch Pfeile und Schilder sehr gut markiert. Es ging in Richtung Jugendherberge Hohenstaufen und dort kamen welche von oben. Also doch nach rechts und hoch zum Hohenstaufen. Das war anfangs richtig steil. Im Wald stieg es dann moderater an und es war dort auch wieder angenehmer. Am Ende dann der recht steile Anstieg zum Hohenstaufen, der Stammburg der Staufer bzw. dem was davon noch übrig war. Die Aussicht lohnt auf jeden Fall immer. Es waren aber rund 1,6 km mehr als sonst. Da war ich auf die weitere Streckenführung gespannt. 









Es ging auf dem selben Weg wieder runter und dann am Abzweig links weg und durch den Wald weiter. Es folgte nach rechts der steile Downhill auf dem asphaltierten Weg Richtung Aasrücken. Da merkte ich die Oberschenkel ganz schön. Die Feuerwehr verhalf über die Straße und die vielen Helfer kann man an dem Tag gar nicht genug loben. Die mussten bei doch recht widrigen Verhältnissen aushalten. Es gab nach gut 21 km nochmal eine Verpflegung und da nahm ich einen Becher Iso. Es ging nun auf dem Aasrücken weiter. Der Weg ist asphaltiert und es kommt dann am Ende noch ein guter Anstieg. Danach auf einem Feldweg in den Wald und auf einem Forstweg wellig weiter. Aus dem Wald raus sieht man schon das nächste Ziel: den Rechberg. Da ist es noch ein gutes Stück auf einem Sträßchen. Das zieht sich etwas und ich hatte nun zur Halbzeit bereits schwere Beine. Man erreichte den Ortsrand von Rechberg und ein paar Kinder feuerten toll an. Nach links begann aus dem Ort raus der Anstieg. Es ging in den Wald und dort auf einem Pfad recht steil, teils über Stufen, zur Brücke der Burg Rechberg. Dort dann nach links und ein steiles Sträßchen hoch. Da kam dann sogar die Sonne raus. Ein Stück wurde ich von einem Mitarbeiter von Datasport begleitet, der meinte, dass er bei der Kälte etwas die Beine vertreten muss. Beim Laufen bzw. Gehen den Berg hoch wurde es mir nun aber wieder ganz schön warm. Nach 26,7 km war ich oben und diesmal dort kein Ziel, sondern nur die dritte Verpflegungsstation. Ich nahm diesmal Cola, denn bei den Temperaturen hab ich mit Wasser ein Problem und so viel muss ich da nicht trinken, dann lieber ein kleiner Energieschub. 







Es folgte hinter der Kirche auf dem asphaltierten Pfad der steile Downhill. Das geht ganz schön in die Beine. Danach ging es ein gutes Stück durch Rechberg. Da merkte ich ein Ziehen im linken Oberschenkel. Das waren nach nun erst 28 km keine guten Zeichen. Nach dem Ort dann links auf Asphalt über die Felder und leicht ansteigend Richtung Stuifen, dem dritten der Kaiserberge. Ich meine, dass der Verlauf dort ein anderer war. Es ging oberhalb von Wißgoldingen nach rechts auf einen Pfad und nach 29,7 km auf der Uhr stand dort auf einem Schild, dass es noch 20 km sind. Das sollte am Ende sogar passen. Der Pfad ist herrlich mit ein paar Wurzeln und Gras. Ich hatte da schon eine Weile eine nette Begleitung. Nach links stieg der Pfad dann steil zum Stuifen hoch an. Noch kurz vor dem Gipfel ging es nach links und ein Forstweg führte leicht ansteigend auf die andere Seite des Berges und zum Gipfelkreuz, das gar nicht auf dem Gipfel steht. Noch kurz zwei Fotos und dann ging es auf einem Forstweg wieder steil runter. Das war nicht so optimal. 








Nach links ging es nun von Wißgoldingen weg und den nächsten Abschnitt kannte ich auch von den dort ausgetragenen Stuifenläufen. Auf einem Feldweg ging es etwas wellig weiter und dann rechts runter und dort kam nach ca. 33 km die vierte Verpflegungsstation und ich trank zwei Becher mit Cola. Dann ging es auf einem Sträßchen weiter. Da stieg es etwas an. Ich kam wieder besser ins Rennen . Hier zog es nun die Wolken zusammen und prompt kam auch leichter Regen dazu. Da gab es heute vom Wetter fast alles. Nach rechts ging es längere Zeit wieder recht steil runter. Das war auf Asphalt wieder etwas unangenehm. Danach links weg und der nächste ordentliche Anstieg durch ein kurzes Waldstück zum Skilift. Am Lift dann links weg und über einen Wiesenweg nochmals ordentlich hoch. Oben angekommen nach links und auf dem Sträßchen von zuvor weiter und etwas runter in Richtung der Verpflegungsstation, wo nach 37 km diese Schleife beendet war. Es war wieder ganz schön kalt geworden. Ich nahm nochmals einen Becher Cola und dann ging es rechts weg in den Wald und anfangs noch gehend. Im Wald ein schöner Forstweg und tendenziell leicht ansteigend. Ich konnte zwei Läufer einholen, darunter mein vorheriger Begleiter. Es ging nun zu dritt weiter. Am Ende des Waldes spürte ich wieder mehr Kraft und konnte etwas schneller laufen. Es ging nach rechts weg und einen Wiesenpfad runter. Die Schuhe machten sich auch hier gut. Nach rechts wieder in en Wald und noch immer leicht absteigend. Dann, nach einem kurzen flachen Stück, links weg steil auf einem Forstweg runter. Da waren auch Waldarbeiten im Gange und es war etwas holprig. Auf den Kilometern 40 und 41 ging es immerhin Netto über 170 m runter. Das mögen die Beine nach so einer Distanz. Nach links dann eine Schleife zu einem Hof und dort auch Alpakas. Die beiden vorherigen Begleiter hatten mich wieder eingeholt. Es ging auf einem Feldweg leicht ansteigend weiter und ein weitere schöner Abschnitt unterhalb des Rechbergs. Es gab nach gut 41 km noch eine Verpflegung, die nicht in der Ausschreibung stand, die es dort aber auch bei meiner letzten Teilnahme gab. Ich nahm dankend nochmals eine Cola. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich zu wenig Energie hatte. Am Morgen im Zug lediglich zwei Brote mit Käse, aber am Freitag ein leckeres, leichtes Mittagessen und abends noch zwei Portionen Spaghetti. Das schien zu passen. Nach 20 und nach 35 km nahm ich noch jeweils eine Salztablette. Am Ende der Marathondistanz noch ein letzter Anstieg. 






