Freitag, 21. Juni 2013

33. Fürstenwaldlauf in Ochsenhausen am 21.06.2013

Dieser Lauf war heute einfach ein Pflichttermin, beträgt doch die Anfahrt nur 7 km und außerdem ist es eine sehr schöne Laufstrecke. Ich hatte mir gar nicht viel vorgenommen, da ich nach dem Nachtdienst gerade mal 3 Stunden Schlaf hatte und mich zudem für den LBS Halbmarathon am Sonntag in Stuttgart schonen wollte. Die Temperaturen waren mit 21° erträglicher als in den letzten Tagen, auch wenn es recht schwül war. Vom VfB war diesmal ein größeres Team von 9 Teilnehmern am Start. Letztes Jahr waren es gerade mal 6 und davon blieben nur Jusra, Steffen und ich übrig. Immerhin also noch 6 Debütanten, was den Fürstenwaldlauf anbelangt. Als erste hatten Florian Lendler und Ricardo Rodia ihren Start der Klasse MKU10 über 800 m. Sie belegten unter 28 Teilnehmern die Plätze 12 und 26, wobei Florian mit 3.23 min eine beachtliche Zeit lief. Als nächstes war im Lauf WKU12 über 800 m Jusra am Start. Sie konnte in einer Zeit von 3.56 min immerhin erstmals unter 4 min laufen. Das versprochene RINO-Eis tat da wohl ein übriges dazu. Sie belegte damit Platz 13. Im Lauf der MKU12 war der Verein dann gleich 5 mal vertreten. Dabei konnte Maximilian Walter in einer sehr starken Zeit von 3.06 min mit Platz 3 einen Podestplatz erobern und seinen Sieg von Kellmünz eindrucksvoll bestätigen. Lukas Winter wurde in 3.13 min guter 7. unter 27 Teilnehmern. Jakob Rau, Marius Lendler und Steffen Eckstein komplettierten mit den Rängen 11, 15 und 22 das gute Abschneiden. Auf diesem Leistungen lässt sich sicherlich aufbauen.

Das VfB-Team beim Fürstenwaldlauf 2013.

Start zum Lauf der Klasse MKU10 über 800 m.

Jusra vor ihrem Start neben der späteren Siegerin Sandra Beckmann vom LT Schwendi.

Jusra bei ihrem Zieleinlauf.

Startfeld beim Lauf der Klasse MKU12 mit gleich 5 Teilnehmern des VfB.

Jusra präsentiert stolz ihre Urkunde mit der neuen Bestzeit.

Siegerehrung der Klasse MKU12 mit Maximilian Walter als Drittem.

 
Jusra hatte eigentlich mit ihrer Bestzeit schon eine Vorgabe gemacht. Ich wollte aber eigentlich ganz locker laufen, doch geht das? Nachdem es nur 51 Voranmeldungen gab, kam doch noch ein stattliches Teilnehmerfeld von 129 Läufern zustande. Der erste Kilometer führte ja erst mal aus dem Stadion über eine Wiese auf die Fürstenwaldallee. Nach dem ersten Kilometer eine Zeit von 4.13 min. Da bin ich mal deutlich langsamer angelaufen, hatte aber noch guten Kontakt zur erweiterten Spitze. Als ich die nächsten beiden Kilometer, nun im etwas schattigeren und angenehmeren Wald, jeweils in 4.16 min lief und nach drei Kilometer eine Zeit von 12.45 min hatte, merkte ich, dass es heute recht gut ging. Die aufkommenden Wolken sorgten so langsam für bestes Laufwetter. Auf dem vierten Kilometer ging es ein Stück bergauf, aber dennoch 4.20 min und damit 17.05 min. Das ließ sich sehen, ich wollte aber nicht so schnell laufen. Eine Vierergruppe hatte mich kurz zuvor überholt, aber mit etwas Abstand konnte ich ihr folgen. Nach dem 5. Kilometer dann eine Durchgangszeit von 21.41 min. Da war ich nun mit 4.36 min aber langsam. Dies war mir aber egal, zumal ich nicht abreißen lassen musste. Dann kam von hinten der Mittelbiberach-Express mit Gerhard Hipp und Marcel Buda. Diesmal viel früher als in Schemmerhofen. Ich hielt aber dagegen und machte nun auf dem leicht abschüssigen Abschnitt gut Tempo. Den sechsten Kilometer lief ich in 4.12 min und den folgenden siebten in 4.21 min. Nun stand die Uhr bei 30.14 min. Ich merkte, da war noch was drin. Im letzten Jahr lief ich die zweite Hälfte immerhin in 21.00 min. Einen Rekord hielt ich aber nicht für möglich, weil ich dazu eine Zeit von 20.41 min gebraucht hätte. Nach dem achten Kilometer lag ich bei 34.20 min und ich wollte nun doch mehr. Egal was am Sonntag passiert, ich versuchte nun Rekord zu laufen. Diese Gelegenheit muss man einfach nutzen. Die Mittelbiberacher waren inzwischen vorbeigezogen, aber ich hielt Kontakt. Die letzten beiden Kilometer lief ich doch tatsächlich unter 8 min. Wichtig war auch, dass meine Verletzung endgültig keine Probleme mehr bereitet. Auf der Bahn zog sich die dreiviertel Runde aber doch hin. Ich hatte den Blick immer auf die Uhr gerichtet und war mir immer sicherer: Es reicht. Dann im Ziel in 42.17 min und damit 6 Sekunden schneller als in Öpfingen. Das war Rekord und egal, dass die Strecke minimal kürzer als 10 km ist. Nun bin ich gespannt, was in Stuttgart noch geht, aber egal, denn heute war es auf alle Fälle eines der schönsten Rennen. Dies galt sowohl für die Strecke, als auch für meine Verfassung. Das Wetter hielt und es gab noch einen regen Austausch mit den vielen Bekannten die ich heute traf.

Ergebnisse: https://www.anmeldungs-service.de/fuerstenwaldlauf2013/ergebnisse

Ganz entspannt vor dem Lauf.

Starterfeld zum Hauptlauf über 10 km.

Beim Verlassen des Stadions.

 
Da fand sich gegen Ende des Rennens eine gute Gruppe, das half.

Auf den letzten Metern vor dem Stadion und dem Rekord.

Die Kinder hatten genug Möglichkeiten sich auch nach den Läufen auszutoben.

Claus Baumann führte in gewohnter Manier durch die Siegerehrung.

Die Erstplatzierten der Klasse M35 mit den beiden schnellsten des Tages, Michael Kurray und Rainer Aumann.

Samstag, 15. Juni 2013

30. Lautertallauf in Blaustein-Herrlingen am 15.06.2013

Nach der Veranstaltung im letzten Jahr war dieses Jahr die Vorfreude schon richtig groß. Dann kam aber der Rempler in Schemmerhofen und in der Folge war es am Donnerstag so, dass die Wunde noch entzündet wurde. Schmerzen schon beim Stehen. Ich hatte schon befürchtet, dass es mit dem Start heute nicht klappt. Allzu viele Erwartungen hatte ich sowieso nicht, da ich diese Woche so gut wie gar nicht trainieren konnte. Nach einer Spezialbehandlung (natürlich ohne Medikamente) war ich heute Morgen wieder so fit, dass ich wenigstens sicher war starten zu können. Zuerst aber noch um 5 Uhr raus zum Frühdienst, was auch nicht optimal war. Das Wetter war fast wie im vergangenen Jahr mit Sonne und ca. 24 °C. Immerhin nicht wieder über 30, aber man ist diese Temperaturen dieses Jahr irgendwie nicht so richtig gewöhnt. Es war schön schon in der Halle und auf dem Weg zum Start-/Zielbereich wieder viele Bekannte zu treffen. Beim Warmlaufen schmerzte die Wunde aber doch und ich stellte an mich keine allzu großen Erwartungen, was die Zeit betrifft. Nach dem Anlegen eines Verbandes waren die Schmerzen aber fast weg. Ich stand in der ersten Startreihe. Eigentlich nur kurz für ein Foto. Da der Foto aber leider streikte, war keine Zeit mehr da zurück zu gehen. Egal, ich wollte sowieso schnell starten, denn langsam würde ich heute eh schnell werden. Es ging los und immerhin konnte ich mal so knapp 200 m das Feld anführen. Dann kamen aber die ersten. Nach dem ersten Kilometer eine Zeit von 3:58 min und nach dem zweiten von 8.22 min. Am wichtigstens war aber, dass die Verletzung nicht schmerzte. Der dritte Kilometer war mit 4.34 min der langsamste, aber schneller als letztes Jahr und danach wurde ich so gut wie nicht mehr überholt, sondern konnte dann immer wieder selber zum Überholen ansetzen. Die Strecke ist wirklich schön mit überwiegend Waldwegen, die zwar nicht unbedingt so schnell zu laufen sind, aber auf das kommt es ja nicht immer an und alle haben schließlich die selben Bedingungen. Zur Halbzeit dann eine Durchgangszeit von 21.55 min und damit gleich 1.05 min schneller als im letzten Jahr. Ich wusste auch, dass man noch Reserven braucht. Der Rückweg geht zwar tendenziell leicht bergab, ist aber alles andere als leicht. Als erste kam mir nach der Wende Sabine Österle entgegen. Ich wagte vor dem Lauf die Prognose, dass sie Gesamtsiegerin wird, was dann auch eintreffen sollte. Noch einmal bei km 6 ein paar Schluck Wasser und dass war auf dem folgenden Asphaltabschnitt die Sonne weg. Das war gut. Kurz vor Kilometer 7 ging es wieder auf den Waldweg. Die Durchgangszeit war 30.41 min. Ich fühlte mich noch relativ fit, allerdings schmerzte der Fuß nun doch. Ich konnte an einen Läufer vor mir heranlaufen. Dies gab Kraft und bei Kilometer 9 hatte ich ihn überholt. Ich hoffte noch auf eine Zeit unter 44 Minuten. Das letzte Stück vor dem Ziel geht aber bergauf. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es nur noch wenige Sekunden sind. Im Ziel dann 44.00 min gestoppt, aber am Start etwas früher ausgelöst. Es sollte schließlich zu einer Zeit von 43.59 min reichen. Das war unter diesen Umständen stark und 2.24 min schneller als letztes Jahr. Das Teilnehmerfeld war mit 207 sehr groß und ich wurde starker 32 unter 187 Finishern. In der AK M 45 bedeutete dies dennoch nur Platz 8, eine wirklich üble Klasse. Immerhin waren es aber 25 Teilnehmer. Nun kommt am Freitag der Fürstenwaldlauf als lockerer Trainingslauf, wobei es vom Verein bereits 9 Meldungen gibt und am nächsten Sonntag hoffentlich einer der Saisonhöhepunkte beim Stuttgart-Lauf.

Mit Jusra auf dem schön angelegten Gelände an der Lindenhofhalle.

Meinrad Mussler traf ich schon des Öfteren bei Rennen.

Starterfeld des Halbmarathons.

Start zum Halbmarathon.

Vor meinem Rennen über 10 km.

Mein Zieleinlauf.

Nach dem Lauf war erst mal Entspannung angesagt.


Nach dem Start von meinem Rennen hatte Jusra ihren Start und sie konnte sich auf den 2 km mit einer Zeit von 11.36 min um fast eine Minute verbessern. Tolle Leistung und Platz 6 in der AK W10. In den folgenden Klassen waren es wesentlich weniger Teilnehmerinnen. Da muss ich mich nächstes Jahr mächtig ins Zeug legen, um von ihr nicht noch mehr abgehängt zu werden. Auf alle Fälle wieder eine tolle Veranstaltung, bei der zum Glück das Wetter mitspielte. Leider hatte ich danach nicht groß Zeit, weil ich noch zum Nachtdienst musste.

Ergebnisse: http://www.lautertallauf.de/2009/ergebnisse.php

Sonntag, 9. Juni 2013

1. Berglauf zur Weltcuphütte Ofterschwang am 09.06.2013

In Ofterschwang bei Sonthofen stand heute eine Premiere an. Dort fand der 1. Berglauf zur Weltcuphütte statt. Für mich sollte es ein Test sein für die World Police and Fire Games im August in Irland. Dann kam aber am Freitag dieser Sturz beim Risstallauf in Schemmerhofen. Am Samstag versuchte ich es erst mal ganz locker mit Radfahren mit Jusra zusammen und ging dann am Nachmittag in Biberach im Burrenwald locker Joggen und anschließend noch für 30 Minuten ins Hallenbad. Immerhin hatte sich am linken Knie nichts entzündet, obwohl ein ganz schön großes Stück Haut abgeschürft wurde. Heute morgen verspürte ich dann vor allem im linken Oberschenkel Schmerzen und mir war es noch nicht klar, wie ich den Berglauf bewältigen sollte. Vielleicht noch ummelden fürs Walken? Wenigstens schien schon früh die Sonne und es sollte auch so bleiben. Damit also bei rund 16° C die besten Voraussetzungen. Alleine schon die tolle Umgebung war die Anfahrt von knapp einer Stunde über die Autobahn wert. Beim Wamlaufen hatte ich das Gefühl, dass es gerade bergauf einigermaßen geht und genau dies stand ja heute an. Mein Start erfolgte um 09:30 Uhr. Es ging zunächst ein kurzes Stück flach los, danach folgte der erste steile Anstieg und das erste Stück Schotterweg. Insgesamt waren 4 km und 450 Höhenmeter zu bewältigen. Nach dem ersten Kilometer eine Zeit von 6.22 min. Es folgten nun aber einige sehr steile Anstiege und ich versuchte so lange wie möglich zu laufen. Bald jedoch ging ich lieber an den steilen und etwas unwegsameren Abschnitten in einen Walkingschritt über, was eindeutig ein Vorteil war. Da lohnte sich das NordicWalking-Training wieder. Für den zweiten Kilometer brauchte ich mit 8.42 min am längsten. Also zur Halbzeit 15.04 min und ich dachte nun, dass ich bestimmt so 32 min brauchen werde. Nachdem es zuvor nur ganz kurze flache Passagen gab, ging es auf dem dritten Kilometer nur noch selten bergauf und einige Mal auch steiler bergab. Aber genau dies konnte ich heute nicht brauchen und ich musste an meinen linken Oberschenkel denken. Dennoch konnte ich etwas Tempo machen und immer mehr Läufer einholen, während ich nicht mehr überholt werden sollte. Da hab ich mir das Rennen wenigstens gut eingeteilt, hatte ja auch nur das Ziel durchzukommen und nicht Letzter zu werden. Der dritte Kilometer war mit 5.45 min auch der schnellste. Nun wohl doch unter 30 Minuten. Es kam nach einem kurzen Wiesenstück dann erst mal ein steiler Anstieg im Wald über Wurzeln. Da war nichts mehr mit Laufen drin. Nach einem Drehkreuz dann wieder eine Asphaltstraße. Führte diese zum Ziel? So am Berg hatte ich kein richtiges Gefühl für die Distanz. Dann kam mir Jusra eintgegen und ich wusste, es war nicht mehr weit. Kurz darauf der blaue Zielbogen und nach 29.13,5 min war das Ziel erreicht. Ich belegte damit in meiner Altersklasse ab 40 Jahre (es gab nur zwei Klassen) einen nie erwarteten 15. Platz unter 35 Teilnehmern. Es war aber mit der Verletzung schon recht hart. Allerdings wurde man auch mit herrlichen Ausblicken belohnt, die ich mir trotz allem manchmal gönnte. An der Weltcuphütte immer noch schönstes Wetter und ebenfalls ein herrlicher Ausblick. Es war super, dass jemand von den Veranstaltern mit meinen Kindern mit der Bergbahn nach meinem Start hochgefahren ist. Sie trauten sich alleine nicht so recht.

Startbereich bei unserer Ankunft. Da war noch nichts los.

Zusammen mit Jusra vor den Starts.

Kurz vor Beginn des Rennens sah es da schon anders aus.

Starterfeld zum Lauf und Walking über 4 km.

Nun ist mein Start erfolgt.

Kurz vor dem Ziel in schönster Berglandschaft.

Auch eine "Kuh" meisterte den Berg.

Hier konnte man sein Gepäck abholen. Es funktionierte reibungslos.

Den Kindern machte es Spaß.

Zeitnahme in idyllischer Landschaft.


Der Start von Jusra erfolgte um 10:45 Uhr. Die Distanz bei diesem Kinderrennen betrug 500 m und es ging von der Weltcuphütte an der Bergbahn vorbei und wieder zurück. Jusra konnte dabei das Rennen der Kinder weiblich Jahrgang 2003 und jünger gewinnen. Die Siegerehrung fand anschließend an der Weltcuphütte statt und ging sehr flott von statten, da sowieso nur die Klassensieger geehrt wurden. Jusra war richtig stolz auf ihre Auszeichnung und dabei gewesen zu sein. In der Ausschreibung stand noch, dass die Siegerehrung ca. 12:00 Uhr stattfindet, am Ende begann man sogar 30 Minuten früher. Darüber war ich froh, da ich ja noch zum Arbeiten musste. Es folgte noch eine Tombola, die laut Veranstalter wichtiger war als die Siegerehrung, da es praktisch für jeden was gab. Wir bekamen auch alle was, wobei Jusra als Glücksfee fungieren konnte. Die Kinder bekamen Gutscheine für Softshell-Jacken im Wert von je 40 Euro. Da gab es mal wirklich großzügige Sponsoren. Es war auf alle Fälle eine vorbildlich organisierte Veranstaltung, die absolut weiterempfohlen werden kann. Natürlich spielte auch das Wetter mit. Nun hoffe ich, dass ich mich recht schnell erhole. Am Samstag steht in Herrlingen der Lautertallauf und am 21.06. in Ochsenhausen der Fürstenwaldlauf an. Das Hauptziel ist aber am 23.06. der LBS Halbmarathon in Stuttgart.

Ergebnisse: http://www.sc-ofterschwang.de/home/ergebnisse.htm


Starterfeld zum Kinderlauf über 500 m.

Start zum Kinderlauf über 500 m.

Jusra kurz nach der Wendemarke mit außergewöhnlicher Begleitung.

Da schaut jemand aber skeptisch. Kann man diesen Riesen wirklich trauen?

Jusra präsentiert stolz ihren Siegerpreis.

Die Klassensieger des 1. Berglaufs zur Weltcuphütte Ofterschwang.

Jusra als Glücksfee bei der Tombola.

Blick nach Sonthofen auf der Rückfahrt mit der Weltcup-Express-Bahn.


Samstag, 8. Juni 2013

7. Risstallauf in Schemmerhofen am 07.06.2013

Nachdem ich Anfang Woche noch etwas muskuläre Probleme hatte, war ich heute richtig fit. Es fand mal wieder ein Lauf in nächster Nähe statt. Ich wusste aus dem vergangenen Jahr, dass die Strecke richtig flach ist und zudem amtlich vermessen. Ich hatte deshalb als Ziel meine Bestzeit von Öpfingen zu verbessern. Als erstes startete Jusra im Kinderlauf über 800 m. Sie benötigte 4.09 min und wurde in der Altersklasse WKU12 10.

Jusra vor dem Start.

Jusra auf den letzten Metern.
Dann war es um 19:00 Uhr so weit und der Start zum Hauptlauf über 10 km erfolgte. Es war ein Rekordteilnehmerfeld von 131 Läufern und Läuferinnen am Start. Dies hätte ich angesichts von 74 Vormeldungen und der Tatsache, dass es sich um keinen Cuplauf mehr handelt wie im vergangenen Jahr, nicht gedacht. Das Wetter spielte sicherlich auch eine Rolle, denn es war sonnig und etwa 20° C warm. Beinahe schon etwas zu warm. Ich startete recht gut und lief an der Seite von Markus Rösler. Die Durchganszeit bei km 1 betrug 3.53 min und ich fand einen schönen Rhythmus. Dann war innerhalb von einer Sekunde jedoch alles vorbei. Ein Läufer hatte mich von hinten derart angerempelt, dass ich stürzte. Im Nachhinein hatte ich es wohl dem Umstand zu verdanken, dass ich mich dank jahrelangem Kampfsporttraining instinktiv richtig auf den Unterarmen abstütze, so dass beide Hände zwar einige Zeit schmerzten, jedoch keine Verletzung die Folge war. Allerdings fiel ich so auf das linke Knie, dass ich mir dort eine größere Schürfwunde und leichte Prellungen zuzog. Ich rappelte mich zwar schnell auf, aber der Rhythmus war dahin und nach dem zweiten Kilometer zwar noch eine Zeit von 8.05 min, in der Folge jedoch nur noch Kilometerzeiten zwischen 4.20 min und 4.25 min, Es war nun auch eine Kopfsache und das Bein schmerzte halt doch stark. Mit der Zeit machte dann auch der linke Oberschenkel richtig zu. Nach drei Kilometer eine Zeit von 12.28 min und nach 4 km dann 16.49 min. Ich versuchte nochmals alles und holte auch eine Gruppe vor mir ein bzw. konnte sogar Läufer überholen. Nach der Hälfte dann eine Zeit von 21.11 min. Nochmals genau so schnell auf der zweiten Hälfte und es wäre sogar noch Rekord. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass dies einfach nicht möglich war. Kurze Zeit später endlich der Getränkestand. Ich schüttete den Rest des Wassers über mich. Da brannte es dann an beiden Beinen. Nach dem sechsten Kilometer zeigte die Uhr 25.39 min. Nun holte mich David Krüger ein und in der Folge begleitete er ich bis ins Ziel. Er hat wenigstens dafür gesorgt, dass ich das Tempo halten konnte, wofür ich mich bedanken möchte. Nach 7 Kilometern eine Durchgangszeit von 30.07 min. Noch drei Kilometer mit im Schnitt 4.05 min und es wäre Rekord. Dies wäre ohne die Verletzung an diesem Tag vielleicht sogar noch drin gewesen. Nun hoffte ich wenigstens einen persönlichen Streckenrekord aufzustellen. Im letzten Jahr lief ich nach 43.22 min ins Ziel. Nachdem ich nun bei den nächsten Marken mit 34.28 min und 38.56 min durchlief versuchte ich nun auf dem letzten Kilometer nochmal alles zu geben. Ich wurde von ein paar Läufern überholt, es ging halt nicht mehr so gut. Im Ziel immerhin mit 43.14 min ein persönlicher Streckenrekord und meine viertbeste Zeit (drittbeste auf vermessenen Strecken) über diese Distanz. Am meisten ärgerte mich, dass sich der Läufer, welcher mich zu Sturz brachte nicht wenigstens noch entschuldigte. Für mich eine totale Unsportlichkeit. Es war eine schöne Veranstaltung, bei der ich viele Bekannte traf, allerdings konnte ich den Rest nicht mehr so richtig genießen. Es war in meinem 77. Wettkampf die erste Verletzung. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist und ich am Sonntag in Ofterschwang beim Berglauf wieder alles geben kann. Wenigstens tauchte ich als 50. gerade noch am Ende der ersten Seite der Ergebnisliste auf und wurde in meiner AK M45 unter 26 Teilnehmern 12.

Ergebnisse: https://www.anmeldungs-service.de/risstallauf2013/ergebnisse

Vor meinem Start. Da ahnte ich noch nicht was auf mich zukommt.

Im Starterfeld zum Hauptlauf über 10 km.
 
Hinter David Krüger nach ca. 8 km.

Es ging nach dem Sturz nicht ohne Schmerzen.


Auf meinen letzten Metern zum Ziel.

Nach dem Lauf mit Jusra.

Zusammen mit David Krüger, der mich noch ins Ziel begleitete.

Jusra fand wieder mal eine Spielkameradin.

Die jeweils drei Erstplatzierten bei den Männern und Frauen.

Sonntag, 2. Juni 2013

23. Iller-Marathon in Immenstadt am 02.06.2013

Heute musste ich bereits um 5 Uhr aufstehen und hatte da ein recht gutes Gefühl, auch wenn die Beine schon noch etwas schwer waren von dem Wettkampf gestern. Die Regenprognosen waren ja vor ein paar Tagen noch bei bis zu 40 l pro m² und heute bei ca. 4. Das war schon besser. Bei der Fahrt hatte es dann kurz vor Immenstadt wieder richtig stark angefangen zu regnen. Die letzten Tage hatte ich immer ein ungutes Gefühl in der Richtung, dass der Lauf evtl. sogar witterungsbedingt abgesagt werden muss. Leider hat sich dies dann bei der Ankunft kurz nach halb 7 bestätigt. Immerhin konnte ich den Transponder von Jusra abgeben, der ihr gestern in Ulm versehentlich nicht abgenommen wurde und zum Trost gab es ja noch das T-Shirt. Wenigstens war es mit 50 Minuten eine kurze Fahrt. Nun hab ich zum ersten Mal einen Eintrag noch vor der eigentlichen Startzeit geschrieben. Ich hoffe dass es nächstes Jahr klappt, da es eine sehr schöne Veranstaltung ist. Heute Nachmitttag mach ich jetzt halt als Training meinen eigenen Halbmarathon.

Stellungnahme des Veranstalters: http://iller-marathon.de/Hochwasser.html



Das wäre sie gewesen, die erste Startnummer beim Halbmarathon.

Samstag, 1. Juni 2013

3. Ulmer Münsterturm-Lauf am 01.06.2013

Ich war heute gespannt, ob ich die Zeit vom letzten Jahr verbessern kann. Allerdings hatte ich ja am Donnerstag beim Volkslauf in Hausen ganz schön Tempo gemacht und am Freitag waren Früh- und Nachtdienst auch nicht die besten Voraussetzungen für eine gute Erholung. Das Wetter war bei unserer Ankunft so kurz nach 16 Uhr wenigstens so, dass der angesagte Regen zumindest für den Moment ausblieb, allerdings ging ein sehr starker Wind, der oben im Münster bestimmt nochmal deutlich stärker sein würde. Es gab dieses Jahr zwar keine T-Shirts vom Münsterturm-Lauf, allerdings bekam man ältere Shirts. Jusra vom ersten Lauf von 2011 und ich ein Funktionsshirt vom diesjährigen Ulmer Stadtlauf. Eine sehr nette Geste. Ich bekam die Startnummer 10. Ich ging eigentlich von Nummer 4 aus, wegen der Startzeit, es wurden aber noch einige Läufer früher losgeschickt. Der Start erfolgte dieses Jahr nicht von der Seite, sondern frontal vor dem Haupteingang. Diesmal war es wenigstens beim Betreten des Münsters hell, da die blendende Sonne ausblieb. Immerhin hatte die sich kurz vor dem Start noch gezeigt, dann fing es zu regnen an. Da war ich froh dass ich mit Nummer 10 und Jusra mit Nummer 31 früh dran waren und nicht lange warten mussten. Es waren in diesem Jahr die noch verbleibenden Stufen in 50er-Schritten angezeigt. Nach 310 von insgesamt 560 Stufen stellte ich bei einem Blick auf meine Uhr fest, dass ungefähr die Hälfte der Zeit vom letzten Jahr abgelaufen war. Allerdings konnte von einem Rennen nicht mehr die Rede sein. Ich schleppte mich die Treppe hoch, hatte aber immerhin den Läufer mit Nummer 7 schon eingeholt. Vor mir hätte ja Klaus Schillinger starten sollen, er war jedoch angeschlagen. Es war toll, dass er sich einverstanden erklärte, auf unsere Sachen aufzupassen und zudem machte er tolle Bilder. Als es noch knapp über 50 Stufen waren überholte ich auch den 1 Minute vor mir gestarteten Läufer mit der Startnummer 8. Ich hatte die Zeitnahme ca. 10 Sekunden früher ausgelöst und im Ziel war ich so fertig, dass ich die Uhr gar nicht richtig stoppte. Ich konnte nur schätzen, dass es ungefähr 4.20 min waren nach 4.29,2 min im letzten Jahr. Nun musste ich erst mal im Bereich des Turmzimmers, wo es Getränke gab, da man es oben nicht wirklich aushielt, aus Jusra warten. Dort wehte der Wind ziemlich, der auch auf den letzten 200 Stufen sehr störend wirkte. Jusra brauche zwar richtig lange, aber kämpfte sich ohne Hilfe durch. Sie wollte es alleine schaffen und das mit Höhenangst. Da muss man ihr wirklich Respekt zollen. Die Zeit spielt überhaupt keine Rolle. Als wir wieder unten waren stellte ich fest, dass ich goldrichtig geschätzt hatte. Meine Zeit lag bei 4.19,9 min. Das war immerhin ein persönlicher Rekord und Platz 53 unter allen 126 Teilnehmern sowie Platz 50 unter 103 Männern.

Ergebnisse: https://www.anmeldungs-service.de/0/120/ergebniss/492/

Video:

Da sieht man schon mal die Dimensionen die es für Jusra zu erklimmen gab.

Mein dynamischer Start.

Vor dem Münster noch schnell Jusra abgeklatscht.

Jusras Start zu ihrem zweiten Münsterturm-Lauf.

Wieder unten und glücklich über die Leistungen.