Die 3. Etappe führt von Neuhausen ob Eck nach Stockach. Da ging es zunächst von der Bushaltestelle die gut 200 m zum Kreisverkehr und dann links runter zur Kirche. Die nächste Abzweigung war noch markiert, aber dann erst mal nichts mehr und ich musste mich eine Weile orientieren. Dann ging es ans Ortsende und über die Felder zur Unterführung der der B311. Dahinter zum Glück dann schnell in den Wald. Auf einem schön zu laufenden Forstweg ging es dann runter ins Dinkeltal. Dort ging es nach rechts und es gab eine schöne Lichtung im Wald mit Wiesen. Die angekündigten Herdenschutzhunde und Schafe waren aber nirgends zu sehen. Vom Dinkeltal ging es dann am Waldrand links hoch. Dort gab es keine Markierung, aber der Wanderführung leistete mal wieder gute Hilfe. Es ging wieder kurz durch den Wald und dann am Rand entlang zu einem Wanderparkplatz und über die Straße. Danach waren die nächsten vier Kilometer einfach zu finden. Auf einem gut zu laufenden Forstweg ging es durch den Wald und etwas nach der Hälfte an der Wilde-Wald-Hütte vorbei.
Es folgte ein etwas unangenehmer Abschnitt von gut 400 m auf der Kreisstraße, wobei nur am Ende ein Auto kam. Dann links weg und erst mal auf einem asphaltierten Nebensträßchen etwas aufwärts. Es war gut, dass rund 60 Prozent der Strecke auf geschotterten Wegen verlief. Dafür kann man auf dem Asphalt etwas besser Tempo machen und es lief an dem Tag auch erstaunlich gut. Einige Meter ging noch durch ein Wäldchen, bevor es auf Feldwegen über die Felder ging. So langsam wurde die Strecke nach dem ruhigen Wald etwas interessanter. Die Etappe ist der Übergang von der Schwäbischen Alb zur Bodenseeregion. Nun ging es wieder in einen Wald und hier mal auf einem schönen Pfad. An manchen Stellen war es aber auch etwas zugewachsen.
Aus dem Wald raus ging es über eine Wiese runter zu einem Sträßchen. An einem Abzweig ließ ich mich irritieren und folgte einfach der Angabe "Stockach". Das wurde einige Hundert Extrameter. Ich hätte nach links laufen sollen. Also zurück und rechts weg. Da war nach rund 1,5 km Hoppetenzell erreicht. Der Ausblick auf den rt und die Gegend war schön. Es ging durch den Stockacher Teilort durch und dahinter stieg es das einzige Mal auf dieser Etappe lang und heftig an. Es war nun zwar leichter bewölkt, aber die Temperatur passte noch ganz gut. Immer wieder genoss ich den Ausblick zurück. Der Belag ging zu Schotter über und führte den Rest des Anstiegs hoch zum Wald. Dort nach rechts gab es noch ein paar Mal eine schöne Aussicht. Dann führte der Weg über einen schönen, teils laubbedeckten, Forstweg.
Aus dem Wald raus ging es ein Stück runter und nach rechts wieder über ein asphaltiertes Sträßchen. Dieses führte an einem Weiler vorbei und dahinter an einem Wildgehege. Es folgte ein kurzer Anstieg und oben eine schöne Aussicht und im Hintergrund sogar die Schweizer Alpen. Es ging nun das Sträßchen runter zu einem Wanderparkplatz am Waldrand.
Ein Forstweg führte in den Wald und leider verpasste ich den Abzweig nach rechts zur Kuony-Quelle. So lief ich auf dem breiten Forstweg eine Schleife und kam an die Stelle, an welcher der Pfad von der Quelle einmündete. Dann halt noch ein Stück den Pfad hoch und wieder runter. Die Quelle hat ihren Namen von einem Hofnarr des Herzogs Leopold von Österreich, der diesen 1315 während der Habsburgerkriege beriet. Was man so alles erfährt, wenn man unterwegs ist. Auf dem Forstweg ging es weiter und nach rechts folgte der Tobelgraben. Da gab es zunächst aber auch eine Zusatzstrecke. Dann endlich doch in den kleinen Tobel und auf einem schönen Pfad weiter. Es war dort zum Glück auch trocken, wie auf dem Rest der Strecke. Der weitere Weg führte aus dem Wald hinaus und stieg über Felder an nach Stockach. Dort dann runter zur Altstadt. Ich hatte zwar rund 3 Extrakilometer gesammelt, war aber so gut unterwegs, dass ich gleich im ersten Biergarten einkehrte und mit ein alkoholfreies Weizen gönnte. Bei den nun 24° C konnte man es aushalten! Danach ging es de noch rund 800 m runter zum Bahnhof bzw. Busbahnhof. Dort kam ich nach 25,94 km mit 310 Hm an und die Nettolaufzeit betrug 2:47.29 h. Da war ich recht flott unterwegs auch wenn es fast 300 Hm mehr runter als hoch ging. Nur vier Tag nach dem Ultra auch nach diesem Lauf total lockere Beine, sogar besser als noch am frühen Morgen.
Ich hatte noch gut 15 Minuten Zeit und absolut keinen Stress. Der Bus nach Krauchenwies kam pünktlich und war dann auch planmäßig in Krauchenwies am Busbahnhof. Da wartete ich auf den in Stockach bestellten Rufbus der Linie 416. Der kam dann leider erst um 13:27 Uhr anstatt um 13:22 Uhr. Da konnte es fast nicht mehr auf den Zug in Mengen reichen. Ich stellte zu allem Übel noch fest, dass ich meine geliebte Mütze im vorherigen Bus liegen gelassen hatte. Der RE55 hatte dann aber 2 Minuten Verspätung, wobei ich sogar exakt zur normalen Abfahrtszeit am Bahnsteig war. So ging es noch entspannt die letzten Minuten nach Riedlingen und mit dem Auto nach <Hause. Ich hoffe, dass ich meine Mütze irgendwie wieder bekomme. Eine Meldung ging zumindest mal raus. Es war keine spektakuläre Etappe, aber dafür angenehm zu laufen und sehr ruhig. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, wenn es nach Überlingen an den Bodensee geht. Dann kenne ich die Strecke so wie heute auch wieder nicht, bis auf den Landungsplatz in Überlingen, wo ich bei Läufen schon öfters war.
Die Strecke:

































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