Es ging nun nach Straßdorf und ein Stück durch den Ort. Am Ende noch eine letzte Verpflegung. Auf den letzten 7 km lief es dann richtig rund. Ich hatte die das Gefühl, dass es zu einem Krapf kommen könnte. Es gab auch keine Momente, wie bei anderen ähnlich langen Läufen, wo ich mal Gehen musste. Ich konnte es auf der als Radweg asphaltierten ehemaligen Bahntrasse ganz gut und vor allem sehr gleichmäßig laufen lassen. Noch einmal genoss ich die Aussicht auf Gmünd und dann ging es rechts über eine Brücke und runter in die Stadt und dort auf dem ersten Kilometer des Hinwegs zurück, aber mit einer Variante links an den Sportplätzen vorbei. Es lief noch immer rund und dann sogar ein guter Endspurt. Am Ende war ich nach 6:02.12 h im Ziel. Die Distanz war mit 49,74 km noch etwas kürzer als 2022. Die Höhenmeter kamen mit 1214 gut hin, was den landschaftlich schönen Lauf schon zu einer Herausforderung macht. Ich wurde in der Gesamtwertung 65. von 101, wobei 93 das Rennen beendet hatten und bei den Männern 55. von 78 bzw. insgesamt 82 die am Start waren. Da waren doch weniger am Start als früher. In der AK M55 rechte es noch zu Rang 8. Entscheidend an dem Tag war aber, dass ich es geschafft habe. Die Ergebnisse mit Urkundendruck gab es übrigens gleich wieder online. 


Nach dem Zieleinlauf gab es wieder eine schöne hölzerne Medaille und ich konnte wieder ein paar Bekannte begrüßen und trank noch kur was bei der Zielverpflegung. Dann schnell in die warme Halle. Dort erstmal umziehen und noch ein paar Gespräche. Es war so langsam Zeit, zum Aufbruch Richtung Bahnhof. Dann wurde es abenteuerlich und wenn man auf die Bahn angewiesen ist, kann der härteste Teil des Tages noch folgen. Zunächst war die kurze Verspätung nach Aalen noch von Vorteil, hatte ich so mehr Zeit. Dann wurde es so knapp, dass dort der Umstieg gefährdet war. Also in Richtung Lorch und etwas später heim. Da hatte der MEX13 eine erhebliche Verspätung und in Lorch noch knapp 2 Minuten auf den Bus von Gleis 2. Das wäre eng gewesen, also einfach weiter nach Stuttgart und dort ja den selben Zug wie in Göppingen. Dann in Schorndorf die Überraschung: wegen der großen Verspätung fährt der Zug nicht bis Stuttgart. Also raus und nach 15 Minuten den nächsten. Der hatte aber auch so viel Verspätung, dass es nicht für den Umstieg reicht. Nächste Alternative war ein Umstieg in Bad Cannstatt und dort mit dem dann auch verspäteten MEX16 nach Wendlingen. Dieser kam aber noch rechtzeitig an und ich saß im RE200 nach Ulm und wartete und wartete und wartete auf die Abfahrt. Technische Probleme an der Lok sorgten für 25 Minuten Verspätung und in Ulm nur noch knapp 3 Minuten für den Umstieg. Da merkte ich die Treppen runter und rauf, dass ich schon wieder recht gut erholt war. Davor auch nie den Anflug eines Krampfes. Der RE3 kam dann zur Feier des Tages eine Minute früher in Biberach an, aber ich viel später als erhofft. Es war dennoch ein schöner Tag. 








Insgesamt waren es 1007 Teilnehmer, davon 98 beim Trail über 60 km, 101 über 50 km, 188 beim Trail über 37 km, 260 über 25 km, 240 über 10 km, 96 über 5 km und 24 beim Walking über 10 km. Dazu kamen noch 34 Staffeln über 50 km. 

Ergebnisse: https://www.datasport.de/anmeldeservice/albmarathon2026/ergebnisse

Veranstalter: https://www.albmarathon.de/

Die Strecke: